Rechtsprechung
| BFH, 04.12.1974 - I R 101/73 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Berücksichtigungsfähigkeit - Ausschüttung - Kapitalgesellschaft - Ermäßigung des Steuersatzes
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- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 114, 367
- DB 1975, 1248
- BStBl II 1975, 250
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (2)
- BFH, 03.02.1971 - I R 22/68
Besondere Körperschaftsteuer - Berücksichtigungsfähige Ausschüttungen - …
Auszug aus BFH, 04.12.1974 - I R 101/73
Der Senat hält an seiner Auffassung fest, daß berücksichtigungsfähige Ausschüttungen der besonderen Körperschaftsteuer nach § 9 Abs. 3 KStG nicht unterliegen, soweit sie bei der ausschüttenden Kapitalgesellschaft zu keiner Ermäßigung des Steuersatzes geführt haben (BFH-Urteil vom 3. Februar 1971 I R 22/68, BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406).Das FG schloß sich der vom BFH im Urteil vom 3. Februar 1971 I R 22/68 (BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406) vertretenen Rechtsauffassung an, daß die besondere Körperschaftsteuer nach § 9 Abs. 3 KStG (Nachsteuer) auf Schachteleinnahmen nur dann zu erheben ist, wenn die der Einnahme entsprechende Ausschüttung bei der Untergesellschaft zu einer Ermäßigung des Körperschaftsteuersatzes geführt hat.
Das einen dem Streitfall gleichgelagerten Fall behandelnde BFH-Urteil I R 22/68 habe im Schrifttum eine bemerkenswert einmütige Zustimmung gefunden (Hinweis vor allem auf Brezing, Finanz-Rundschau 1971 S. 371; Winter, BB 1971, 1277).
Die Entstehungsgeschichte der Vorschrift des § 9 Abs. 3 KStG sei in der mündlichen Verhandlung der Sache I R 22/68 vor dem BFH eingehend erörtert worden.
Gesetzmäßig aufgrund einer gesellschaftsrechtlichen Gewinnverteilung ausgeschüttete Gewinne würden dagegen, soweit sie bei der ausschüttenden Kapitalgesellschaft zu keiner Ermäßigung der Körperschaftsteuer geführt hätten, mit einer Körperschaftsteuer von 51 v. H. + 36 v. H. = 87 v. H. besteuert werden (BFH-Urteil I R 22/68).
- BFH, 27.02.1962 - I 208/60 S
Schachtelvergünstigung für beschränkt steuerpflichtige Betriebe einer …
Auszug aus BFH, 04.12.1974 - I R 101/73
Der angebliche Wille des Gesetzgebers, die Nachsteuer ohne Rücksicht auf die steuerrechtlichen Auswirkungen bei der ausschüttenden Kapitalgesellschaft zu erheben, hat im Gesetz selbst keinen hinreichenden Ausdruck gefunden und kann daher nicht berücksichtigt werden (BFH-Urteil vom 27. Februar 1962 I 208/60 S, BFHE 74, 662, BStBl III 1962, 244).
- BFH, 08.11.1989 - I R 20/86
Zur Frage der Nachsteuer i. S. des § 9 Abs. 3 KStG 1968
Zwar hat der erkennende Senat in seinen Urteilen vom 3. Februar 1971 I R 22/68 (BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406), und vom 4. Dezember 1974 I R 101/73 (BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 250) entschieden, daß der besonderen Körperschaftsteuer nach § 9 Abs. 3 KStG 1968 berücksichtigungsfähige Ausschüttungen nicht unterliegen, soweit sie bei der ausschüttenden Gesellschaft zu keiner Ermäßigung des Steuersatzes geführt haben.Der erkennende Senat hat schon in dem Urteil in BFHE 115, 484, BStBl II 1975, 618 klargestellt, daß die Entscheidungen in BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406 und in BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 250 nicht extensiv ausgelegt werden dürfen.
Bei dieser Sachlage besteht keine Veranlassung, den Rechtsgedanken aus den Entscheidungen in BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406 und in BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 250 auszudehnen und ihn auch auf den Streitfall zu übertragen.
Die in den Urteilen in BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406 und BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 250 befürwortete teleologische Reduktion greift nur dann ein, wenn andernfalls eine Übermaßbesteuerung droht, nämlich bei der Tochtergesellschaft in Höhe von 51 v.H. und zusätzlich bei der Muttergesellschaft in Höhe von 36 v.H. Im Streitfall droht jedoch eine derartige Übermaßbesteuerung nicht, weil bei der T-GmbH auf die hier interessierenden 1, 88 Mio DM keine Körperschaftsteuer entfiel.
- BFH, 08.11.1989 - I R 61/86
Besondere Erhebung der Körperschaftsteuer bei den außerhalb des Ansatzes …
Zwar hat der erkennende Senat in seinen Urteilen vom 3. Februar 1971 I R 22/68 (BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406) und vom 4. Dezember 1974 I R 101/73 (BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 250) entschieden, daß der besonderen Körperschaftsteuer nach § 9 Abs. 3 KStG 1968 berücksichtigungsfähige Ausschüttungen nicht unterliegen, soweit sie bei der ausschüttenden Gesellschaft zu keiner Ermäßigung des Steuersatzes geführt haben.Der erkennende Senat hat schon in dem Urteil in BFHE 115, 484, BStBl II 1975, 618 klargestellt, daß die Entscheidungen in BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406 und in BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 250 nicht extensiv ausgelegt werden dürfen.
Bei dieser Sachlage besteht keine Veranlassung, den Rechtsgedanken aus den Entscheidungen in BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406 und in BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 250 auszudehnen und ihn auf den Streitfall zu übertragen.
Die in den Urteilen in BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406 und in BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 250 befürwortete teleologische Reduktion greift nur dann ein, wenn andernfalls eine Übermaßbesteuerung droht, nämlich in Höhe von 51 v.H. bei der Tochtergesellschaft und in Höhe von 36 v.H. zusätzlich bei der Muttergesellschaft.
- BFH, 21.05.1986 - I R 190/81
Anschaffungskosten - Anteil an GmbH - Erwerb eines Anteils - Gewinnbezugsrecht - …
Der Nachsteuersatz von 22, 5 v. H. ergebe sich durch sinngemäße Anwendung des Urteils des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 4. Dezember 1974 (BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 240). - BFH, 02.04.1980 - I R 75/76
Nachsteuer - Obergesellschaft - Ausschüttung - Gewinnanteil - Muttergesellschaft …
Unter Hinweis auf den Ergänzungscharakter der Nachsteuer hat der Senat in den Urteilen vom 3. Februar 1971 I R 22/68 (BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406) und vom 4. Dezember 1974 I R 101/73 (BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 250) dahin erkannt, daß der besonderen Körperschaftsteuer nach § 9 Abs. 3 KStG die vereinnahmten Ausschüttungen nur dann nicht unterliegen, wenn sie bei der ausschüttenden Untergesellschaft zu keiner Ermäßigung des Steuersatzes geführt haben. - BFH, 23.04.1975 - I R 70/73
Steuerliche Begünstigung - Wasserkraftwerk - Erstreckungswirkung - Nachsteuer
Der Senat hat allerdings entschieden, daß berücksichtigungsfähige Ausschüttungen der Nachsteuer nach § 9 Abs. 3 KStG nicht unterliegen, soweit sie bei der ausschüttenden Kapitalgesellschaft zu keiner Ermäßigung des Steuersatzes geführt haben (BFH-Urteile vom 3. Februar 1971 I R 22/68, BFHE 101, 364, BStBl II 1971, 406, und vom 4. Dezember 1974 I R 101/73, BFHE 114, 367, BStBl II 1975, 250).
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