Rechtsprechung
| BFH, 25.07.1973 - I R 185/71 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Sparkassen - Ermäßigung der Steuermeßzahl - Vereinbarkeit mit GG
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- FG Nürnberg, 25.07.1973 - I R 185/71
- BFH, 25.07.1973 - I R 185/71
- BVerfG, 06.05.1975 - 1 BvR 2235/73
Papierfundstellen
- BFHE 110, 287
- BStBl II 1973, 857
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (18)
- BVerfG, 07.04.1964 - 1 BvL 12/63
Mitfahrzentrale
Auszug aus BFH, 25.07.1973 - I R 185/71
Die Regelung verletzt nicht die von der Rechtsprechung des BVerfG in diesem Zusammenhang aufgestellten Forderungen, daß die Mittel des Eingriffs zur Erreichung des gesetzgeberischen Ziels geeignet sein müssen und den einzelnen nicht übermäßig belasten dürfen (BVerfG-Beschlüsse vom 7. April 1964 1 BvL 12/63, BVerfGE 17, 306 [313 f.]; vom 9. März 1971 2 BvR 326/69 u. a. , BVerfGE 30, 250 [262 ff.], BStBl II 1971, 433 [436]).Bei Prüfung der Frage, ob eine Maßnahme zwecktauglich ist, wird vom BVerfG nur ermittelt, ob das eingesetzte Mittel "objektiv untauglich" (BVerfG-Urteil vom 22. Mai 1963 1 BvR 78/56, BVerfGE 16, 147 [181], "objektiv ungeeignet" (BVerfG-Beschluß 1 BvL 12/63 [317]) oder "schlechthin ungeeignet" (BVerfG-Beschluß vom 24. September 1965 1 BvR 228/65, BVerfGE 19, 119 [126 f.]) ist.
- BVerfG, 09.03.1971 - 2 BvR 326/69
Absicherungsgesetz
Auszug aus BFH, 25.07.1973 - I R 185/71
Die Regelung verletzt nicht die von der Rechtsprechung des BVerfG in diesem Zusammenhang aufgestellten Forderungen, daß die Mittel des Eingriffs zur Erreichung des gesetzgeberischen Ziels geeignet sein müssen und den einzelnen nicht übermäßig belasten dürfen (BVerfG-Beschlüsse vom 7. April 1964 1 BvL 12/63, BVerfGE 17, 306 [313 f.]; vom 9. März 1971 2 BvR 326/69 u. a. , BVerfGE 30, 250 [262 ff.], BStBl II 1971, 433 [436]).Bei Anwendung dieser Prüfungsmaßstäbe wird die Verfassungswidrigkeit einer gesetzlichen Maßnahme wegen objektiver Zweckuntauglichkeit nur sehr selten und nur in ganz besonders gelagerten Fällen festgestellt werden können (BVerfG-Beschluß 2 BvR 326/69 u. a. [263 f.], BStBl II 1971, 433 [436]).
- BVerfG, 22.05.1963 - 1 BvR 78/56
Werkfernverkehr
Auszug aus BFH, 25.07.1973 - I R 185/71
Wie das BVerfG in ständiger Rechtsprechung (vgl. BVerfG-Urteil vom 22. Mai 1963 1 BvR 78/56, BVerfGE 16, 147 [160 ff.]; BVerfG-Beschluß vom 2. Oktober 1969 1 BvL 12/68, BVerfGE 27, 58 [65], BStBl II 1970, 140 [142]), entschieden hat, können mit der Steuergesetzgebung auch fiskalfremde Zielsetzungen wirtschafts- und gesellschaftspolitischer Art verfolgt werden.Bei Prüfung der Frage, ob eine Maßnahme zwecktauglich ist, wird vom BVerfG nur ermittelt, ob das eingesetzte Mittel "objektiv untauglich" (BVerfG-Urteil vom 22. Mai 1963 1 BvR 78/56, BVerfGE 16, 147 [181], "objektiv ungeeignet" (BVerfG-Beschluß 1 BvL 12/63 [317]) oder "schlechthin ungeeignet" (BVerfG-Beschluß vom 24. September 1965 1 BvR 228/65, BVerfGE 19, 119 [126 f.]) ist.
- BVerfG, 15.12.1970 - 1 BvR 559/70
Konjunkturzuschlag
Auszug aus BFH, 25.07.1973 - I R 185/71
Deshalb muß der Gesetzgeber bei der Auswahl der Sachverhalte, für die eine gesetzliche Regelung getroffen wird, sachgemäß -- d. h. nach Gesichtspunkten, die sich aus der Art der zu behandelnden Lebenssachverhalte ergeben -- verfahren (BVerfG-Beschlüsse vom 21. Juli 1955 1 BvL 33/51, BVerfGE 4, 219 [243]; vom 15. Dezember 1970 1 BvR 559, 571, 586/70, BVerfGE 29, 402 [411], BStBl II 1971, 39 [42]; Urteil des BFH vom 19. Juli 1972 I R 164/68, BFHE 106, 441 [447 f.], BStBl II 1972, 858).Daher darf ein Bürger nur aufgrund solcher Vorschriften zur Steuer herangezogen werden, die formell und materiell der Verfassung gemäß sind und deshalb zur verfassungsmäßigen Ordnung gehören (BVerfG-Beschlüsse vom 13. Dezember 1966 1 BvR 512/65, BVerfGE 21, 1 [3], BStBl III 1967, 106, 107; vom 15. Dezember 1970 1 BvR 559, 571, 586/70, BVerfGE 29, 402 [408], BStBl II 1971, 39 [41]).
- BVerfG, 24.09.1965 - 1 BvR 228/65
Couponsteuer
Auszug aus BFH, 25.07.1973 - I R 185/71
Bei Prüfung der Frage, ob eine Maßnahme zwecktauglich ist, wird vom BVerfG nur ermittelt, ob das eingesetzte Mittel "objektiv untauglich" (BVerfG-Urteil vom 22. Mai 1963 1 BvR 78/56, BVerfGE 16, 147 [181], "objektiv ungeeignet" (BVerfG-Beschluß 1 BvL 12/63 [317]) oder "schlechthin ungeeignet" (BVerfG-Beschluß vom 24. September 1965 1 BvR 228/65, BVerfGE 19, 119 [126 f.]) ist. - BVerfG, 13.12.1966 - 1 BvR 512/65
Wohnungseinrichtung
Auszug aus BFH, 25.07.1973 - I R 185/71
Daher darf ein Bürger nur aufgrund solcher Vorschriften zur Steuer herangezogen werden, die formell und materiell der Verfassung gemäß sind und deshalb zur verfassungsmäßigen Ordnung gehören (BVerfG-Beschlüsse vom 13. Dezember 1966 1 BvR 512/65, BVerfGE 21, 1 [3], BStBl III 1967, 106, 107; vom 15. Dezember 1970 1 BvR 559, 571, 586/70, BVerfGE 29, 402 [408], BStBl II 1971, 39 [41]). - BVerfG, 08.01.1959 - 1 BvR 425/52
Strafbarkeit der Arzneiproduktion
Auszug aus BFH, 25.07.1973 - I R 185/71
Die freie Gestaltung der Lebensführung setzt die Freiheit von unberechtigten Eingriffen der Staatsgewalt voraus (BVerfG-Beschluß vom 8. Januar 1959 1 BvR 425/52, BVerfGE 9, 83 [88]). - BFH, 14.12.1972 - III R 38/72
Vereinbarkeit mit GG
- BVerfG, 23.10.1951 - 2 BvG 1/51
Südweststaat
Auszug aus BFH, 25.07.1973 - I R 185/71
Der Gleichheitssatz ist verletzt, wenn für die vom Gesetzgeber vorgenommene Differenzierung oder Gleichbehandlung ein vernünftiger, aus der Natur der Sache sich ergebender oder sonstwie einleuchtender Grund nicht zu finden ist, wenn also die Vorschrift als willkürlich bezeichnet werden muß (BVerfG-Urteil vom 23. Oktober 1951 2 BvG 1/51, BVerfGE 1, 14 [52]; seither ständige Rechtsprechung). - BVerfG, 07.05.1969 - 2 BvL 15/67
lex Rheinstahl
Auszug aus BFH, 25.07.1973 - I R 185/71
Dabei sind Abweichungen von den für eine Materie geltenden Grundregeln nicht grundsätzlich verboten; sie sind nur dann willkürlich und damit verfassungswidrig, wenn das System des Gesetzes ohne zureichenden Grund verlassen wird (BVerfG-Urteil vom 27. Januar 1965 I BvR 213, 715/58 u. 66/60, BVerfGE 18, 315 [334] mit weiteren Rechtsprechungshinweisen; BVerfG-Beschluß vom 2. Oktober 1968 1 BvF 3/65, BVerfGE 24, 174 [181], BStBl II 1968, 762 [763], und BVerfG-Urteil vom 7. Mai 1969 2 BvL 15/67, BVerfGE 25, 371 [402]). - BVerfG, 24.01.1962 - 1 BvL 32/57
Ehegatten-Arbeitsverhältnisse
- BVerfG, 02.10.1969 - 1 BvL 12/68
Herabsetzung der Kilometer
- BVerfG, 27.01.1965 - 1 BvR 213/58
Marktordnung
- BVerfG, 21.07.1955 - 1 BvL 33/51
Junktimklausel
- BVerfG, 08.12.1970 - 1 BvR 95/68
Verfassungsmäßigkeit der Verdoppelung der Schankerlaubnissteuer für Zweitbetriebe
- BVerfG, 02.10.1968 - 1 BvF 3/65
Gesellschaftssteuer
- BFH, 19.07.1972 - I R 164/68
Vereinbarkeit mit Gleichheitssatz - Ermittlung des Gewerbeertrags - Ermittlung …
- Drs-Bund, 18.11.1968 - BT-Drs V/3500
- BFH, 21.03.1975 - VI R 196/71
Verfassungsmäßigkeit - Gesellschafter - Personengesellschaft - Betreiben einer …
Inzwischen ist § 11 Abs. 4 Nr. 1 GewStG 1968 durch Urteil des BFH vom 25. Juli 1973 I R 185/71 (BFHE 110, 287, BStBl II 1973, 857) und § 109 a BewG durch Urteil vom 14. Dezember 1972 III R 38/72 (BFHE 108, 388, BStBl II 1973, 374) für verfassungsmäßig erklärt worden.Der Rechtszustand ist also grundlegend anders als in den beiden anderen Fällen, in denen die Kläger die Sonderbehandlung der öffentlichen Sparkassen angegriffen haben (Gewerbesteuer und Bewertung; vgl. BFH-Urteile I R 185/71 und III R 38/72).
- VGH Bayern, 17.12.1973 - 4 VII 73 Die öffentlichen Sparkassen unterscheiden sich von den übrigen Kreditinstituten durch eine wesentlich stärkere Bindung an das Gemeinwohl; sie haben Pflichten zu erfüllen und Lasten zu tragen, die anderen Instituten fremd sind, was u. a. ihre steuerliche Besserstellung rechtfertigt (vgl. BFH, Urteil vom 25.07.1973, BB 1973, 1349{{Fussnote|14|BFH, 25.07.1973, I R 185/71.
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