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| BGH, 08.05.1953 - I ZR 120/52 |
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Papierfundstellen
- DB 1953, 506
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (8)
- BGH, 20.06.1951 - GSZ 1/51
Aufrechnung gegen das Reich
Auszug aus BGH, 08.05.1953 - I ZR 120/52
An dem Grundsatz, daß der inländische Geldschuldner des Deutschen Reichs auch nach der Währungsreform mit einer Gegenforderung aufrechnen kann, wenn die Aufrechnungslage bereits vor dem Währungsstichtag bestanden hat (BGHZ 2, 300), ist auch gegenüber der Vorschrift des § 5 des sog. Vorschaltgesetzes festzuhalten.Es nimmt zunächst Bezug auf den Beschluß des Großen Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 20. Juni 1951 (BGHZ 2, 300), wonach der inländische Geldschuldner des Deutschen Reiches auch nach der Währungsreform ungeachtet der Vorschrift des § 14 Ziff 1 UmstG mit einer Gegenforderung gegen das Reich aufrechnen kann, vorausgesetzt, daß sich Forderung und Gegenforderung vor dem 21. Juni 1948 aufrechenbar gegenübergestanden haben.
- BGH, 22.01.1953 - IV ZR 149/52
Aufrechnung mit Kriegslieferungsansprüchen
Auszug aus BGH, 08.05.1953 - I ZR 120/52
Die Tilgung solcher Verbindlichkeiten war, wie bereits der IV. Zivilsenat im Urteil vom 22. Januar 1953 (BGHZ 8, 339) unter Hinweis auf die einschlägigen Verlautbarungen der britischen Besatzungsmacht ausgeführt hat, dem Deutschen Reich allgemein untersagt.Der IV. Zivilsenat hat bereits in zwei Urteilen vom 22. Januar 1953 - IV ZR 6/51 (BGHZ 8, 344 [BGH 22.01.1953 - IV ZR 6/51] ) und IV ZR 149/52 (BGHZ 8, 339) dargelegt, daß angesichts der Schutzmöglichkeiten, die dem Schuldner das Vertragshilfegesetz vom 26. März 1952 (BGBl I 198) gewährt, für ein auf allgemeinen Billigkeitserwägungen gestütztes Leistungsverweigerungsrecht kein Raum mehr ist.
- BGH, 30.10.1951 - I ZR 117/50
Reichsvermögen und Bundesrepublik
Auszug aus BGH, 08.05.1953 - I ZR 120/52
Wie der Senat im Urteil vom 30. Oktober 1951 (BGHZ 3, 308) ausgesprochen hat, ist das in der britischen Besatzungszone belegene Aktivvermögen des Deutschen Reichs im Zeitpunkt des Inkrafttretens des Grundgesetzes auf die Bundesrepublik Deutschland übergegangen.
- BGH, 20.12.1951 - IV ZR 163/50
Rechtsweg für Ansprüche aus RLG
Auszug aus BGH, 08.05.1953 - I ZR 120/52
Wie bereits der IV. Zivilsenat im Urteil vom 20. Dezember 1951 (BGHZ 4, 266 [BGH 20.12.1951 - IV ZR 163/50] [277]) ausgesprochen hat, wird durch die Absicht des Gesetzgebers, die Haftung für Verbindlichkeiten des Reichs näher zu regeln, nicht schlechthin ausgeschlossen, schon jetzt an Hand von Einzelansprüchen die Haftung des Reichs für Verbindlichkeiten der Länder (nur darum handelte es sich im Fall des IV. Zivilsenats) festzustellen. - BGH, 22.01.1953 - IV ZR 6/51
Aufrechnung und Leistungsverweigerung wegen Kriegsschaden
Auszug aus BGH, 08.05.1953 - I ZR 120/52
Der IV. Zivilsenat hat bereits in zwei Urteilen vom 22. Januar 1953 - IV ZR 6/51 (BGHZ 8, 344 [BGH 22.01.1953 - IV ZR 6/51] ) und IV ZR 149/52 (BGHZ 8, 339) dargelegt, daß angesichts der Schutzmöglichkeiten, die dem Schuldner das Vertragshilfegesetz vom 26. März 1952 (BGBl I 198) gewährt, für ein auf allgemeinen Billigkeitserwägungen gestütztes Leistungsverweigerungsrecht kein Raum mehr ist. - BGH, 28.02.1952 - IV ZR 157/50
Entschädigungsanspruch. Reichskassenordnung
Auszug aus BGH, 08.05.1953 - I ZR 120/52
Soweit dem - früheren - Urteil des IV. Zivilsenats vom 28. Februar 1952 (BGHZ 5, 205 [210]) eine abweichende Auffassung zu entnehmen ist, hat der IV. Zivilsenat an dieser Rechtsansicht, wie er dem erkennenden Senat auf Antrage mitgeteilt hat und wie in seinem Urteil vom 22. Januar 1953 hervorgehoben ist, nicht mehr festgehalten. - BGH, 08.03.1952 - IV ZB 11/52
Umfang und Wirkung des Umstellungsverfahrens
Auszug aus BGH, 08.05.1953 - I ZR 120/52
Ebenso wie die Erfüllung würde daher auch eine Aufrechnung gegen Art II des Gesetzes Nr. 52 verstoßen haben (vgl. für den Fall der Hinterlegung BGHZ 5, 259 [267]). - BGH, 23.01.1953 - I ZR 35/52
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 08.05.1953 - I ZR 120/52
Dieser Rechtsansicht schließt sich der Senat mindestens insoweit an, als nicht die besondere Gestaltung des Einzelfalles eine abweichende Beurteilung erforderlich machen sollte (vgl. auch das Urteil des Senats vom 23. Januar 1953 - I ZR 35/52 -).
- BGH, 17.03.1955 - II ZR 332/53
Aufrechnung mit Rüstungsforderungen
In den Entscheidungen vom 30. Oktober 1951 - I ZR 58/51 - (BGHZ 3, 316 = NJW 1952, 258 ), vom 28. März 1952 - I ZR 112/51 - (NJW 1952, 817 ), vom 8. Mai 1953 - I ZR 120/52 - (LindMöhr Nr. 8 zu § 387 BGB) und vom 3. Juli 1953 - I ZR 216/52 - (BGHZ 10, 205 = NJW 1953, 1425 [BGH 03.07.1953 - I ZR 216/52]) und I ZR 217/52 - (…LindMöhr a.a.O. Nr. 9) hat der I. Zivilsenat darüber feste Grundsätze entwickelt, die er in der Entscheidung vom 8. Oktober 1954 - I ZR 102/52 - (BGHZ 15, 27) näher erläutert und gegen mißverständliche Auslegungen und Einwendungen abgegrenzt und verteidigt hat.Deshalb hat der I. Zivilsenat im Urteil vom 8. Mai 1953 (I ZR 120/52, LindMöhr 8 zu § 387 BGB) der damaligen Beklagten die Aufrechnung mit einer während des Krieges entstandenen Forderung verweigert, weil die Klageforderung erst im Jahre 1946 aus einer damals durchgeführten Werftarbeit entstanden war.
- BGH, 08.10.1954 - I ZR 102/52
Aufrechnung gegenüber reichseigenen Banken
An der Rechtsansicht des Großen Zivilsenats hat der erkennende Senat auch gegenüber dem inzwischen ergangenen sog. Vorschaltgesetz vom 21. Juli 1951 - BGBl I 467 - festgehalten (Urt. v. 8. Mai 1953 - I ZR 120/52 - = Lindenmaier-Möhring BGB § 387 Nr. 8; BGHZ 10, 205 [211]). - BGH, 03.07.1953 - I ZR 217/52
Rechtsmittel
Auch bezüglich dieses Einwandes hat der erkennende Senat bereits in seiner zur Veröffentlichung bestimmten Entscheidung vom 8. Mai 1953 - I ZR 120/52 - ausgeführt, dass Aufrechnungen mit Forderungen an das Reich durch das Gesetz nicht berührt würden. - BGH, 25.02.1954 - III ZR 15/53
Haftung des Bundes für Wehrmachtspersonenschaden
Es kommt schliesslich hinzu, dass § 5 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung der Rechtsverhältnisse des Reichsvermögens usw. vom 21. Juli 1951 (BGBl 1, 467) - sog. Vorschaltgesetz - ausdrücklich die Regelung der Verbindlichkeiten des Deutschen Reiches den gemäss Anm. 134 Abs. 4 GrundG zu erlassenden Bundesgesetzen vorbehält, wobei diese Bestimmung ganz allgemein die Regeln der Verbindlichkeiten des Deutschen Reiches zum Gegenstand hat (BGHZ 4, 266 [BGH 20.12.1951 - IV ZR 163/50] [277]; 8, 169 [173]), sofern die Haftung der Bundesrepublik im Einzelfall sich nicht sie aus den erwähnten allgemeinen Vorschriften und Rechtsgrundsätzen ergibt (vgl. auch Urteil des BGH vom 8. Mai 1953 - I ZR 120/52 -). - BGH, 03.07.1953 - I ZR 235/52
Rechtsmittel
Sie wird auch nicht durch das Vorschaltgesetz vom 21. Juli 1951 verboten, wie der Senat bereits in seiner Entscheidung vom 8. Mai 1953 - I ZR 120/52 - ausgeführt hat.
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