Rechtsprechung
| BFH, 11.11.1953 - II 167/53 S |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Gesellschaftsvertraglich vereinbarte Übernahme einer aus zwei Gesellschaftern bestehenden OHG mit Aktiven und Passiven als Alleingesellschafter für den Todesfall - Zuwachsen des Anteils des verstorbenen Gesellschafters am Gesellschaftsvermögen einschliesslich des ...
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 58, 211
- BStBl III 1953, 372
Wird zitiert von ... (7)
- BFH, 25.02.1969 - II 142/63
Zweigliedrige OHG - Übergang eines Grundstücks - Grunderwerbsteuerpflicht - …
Das FG teilte unter Bezugnahme auf das Urteil des erkennenden Senats II 167/53 S vom 11. November 1953 (BFH 58, 211, BStBl III 1953, 372) die Auffassung des FA, daß bei Auflösung der OHG der Grundstücksübergang auf Zuwachsung (§ 105 Abs. 2 HGB; § 738 BGB), die Grunderwerbsteuerpflicht demnach auf § 1 Abs. 1 Nr. 3 GrEStG beruhe.Der RFH (vgl. Urteile II A 320/25 vom 10. Juli 1925, RFH 17, 40 am Ende, RStBl 1925, 193; II A 73/30 vom 12. März 1930, StuW 1930 Nr. 628 Sp. 988, RStBl 1930, 319; II 42/42 vom 18. Juni 1942, RFH 52, 38, RStBl 1942, 749) und ihm folgend der erkennende Senat (vgl. z. B. Urteile II 68/51 S vom 4. Mai 1951, BFH 55, 299, BStBl III 1951, 116; II 167/53 S vom 11. November 1953, BFH 58, 211, BStBl III 1953, 372; II 74/54 S vom 3. November 1954, BFH 60, 24, BStBl III 1955, 10; vgl. auch II 115/61 U vom 16. August 1962, BFH 75, 582, BStBl III 1962, 480) haben die Möglichkeit einer Steuerbefreiung gemäß § 3 Nr. 6 GrEStG verneint; dies mit der Begründung, daß die OHG grunderwerbsteuerrechtlich als Einheit und selbständiger Rechtsträger anzusehen (vgl. hierzu auch RFH-Entscheidung II A 372/29 vom 30. Juli 1929, RFH 25, 291, RStBl 1929, 534) und daß also begrifflich eine Verwandtschaft zwischen der OHG und ihren Gesellschaftern nicht denkbar ist.
Daß das Grundstück erst später und von einem Dritten unter Beachtung der allgemeinen Vorschriften des Grunderwerbsteuerrechts durch die OHG erworben wurde, ist in diesem Zusammenhang nicht erheblich (vgl. insoweit Urteil II 167/53 S vom 11. November 1953, a. a. O., zu 2c).
- BFH, 31.10.1963 - II 155/60 U
"Grundstückserwerb von Todes wegen" - Steuerrechtliche Situation bei Tod eines …
Das Finanzgericht ist zu seiner Entscheidung im Anschluß an das Urteil des erkennenden Senats II 167/53 S vom 11. November 1953 (BStBl 1953 III S. 372, Slg. Bd. 58 S. 211) gekommen.Übereinstimmung besteht sowohl in der erwähnten Rechtsprechung, d.h. in dem Urteil des erkennenden Senats vom 11. November 1953 und dem Urteil des Finanzgerichts Freiburg vom 16. Juni 1961, wie auch bei allen genannten Meinungsäußerungen im Schrifttum darüber, daß beim Ausscheiden eines Gesellschafters durch Tod aus einer zweigliedrigen OHG mit Fortsetzungsklausel der Übergang des Gesellschaftsvermögens auf den überlebenden Gesellschafter kraft Zuwachsung gemäß §§ 105 Abs. 2 HGB, 738 Satz 1 BGB und nicht kraft Erbrechts eintritt (Urteil des Senats vom 11. November 1953, BStBl 1953 III S. 372 rechte Spalte, Slg. Bd. 58 S. 212; Urteil des Finanzgerichts Freiburg vom 16. Juni 1961, Entscheidungen der Finanzgerichte 1961 S. 500 linke Spalte; Thieme, Deutsche Verkehrsteuer-Rundschau 1957 S. 51 rechte Spalte; Buschhoff, Deutsche Verkehrsteuer-Rundschau 1961 S. 131 linke Spalte; Glöggler, Rechts- und Wirtschaftspraxis Gruppe 14 Steuerrecht, Grunderwerbsteuer II B 1/60 unter III;… Kapp, Das Erbschaftsteuergesetz, 3. Aufl., Stand 1. April 1963, Einleitung II 3, S. 31;… Boruttau-Klein, Kommentar zum Grunderwerbsteuergesetz, 7. Aufl. 1963, Tz. 18 zu § 1, S. 38 sowie Tz. 22 a zu § 6, S. 282).
- BFH, 10.02.1982 - II R 152/80
Grunderwerbsteuer - Gesamthand - Begünstigung
Haben Gesellschafter einer Personengesellschaft ihre Anteile innerhalb der nach § 16 Abs. 4 GrEStG Berlin maßgebenden Fünfjahresfrist von einem Verwandten in gerader Linie erworben, so ist für die Anwendung dieser Vorschrift nicht auf diesen Anteilserwerb, sondern auf den Anteilserwerb durch den Verwandten in gerader Linie abzustellen (vgl. in diesem Zusammenhang die RFH-Urteile vom 10. Mai 1932 II A 177/32, RFHE 31, 71, 72; vom 22. Januar 1943 II 97/41, RFHE 52, 327; BFH-Urteile vom 11. November 1953 II 167/53 S, BFHE 58, 211, BStBl III 1953, 372; vom 10. Juni 1964 II 30/61 U, BFHE 80, 33, BStBl III 1964, 486, und vom 27. Juni 1967 II 50/64, BFHE 89, 573, 576).
- BFH, 27.06.1967 - II 50/64
Übertragung eines Grundstücks von einer Erbengemeinschaft, an der weitere …
Deshalb hat der BFH, anknüpfend an die vom Reichsfinanzhof zu § 15 Abs. 2 GrEStG 1919 begründete (vgl. Urteil II A 177/32 vom 10. Mai 1932, Sammlung der Entscheidungen des Reichsfinanzhofs Bd. 31 S. 71 - RFH 31, 71 -) und zu § 6 Abs. 4 GrEStG 1940 fortgeführte (vgl. Urteil II 97/41 vom 22. Januar 1943, RFH 52, 327) Rechtsprechung, § 6 Abs. 4 Satz 1 GrEStG ständig dann für unanwendbar erachtet, wenn ein dem Erwerb der Anteile an der Gesamthand entsprechender Erwerb ideeller Bruchteile nach den allgemeinen Vorschriften von der Grunderwerbsteuer befreit wäre (vgl. Urteile des BFH II 167/53 S vom 11. November 1953, BFH 58, 211, BStBl III 1953, 372; II 74/54 S vom 3. November 1954, BFH 60, 24, BStBl III 1955, 10; II 30/61 U vom 10. Juni 1964, BFH 80, 33, BStBl III 1964, 486). - BFH, 09.05.1967 - II 176/63
Geltendmachung einer Steuerforderung aufgrund einer Auskunft des Finanzamts - …
Liegt, wie im zu entscheidenden Fall, der Gründungsvorgang noch keine fünf Jahre zurück, so ist der Anteil nicht innerhalb von fünf Jahren erworben worden (vgl. insoweit Urteil des BFH II 167/53 S vom 11. November 1953, BFH 58, 211, BStBl III 1953, 372;… Boruttau-Klein, Kommentar zum Grunderwerbsteuergesetz, 8. Aufl., § 6 Tzn. 75, 76). - BFH, 01.09.1965 - II 93/62 U
Verletzung des rechtlichen Gehörs auf Grund verspäteter Kenntnis des …
Das Finanzamt wies den Einspruch unter Bezugnahme auf das Urteil des Senats II 167/53 S vom 11. November 1953 (BStBl 1953 III S. 372, Slg. Bd. 58 S. 211) als unbegründet zurück. - BFH, 25.11.1964 - II 130/63 U
Übergang des Anteils des zuerst versterbenden Gesellschafters am …
Diese Rechtsansicht hat der erkennende Senat nicht nur in dem Urteil II 167/53 S vom 11. November 1953 (BStBl 1953 III S. 372, Slg. Bd. 58 S. 211) vertreten, sondern erneut in dem Urteil II 155/60 U vom 31. Oktober 1963 (BStBl 1963 III S. 579, Slg. Bd. 77 S. 706) aufrechterhalten.
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