Rechtsprechung
| BFH, 17.03.1970 - II 64/62 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Vorläufiger Steuerbescheid - Rechtsgeschäftliche Verpflichtung - Vermögensverschiebung - Rückgewährpflicht - Ergebnisabführungsvertrag - Verlustübernahme - Verpflichtung zu einer Leistung
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 99, 393
- DB 1970, 2056
- BStBl II 1970, 702
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (8)
- BFH, 08.11.1967 - II 176/61
Tochtergesellschaft - Übernahme der Verluste - Organmutter - Organverhältnis - …
Auszug aus BFH, 17.03.1970 - II 64/62
Die auf einem Ergebnisabführungsvertrag (EAV) mit dem eine Gesellschaft beherrschenden Gesellschafter beruhende Deckung des Verlustes dieser Gesellschaft unterliegt als Leistung, die aufgrund einer im Gesellschaftsverhältnis begründeten Verpflichtung bewirkt wird, gemäß § 2 Nr. 2 KVStG 1955 der Gesellschaftsteuer (BFH-Urteil II 176/61 vom 8. November 1967, BFH 91, 172, BStBl II 1968, 213). - BFH, 15.01.1965 - III 12/61 U
Erstattung von Grundsteuer - Maßgeblichkeit des Akteninhalts bei Überprüfung …
Auszug aus BFH, 17.03.1970 - II 64/62
Der Bescheid vom 7. März 1959 war in vollem Umfange für vorläufig erklärt; in einem solchen Falle ist der auf § 225 AO gestützte Berichtigungsbescheid nicht nur insoweit anfechtbar, als die Änderung reicht (§ 234 AO a. F.; Urteile des BFH II z 23/50 U vom 5. Dezember 1950, BFH 55, 44, BStBl III 1951, 18; III 12/61 U vom 15. Januar 1965, BFH 81, 656, BStBl III 1965, 235). - BFH, 05.12.1950 - II z 23/50 U
Folgen der Anfechtung eines endgültigen Steuerbescheids bei zuvoriger Festsetzung …
Auszug aus BFH, 17.03.1970 - II 64/62
Der Bescheid vom 7. März 1959 war in vollem Umfange für vorläufig erklärt; in einem solchen Falle ist der auf § 225 AO gestützte Berichtigungsbescheid nicht nur insoweit anfechtbar, als die Änderung reicht (§ 234 AO a. F.; Urteile des BFH II z 23/50 U vom 5. Dezember 1950, BFH 55, 44, BStBl III 1951, 18; III 12/61 U vom 15. Januar 1965, BFH 81, 656, BStBl III 1965, 235).
- BFH, 17.02.1954 - II 135/53 U
Abgrenzung einer freiwillige Leistung eines Gesellschafters vom Ersterwerb von …
Auszug aus BFH, 17.03.1970 - II 64/62
Die auf einer rechtsgeschäftlichen Verpflichtung beruhende Leistung wird bewirkt, wenn die Verpflichtung erfüllt, d. h. die Vermögensverschiebung (ohne Rückgewährpflicht) vollzogen wird (Urteile II 12/52 U vom 2. April 1952, BFH 56, 384, BStBl III 1952, 150; II 135/53 U vom 17. Februar 1954, BFH 58, 531, BStBl III 1954, 114; insoweit auch II 114/56 U vom 25. Juli 1956, BFH 63, 149, BStBl III 1956, 254; II 52/60 vom 21. Dezember 1962, HFR 1963, 211 Nr. 209). - BFH, 02.04.1952 - II 12/52 U
Gesellschaftssteuerpflicht bei Bewirkung von freiwilligen Leistungen während des …
Auszug aus BFH, 17.03.1970 - II 64/62
Die auf einer rechtsgeschäftlichen Verpflichtung beruhende Leistung wird bewirkt, wenn die Verpflichtung erfüllt, d. h. die Vermögensverschiebung (ohne Rückgewährpflicht) vollzogen wird (Urteile II 12/52 U vom 2. April 1952, BFH 56, 384, BStBl III 1952, 150; II 135/53 U vom 17. Februar 1954, BFH 58, 531, BStBl III 1954, 114; insoweit auch II 114/56 U vom 25. Juli 1956, BFH 63, 149, BStBl III 1956, 254; II 52/60 vom 21. Dezember 1962, HFR 1963, 211 Nr. 209). - BFH, 25.07.1956 - II 114/56 U
Abgrenzung von "Gewinn", "vollem Gewinn" oder "jeweiligen Geschäftsergebnis" und …
Auszug aus BFH, 17.03.1970 - II 64/62
Die auf einer rechtsgeschäftlichen Verpflichtung beruhende Leistung wird bewirkt, wenn die Verpflichtung erfüllt, d. h. die Vermögensverschiebung (ohne Rückgewährpflicht) vollzogen wird (Urteile II 12/52 U vom 2. April 1952, BFH 56, 384, BStBl III 1952, 150; II 135/53 U vom 17. Februar 1954, BFH 58, 531, BStBl III 1954, 114; insoweit auch II 114/56 U vom 25. Juli 1956, BFH 63, 149, BStBl III 1956, 254; II 52/60 vom 21. Dezember 1962, HFR 1963, 211 Nr. 209). - BFH, 13.11.1964 - VI 129/63 U
Möglichkeit einer vorläufigen Steuerfestsetzung bezüglich einzelner Punkte oder …
Auszug aus BFH, 17.03.1970 - II 64/62
Wenn das FA die Vorläufigkeit des Bescheides auf die Anwendung des Steuersatzes beschränken wollte, war eine eindeutige und unmißverständliche Erklärung über den Umfang der Vorläufigkeit erforderlich (vgl. Urteile VI 129/63 U vom 13. November 1964, BFH 81, 563, BStBl III 1965, 203; VI R 199/66 vom 11. August 1967, BFH 90, 385, BStBl II 1968, 127). - BFH, 11.08.1967 - VI R 199/66
Vorläufiger Steuerbescheid - Beschränkte Vorläufigkeit - Vorläufigkeitsvermerk
Auszug aus BFH, 17.03.1970 - II 64/62
Wenn das FA die Vorläufigkeit des Bescheides auf die Anwendung des Steuersatzes beschränken wollte, war eine eindeutige und unmißverständliche Erklärung über den Umfang der Vorläufigkeit erforderlich (vgl. Urteile VI 129/63 U vom 13. November 1964, BFH 81, 563, BStBl III 1965, 203; VI R 199/66 vom 11. August 1967, BFH 90, 385, BStBl II 1968, 127).
- BFH, 29.09.1971 - II R 70/70
Grunderwerbsteuerbescheid - Umfang der Vorläufigkeit - Fehlender einschränkender …
Wie der VI. Senat des BFH, hat auch der erkennende Senat noch in neuerer Zeit entschieden, daß die Absicht des FA, die Vorläufigkeit eines Bescheids auf bestimmte, notwendigerweise einer gesonderten Behandlung fähige Punkte (s. Mattern/Meßmer, Kommentar zur Reichsabgabenordnung, Tz. 576) beschränken zu wollen, eine eindeutige und unmißverständliche Erklärung über den Umfang der Vorläufigkeit erfordert (Urteil II 64/62 vom 17. März 1970, BFH 99, 393, 395, BStBl II 1970, 702).Da der erste Steuerbescheid vom Dezember 1965 als in vollem Umfang vorläufig zu gelten hat, ist der zweite Steuerbescheid vom Juni 1967 in vollem Umfang und ohne die Schranken des § 232 AO anfechtbar (vgl. das Urteil des Senats II 64/62 vom 17. März 1970, BFH 99, 393, BStBl II 1970, 702, mit weiteren Nachweisen).
- BFH, 12.09.1990 - I R 60/86
Maßgebender Zeitpunkt bei Verlustübernahme zur Deckung einer Überschuldung
Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung gilt als Pflichtleistung im Sinn der Vorschrift auch die Übernahme des Verlustes einer Kapitalgesellschaft auf Grund eines schriftlichen Ergebnisabführungsvertrages (BFH-Urteile vom 6. Mai 1964 II 183/59 U, BFHE 79, 417, BStBl III 1964, 384; vom 20. Mai 1964 II 232/59 U, BFHE 79, 426, BStBl III 1964, 387; vom 8. November 1967 II 176/61, BFHE 91, 172, BStBl II 1968, 213; vom 7. Mai 1968 II 94/62, BFHE 92, 534, BStBl II 1968, 617; vom 27. August 1968 II R 82/67, BFHE 93, 344, BStBl II 1968, 781; vom 28. Januar 1969 II 189/65, BFHE 95, 121, BStBl II 1969, 323; vom 17. März 1970 II 64/62, BFHE 99, 393, BStBl II 1970, 702; vom 25. Mai 1971 II R 38/70, BFHE 103, 355, BStBl II 1971, 786; vom 11. Juli 1973 II R 148/72, BFHE 110, 305, BStBl II 1973, 855). - BFH, 14.03.1989 - I R 214/84
GmbH & Co. KG - Aufnahme eines Kommanditisten - Bareinlage - Handelsbilanz der KG …
Die Vorschrift verlangt das Bewirken des Gesellschafterbeitrages (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 17. März 1970 II 64/62, BFHE 99, 393, BStBl II 1970, 702, und vom 26. Mai 1970 II 29/65, BFHE 99, 553, BStBl II 1970, 759).
- BFH, 11.02.1976 - II R 76/67
Gesellschaftsverhältnis - Rechtsanspruch auf Leistung - Gesetzlicher …
Da die Steuerschuld mit der tatbestandsmäßigen Leistung (§ 3 Abs. 1 StAnpG), nicht schon mit dem Entstehen der Leistungspflicht entsteht (BFH-Urteil vom 25. Mai 1971 II R 38/70, BFHE 103, 355, BStBl II 1971, 786; vgl. BFH-Urteile vom 17. März 1970 II 64/62, BFHE 99, 393 [396 ff.], BStBl II 1970, 702, und vom 24. Juli 1972 II R 69/71, BFHE 107, 58, BStBl II 1972, 907), und Erfüllungsgeschäfte ein Verpflichtungsgeschäft voraussetzen, bedeutet dies, daß die Verpflichtung zur tatbestandsgemäßen Leistung freiwillig begründet sein muß (vgl. BFH-Urteile vom 2. Dezember 1969 II R 144/66, BFHE 98, 2 [5], BStBl II 1970, 330, und vom 21. April 1970 II 206/65, BFHE 99, 498, [499], BStBl II 1970, 689). - BFH, 11.02.1976 - II R 78/67
Gesellschaftsverhältnis - Rechtsanspruch auf Leistung - Gesetzlicher …
Da die Steuerschuld mit der tatbestandsmäßigen Leistung (§ 3 Abs. 1 des Steueranpassungsgesetzes - StAnpG -), nicht schon mit dem Entstehen der Leistungspflicht entsteht (BFH-Urteil vom 25. Mai 1971 II R 38/70 , BFHE 103, 355 , BStBl II 1971, 786 ; vgl BFH-Urteile vom 17. März 1970 II 64/62, BFHE 99, 393 (396ff), BStBl II 1970, 702 und vom 24. Juli 1972 II R 69/71 , BFHE 107, 58 , BStBl II 1972, 907 ), und Erfüllungsgeschäfte ein Verpflichtungsgeschäft voraussetzen, bedeutet dies, daß die Verpflichtung zur tatbestandsgemäßen Leistung freiwillig begründet sein muß (vgl BFH-Urteile vom 2. Dezember 1969 II R 144/66, BFHE 98, 2 (5), BStBl II 1970, 330, und vom 21. April 1970 II 206/65, BFHE 99, 498 , (499), BStBl II 1970, 689 ). - BFH, 11.06.1975 - II B 58/74 Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte die M AG die Verluste der Beschwerdeführerin übernommen, indem die für die Steuerpflicht erforderliche Vermögensverschiebung (Entscheidung des Bundesfinanzhofs vom 17. März 1970 II 64/62, BFHE 99, 393 , BStBl II 1970, 702 ) eingetreten war.
- BFH, 08.03.1972 - II R 2/71
Wirtschaftsprüfer - Zustellung gegen Empfangsbekenntnis - Organschaft - …
Die Erfüllung dieser Pflicht ist eine Leistung auf Grund einer im Gesellschaftsverhältnis begründeten Verpflichtung (BFH-Urteile II 189/65 vom 28. Januar 1969, BFH 95, 121 [122], BStBl II 1969, 323, und II 64/62 vom 17. März 1970, BFH 99, 393 [396], BStBl II 1970, 702). - BFH, 04.10.1972 - I R 119/69
Änderung eines Zerlegungsbescheids - Zweigstellensteuerzuschlag - Hebeberechtigte …
Diese Vorschrift beschränkt grundsätzlich (vgl. wegen der Ausnahmen die Urteile des BFH V 299/60 S vom 14. August 1963, BFH 77, 418, BStBl III 1963, 472; II 64/62 vom 17. März 1970, BFH 99, 393, BStBl II 1970, 702) die Möglichkeit, durch Rechtsbehelf gegen einen Änderungsbescheid eine günstigere Regelung zu erreichen, als sie in dem unanfechtbar gewordenen geänderten Bescheid ausgesprochen war. - BFH, 25.05.1971 - II R 38/70
Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft - Verpflichtung untereinander - …
Wie der BFH in dem Urteil II 64/62 vom 17. März 1970 (BFH 99, 393 [396 ff.], BStBl II 1970, 702) des näheren dargelegt hat, wird bei der auf einem Ergebnisabführungsvertrag beruhenden Verlustübernahme die Leistung nicht schon in dem Zeitpunkt bewirkt, in dem die Gesellschafter die Bilanz der Tochter genehmigen und damit die Voraussetzungen für die Verlustübernahme begründen, sondern erst in dem Zeitpunkt, zu dem sie die diesbezügliche Verpflichtung erfüllen. - BFH, 11.12.1970 - VI R 387/69
PKW - GmbH - Gesellschafter - Geschäftsführer - Selbstkosten deckendes Entgelt - …
Wie der Senat wiederholt ausgesprochen hat (Urteile VI 129/63 U vom 13. November 1964, BFH 81, 563, BStBl III 1965, 203, und VI R 199/66 vom 11. August 1967, BFH 90, 385, BStBl II 1968, 127), ist ein vorläufiger Steuerbescheid voll vorläufig, wenn das FA nicht eindeutig und unmißverständlich den Umfang der Vorläufigkeit erklärt hat (ebenso Urteil des BFH II 64/62 vom 17. März 1970, BFH 99, 393, BStBl II 1970, 705, DB 1970, 2056).
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