Rechtsprechung
| BGH, 28.02.1955 - II ZR 103/53 |
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Papierfundstellen
- DB 1955, 333
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (6)
- BGH, 08.10.1954 - I ZR 102/52
Aufrechnung gegenüber reichseigenen Banken
Auszug aus BGH, 28.02.1955 - II ZR 103/53
Einer Reichsgesellschaft ist jedoch die Berufung auf ihre formale Rechtsstellung als Eigenpersönlichkeit gegenüber einer Aufrechnung eines Schuldners mit Forderungen an das Reich zu versagen, wenn ihre formelle Rechtsstellung als selbständiger Vermögensträger ihren wirklichen Beziehungen zum Reich nicht entspricht (vgl. BGHZ 10, 205 ff; 15, 27 ff [BGH 07.10.1954 - III ZR 121/53]).Wesentlich anders liegt der Sachverhalt hinsichtlich der Bank der Deutschen Luftfahrt AG i.L., deren Schuldnern der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in der Entscheidung vom 8.10.1954 (BGHZ 15, 27 ff) die Aufrechnung mit Forderungen gegen das Reich versagt hat.
Schon diese besonderen Umstände schließen eine Gleichstellung des hier zu beurteilenden Sachverhalts mit dem in BGHZ 15, 27 ff entschiedenen Fall aus.
- BGH, 03.07.1953 - I ZR 216/52
Aufrechnung gegenüber Kriegsgesellschaften
Auszug aus BGH, 28.02.1955 - II ZR 103/53
Einer Reichsgesellschaft ist jedoch die Berufung auf ihre formale Rechtsstellung als Eigenpersönlichkeit gegenüber einer Aufrechnung eines Schuldners mit Forderungen an das Reich zu versagen, wenn ihre formelle Rechtsstellung als selbständiger Vermögensträger ihren wirklichen Beziehungen zum Reich nicht entspricht (vgl. BGHZ 10, 205 ff; 15, 27 ff [BGH 07.10.1954 - III ZR 121/53]).Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat bereits mehrfach ausgesprochen, daß diese Gesellschaft nur eine verselbständigte Erscheinungsform des Deutschen Reichs gewesen sei (vgl. BGHZ 10, 205 ff und die Urteile des I. Zivilsenats vom 12. November 1954 in I ZR 198/52 und I ZR 213/52).
- BGH, 07.10.1954 - III ZR 121/53
Verlust nach § 26 Abs. 3 RLG
Auszug aus BGH, 28.02.1955 - II ZR 103/53
Einer Reichsgesellschaft ist jedoch die Berufung auf ihre formale Rechtsstellung als Eigenpersönlichkeit gegenüber einer Aufrechnung eines Schuldners mit Forderungen an das Reich zu versagen, wenn ihre formelle Rechtsstellung als selbständiger Vermögensträger ihren wirklichen Beziehungen zum Reich nicht entspricht (vgl. BGHZ 10, 205 ff; 15, 27 ff [BGH 07.10.1954 - III ZR 121/53]).
- BGH, 12.11.1954 - I ZR 198/52
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 28.02.1955 - II ZR 103/53
Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat bereits mehrfach ausgesprochen, daß diese Gesellschaft nur eine verselbständigte Erscheinungsform des Deutschen Reichs gewesen sei (vgl. BGHZ 10, 205 ff und die Urteile des I. Zivilsenats vom 12. November 1954 in I ZR 198/52 und I ZR 213/52). - BGH, 12.11.1954 - I ZR 213/52
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 28.02.1955 - II ZR 103/53
Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat bereits mehrfach ausgesprochen, daß diese Gesellschaft nur eine verselbständigte Erscheinungsform des Deutschen Reichs gewesen sei (vgl. BGHZ 10, 205 ff und die Urteile des I. Zivilsenats vom 12. November 1954 in I ZR 198/52 und I ZR 213/52). - BGH, 19.11.1954 - I ZR 253/52
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 28.02.1955 - II ZR 103/53
Voraussetzung für die Zulassung der Aufrechnung ist andererseits, daß die Gegenforderungen an das Deutsche Reich zu dem eigenen Daseinszweck der Gläubigerin in einem engen Zusammenhang stehen (vgl. die oben angeführten Entscheidungen des BGH und das Urteil des I. Ziv. Senats des BGH vom 19. November 1954 - I ZR 253/52 -).
- BGH, 09.12.1958 - VIII ZR 80/56 3r Sie Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hei Aufrechnungen gegenüber Reichsgesellscbaften mit Porderungen gegen das Reich enthält keine Grundsätze, die auf den vorliegenden Sachverhalt angewendet oder für diesen fortentwickelt werden können" Der gegenteiligen Ansicht in dem oben erwähnten Gutachten kann aus folgenden Gründen nicht beigetreten werden" Der Bundesgerichtshof hat unter besonderen Verhältnissen gegen Forderungen einer Reichsgesellschaft oder einer Reichsstelle die Aufrechnung mit Forderungen zu gelassen, die sich gegen das Reich oder gegen eine an dere Reichsgesellschaft oder Reichsstelle richten (BGHZ 10>205; BGH Urb" v" 28" Februar 1955 - II ZR 103/53 - LM BGB § 387 K r "15 Betrieb 1955, 333; Urt« v" 22, April 1955 - I ZR 128/53 - LM BGB § 387 Nr"l? = 3R 1955« 380" BB 1955-.559? vgl« auch BGHZ 1 5 s27,31" 17, 19).
- BGH, 17.03.1955 - II ZR 332/53
Aufrechnung mit Rüstungsforderungen
Der erkennende Senat hat sich diesen Grundsätzen im Urteil vom 28. Februar 1955 (II ZR 103/53) angeschlossen. - BGH, 20.12.1957 - VIII ZR 404/56 Der Bundesgerichtshof hat allerdings den sogenannten Reichsgesellschaften die Berufung darauf, daß die Aufrechnung mangels Gegenseitigkeit der Forderungen ausgeschlossen sei, dann versagt, wenn die Gesellschaft hoheitliche Aufgaben des Reiches mit zweckgebundenen Mitteln treuhänderisch durchgeführt hat und dabei an Weisungen einer Reichsbehörde gebunden gewesen ist (BGHZ 10, 205,208; 15, 27,31; 17, 19,24; BGH Urteile vom 28. Februar 1955 - II ZR 103/53 - LM BGB § 242 (Cd) Nr. 28 und vom 22. April 1955 - I ZR 128/53 - LM BGB § 387 Nr. 18).
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