Rechtsprechung
| BVerwG, 22.06.1972 - III C 27.71 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Feststellungsfähigkeit von Vertreibungsschäden - Gleichbehandlungsgrundsatz bei der Begründung von Vertreibungsschäden und Verfolgungsschäden
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Koblenz, 26.01.1971 - 1 K 247/68
- BVerwG, 04.06.1971 - III CB 27.71
- BVerwG, 22.06.1972 - III C 27.71
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (3)
- BVerwG, 28.11.1969 - III C 133.68
Verfolgungsschaden, Ständiger Aufenthalt in Ungarn am 31.12.1952
Auszug aus BVerwG, 22.06.1972 - III C 27.71
Der Senat hat die hier einschlägige Vorschrift des Satzes 2 wiederholt überprüft und für gesetz- und verfassungsmäßig erkannt (Urteile vom 16. Dezember 1965 - BVerwG III C 192.64 - [BVerwGE 23, 67 = Buchholz 427.3 § 359 Nr. 36] und vom 28. November 1969 - BVerwG III C 133.68 - [BVerwGE 34, 234 = Buchholz 427.207 § 7 Nr. 7]).Der Verordnungsgeber war - wie der Senat in seinem Urteil vom 28. November 1969 (a.a.O.) ausgesprochen hat - nach Art. 3 Abs. 1 GG nicht gehalten, alle Verfolgten ohne Rücksicht auf ihren ständigen Aufenthalt am 31. Dezember 1952 bei der Begründung von Ansprüchen nach dem Lastenausgleichsgesetz gleichzubehandeln.
- BVerwG, 16.12.1965 - III C 192.64
Voraussetzungen für die Zulassung einer Revision - Anforderungen an die Darlegung …
Auszug aus BVerwG, 22.06.1972 - III C 27.71
Der Senat hat die hier einschlägige Vorschrift des Satzes 2 wiederholt überprüft und für gesetz- und verfassungsmäßig erkannt (Urteile vom 16. Dezember 1965 - BVerwG III C 192.64 - [BVerwGE 23, 67 = Buchholz 427.3 § 359 Nr. 36] und vom 28. November 1969 - BVerwG III C 133.68 - [BVerwGE 34, 234 = Buchholz 427.207 § 7 Nr. 7]). - BVerwG, 15.10.1970 - III C 2.69
Feststellung eines Vertreibungsschadens - Bewilligung einer Ausgleichsleistung
Auszug aus BVerwG, 22.06.1972 - III C 27.71
Zu diesem Ergebnis ist der Senat in seinem Urteil vom 15. Oktober 1970 - BVerwG III C 2.69 - gekommen.
- BVerwG, 08.01.1976 - 3 B 46.75
Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision - Verfolgungsbedingte …
Diese vom Kläger bezeichnete Rechtsfrage ist bereits durch die bisherige ständige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts dahin geklärt, daß alle Verfolgten die - wie der Kläger - am 31. Dezember 1952 ihren ständigen Aufenthalt in den Aussiedlungsgebieten hatten, wegen ihrer Verfolgungsschäden keine Ansprüche auf Schadensfeststellung nach dem Feststellungsgesetz und auf Gewährung von Ausgleichsleistungen nach dem Lastenausgleichsgesetz geltend machen können (vgl. Urteile vom 28. November 1969 - BVerwG III C 133.68 - [BVerwGE 34, 234], vom 15. Oktober 1970 - BVerwG III C 2.69 - und vom 22. Juni 1972 - BVerwG III C 27.71 - [Buchholz 427.207 § 7 Nr. 8 und Nr. 10]).In derartigen Fällen ist einerseits der Verfolgungsschaden nach den §§ 5 bis 7 der 7. FeststellungsDV und andererseits der Aussiedlungsschaden als (echter) Vertreibungsschaden nach den Vorschriften des Feststellungsgesetzes und den Lastenausgleichsgesetzes zu beurteilen (vgl. Urteil des Senats vom 22. Juni 1972 - a.a.O. -).
- BVerwG, 14.10.1976 - 3 C 33.75
Voraussetzungen für die Zulassung einer Revision - Anforderungen an die Darlegung …
Deshalb hat es sich zu Unrecht auf die Rechtsprechung des Senats zur Auslegung dieser Vorschrift bei (fiktiven) Vertreibungsschäden nach § 5 Abs. 2 der 7. FeststellungsDV (vgl. Urteil vom 22. Juni 1972 - BVerwG III C 27.71 - [Buchholz. 427.207 § 7 Nr. 10]) gestützt. - BVerwG, 10.03.1977 - 3 C 8.76
Geltendmachung von Verfolgungsschäden an Betriebsvermögen nach dem …
Deshalb hat das Verwaltungsgericht sich zur Begründung der angefochtenen Entscheidung auch zu Unrecht auf die Rechtsprechung des erkennenden Senats zur Auslegung des § 7 der 7. FeststellungsDV bei (fiktiven) Vertreibungsschäden (vgl. Urteil vom 22. Juni 1972 - BVerwG III C 27.71 - [Buchholz 427.207 § 7 Nr. 10]) gestützt.
- BVerwG, 18.01.1979 - 3 C 29.78
Antrag auf Feststellung eines Vertreibungsschadens in Gestalt des Verlustes von …
Dabei kann dahingestellt bleiben, ob einer solchen Anwendung nicht schon der Umstand entgegensteht, daß der Verordnungsgeber in § 5 der 7. FeststellungsDV abschließend geregelt hat, wann ein Verfolgter einen Entziehungsschaden geltend machen kann (vgl. Urteil des Senats vom 22. Juni 1972 - BVerwG 3 C 27.71 -). - BVerwG, 08.01.1976 - 3 B 45.75
Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision - Ansprüche auf …
Diese vom Kläger bezeichnete Rechtsfrage ist bereits durch die bisherige ständige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts dahin geklärt, daß alle Verfolgte, die - wie der Kläger - am 31. Dezember 1952 ihren ständigen Aufenthalt in den Aussiedlungsgebieten hatten, wegen ihrer Verfolgungsschäden keine Ansprüche auf Schadensfeststellung nach dem Feststellungsgesetz und auf Gewährung von Ausgleichsleistungen nach dem Lastenausgleichsgesetz geltend machen können (vgl. Urteile vom 28. November 1969 - BVerwG III C 133.68 - [BVerwGE 34, 234], vom 15. Oktober 1970 - BVerwG III C 2.69 - [Buchholz 427.207 § 7 Nr. 8] und vom 22. Juni. 1972 - BVerwG III C 27.71 - [Buchholz 427.207 § 7 Nr. 10]). - BVerwG, 13.08.1973 - III B 119.72
Geltendmachung von Verfolgungsschäden
Der Senat hat in seinem Urteil vom 22. Juni 1972 - BVerwG III C 27.71 - (Buchholz 427.207 § 7 Nr. 10 = ZLA 1973, 7) in Fortsetzung seiner Rechtsprechung in den Urteil vom 15. Oktober 1970 - BVerwG III C 2.69 - (…Buchholz a.a.O. Nr. 8 = ZLA 1971, 5) entschieden, daß seit der Neufassung des § 7 der Verordnung durch die Verordnung vom 4. Juni 1970 (BGBl. I S. 681) alle Verfolgten, die am 31. Dezember 1952 ihren ständigen Aufenthalt in den Aussiedlungsgebieten hatten, keinen Anspruch auf Schadensfeststellung und Gewährung von Ausgleichsleistungen wegen Verfolgungsschäden im Sinne des § 1 der Verordnung geltend machen und (ohne Gesetzesänderung) ihre Anspruchsberechtigung auch nicht dadurch wiedergewinnen können, daß sie die Voraussetzungen des § 230 Abs. 2 LAG erfüllen.
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