Rechtsprechung
| BVerwG, 19.03.1964 - III C 4.61 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Düsseldorf, 26.10.1960 - 6 KL 1077/60
- BVerwG, 19.03.1964 - III C 4.61
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (10)
- BVerwG, 16.03.1963 - III B 77.62
Auszug aus BVerwG, 19.03.1964 - III C 4.61
So hat der erkennende Senat es verschiedentlich abgelehnt, diese Rechtsprechung für das Gebiet der Antragsfristen im Lastenausgleich zu übernehmen (vgl. Beschluß vom 16. März 196 - BVerwG III B 77.62 - und Urteil vom 28. November 1963 - BVerwG III C 14.62 -).Vielmehr spricht es dafür, daß ein Antrag gestellt war, wenn der Antragsteller der Meinung war, es sei alles Notwendige getan und er könne jetzt weitere Schritte der Behörde abwarten (vgl. Urteile des erkennenden Senats vom 3. November 1960 - BVerwG III C 23.60 - und vom 28. Februar 1963 - BVerwG III C 47.61 - und Beschluß vom 16. März 1963 - BVerwG III B 77.62 -).
- BVerwG, 15.07.1959 - V C 80.57
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 19.03.1964 - III C 4.61
Entsprechend dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. Juli 1959 - BVerwG V C 80.57 - (BVerwGE 9, 89) sei bei einem Verstoß gegen den Grundsatz der behördlichen Betreuungspflicht ein wirksamer Antrag als rechtzeitig gestellt anzusehen.Es kann dahingestellt bleiben, ob es Fälle gibt, in denen, eine Verletzung der Betreuungspflicht einem Verstoß gegen Treu und Glauben gleichzusetzen ist und unter Anwendung von § 162 BGB zu der Unterstellung eines rechtzeitigen Antrages führt (vgl. hierzu das Urteil des V. Senats des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. Juli 1959 - BVerwG V C 80.57 - [BVerwGE 9, 89]).
- BSG, 09.06.1961 - GS 2/60
Auszug aus BVerwG, 19.03.1964 - III C 4.61
Er weist auf den Beschluß des Großen Senats des Bundessozialgerichts vom 9. Juni 1961 (BSGE 14, 246) hin, nach dem die Fristvorschriften nicht dazu führen dürften, zweifelsfrei begründete Ansprüche zu vereiteln.Der Große Senat des Bundessozialgerichts hat allerdings in seinem Beschluß vom 9. Juni 1961 (BSGE 14, 246) ausgesprochen, daß die Frist des § 58 Abs. 1 BVersG - Anmeldung des Versorgungsanspruchs von Witwen und Waisen binnen zwei Jahren nach dem Tode des Beschädigten - nicht gelte, wenn ihr Ziel nicht gefährdet sei, insbesondere die sachlichen Voraussetzungen des verspätet angemeldeten Anspruchs zweifelsfrei gegeben seien.
- BVerwG, 28.11.1963 - III C 14.62
Voraussetzungen eines Anspruchs auf Gewährung von Kriegsschadenrente - Frist für …
Auszug aus BVerwG, 19.03.1964 - III C 4.61
BAA 1956, 101]; vom 21. Dezember 1960 - BVerwG IV C 78.60 - [RLA 1961, 142 = MDR 1961, 446 = IFLA 1961, 95 = Mtbl. BAA 1961, 317]; vom 28. November 1963 - BVerwG III C 14.62 -).So hat der erkennende Senat es verschiedentlich abgelehnt, diese Rechtsprechung für das Gebiet der Antragsfristen im Lastenausgleich zu übernehmen (vgl. Beschluß vom 16. März 196 - BVerwG III B 77.62 - und Urteil vom 28. November 1963 - BVerwG III C 14.62 -).
- BVerwG, 28.02.1963 - III C 47.61
Auszug aus BVerwG, 19.03.1964 - III C 4.61
Vielmehr spricht es dafür, daß ein Antrag gestellt war, wenn der Antragsteller der Meinung war, es sei alles Notwendige getan und er könne jetzt weitere Schritte der Behörde abwarten (vgl. Urteile des erkennenden Senats vom 3. November 1960 - BVerwG III C 23.60 - und vom 28. Februar 1963 - BVerwG III C 47.61 - und Beschluß vom 16. März 1963 - BVerwG III B 77.62 -). - BVerwG, 03.11.1960 - III C 23.60
Formlose Antragstellung auf Ausgleichsleistungen - Entschuldbarkeit einer …
Auszug aus BVerwG, 19.03.1964 - III C 4.61
Vielmehr spricht es dafür, daß ein Antrag gestellt war, wenn der Antragsteller der Meinung war, es sei alles Notwendige getan und er könne jetzt weitere Schritte der Behörde abwarten (vgl. Urteile des erkennenden Senats vom 3. November 1960 - BVerwG III C 23.60 - und vom 28. Februar 1963 - BVerwG III C 47.61 - und Beschluß vom 16. März 1963 - BVerwG III B 77.62 -). - BVerwG, 07.12.1961 - VIII C 97.60
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 19.03.1964 - III C 4.61
Für das Rechtsgebiet der Wiedergutmachung hat der VIII. Senat des Bundesverwaltungsgerichts die Übernahme dieser Rechtsprechung ebenfalls für ausgeschlossen gehalten (vgl. Urteil vom 7. Dezember 1961 - BVerwG VIII C 97.60 - [BVerwGE 13, 209]). - BVerwG, 12.06.1958 - III C 197.56
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 19.03.1964 - III C 4.61
Sollte sich eine solche Annahme rechtfertigen, so wäre es Sache des Verwaltungsgerichts, den Antrag des Klägers auch sachlich zu bescheiden (BVerwGE 7, 100). - BVerwG, 22.09.1955 - III C 74.54
Auszug aus BVerwG, 19.03.1964 - III C 4.61
Die Frist des § 265 Abs. 4 letzter Satz LAG ist nach der Rechtsprechung der mit Lastenausgleichssachen betrauten Senate des Bundesverwaltungsgerichts eine materiell-rechtliche Ausschlußfrist (Urteile vom 22. September 1955 - BVerwG III C 74.54 - [NJW 1956, 115 - MDR 1956, 121 = ZLA 1956, 9 = Mtbl. - BVerwG, 21.12.1960 - IV C 78.60
Die verlängerte Antragsfrist für Kriegsschadenrente (Unterhaltshilfe) wegen …
Auszug aus BVerwG, 19.03.1964 - III C 4.61
BAA 1956, 101]; vom 21. Dezember 1960 - BVerwG IV C 78.60 - [RLA 1961, 142 = MDR 1961, 446 = IFLA 1961, 95 = Mtbl. BAA 1961, 317]; vom 28. November 1963 - BVerwG III C 14.62 -).
- BVerwG, 16.12.1964 - IV C 136.64
Anwendbarkeit materiellrechtlicher Ausschlussfristen des § 256 Abs. 4 …
BAA 1961, S. 317, vom 28. November 1963 - BVerwG III C 14.62 - und vom 19. März 1964 - BVerwG III C 4.61 -).Das Bundesverwaltungsgericht hat bereits mehrfach ausgeführt, daß es sich dieser Rechtsprechung des Großen Senats des Bundessozialgerichts nicht anzuschließen vermag (vgl. Urteil vom 19. März 1964 BVerwG III C 4.61 - Urteil vom 28. November 1963 - BVerwG III C 14.62 - Beschluß vom 16. März 1963 - BVerwG III B 77.62 - und Urteil vom 7. Dezember 1961 - BVerwG VIII C 97.60 - in BVerwGE 13, 209 [BVerwG 07.12.1961 - VIII C 97/60]).
- BVerwG, 25.01.1973 - V C 52.71
Kriegsschadenrente wegen Erwerbsunfähigkeit - Vernachlässigung einer behördlichen …
Da nach den Feststellungen des Verwaltungsgerichts vor Ablauf der Frist des § 265 Abs. 4 LAG für die Klägerin kein schriftlicher oder ausdrücklicher mündlicher Antrag auf Gewährung von Kriegsschadenrente wegen Erwerbsunfähigkeit gestellt worden ist, könnte der Antrag der Klägerin aus dem Jahre 1968 nur zu einer Zuerkennung von Kriegsschadenrente führen, wenn die in § 265 Abs. 4 LAG bestimmte, materiellrechtliche Ausschlußfrist (vgl. BVerwG, Urteil vom 19. März 1964 - BVerwG III C 4.61 - [ZLA 1964, 236]) infolge Vernachlässigung einer behördlichen Betreuungspflicht als gewahrt angesehen werden könnte.
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