Rechtsprechung
| BGH, 04.10.1962 - III ZR 104/61 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1963, 48
- MDR 1963, 34
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (3)
- BGH, 16.05.1962 - IV ZR 215/61
Feststellungsklage um das Erbrecht nach noch lebenden Personen
Auszug aus BGH, 04.10.1962 - III ZR 104/61
I 1, V, § 99 Anm. II 2; Goppinger, Die Erledigung des Rechtsstreits in der Hauptsache, S. 147, 257, 258; Habscheid, Bie Rechtsnatur der Erledigung der Hauptsache, Festschrift für Friedrich Lent 1957 S. 167, .169; Furtner in $BR 1961, 188, 191; neuerdings BGH IV ZR 215/61 vom 16. Mai 1962, zur Aufnahme in die amtliche Sammlung bestimmt). - BGH, 23.04.1958 - V ZR 229/56
Auszug aus BGH, 04.10.1962 - III ZR 104/61
Die von der Revisionserwiderung vertretene Auffassung, der Zulässigkeit der Revision stehe das An fechtungsverbot des § 99 Abs. 1 ZPO entgegen, trifft nicht zu nicht die Kostenentscheidung des Oberlandesgerichts, sonder dessen Entscheidung über die Zulässigkeit der Berufung wird angegriffen Aus dem von der Rovisionserwiderung an geführten Urteil des Bundesgerichtshofs V ZR 229/56 vom 25. April 1958 ( 11 Nr. 11 zu § 511 ZPO) läßt sich nichts Gegenteiliges herleiten; vielmehr wurde auch dort die Revision gegen das die Berufung verwerfende Urteil für zu lässig erachtet, obwohl der Zulässigkeit der Berufung ein Hindernis entgegenstand, das dem aus § 99 Abs. 1 ZPO sich ergebenden in der Wirkung io Blick auf § 547 Abs. 2 Nr. 2 5 gleichsteht, nämlich das Pehlen des Rechtsschutzbedürfniss« Nach Wortlaut, Sinn und Zweck des § 547 Abs. 2 Nr. 2 ZPO kann eine - im übrigen ordnungsgemäß eingelegte - Revision nicht aus denselben Gründen unzulässig sein, die zur Verwerfung der Berufung geführt haben; gerade diese sollen überprüft werden. - RG, 06.10.1926 - V 29/26
1. Erledigung des Rechtsstreits in der Hauptsache. 2. Bedarf die Vereinbarung …
Auszug aus BGH, 04.10.1962 - III ZR 104/61
Bas haben Rechtsprechung und Schrifttum überwiegend anerkannt (RGZ 114, 230, 252; RG JW 1938, 249 Nr. 20; BGH IM Nr. 8 zu § 546 ZPO; BGH I M Kr. 11 zu 5 511 ZPO; BGHZ 22, 333, 340; Stein-Jonas-Schönke ZPO 18. Auf1.
- BGH, 01.06.1990 - V ZR 48/89
Verhältnis von Wandelungs- und Minderungsklage
Die einseitige Erledigungserklärung beendet indessen nicht die Rechtshängigkeit des für erledigt erklärten Anspruchs; dieser bleibt vielmehr weiterhin verfahrensrechtlich die Hauptsache (BGH, Beschl. v. 21. April 1961, V ZR 155/60, NJW 1961, 1210; Urt. v. 4. Oktober 1962, III ZR 104/61, LM ZPO § 91 a Nr. 16); in der Literatur wird zum Teil die Auffassung vertreten, der Anspruch könne jederzeit durch Verzicht auf die Erledigungserklärung wieder aufgegriffen werden (…Zimmermann, ZPO, 1990, § 91 a Rdn. 21;… Zöller/Vollkommer aaO § 91 a Rdn. 35;… a.A. Baumbach/Lauterbach/Hartmann aaO § 91 a Anm. 6 j;… Stein/Jonas/Leipold aaO § 91 a Rdn. 19). - OLG Hamm, 12.05.2005 - 24 U 7/05 Diese Auffassung beruht auf einer seit 15 Jahren überholten Rechtsprechung des BGH (NJW 1961, 1210; NJW 1963, 48; NJW 1969, 1173; NJW-RR 1990, 1474; NJW 1990, 2682).
Unter Bezugnahme auf die bis 1990 vertretene Auffassung des BGH (NJW 1961, 1210; NJW 1963, 48) nahm der 5. Zivilsenat des BGH an, dass die einseitige Erledigungserklärung die Rechtshängigkeit des für erledigt erklärten Anspruchs nicht beende, dieser verbleibe vielmehr weiterhin verfahrensrechtlich die Hauptsache.
- BGH, 03.11.1971 - IV ZR 26/70
Erledigung der Hauptsache und Berufung
In der Rechtsprechung ist allerdings eine analoge Anwendung des § 91 a Abs. 2 Satz 1 ZPO für solche Fälle einseitiger Erledigungserklärung vertreten worden, in denen die Kosten nicht der unterlegenen Partei nach § 91 ZPO, sondern fälschlicherweise der obsiegenden Partei auferlegt worden sind, die mangels Beschwer in der Hauptsache nicht in die Berufung gehen kann (so OLG Stuttgart NJW 1962, 1871 [OLG Stuttgart 26.07.1962 - 3 U 31/62]/2 und OLG Karlsruhe MDR 1963, 687 [OLG Karlsruhe 25.04.1963 - 7 W 17/63];… dagegen Baumbach/Lauterbach ZPO 30. Aufl. § 91 a Anm. 5 B, anders auch noch OLG Stuttgart ZZP 68 (1955), 87; offen gelassen in BGH NJW 1963, 48 und 1968, 2243).
- OLG Dresden, 15.01.1997 - 7 W 1484/96
Klagerücknahme nach Erörterung der Sach- und Rechtslage - Einwilligung des …
Ab mündlicher Verhandlung soll der Beklagte grundsätzlich einen Anspruch auf Schutz vor einem neuen Prozeß über denselben Streitgegenstand haben und daher ein Recht auf ein Urteil über den gegen ihn erhobenen prozessualen Anspruch (vgl. BGH NJW 1963, 48). - BGH, 30.09.1968 - VIII ZR 37/68
Voraussetzungen einer Revision wegen Unzulässigkeit der Berufung - Eröffnung …
Es war, da eine übereinstimmende Erledigungserklärung der Parteien nicht vorlag, eine Sachentscheidung (BGHZ 37, 137, 142 [BGH 16.05.1962 - IV ZR 215/61] m. Nachw. aus Rechtsprechung und Schrifttum; BGH Urt. v. 4. Oktober 1962 - III ZR 104/61 - LM ZPO § 91 a Nr. 16 = WM 1962, 1354). - BGH, 13.12.1979 - IX ZR 13/79
Rechtsmittel
War jedoch die Klage schon vor dem Ereignis, das der Kläger zur Begründung seiner Erledigungserklärung anführt, unzulässig (oder unbegründet), dann ist sie, selbst wenn das während des Rechtsstreits eingetretene Ereignis bei zulässiger und begründeter Klage die Hauptsache erledigt hätte, dem Antrag des Beklagten entsprechend abzuweisen (vgl. BGHZ 23, 333, 340 [BGH 18.02.1957 - II ZR 287/54]; 37, 137, 142 [BGH 16.05.1962 - IV ZR 215/61]; 57, 224, 225 ff [BGH 03.11.1971 - IV ZR 26/70]; BGH NJW 1963, 48; 1548Nr. - BGH, 03.06.1976 - KZR 33/75
Feststellung des Wertes einer Beschwer - Minderung der Beschwer des Beklagten auf …
Der Beklagte ist durch das in der Hauptsache ergangene (BGH NJW 1961, 1210; NJW 1963, 48; BGHZ 37, 137, 142; 57, 224) Urteil beschwert.
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