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Rechtsprechung
   BGH, 22.11.1984 - III ZR 128/83   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1984,2601
BGH, 22.11.1984 - III ZR 128/83 (https://dejure.org/1984,2601)
BGH, Entscheidung vom 22.11.1984 - III ZR 128/83 (https://dejure.org/1984,2601)
BGH, Entscheidung vom 22. November 1984 - III ZR 128/83 (https://dejure.org/1984,2601)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Einordnung kommunaler Zweckverbände als Geimeindeverbände - Einfluss der Mitgliedschaft an Eigengesellschaften auf die Rechtsnatur als Gemeindeverband - Charakteristika kommunalrechtlicher Zweckverbände

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Begriff des Gemeindeverbandes

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • MDR 1985, 916
  • NVwZ 1985, 518 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (4)

  • BGH, 11.12.1980 - III ZR 130/79

    Gemeindeverbände - Kommunale Zweckverbände - Behörde

    Auszug aus BGH, 22.11.1984 - III ZR 128/83
    Gemeindeverbände i.S. des § 3 Abs. 1 Nr. 1 FAG sind auch mit gemeindlichen Selbstverwaltungsangelegenheiten befaßte kommunale Zweckverbände, denen überwiegend Gemeinden und/oder Gemeindeverbände, aber auch kommunale Eigengesellschaften, an denen Gemeinden oder Gemeindeverbände allein beteiligt sind, angehören (im Anschluß an Senatsurteil vom 11. Dezember 1980 - III ZR 130/79 = LM FernmeldeanlagenG Nr. 4).

    Für die von dem Kläger erhobene Feststellungsklage ist nach § 3 Abs. 3 FAG der Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten gegeben (Senatsurteil vom 11. Dezember 1980 - III ZR 130/79 = LM FernmeldeanlagenG Nr. 4 = MDR 1981, 568 = ArchivPF 1982, 105).

    Wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom 11. Dezember 1980 (aaO) ausgeführt hat, hat der Begriff des Gemeindeverbandes keinen genau bestimmten, feststehenden Inhalt, sondern seine Bedeutung im Rahmen der einzelnen Norm, in der er verwendet wird, muß aus dem jeweiligen Regelungszusammenhang erschlossen werden.

    Eine restriktivere Auslegung hat der erkennende Senat entgegen der Ansicht der Revision auch nicht in seinem erwähnten Urteil vom 11. Dezember 1980 (aaO) vertreten.

    Dieser Rahmen wird überschritten, wenn die Anlage mit einer solchen einer anderen Behörde verbunden oder für den inneren Dienst mehrerer Behörden geschaffen wird (Senatsurteil vom 11. Dezember 1980 aaO).

    So kann etwa der (technische) Außendienst eines Zweckverbandes eine selbständige Verwaltungseinheit darstellen und Behördeneigenschaft besitzen (vgl. Senatsurteil vom 11. Dezember 1980 aaO).

    Ohne Erfolg beruft sich die Revision auf den auch von dem erkennenden Senat eingenommenen Standpunkt, nach dem § 3 FAG eine Ausnahme von dem in § 2 FAG niedergelegten Grundsatz, daß Fernmeldeanlagen genehmigungsbedürftig sind, enthält und daher eng auszulegen ist (Senatsurteile vom 11. Dezember 1980 a.a.O. m.w.Nachw. und vom 8. November 1984 - III ZR 91/83 -, zur Veröffentlichung bestimmt).

    Behördeneigenschaft hat der Verbandsvorsitzende des Klägers (als dessen Organ gemäß § 12 Abs. 1 GKZ) mit der ihm zugeordneten Verwaltungsorganisation (Senatsurteil vom 11. Dezember 1980 aaO).

    Ausschließlich dem behördeninternen Dienst zuzuordnen ist der Fernmeldeverkehr auch insoweit, als er Fernmeßzwecken zur Übertragung von Zählerstandswerten, Durchflußmengen usw. dient (vgl. Senatsurteil vom 11. Dezember 1980 aaO).

  • BGH, 08.11.1984 - III ZR 91/83

    Erhebung von Ausgleichsgebühren für innerhalb einer Nebenstellenanlage geführter …

    Auszug aus BGH, 22.11.1984 - III ZR 128/83
    Ohne Erfolg beruft sich die Revision auf den auch von dem erkennenden Senat eingenommenen Standpunkt, nach dem § 3 FAG eine Ausnahme von dem in § 2 FAG niedergelegten Grundsatz, daß Fernmeldeanlagen genehmigungsbedürftig sind, enthält und daher eng auszulegen ist (…Senatsurteile vom 11. Dezember 1980 a.a.O. m.w.Nachw. und vom 8. November 1984 - III ZR 91/83 -, zur Veröffentlichung bestimmt).

    Deshalb geht auch der Einwand der Revision fehl, die fünf Eigengesellschaften müßten sich an der von ihnen gewählten Rechtsform der Aktiengesellschaft oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung festhalten lassen (vgl. zu diesem Grundsatz Senatsurteile vom 30. November 1959 - III ZR 143/58 = LM FernmeldeanlagenG Nr. 1, vom 26. Juni 1980 - III ZR 159/78 = LM FernmeldeO Nr. 4 = WM 1980, 1238 und vom 8. November 1984 aaO).

  • BGH, 26.06.1980 - III ZR 159/78

    Fernsprechteilnehmereigenschaft der Muttergesellschaft oder der …

    Auszug aus BGH, 22.11.1984 - III ZR 128/83
    Deshalb geht auch der Einwand der Revision fehl, die fünf Eigengesellschaften müßten sich an der von ihnen gewählten Rechtsform der Aktiengesellschaft oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung festhalten lassen (vgl. zu diesem Grundsatz Senatsurteile vom 30. November 1959 - III ZR 143/58 = LM FernmeldeanlagenG Nr. 1, vom 26. Juni 1980 - III ZR 159/78 = LM FernmeldeO Nr. 4 = WM 1980, 1238 …und vom 8. November 1984 aaO).
  • BGH, 30.11.1959 - III ZR 143/58

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 22.11.1984 - III ZR 128/83
    Deshalb geht auch der Einwand der Revision fehl, die fünf Eigengesellschaften müßten sich an der von ihnen gewählten Rechtsform der Aktiengesellschaft oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung festhalten lassen (vgl. zu diesem Grundsatz Senatsurteile vom 30. November 1959 - III ZR 143/58 = LM FernmeldeanlagenG Nr. 1, vom 26. Juni 1980 - III ZR 159/78 = LM FernmeldeO Nr. 4 = WM 1980, 1238 …und vom 8. November 1984 aaO).
  • OLG Frankfurt, 27.10.2021 - 17 U 30/21

    § 489 Abs. 4 S. 2 BGB erfasst unmittelbar auch kommunale Zweckverbände

    Der Begriff "Gemeindeverband" hat keinen genau bestimmten, feststehenden Inhalt und muss deshalb aus dem jeweiligen Regelungszusammenhang, in dem er verwendet wird, erschlossen werden (BVerfG…, Urteil vom 24. Juli 1979 - 2 BvK 1/78 -, Rn. 62, juris; BGH, Urteil vom 22. November 1984 - III ZR 128/83 -, Rn. 7, juris).

    Dagegen subsumierte der Bundesgerichtshof unter den Begriff "Gemeindeverband" im Sinne des § 3 Abs. 1 Nr. 1 FernmeldeanlagenG auch einen kommunalen Zweckverband, der allein oder überwiegend gemeindliche Selbstverwaltungsaufgaben wahrnimmt, da der Regelungszweck der Vorschrift auch auf kommunale Zweckverbände zutreffe (BGH…, Urteil vom 11. Dezember 1980 - III ZR 130/79 -, Rn. 8, juris), wobei an der Rechtsnatur des Zweckverbandes als "Gemeindeverband" im Sinne des § 3 Abs. 1 Nr. 1 FernmeldeanlagenG auch eine Mitgliedschaft privatrechtlich organisierter kommunaler Eigengesellschaften nichts ändere (BGH, Urteil vom 22. November 1984 - III ZR 128/83 -, Rn. 7, juris).

    Auch die Wertungen des in der Bundesrepublik geltenden Kommunalrechts, an das sich § 489 Abs. 4 S. 2 BGB immerhin anlehnt, wenn es die Begriffe "Gemeinden" und "Gemeindeverbände" verwendet (zum FernmeldeanlagenG: BGH, Urteil vom 22. November 1984 - III ZR 128/83 -, Rn. 8, juris), stehen einer Subsumtion des Zweckverbandes unter § 489 Abs. 4 S. 2 BGB nicht entgegen.

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