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Rechtsprechung
   BGH, 15.12.1955 - III ZR 144/54   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1955,5817
BGH, 15.12.1955 - III ZR 144/54 (https://dejure.org/1955,5817)
BGH, Entscheidung vom 15.12.1955 - III ZR 144/54 (https://dejure.org/1955,5817)
BGH, Entscheidung vom 15. Dezember 1955 - III ZR 144/54 (https://dejure.org/1955,5817)
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Volltextveröffentlichungen (4)

 
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Wird zitiert von ... (9)Zitiert selbst (5)

  • RG, 08.12.1922 - III 120/22

    Zustellung von Amtswegen

    Auszug aus BGH, 15.12.1955 - III ZR 144/54
    Wie der Senat bereits in seinem in NJW 1953, 620 veröffentlichten Urteil vom 22. Dezember 1952 ausgeführt hat, ergibt sich aus der Entstehungsgeschichte des § 261 b ZPO sowie aus den Zusammenhängen dieser und ähnlicher Bestimmungen in der Zivilprozeßordnung, daß der Gesetzgeber die Antwort auf die Frage, was unter einer "demnächstigen Zustellung" zu verstehen ist, der nach pflichtgemäßem Ermessen zu treffenden Entscheidung des Prozeßrichters überlassen hat (vgl. auch RGZ 105, 422).
  • BGH, 26.03.1953 - III ZR 209/51

    Umfang der Ermächtigung nach § 27 UmstG

    Auszug aus BGH, 15.12.1955 - III ZR 144/54
    Die Zustellung kann danach immer als "demnächst" erfolgt angesehen werden, wenn sie in einer den Umständen nach angemessenen Frist, d.h. ohne besondere Verzögerung bewirkt worden ist, und insbesondere die Prozeßpartei, die die Frist zu wahren hat, nicht zu einer Verzögerung der Zustellung schuldhaft beigetragen hat (Urteile des Senats vom 1. Dezember 1952 - III ZR 114/54 - S. 6 und vom 26. März 1953 - III ZR 209/51 - S. 11).
  • BGH, 19.03.1953 - III ZR 155/52

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 15.12.1955 - III ZR 144/54
    In Fällen dieser Art kann die Zustellung angesichts des Interesses des beklagten Dienstherrn an alsbaldiger Klarstellung jedenfalls dann nicht mehr als demnächst erfolgt angesehen werden, wenn sie durch ein nachlässiges Verhalten des klagenden Beamten selbst nennenswert verzögert worden ist, zumal es auch zu den sich aus dem Treueverhältnis gegenüber dem Staat ergebenden Pflichten des Beamten gehört, seinerseits alles zu tun, um seine eigenen Belange rechtzeitig und unter Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Formen gegenüber seinem Dienstherrn zu fördern (S. 17 des Urteils des Senats vom 19. März 1953 - III ZR 155/52 - im Anschluß an RGZ 141, 385 [390]).
  • BGH, 22.12.1952 - III ZR 152/52

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 15.12.1955 - III ZR 144/54
    Wie der Senat bereits in seinem in NJW 1953, 620 veröffentlichten Urteil vom 22. Dezember 1952 ausgeführt hat, ergibt sich aus der Entstehungsgeschichte des § 261 b ZPO sowie aus den Zusammenhängen dieser und ähnlicher Bestimmungen in der Zivilprozeßordnung, daß der Gesetzgeber die Antwort auf die Frage, was unter einer "demnächstigen Zustellung" zu verstehen ist, der nach pflichtgemäßem Ermessen zu treffenden Entscheidung des Prozeßrichters überlassen hat (vgl. auch RGZ 105, 422).
  • RG, 20.06.1933 - III 5/33

    1. Zum Umfang und Inhalt der Fürsorgepflicht des Staates und der öffentlichen …

    Auszug aus BGH, 15.12.1955 - III ZR 144/54
    In Fällen dieser Art kann die Zustellung angesichts des Interesses des beklagten Dienstherrn an alsbaldiger Klarstellung jedenfalls dann nicht mehr als demnächst erfolgt angesehen werden, wenn sie durch ein nachlässiges Verhalten des klagenden Beamten selbst nennenswert verzögert worden ist, zumal es auch zu den sich aus dem Treueverhältnis gegenüber dem Staat ergebenden Pflichten des Beamten gehört, seinerseits alles zu tun, um seine eigenen Belange rechtzeitig und unter Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Formen gegenüber seinem Dienstherrn zu fördern (S. 17 des Urteils des Senats vom 19. März 1953 - III ZR 155/52 - im Anschluß an RGZ 141, 385 [390]).
  • BGH, 22.02.1978 - VIII ZR 24/77

    Bestimmung der sachlichen Zuständigkeit eines Gerichts - Anforderungen an die …

    Eine Rückwirkung der vor Ablauf der Verjährungsfrist eingereichten oder angebrachten, jedoch danach zugestellten Klageschrift ist aber dann nicht anzunehmen, wenn sie den Beklagten unbillig belasten würde, weil die Zeitspanne zwischen Einreichung oder Anbringung und Zustellung der Klage unangemessen lang ist oder weil die Länge dieser Zeitspanne auf ein schuldhaftes Verhalten des Klägers zurückzuführen ist (vgl. BGH Urteil vom 15. Dezember 1955 - III ZR 144/54 = LM ZPO § 261 b Nr. 2).

    Nach dem Zweck der §§ 261 b Abs. 3, 496 Abs. 3 ZPO dürfen diese Vorschriften nicht engherzig ausgelegt werden (BGH Urteil vom 15. Dezember 1955 a.a.O.).

  • BGH, 25.06.1956 - II ZR 180/55

    Rechtsfolgen der durch einen Armenrechtsverfahren bedingten Verzögerung der …

    Die Entscheidung hierüber unterliegt dem pflichtgemäßen Ermessen des Prozeßrichters (BGH NJW 1953, 620, 1139; Urt v 1.12.52 - III ZR 114/52, teilw abgedr BGHZ 8, 169; Urt v 26.3.53 - III ZR 209/51, teilw abgedr BGHZ 9, 359; Urt v 15.12.55 - III ZR 144/54 = ZBR 1956, 62; RGZ 105, 422).

    Die durch das Armenrechtsverfahren bedingte Verzögerung der Klagezustellung geht nicht zu seinen Lasten (BGH Urt v 15.12.55 - III ZR 144/54, vgl. auch BGHZ 16, 1).

  • BGH, 12.10.1971 - VI ZR 59/70

    Kläger - Nachlässigkeiten - Rückbeziehung - Hindernis - Letzter Tag - Zustellung …

    Die Beurteilung der Frage, ob eine Zustellung trotz der inzwischen verstrichenen Zeit noch als "demnächst" angesehen werden kann, unterliegt dem pflichtgemäßen Ermessen des Prozeßrichters (BGHZ 25, 66, 76; BGH Urteile vom 15. Dezember 1955 - III ZR 144/54 = LM ZPO § 261 b Nr. 2 und vom 5. Juni 1961 - III ZR 73/60 - LM Finanzvertrag Nr. 11).
  • BGH, 14.07.1960 - VIII ZR 174/59
    Rückoicht auf die besonderen Umstände des Einzelfalls dem Antragsteller zum Nachteil gereichen muß" Sine so enge Auslegung dessen was unter einer demnächstigen Zustellung im Sinne von §§ 693 Abs"2? 496 Abs"3 oder 261 b Abs"3 ZPO verstanden werden kann, ist in der Rechtsprechung des Reichsgerichts (JY/ 19372467 zu §§ 693 Abs"2 496 Abs« 3) und des Bundesgerichtshofs abgelehnt worden (BGHZ 2566 76 ff m«Nachw"; vergl ferner BGH Urteile vom 1« Dezember 1952 - III ZR 114/52} vom 26« März 1953 - III ZR 209/51 Soll und vom 26« März 1953 - IV ZR 165/52 ~ NJW 19531139 1140)« Die#Vorschriften sind demnach nicht eng auszulegen« Eine Zustellung kann deshalb als wdemnächst" erfolgt angesehen werden wenn sie in einer den Umständen nach angemessenen Frist d«h" ohne besondere Verzögerung bewirkt wird" Die Pristei'streckung kann dagegen nicht mehr zugolassen Averden wenn sie den Prozeßgegner offenbar unbillig belasten würde, also insbesondere dann nicht, wenn die Verlängerung der Zeitspanne zwischen Einreichung der Klageschrift oder des Gesuchs um Erlaß eines Zahlungsbefohls und der Zustellung auf ein nachlässiges oder gar absichtliches Verhalten des Klägers zurückzuführen ist (BGH Urteil vom 15= Dezember 1955 - III ZR 144/54 - IM ZPO § 261 b Nro2 …und Urteil vom 25. Juni 1955 - II ZR 180/55 IM aaO Nr,4), Unter diesen Voraussetzungen ist auch eine Zustellung nach längerer Zeit noch als "'demnächst" erfolgt angesehen worden (vgl0 dazu auch Rosen berg JZ 1958, 60)«.
  • BGH, 20.06.1968 - III ZR 210/67

    Anwendbarkeit eines Finanzvertrages im Hinblick auf die Leistung von …

    Wie nun der Senat mehrfach hervorgehoben hat (u.a. Urteile vom 15. Dezember 1955 - III ZR 144/54 - 5. Juni 1961 - III ZR 73/60 = NJW 1961, 1627; VersR 1962, 448; 1963, 459; MDR 1963, 388; 23-Januar 1967 - III ZR 3/66 -) hat die klagende Partei, um der Rechtswohltat des § 261 b Abs. 3 ZPO teilhaftig zu werden, alles ihr Zumutbare zu tun, um die Voraussetzungen für eine alsbaldige Zustellung der Klageschrift zu schaffen; sie hat daher nicht nur Verzögerungen zu vermeiden, sondern ist gehalten, ihrerseits im Sinne einer möglichsten Beschleunigung zu wirken.
  • BGH, 13.03.1958 - III ZR 69/57

    Rechtsmittel

    Zu einer solchen Verzögerung darf die Prozeßpartei, die die Frist zu wahren hat, nicht schuldhaft beitragen (vgl. Urt. v. 22. Dezember 1952 - III ZR 152/52 - in LindMöhr Nr. 4 zu § 143 DBG und v. 15. Dezember 1955 - III ZR 144/54 ).
  • BGH, 23.10.1963 - VIII ZR 76/62
    Entgegen den Darlegungen der Revision darf der Kläger nach der Einreichung der Klage zunächst die gerichtliche Aufforderung zur Einzahlung des Prozeßkostenvorschusses abwarten (vgl. BGH Urt. v. 15. Dezember 1955 - III ZR 144/54 - LM ZPO § 261 b Nr. 2 und Johannsen, Anm. zu BGHZ 31, 342 in LM ZPO § 261 b Nr. 7), die im Falle der Vertretung durch einen Prozeßbevollmächtigten an diesen gerichtet und von ihm an die Partei weitergeleitet wird.
  • BGH, 13.02.1956 - III ZR 147/54

    Rechtsmittel

    Die Zustellung der Klageschrift ist mithin durch das eigene nachlässige Verhalten des Klägers verzögert worden, so dass aus diesem Grunde nicht mehr von einer "demnächstigen" Zustellung gesprochen werden kann und der Kläger aus der in Rede stehenden Vorschrift der Zivilprozessordnung nichts zu seinen Gunsten herleiten kann (vgl. im einzelnen das zur Veröffentlichung bestimmte Urteil des Senats vom 15. Dezember 1955 - III ZR 144/54 -).
  • BGH, 07.03.1956 - VI ZR 279/54

    Rechtsmittel

    Diese Gründe rechtfertigen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (NJW 1953, 620 und Urteil des III. Zivilsenats vom 15. Dezember 1955 - III ZR 144/54 -) den Standpunkt des Berufungsgerichts.
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