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Rechtsprechung
   BGH, 08.12.1977 - III ZR 163/75   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1977,479
BGH, 08.12.1977 - III ZR 163/75 (https://dejure.org/1977,479)
BGH, Entscheidung vom 08.12.1977 - III ZR 163/75 (https://dejure.org/1977,479)
BGH, Entscheidung vom 08. Dezember 1977 - III ZR 163/75 (https://dejure.org/1977,479)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Enteignung eines Grundstücks - Höhe einer Entschädigungsleistung - Umklassifizierung einer Grundstücksteilfläche durch eine Baulinienfestsetzung

  • Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)(kostenpflichtig, Leitsatz frei)

    Art. 14 GG; Art. 153 Abs. 2 WRV; VO, die Bauordnung für die Hauptund Residenzstadt München betr. v. 29. 7. 1895(GVBl.333).

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Teilenteignung durch Herabstufung von Bau- zu Straßenland; Berechnung der Enteignungsentschädigung bei Entschädigungslosigkeit der Enteignung nach altem Recht

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BGHZ 71, 1
  • NJW 1978, 939
  • MDR 1978, 647
 
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Wird zitiert von ... (14)Zitiert selbst (17)

  • BGH, 17.12.1964 - III ZR 96/63

    Voraussetzungen der Enteignung eines Grundstücks - Für die Bemessung der …

    Auszug aus BGH, 08.12.1977 - III ZR 163/75
    Daß zwischen der Teilenteignung und der endgültigen Entziehung des Eigentums ein Zeitraum von über vierzig Jahren liegt, schließt die Annahme einer Vorwirkung nicht aus (vgl. dazu Senatsurteile vom 17. Dezember 1964 - III ZR 96/63 = WM 1965, 128; vom 24. Februar 1969 - III ZR 57/68 und vom 6. Dezember 1973 - III ZR 143/71 = WM 1974, 136).

    Die Enteignungsentschädigung stellt, wie der Senat in seinem Urteil vom 17. Dezember 1964 (III ZR 96/63 = WM 1965, 128) ausgeführt hat, einen einheitlichen Anspruch dar, aus der Entschädigungen wegen der Vorwirkung nur dann herausgelöst werden können, wenn sie bereits vor der VollentSchädigung verlangt oder festgesetzt worden sind.

  • BGH, 08.11.1962 - III ZR 86/61

    Berechnung der Enteignungsentschädigung für ein Grundstück

    Auszug aus BGH, 08.12.1977 - III ZR 163/75
    Bei einem über einen längeren Zeitraum sich hinziehenden Enteignungsverfahren tritt an die Stelle des Enteignungsbeschlusses oder der Besitzeinweisung diejenige Maßnahme, von der ab eine weitere Entwicklung des Objektes, insbesondere der Qualität des Grundstücks verhindert, also das Grundstück endgültig von jeder konjunkturellen Weiterentwicklung ausgeschlossen wird (Senatsurteile BGHZ 39, 198, 201; WM 1969, 568 f.; VersR 1972, 164).

    Entscheidend ist die "von der Natur der Sache" her gegebene Möglichkeit der Benutzung und der wirtschaftlichen Ausnutzung, wie sie sich aus den Gegebenheiten der örtlichen Lage des Grundstücks bei vernünftiger wirtschaftlicher Betrachtungsweise objektiv anbietet (Senatsurteile in BGHZ 39, 198, 209 f.; LM Art. 14 (Ce) Grundb Nr. 24, 25 und 30; WM 1975, 697, 698).

  • BGH, 04.06.1962 - III ZR 163/61

    Enteignungsentschädigung bei dauerndem Bauverbot betroffenem Grundstück

    Auszug aus BGH, 08.12.1977 - III ZR 163/75
    Eine derartige Entschädigung ist auf die infolge der Vollenteignung zu gewährende Entschädigung anzurechnen (BGHZ 37, 269, 274).
  • BVerfG, 24.04.1953 - 1 BvR 102/51

    Hypothekensicherungsgesetz

    Auszug aus BGH, 08.12.1977 - III ZR 163/75
    War jedoch der Enteignungstatbestand vor dieser Zeit abgeschlossen, so ist für eine Entschädigung kein Raum, selbst wenn die vorher bereits vollendete Rechtsbeeinträchtigung später noch nachteilige Wirkungen äußert (vgl. BVerfGE 2, 237, 248;… BGH a.a.O. S. 183; Kreft in Anm. zu Nr. 43 Art. 14 (Bb) GrundG; BVerwGE 3, 334, 337).
  • BGH, 22.05.1967 - III ZR 121/66

    Berücksichtigung einer in Vorwirkung der Enteignung eintretenden …

    Auszug aus BGH, 08.12.1977 - III ZR 163/75
    So hat der Senat in bestimmten Ausweisungen von Grundstücken in Bebauungsplänen die Vorwirkung einer späteren Enteignung gesehen (Senatsurteile in NJW 1968, 892; WM 1967, 1014); ähnliches gilt für die Festsetzung von Fluchtlinien (Senatsurteil vom 15. Dezember 1966 - III ZR 226/65 S. 11).
  • BGH, 28.10.1971 - III ZR 142/69

    Entschädigung für Verbot von Kiesabbau nach RNatSchG

    Auszug aus BGH, 08.12.1977 - III ZR 163/75
    Es ist zwar umstritten, ob für Eigentumsbeschränkungen durch die öffentliche Hand, die vor dem Inkrafttreten des Grundgesetzes verfügt worden sind und die enteignenden Charakter besitzen, von diesem Zeitpunkt ab dann eine Entschädigung zu gewähren ist, wenn ihre Wirkung in die Geltungszeit des Grundgesetzes hinein andauert (vgl. die Nachweise in BGHZ 57, 178, 182 ff.).
  • BGH, 29.01.1968 - III ZR 2/67

    Berücksichtigung einer infolge Planausweisung als Bauland eingetretenen …

    Auszug aus BGH, 08.12.1977 - III ZR 163/75
    So hat der Senat in bestimmten Ausweisungen von Grundstücken in Bebauungsplänen die Vorwirkung einer späteren Enteignung gesehen (Senatsurteile in NJW 1968, 892; WM 1967, 1014); ähnliches gilt für die Festsetzung von Fluchtlinien (Senatsurteil vom 15. Dezember 1966 - III ZR 226/65 S. 11).
  • BGH, 25.11.1974 - III ZR 59/73

    Enteignungsentschädigungsanspruch in Form eines Übernahmeanspruchs bei …

    Auszug aus BGH, 08.12.1977 - III ZR 163/75
    Entscheidend ist die "von der Natur der Sache" her gegebene Möglichkeit der Benutzung und der wirtschaftlichen Ausnutzung, wie sie sich aus den Gegebenheiten der örtlichen Lage des Grundstücks bei vernünftiger wirtschaftlicher Betrachtungsweise objektiv anbietet (Senatsurteile in BGHZ 39, 198, 209 f.; LM Art. 14 (Ce) Grundb Nr. 24, 25 und 30; WM 1975, 697, 698).
  • RG, 28.02.1930 - III 87/29

    1. Zum Begriff der sog. historischen Straße im preußischen Fluchtlinienrecht. 2. …

    Auszug aus BGH, 08.12.1977 - III ZR 163/75
    Das dauernde Bauverbot hat unmittelbar auf die Teilfläche eingewirkt und ihren Wert als Bauland sofort und für immer auf den Wert von Straßenland gemindert (vgl. RGZ 128, 18, 30 f.; Fergg, Die Zwangsabtretung in Bayern S. 19 ff.; Senatsurteil vom 28. November 1960 - III ZR 139/59 S. 23).
  • BGH, 28.11.1960 - III ZR 139/59

    Schadensersatz wegen Amtspflichtverletzung bei Veränderung der Baulandqualität - …

    Auszug aus BGH, 08.12.1977 - III ZR 163/75
    Das dauernde Bauverbot hat unmittelbar auf die Teilfläche eingewirkt und ihren Wert als Bauland sofort und für immer auf den Wert von Straßenland gemindert (vgl. RGZ 128, 18, 30 f.; Fergg, Die Zwangsabtretung in Bayern S. 19 ff.; Senatsurteil vom 28. November 1960 - III ZR 139/59 S. 23).
  • BGH, 15.12.1966 - III ZR 226/65

    Schadensersatzanspruch gegen einen Rechtsanwalt wegen Versäumung der …

  • BGH, 30.09.1963 - III ZR 59/61
  • BGH, 06.12.1973 - III ZR 143/71

    Grundstücksenteignung für Herstellung einer Großschiffahrtsstraße - Anspruch auf …

  • BGH, 24.02.1969 - III ZR 57/68

    Enteignung eines Grundstücks zur Erweiterung eines Flugplatzes - Bemessung einer …

  • RG, 02.07.1932 - V 58/32

    1. Sind die Vorschriften der Notverordnung vom 5. Juni 1931 über die Gewährung …

  • LG Hagen, 19.03.1970 - 1 S 27/70
  • RG, 15.05.1934 - VII 27/34

    1. Zur Zulässigkeit des Rechtswegs für den Entschädigungsanspruch nach Aufhebung …

  • BGH, 03.03.1988 - III ZR 162/85

    Enteignung durch Herabstufung von Bauerwartungsland zur öffentlichen Grünfläche

    War diese Teilenteignung nach dem damals geltenden Recht entschädigungslos zulässig (vgl. Zweite NotVO v. 5. Juni 1931 - RGBl. I 279, 306), so ist für die Ermittlung einer Entschädigung (hier: des nach § 28 a Abs. 2 BBauG "zu zahlenden Betrages") für die unter der Herrschaft des Grundgesetzes vorgenommene Vollenteignung (Entziehung des Grundeigentums) von der Grundstücksqualität öffentliche Grünfläche auszugehen; Anzeichen einer Bauerwartung dürfen in die Bewertung nicht einfließen (s. auch BGHZ 71, 1 [BGH 08.12.1977 - III ZR 163/75]).

    Bei einem über einen längeren Zeitraum sich hinziehenden Enteignungsverfahren tritt an die Stelle des Enteignungsbeschlusses oder der Besitzeinweisung diejenige Maßnahme, von der ab eine weitere Entwicklung des Objektes, insbesondere der Qualität des Grundstücks verhindert, also das Grundstück endgültig von jeder konjunkturellen Weiterentwicklung ausgeschlossen wird (Senatsurteile BGHZ 71, 1, 3 [BGH 08.12.1977 - III ZR 163/75]; 39, 198, 201; WM 1969, 568 f.; VersR 1972, 164).

    Diese Auffassung kann sich allerdings nicht auf eine Auslegung der - nicht revisiblen (s. BGHZ 71, 1, 4) [BGH 08.12.1977 - III ZR 163/75] - Bauordnung für die Haupt- und Residenzstadt München vom 29. Juli 1885 (BayGVBl. 333) stützen.

    Diese Ausweisung bewirkt sofort eine Minderung des Verkehrswertes des Grundstücks (Senatsurteile vom 8. Dezember 1977 - III ZR 163/75 = BGHZ 71, 1, 5 [BGH 08.12.1977 - III ZR 163/75] und vom 14. Januar 1982 - III ZR 134/80 = WM 1982, 565).

    Durch diese Regelung sind nicht nur auf Reichsrecht beruhende Entschädigungsansprüche für auf den genannten Gebieten vorgenommene Enteignungen - abgesehen von den Fällen der §§ 2 bis 5 - ausgeschlossen, sondern auch die eine Entschädigung versagenden Landesgesetze als reichsrechtlich zugelassene Ausnahmen von Art. 153 Abs. 2 WRV aufrechterhalten worden (vgl. RGZ 144, 325, 330; Senatsurteil vom 8. Dezember 1977 aaO).

  • BGH, 26.04.1990 - III ZR 194/88

    Ermittlung der Entschädigungsleistung bei enteignungsgleichem Eingriff - …

    Bei einem über einen längeren Zeitraum sich hinziehenden Enteignungsverfahren tritt an die Stelle des Enteignungsbeschlusses oder der Besitzeinweisung diejenige Maßnahme, von der ab eine weitere Entwicklung des Objektes, insbesondere der Qualität des Grundstücks verhindert, also das Grundstück endgültig von jeder konjunkturellen Weiterentwicklung ausgeschlossen wird (Senatsurteile vom 8. Dezember 1977 - III ZR 163/75 = BGHZ 71, 1, 3 [BGH 08.12.1977 - III ZR 163/75] ;… vom 18. September 1986 - III ZR 83/85 = BGHR GG Art. 14 Abs. 3 S. 3 - Vorwirkung 1 - …und vom 11. Februar 1988 - III ZR 64/87 = BGHR GG Art. 14 Abs. 3 Satz 3 - Vorwirkung 2 und 3 = NVwZ 1988, 963 [BGH 11.02.1988 - III ZR 64/87] , sämtlich m.w.Nachw.).
  • BGH, 24.03.1988 - III ZR 221/85

    Enteignungsentschädigung wegen Herabzonung eines Grundstücks von …

    Bei einem über einen längeren Zeitraum sich hinziehenden Enteignungsverfahren tritt an die Stelle des Enteignungsbeschlusses oder der Besitzeinweisung diejenige Maßnahme, von der ab eine weitere Entwicklung des Objektes, insbesondere der Qualität des Grundstücks verhindert, also das Grundstück endgültig von jeder konjunkturellen Weiterentwicklung ausgeschlossen wird (Senatsurteile BGHZ 71, 1, 3; 39, 198, 201 WM 1969, 568 f.; VersR 1972, 164 [LG Hagen 19.03.1970 - 1 S 27/70] ).

    Sie ist für den erkennenden Senat bindend, weil die Münchener Bauordnung als Baurechtsverordnung auf die Stadt München beschränkt ist (§ 549 ZPO; BGHZ 71, 1, 4; Senatsurteil vom 30. September 1963 - III ZR 59/61 -, insoweit nicht abgedruckt in NJW 1964, 202 [BGH 30.09.1963 - III ZR 59/61] ; BayVerfGH in VGHE nF 9, 174).

    Der Entschädigungsausschluß durch die Zweite Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen vom 5. Juni 1931 (vgl. dazu Senatsurteil vom 8. Dezember 1977 - III ZR 163/75 = WM 1978, 466) greift hier jedoch nicht Platz.

  • BGH, 17.11.1988 - III ZR 210/87

    Bewertung eines privaten Flurstücks

    Bei einem über einen längeren Zeitraum sich hinziehenden Enteignungsverfahren tritt an die Stelle des Enteignungsbeschlusses oder der Besitzeinweisung diejenige Maßnahme, von der ab eine weitere Entwicklung des Objektes, insbesondere der Qualität des Grundstücks verhindert, also das Grundstück endgültig von jeder konjunkturellen Weiterentwicklung ausgeschlossen wird (Senatsurteilevom 8. Dezember 1977 - III ZR 163/75 = BGHZ 71, 1, 3;…vom 18. September 1986 - III ZR 83/85 = BGHR GG Art. 14 Abs. 3 S. 3 - Vorwirkung 1 - undvom 11. Februar 1988 - III ZR 64/87 = BGHR GG Art. 14 Abs. 3 Satz 3 - Vorwirkung 2 und 3 = NVwZ 1988, 963, sämtlich m.w.Nachw.).
  • BGH, 02.02.1978 - III ZR 90/76

    Bewertung eines teilenteigneten Grundstücks

    Daß zwischen der Herabstufung und der Entziehung des Grundeigentums ein Zeitraum von über 80 Jahren liegt, schließt grundsätzlich die Annahme einer Vorwirkung nicht aus (vgl. Senatsurteil vom 8. Dezember 1977 - III ZR 163/75).
  • BGH, 08.11.1990 - III ZR 364/89

    Ausschluß des Übernahmeanspruchs durch eine außerhalb des Enteignungsverfahrens …

    Nach gefestigter höchstrichterlicher Rechtsprechung bliebt eine durch Fluchtlinienfestsetzung bewirkte Teilenteignung im Geltungsbereich des früheren preußischen Rechts ungeachtet der Zweiten Notverordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen vom 5. Juni 1931 (RGBl I S. 279/309 ff.) entschädigungspflichtig (vgl. RGZ 128, 18, 27 ff.; 137, 183; 144, 325; Senatsurteile vom 2. Februar 1978 - III ZR 90/76 - WM 1978, 520, vom 14. Januar 1982 - III ZR 134/80 - WM 1982, 565 …und vom 17. November 1988 - III ZR 210/87 - BGHR BBauG § 95 Abs. 1 Satz 1 - Straßenland 1 und BGHR PrFluchtlinienG § 13 - Straßenland 1; Senatsbeschluß vom 26. April 1990 - III ZR 194/88; für Bayern s. dagegen Senatsurteil BGHZ 71, 1 [BGH 08.12.1977 - III ZR 163/75]).
  • BGH, 20.04.1989 - III ZR 237/87

    Enteignungsentschädigung für Vorgartengrundstücke

    Bei einem über einen längeren Zeitraum sich hinziehenden Enteignungsverfahren tritt an die Stelle des Enteignungsbeschlusses oder der Besitzeinweisung diejenige Maßnahme, von der ab eine weitere Entwicklung des Objektes, insbesondere der Qualität des Grundstücks verhindert, also das Grundstück endgültig von jeder konjunkturellen Weiterentwicklung ausgeschlossen wird (Senatsurteilevom 8. Dezember 1977 - III ZR 163/75 = BGHZ 71, 1, 3;…vom 18. September 1986 - III ZR 83/85 = BGHR GG Art. 14 Abs. 3 S. 3 - Vorwirkung 1 - undvom 11. Februar 1988 - III ZR 64/87 = BGHR GG Art. 14 Abs. 3 Satz 3 - Vorwirkung 2 und 3 = NVwZ 1988, 963, sämtlich m.w.Nachw.).
  • BGH, 13.07.1978 - III ZR 166/76

    Entschädigungsanspruch nach allgemeinen enteignungsrechtlichen Grundsätzen - …

    Die Baulinienänderung vom 4. Februar 1952 bewirkte ein dauerndes Bauverbot für die als Straßenland gekennzeichnete Teilfläche, denn sie mußte dauernd von einer Bebauung freigehalten werden; sie war mit einer "Dienstbarkeit der Unbebaubarkeit" zugunsten der Stadt M. belastet worden (vgl. Senatsurteil vom 8. Dezember 1977 - III ZR 163/75 = BGHZ 71, 1).

    Das aber ist eine entschädigungspflichtige Teilenteignung (Senatsurteile vom 8. Dezember 1977 - III ZR 163/75 = BGHZ 71, 1; vom 28. November 1960 - III ZR 139/59 S. 23); der Eingriff in das Grundeigentum ist sofort (mit Wirksamwerden des Bauverbots) "spürbar" geworden.

  • BGH, 24.03.1988 - III ZR 58/86
    Bei einem über einen längeren Zeitraum sich hinziehenden Enteignungsverfahren tritt an die Stelle des Enteignungsbeschlusses oder der Besitzeinweisung diejenige Maßnahme, von der ab eine weitere Entwicklung des Objektes, insbesondere der Qualität des Grundstücks verhindert, also das Grundstück endgültig von jeder konjunkturellen Weiterentwicklung ausgeschlossen wird (Senatsurteile BGHZ 71, 1, 3; 39, 198, 201 WM 1969, 568 f.; VersR 1972, 164 [LG Hagen 19.03.1970 - 1 S 27/70]).

    Der Entschädigungsausschluß durch die Zweite Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen vom 5. Juni 1931 (vgl. dazu Senatsurteil vom 8. Dezember 1977 - III ZR 163/75 = WM 1978, 466) greift hier nicht Platz.

  • BGH, 11.02.1988 - III ZR 64/87

    Maßnahme des Denkmalschutzes als Vorwirkung einer Enteignung

    Bei einem über einen längeren Zeitraum sich hinziehenden Enteignungsverfahren tritt an die Stelle des Enteignungsbeschlusses oder der Besitzeinweisung diejenige Maßnahme, von der ab eine weitere Entwicklung des Objektes, insbesondere der Qualität des Grundstücks verhindert, also das Grundstück endgültig von jeder konjunkturellen Weiterentwicklung ausgeschlossen wird (Senatsurteile BGHZ 71, 1, 3 [BGH 08.12.1977 - III ZR 163/75]; 39, 198, 201; WM 1969, 568 f.; VersR 1972, 164).
  • BGH, 23.06.1983 - III ZR 39/82

    Berechnung der Enteignungsentschädigung für ein Grundstück

  • BGH, 16.10.1980 - III ZR 65/79

    Voraussetzungen für die Annahme einer gesicherten Erschließung; …

  • OLG Köln, 01.06.1979 - 4 UF 308/78

    Anspruch eines Kindes auf Erhöhung eines durch Urteil titulierten …

  • BGH, 12.10.1978 - III ZR 119/76

    Streit über die Höhe der Entschädigung für die Teilenteignung eines Grundstücks - …

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