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Rechtsprechung
   BGH, 08.06.1953 - III ZR 313/51   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1953,3867
BGH, 08.06.1953 - III ZR 313/51 (https://dejure.org/1953,3867)
BGH, Entscheidung vom 08.06.1953 - III ZR 313/51 (https://dejure.org/1953,3867)
BGH, Entscheidung vom 08. Juni 1953 - III ZR 313/51 (https://dejure.org/1953,3867)
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (2)

  • RG, 12.06.1923 - III 740/22

    Zuständigkeit der Landgerichte

    Auszug aus BGH, 08.06.1953 - III ZR 313/51
    Die Landesgesetzgebung war durch § 71 Abs. 3 GVG (§ 70 Abs. 3 ursprüngliche Fassung. RGBl. 1877, 54) nur ermächtigt, für solche Ansprüche die ausschliessliche Zuständigkeit der Landgerichte zu begründen, die gegen den Staat wegen Verschuldung von Staatsbeamten erhöben wurden, und für Ansprüche gegen Beamte wegen Überschreitung ihrer amtlichen Befugnisse, an deren Stelle Ansprüche gegen die öffentlichen Körperschaften wiederum nur traten, wenn die Beamten schuldhaft gehandelt hatten (vgl. RGZ 107, 61; 145, 183).

    Die Bestimmung bezieht sich aber nur auf Ansprüche gegen den Staat, nicht gegen sonstige öffentliche Körperschaften, und es ist im Hinblick auf den Ausnahmecharakter der Bestimmung des § 71 Abs. 3 (70 Abs. 3) GVG nicht zulässig, sie über den Wortlaut hinaus auch auf Ansprüche gegen andere öffentlich-rechtliche Körperschaften zu erstrecken Das hat das Reichsgericht für § 39 Abs. 1 PrAG GVG (GS 1878, 230), wo von Ansprüchen gegen den Landesfiskus die Rede ist, hinsichtlich eines Amtshaftungsanspruchs gegen einen Kommunalverband in RGZ 107, 61 und hinsichtlich des Gehaltsanspruchs eines Kommunalbeamten in RGZ 145, 183 entschieden.

  • RG, 27.01.1933 - VII 343/32

    1. Zum Begriff der "Ansprüche gegen den Staat wegen Verfügungen der …

    Auszug aus BGH, 08.06.1953 - III ZR 313/51
    Für einen aus schuldlos rechtswidriger Amtshandlung hergeleiteten Entschädigungsanspruch kann die ausschliessliche Zuständigkeit der Landgerichte dann begründet sein, wenn ein Land von der Ermächtigung des § 71 Abs. 3 GVG Gebrauch gemacht hat, Ansprüche wegen Verfügungen der Verwaltungsbehörden den Landgerichten ausschliesslich zuzuweisen (vgl. RGZ 139, 278 [282/83]).
  • AG Brandenburg, 07.10.2014 - 31 C 222/14

    Zur Frage der ausschließlichen Zuständigkeit der Landgerichte gemäß § 71 Abs. 3 …

    Soweit der ordentliche Rechtsweg nämlich gegeben und gesetzlich nichts anderes bestimmt ist, sind die Landgerichte gemäß § 71 Abs. 3 GVG in Verbindung mit § 9 Abs. 1 BbgGerOrgG ohne Rücksicht auf den Wert des Streitgegenstandes ausschließlich zuständig für Ansprüche gegen den Staat oder eine Körperschaft des öffentlichen Rechts wegen Verfügungen der Verwaltungsbehörden - so wie hier der "Landesjustizkasse" als integrierte Abteilung der Landeshauptkasse - und für Ansprüche wegen öffentlicher Abgaben (vgl. zu § 9 Abs. 1 BbgGerOrgG u.a. auch noch: OLG Brandenburg, Beschluss vom 14.12.2006, Az.: 69/06, u. a. in: "juris"; vgl. zu § 5 AGGVG des Landes Rheinland-Pfalz u. a.: LG Kaiserslautern, Urteil vom 25.2.2014, Az.: 2 O 494/13, u. a. in: NZI 2014, Seite 457 = BeckRS 2014, Nr.: 06043; LG Kaiserslautern, Urteil vom 04.02.2014, Az.: 2 O 494/10, u. a. in: BeckRS 2014, Nr.: 07109 vgl. zu § 16 JustizG des Landes Sachsen u. a.: LG Dresden, ZInsO 2012, Seiten 2345 f. = ZIP 2012, Seiten 2521 f. = MDR 2013, Seite 622; LG Dresden, MDR 2012, Seite 678 = ZInsO 2012, Seiten 742 f. = ZIP 2012, Seite 1152; LG Chemnitz, Beschluss vom 05.04.2006, Az.: 3 T 201/06, u. a. in: BeckRS 2012, Nr.: 06922; vgl. zu § 71 Abs. 3 GVG u. a.: BGH, Urteil vom 16.01.1967, Az.: III ZR 116/64, u. a. in: VersR 1967, Seite 470 = "juris"; BGH, Urteil vom 18.11.1957, Az.: III ZR 110/56, u. a. in: LM § 547 Abs. 1 Ziff. 2 ZPO Nr. 9; BGH, Urteil vom 22.11.1954, Az.: III ZR 111/53, u. a. in: NJW 1955, Seite 181 = BGHZ 15, Seiten 221 ff.; BGH, Urteil vom 08.06.1953, Az.: III ZR 313/51, u. a. in: LM § 71 GVG, Nr. 5; Reichsgericht, Urteil vom 02.10.1934, Az.: III 39/34, u. a. in: RGZ Band 145, Seiten 182 f.; Reichsgericht, Urteil vom 27.01.1933, Az.: VII 343/32, u. a. in: RGZ Band 139, Seiten 278 ff.; Reichsgericht, Urteil vom 07.02.1918, Az.: VI 375/17, u. a. in: RGZ Band 92, Seiten 172 ff.; OLG Brandenburg, Beschluss vom 14.12.2006, Az.: 69/06, u. a. in: "juris"; AG Brandenburg an der Havel, Verweisungsbeschluss vom 28.08.2006, Az: 31 C 54/06), so dass sich das angegangene Amtsgericht Brandenburg an der Havel somit hier jetzt auch auf Antrag der Prozessbevollmächtigten des Antragstellers vom 08.09.2014 für örtlich und sachlich unzuständig zu erklären hat und das Verfahren an das sachlich und örtlich zuständige Landgericht Potsdam zu verweisen ist.
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