Rechtsprechung
| BGH, 09.05.1960 - III ZR 57/59 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1960, 1618
- MDR 1960, 744
- DVBl 1960, 559
- DVBl 1960, 943
Wird zitiert von ... (10)
- BVerwG, 28.02.1961 - I C 54.57
Endiviensalat
Diese "Pflichtigkeit" (BGH, NJW 1960 S. 1618 [1619]) kann unter gegebenen Umständen zur Pflicht des Eigentümers werden und ihm die Duldung von öffentlich-rechtlichen Beschränkungen und Einwirkungen auf sein Eigentum auferlegen, die bis zur Vernichtung der Gegenstände selbst gehen können. - BGH, 08.11.1962 - III ZR 86/61
Berechnung der Enteignungsentschädigung für ein Grundstück
Es liegt nahe, dass mit einer die Bebauung einschränkenden oder ausschließenden Planung umso eher zu rechnen ist, je stärker derartige, durch künftige Planung eintretende Beschränkungen von der "Situationsgebundenheit" gefordert werden und daher der sich daraus ergebenden "Pflichtigkeit" entsprechen, solche Beschränkungen als Eigentumsbegrenzung entschädigungslos hinzunehmen (vgl. zur Frage der entschädigungslos hinzunehmenden Planung die Zusammenstellung der Rechtsprechung in BGHZ 30, 338, 341, 344; BGH, Urteil vom 09. Juni 1960 - III ZR 57/59, LM Nr. 25 zu GG . Art. 14 (Ce) = NJW 1960, 1618). - BVerwG, 27.01.1967 - IV C 33.65
Erweiterung bzw. Verfestigung einer Splittersiedlung als öffentlicher Belang; …
1958, 385]; vom 25. Juni 1959 - III ZR 220/57 - [BGHZ 30, 336 [BGH 25.09.1959 - IV ZR 84/59]]; vom 9. Mai 1960 - III ZR 57/59 - [NJW 1960, 1618] und vom 30. September 1963 - III ZR 59/61 - [NJW 1964, 202]).
- BGH, 12.06.1975 - III ZR 158/72
Voraussetzungen einer Entschädigung wegen aufgehobener oder geänderter Nutzung
Das zeigt gerade der hier zu beurteilende Fall, daß in einem gemischten Baugebiet, also einem Gebiet mit doppelter Nutzbarkeit, eine bisher zulässige Nutzungsart im Hinblick auf § 34 BBauG unzulässig wird und ein Grundstückseigentümer, der diese Nutzungsart auf seinem Grundstück verwirklicht hatte, davon betroffen wird (vgl. dazu Senatsurteile vom 10. Dezember 1957 - III ZR 160/56 - LM GrundG Art. 14 Nr. 71; vom 9. Mai 1960 - III ZR 57/59 - NJW 1960, 1618; vom 11. Dezember 1961 - III ZR 110/60 - WM 1962, 307;… s. auch Meyer/Stich/Tittel § 44 Rdn. 9). - BGH, 25.09.1980 - III ZR 18/79
Enteignungsentschädigung bei Veränderungssperre; Rechtswidrigkeit einer …
Eine auf § 3 BauRegVO gestützte Ablehnung des Baugesuchs wegen entgegenstehender öffentlicher Belange hätte nur die Sozialbindung des Grundstücks zum Ausdruck gebracht und die Klägerin zu einer Enteignungsentschädigung nicht berechtigt (Senatsurteil vom 9. Mai 1960 - III ZR 57/59 = NJW 1960, 1618). - BGH, 13.07.1967 - III ZR 11/65
Klage auf Schadensersatz infolge Versagung einer Bauerlaubnis - Vorliegen einer …
Februar 1958 - III ZR 152/56 = WM 1958, 847, 25. Juni 1959 - III ZR 220/57 - BGHZ 30, 338 [BGH 25.06.1959 - III ZR 220/57] , 9. Mai 1960 - III ZR 57/59 = LM GG Art. 14 Ce Nr. 25, 9.Hierunter füllt nicht nur die sich von selbst verstehende Berechtigung zu Instandssetzungsarbeiten, sondern - im Rahmen der alle in Betracht kommenden Bauwilligen treffenden Bauvorschriften - auch die Berechtigung, ein baufällig gewordenes Gebäude abzureißen und in den gleichen Ausmaßen und der gleichen Gestaltung wieder aufzubauen - so hat, wie der Senat in den bereits erwähnten Entscheidungen vom 10. Dezember 1957 - III ZR 160/56 und 9. Mai 1960 - III ZR 57/59 - entschieden hat, ein mit gewerblichen und Wohnbauten besetztes Grundstück seine Zweckbestimmung beibehalten, auch wenn die auf ihm errichteten Gebäude im Krieg weitgehend zerstört worden waren -.
- BGH, 28.11.1960 - III ZR 139/59
Schadensersatz wegen Amtspflichtverletzung bei Veränderung der Baulandqualität - …
Denn die Beklagte hat niemals bestritten, sondern im letzten Bescheid ausdrücklich anerkannt, daß sie die bisherige Nutzung des Grundstücks durch den Kläger nicht beanstande und nicht beeinträchtige (vgl. dazu BGHZ 30, 338 [BGH 25.06.1959 - III ZR 220/57] - Freiburger Bausperrurteil; III ZR 79/59 vom 9. Mai 1960 = NJW 1960, 1519; III ZR 57/59 vom 9. Mai 1960 = NJW 1960, 1618; Pagendarm Abschnitt II 5 c in DRiZ 1960, 314). - BGH, 24.01.1963 - III ZR 92/61
Rechtsmittel
Es liegt nahe, daß mit einer die Bebauung einschränkenden oder ausschließenden Planung umso eher zu rechnen ist, je stärker derartige, durch künftige Planung eintretende Beschränkungen von der "Situationsgebundenheit" gefordert werden und daher der sich daraus ergebenden "Pflichtigkeit" entsprechen, solche Beschränkungen als Eigentumsbegrenzung entschädigungslos hinzunehmen (vgl. zur Frage der entschädigungslos hinzunehmenden Planung die Zusammenstellung der Rechtsprechung in BGHZ 30, 338, 341 [BGH 25.06.1959 - III ZR 220/57]/344; BGH Urteil vom 9. Juni 1960 III ZR 57/59 = LM Nr. 25 zu GG Art. 14 (Ce) = NJW 1960, 1618). - BGH, 20.03.1975 - III ZR 16/72
Bewertung einer faktischen Bausperre als enteignungsgleichen Eingriff in das …
Fehl geht daher der Hinweis der Revision auf das Senatsurteil NJW 1960, 1618, das Grundstücke betraf, die im Wirtschafts- und Aufbauplan der beteiligten Gemeinde nicht als Baugebiet ausgewiesen waren (…a.a.O. S. 1620 li. Spalte). - BGH, 23.04.1964 - III ZR 170/62 Denn angesichts der in Ent eignungssachen stets gebotenen wirtschaftlichen Betrachtungsweise (BGHZ 3o, 338, 35o) kann auch die Frage, ob dem von einer Maßnahme Betroffenen ein Sonderopfer, eine fühlbare Beeinträchtigung von Vermögenswerten, auf erlegt worden ist, nur nach wirtschaftlich vernünftigen Gesichtspunkten beurteilt werden (BGH Urteil vom 3o. Mai 196o - III ZR 57/59 = MDR i960, looo).
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