Rechtsprechung
| BGH, 22.04.1968 - III ZR 59/66 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Unfall als Folge des Absackens einer den Gehweg befestigenden Platte - Fehlen von zureichender Beleuchtung - Verletzung der Verkehrssicherungspflicht für öffentliche Straßen - Straßenbaulast als öffentlich-rechtliche Pflicht
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- VersR 1968, 749
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (4)
- BGH, 20.03.1967 - III ZR 29/65
Keine Ansprüche Einzelner aus Straßenbaulast
Auszug aus BGH, 22.04.1968 - III ZR 59/66
Ferner folgt eine Streupflicht grundsätzlich nicht aus der Straßenbaulast, wohl aber aus der Straßenverkehrssicherungspflicht, soweit nicht polizeiliche Pflichten vorgehen Gewiß gehören der Bau und die Unterhaltung öffentlicher Straßen zur hoheitlichen Daseinsvorsorge der öffentlichen Hand, wie der Senat mehrfach bestätigt hat (vgl. BGH Warn 1966 Nr. 50 = LM Nr. 46 zu § 823 -E a- BGB; 1967 Nr. 76 = NJW 1967, 1325).Dort wird in der Begründung zu § 9 in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung (BGH Urt. v. 20. März 1967 - III ZR 29/65 = VersR 1967, 604 = BGH Warn 1967 Nr. 76) und entsprechend der einhelligen Auffassung des Schrifttums zunächst die Straßenbaulast als eine öffentlich-rechtliche, nur der Wegeaufsichtsbehörde gegenüber bestehende Pflicht bezeichnet, in Beziehung auf Bau-, Gestaltung und Unterhaltung öffentlicher Wege alles Erforderliche zu veranlassen.
- BGH, 30.04.1953 - III ZR 377/51
Verkehrssicherung bei Wasserstraßen
Auszug aus BGH, 22.04.1968 - III ZR 59/66
Das ist ständige Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofes (vgl. BGHZ 9, 373), von der abzugehen der Senat auch unter Berücksichtigung der Ausführungen des Berufungsgerichts keinen Anlaß findet. - BGH, 09.11.1967 - III ZR 98/67
Rechtsgrundlage für Haftung wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht für …
Auszug aus BGH, 22.04.1968 - III ZR 59/66
Der Senat hat diese Erwägungen zuletzt unter Anführung von Rechtsprechung und Schrifttum in seiner Entscheidung von 9. November 1967 - III ZR 98/67 - nochmals näher dargelegt (VersR 1968, 72; NJW 1968, 443; BGH Warn 1967 Nr. 239); darauf darf verwiesen werden. - BGH, 12.11.1964 - III ZR 121/64
Auszug aus BGH, 22.04.1968 - III ZR 59/66
Unerheblich ist der Hinweis des Berufungsgerichts auf die Reinigungs- und Streupflicht, Insoweit begründet die Sondervorschrift in § 52 des Niedersächsischen Straßengesetzes vom 14. Dezember 1962 eindeutig eine öffentlich-rechtliche Pflicht, wie der Senat bereits entschieden hat (BGH Urt. v. 12. November 1964 - III ZR 121/64 = BGH Warn 1964, 258 = VersR 1965, 68).
- BGH, 17.03.1983 - III ZR 16/82
Umfang der Schneeräumungspflicht
Der Inhalt der Straßenverkehrssicherungspflicht geht dahin, auch die öffentlichen Verkehrswege - ebenso wie alle sonstigen einem Verkehr eröffneten Räume oder Sachen - möglichst gefahrlos zu gestalten und zu erhalten und im Rahmen des Zumutbaren alles zu tun, um den Gefahren zu begegnen, die aus einem nicht ordnungsgemäßen Zustand der Straßen drohen (stRspr, vgl. Senatsurteilevom 22. April 1968 - III ZR 59/66 - VersR 1968, 749 und BGHZ 60, 54, 55 f.) [BGH 18.12.1972 - III ZR 121/70]. - BGH, 15.10.1974 - VI ZR 181/73
Zulässigkeit des Auftrags- und Bereicherungsrechts - Zivilrechtsweg - Schaden des …
Die mit der Straßenbaulast übertragene öffentlich-rechtliche, der Wegeaufsichtsbehörde gegenüber bestehende Pflicht, in Beziehung auf Bau, Gestaltung, Einrichtung und Unterhaltung der Bundesfernstraße das Erforderliche zu veranlassen (vgl. die amtliche Begründung BT-Drucks. I/4248 zu § 3), ist eine hoheitliche Aufgabe im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge, durch die Belange der Allgemeinheit wahrgenommen werden (BGH Urteile vom 20. März 1967 - III ZR 29/65 = VersR 1967, 604, 605 m. w.Nachw.; vom 9. November 1967 - III ZR 98/67 = VersR 1968, 72, 74; vom 22. April 1968 - III ZR 59/66 = VersR 1968, 749, 750; vom 11. Juli 1972 - III ZR 129/70 = VersR 1973, 249, 250; BVerwG vom 17. November 1972 - BVerwG IV C 21.69 = Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 16). - BGH, 22.04.1971 - III ZR 25/68
Verkehrssicherungspflicht - Zebrastreifen - Unkenntlichkeit - Gefahr
§ 10 Abs. 1 des Niedersächsischen Straßengesetzes, eingefügt durch das Gesetz zur Änderung des genannten Gesetzes vom 30. Dezember 1965 (GVBl 280), wo es heißt, daß der Bau, die Unterhaltung und die Überwachung der Verkehrssicherheit aller öffentlichen Straßen den Bediensteten der damit befaßten Körperschaften als Amtspflicht in Ausübung öffentlicher Gewalt obliegen, hat keine rückwirkende Kraft (Urteile des erkennenden Senats vom 22. April 1968 - III ZR 59/66 = VersR 1968, 749 und vom 30. September 1968 - III ZR 83/66). - BGH, 30.09.1968 - III ZR 83/66
Verkehrssicherungspflicht für öffentliche Straßen - Privatrechtlicher Anspruch …
Der Senat hat diese Rechtslage zuletzt im Rechtsstreit der Allgemeinen Ortskrankenkasse Wi. gegen die Stadt Wi. im Urteil vom 22. April 1968 (III ZR 59/66 = VersR 1968, 749) näher dargelegt. - BGH, 30.09.1968 - III ZR 96/66
Klage gegen den Unfallverursacher auf Ersatz gezahlter …
Das ist ständige Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofes (vgl. BGHZ 9, 373;… zuletzt BGH Urt. v. 9. November 1967 - III ZR 98/67 = NJW 1968, 443 = BGH Warn 1967 Nr. 239 und Urt. v. 22. April 1968 - III ZR 59/66 = VersR 1968, 749), auch des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG 14, 304).
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