Rechtsprechung
| BGH, 18.02.1970 - IV ZR 1005/68 |
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Kurzfassungen/Presse (2)
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Verkehrsunfallflucht - Aufklärungspflicht - Aufklärungsinteresse
- RIS Bundeskanzleramt Österreich (Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1970, 1082
- MDR 1970, 575
- VersR 1970, 458
- DB 1970, 927
Wird zitiert von ... (16) Zitiert selbst (1)
- BGH, 16.01.1970 - IV ZR 645/68
Verwirkung des Versicherungsschutzes
Auszug aus BGH, 18.02.1970 - IV ZR 1005/68
Das Verschulden des Klägers war weder gering, noch war sein Verhalten ungeeignet, die Interessen des Versicherers in ernster Weise zu gefährden (vgl, Urteil des erkennenden Senats vom 160 Januar 1970 - IV ZR 645/68 - VersR 1970, 241), Von einem nur leichten Versagen des Klägers, der unter dem Eindruck des angerichteten Schadens sofort die Unfallstolle verlassen hat, kann auch bei Berücksichtigung seines an getrunkenen Zustands nicht gesprochen werden.
- AG Brandenburg, 28.04.2025 - 31 C 159/24
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Obliegenheitsverletzung, Schutzgesetz, …
Rn. 57 Die herrschende Rechtsprechung (BGH, Urteil vom 01.12.1999, Az.: IV ZR 71/99; BGH, Urteil vom 15.12.1982, Az.: IVa ZR 33/81; BGH, Urteil vom 12.11.1975, Az.: IV ZR 5/74; BGH, Urteil vom 18.02.1970, Az.: IV ZR 1005/68; BGH, Urteil vom 05.05.1969, Az.: IV ZR 532/68; OLG Karlsruhe, Urteil vom 20.01.2022, Az.: 12 U 267/21) geht nämlich davon aus, dass auch ohne ausdrückliche vertragliche Vereinbarung des Inhalts, die Unfallstelle nicht zu verlassen, die vertragliche Aufklärungsobliegenheit die strafrechtlich sanktionierte Rechtspflicht mit umfasst, weil es sich bei dieser um eine elementare, allgemeine und jedem Versicherungsnehmer und Kraftfahrer bekannte Pflicht handelt.Rn. 58 Schon das bloße Verlassen der Unfallstelle stellt somit stets eine Verletzung der Aufklärungsobliegenheit in der Kfz-Haftpflichtversicherung dar, wenn dadurch der objektive und subjektive Tatbestand des § 142 StGB erfüllt wird (BGH, Urteil vom 01.12.1999, Az.: IV ZR 71/99; BGH, Urteil vom 10.07.1996, Az.: IV ZR 287/95; BGH, Urteil vom 15.04.1987, Az.: IVa ZR 28/86; BGH, Urteil vom 15.12.1982, Az.: IVa ZR 33/81; BGH, Urteil vom 12.11.1975, Az.: IV ZR 5/74; BGH, Urteil vom 18.02.1970, Az.: IV ZR 1005/68; BGH, Urteil vom 05.05.1969, Az.: IV ZR 532/68; BGH, Urteil vom 08.05.1958, Az.: II ZR 1/57; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.07.2024, Az.: 5 U 102/23; OLG Brandenburg, Urteil vom 24.05.2007, Az.: 12 U 205/06; KG Berlin, Urteil vom 27.01.2003, Az.: 22 U 333/01; OLG Köln, Urteil vom 24.11.1998, Az.: 9 U 97/98; OLG Hamm, Urteil vom 23.09.1992, Az.: 20 U 65/92; OLG Köln, Urteil vom 17.02.1970, Az.: 3 U 136/69; LG Berlin, Urteil vom 10.07.2008, Az.: 17 S 85/07; LG Berlin, Urteil vom 06.102005, Az.: 17 O 576/04; LG Marburg, Urteil vom 21.03.2001, Az.: 5 S 193/00).
Rn. 59 Auch ohne ausdrückliche vertragliche Vereinbarung ist nämlich davon auszugehen, dass die vertragliche Aufklärungsobliegenheit die strafrechtlich sanktionierte Rechtspflicht mit umfasst (BGH, Urteil vom 01.12.1999, Az.: IV ZR 71/99; BGH, Urteil vom 10.07.1996, Az.: IV ZR 287/95; BGH, Urteil vom 15.04.1987, Az.: IVa ZR 28/86; BGH, Urteil vom 15.12.1982, Az.: IVa ZR 33/81; BGH, Urteil vom 12.11.1975, Az.: IV ZR 5/74; BGH, Urteil vom 18.02.1970, Az.: IV ZR 1005/68; BGH, Urteil vom 05.05.1969, Az.: IV ZR 532/68; BGH, Urteil vom 08.05.1958, Az.: II ZR 1/57; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.07.2024, Az.: 5 U 102/23; OLG Brandenburg, Urteil vom 24.05.2007, Az.: 12 U 205/06; KG Berlin, Urteil vom 27.01.2003, Az.: 22 U 333/01; OLG Köln, Urteil vom 24.11.1998, Az.: 9 U 97/98; OLG Hamm, Urteil vom 23.09.1992, Az.: 20 U 65/92; OLG Köln, Urteil vom 17.02.1970, Az.: 3 U 136/69; LG Berlin, Urteil vom 10.07.2008, Az.: 17 S 85/07; LG Berlin, Urteil vom 06.102005, Az.: 17 O 576/04; LG Marburg, Urteil vom 21.03.2001, Az.: 5 S 193/00).
Dessen Aufklärungsinteresse wird durch § 142 StGB "gewissermaßen durch eine Reflexwirkung geschützt, weil die Strafvorschrift auf dem Weg über die polizeilichen Ermittlungen mittelbar auch dem Versicherer zugutekommt, indem er das Ergebnis dieser Ermittlungen verwerten kann" (BGH, Urteil vom 01.12.1999, Az.: IV ZR 71/99; BGH, Urteil vom 15.12.1982, Az.: IVa ZR 33/81; BGH, Urteil vom 12.11.1975, Az.: IV ZR 5/74; BGH, Urteil vom 18.02.1970, Az.: IV ZR 1005/68; BGH, Urteil vom 05.05.1969, Az.: IV ZR 532/68).
Rn. 62 Grundsätzlich ist daher von einer Verletzung der Aufklärungsobliegenheit auszugehen, falls dem Versicherungsnehmer eine Unfallflucht vorzuwerfen ist (BGH, Urteil vom 01.12.1999, Az.: IV ZR 71/99; BGH, Urteil vom 10.07.1996, Az.: IV ZR 287/95; BGH, Urteil vom 15.04.1987, Az.: IVa ZR 28/86; BGH, Urteil vom 15.12.1982, Az.: IVa ZR 33/81; BGH, Urteil vom 12.11.1975, Az.: IV ZR 5/74; BGH, Urteil vom 18.02.1970, Az.: IV ZR 1005/68; BGH, Urteil vom 05.05.1969, Az.: IV ZR 532/68; BGH, Urteil vom 08.05.1958, Az.: II ZR 1/57; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.07.2024, Az.: 5 U 102/23; KG Berlin, Beschluss vom 24.11.2023, Az.: 14 U 142/23; OLG Naumburg, Urteil vom 21.06.2012, Az.: 4 U 85/11; OLG Brandenburg, Urteil vom 24.05.2007, Az.: 12 U 205/06; KG Berlin, Urteil vom 27.01.2003, Az.: 22 U 333/01; OLG Köln, Urteil vom 24.11.1998, Az.: 9 U 97/98; OLG Hamm, Urteil vom 23.09.1992, Az.: 20 U 65/92; OLG Stuttgart, Beschluss vom 25.08.1977, Az.: 4 Ss (5) 337/77; OLG Köln, Urteil vom 17.02.1970, Az.: 3 U 136/69; LG Detmold, Beschluss vom 30.10.2012, Az.: 10 S 143/12; LG Berlin, Urteil vom 10.07.2008, Az.: 17 S 85/07; LG Berlin, Urteil vom 06.10.2005, Az.: 17 O 576/04; LG Marburg, Urteil vom 21.03.2001, Az.: 5 S 193/00; AG Einbeck, Urteil vom 08.01.2021, Az.: 2 C 280/19).
Rn. 63 Das gilt - weil der Bundesgerichtshof davon ausgeht, dass der Versicherungsnehmer zwischen der Verwirklichung des Tatbestands der Unfallflucht und der Verletzung der versicherungsrechtlichen Aufklärungsobliegenheit nicht trennt - auch dann, wenn die Haftungslage eindeutig ist (BGH, Urteil vom 01.12.1999, Az.: IV ZR 71/99; BGH, Urteil vom 10.07.1996, Az.: IV ZR 287/95; BGH, Urteil vom 15.04.1987, Az.: IVa ZR 28/86; BGH, Urteil vom 15.12.1982, Az.: IVa ZR 33/81; BGH, Urteil vom 12.11.1975, Az.: IV ZR 5/74; BGH, Urteil vom 18.02.1970, Az.: IV ZR 1005/68; BGH, Urteil vom 05.05.1969, Az.: IV ZR 532/68; BGH, Urteil vom 08.05.1958, Az.: II ZR 1/57; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.07.2024, Az.: 5 U 102/23; KG Berlin, Beschluss vom 24.11.2023, Az.: 14 U 142/23; OLG Naumburg, Urteil vom 21.06.2012, Az.: 4 U 85/11; OLG Brandenburg, Urteil vom 24.05.2007, Az.: 12 U 205/06; KG Berlin, Urteil vom 27.01.2003, Az.: 22 U 333/01; OLG Köln, Urteil vom 24.11.1998, Az.: 9 U 97/98; OLG Hamm, Urteil vom 23.09.1992, Az.: 20 U 65/92; OLG Stuttgart, Beschluss vom 25.08.1977, Az.: 4 Ss (5) 337/77; OLG Köln, Urteil vom 17.02.1970, Az.: 3 U 136/69; LG Detmold, Beschluss vom 30.10.2012, Az.: 10 S 143/12; LG Berlin, Urteil vom 10.07.2008, Az.: 17 S 85/07; LG Berlin, Urteil vom 06.10.2005, Az.: 17 O 576/04; LG Marburg, Urteil vom 21.03.2001, Az.: 5 S 193/00; AG Einbeck, Urteil vom 08.01.2021, Az.: 2 C 280/19).
Rn. 69 Auch das Aussteigen und fertigen von Lichtbildern von den am Unfall beteiligten Fahrzeugen entspricht nicht den Anforderungen einer ausreichenden Aufklärung des Unfallgeschehens durch den Unfallverursacher (BGH, Urteil vom 01.12.1999, Az.: IV ZR 71/99; BGH, Urteil vom 10.07.1996, Az.: IV ZR 287/95; BGH, Urteil vom 15.04.1987, Az.: IVa ZR 28/86; BGH, Urteil vom 15.12.1982, Az.: IVa ZR 33/81; BGH, Urteil vom 12.11.1975, Az.: IV ZR 5/74; BGH, Urteil vom 18.02.1970, Az.: IV ZR 1005/68; BGH, Urteil vom 05.05.1969, Az.: IV ZR 532/68; BGH, Urteil vom 08.05.1958, Az.: II ZR 1/57; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.07.2024, Az.: 5 U 102/23; KG Berlin, Beschluss vom 24.11.2023, Az.: 14 U 142/23; OLG Naumburg, Urteil vom 21.06.2012, Az.: 4 U 85/11; OLG Brandenburg, Urteil vom 24.05.2007, Az.: 12 U 205/06; KG Berlin, Urteil vom 27.01.2003, Az.: 22 U 333/01; OLG Köln, Urteil vom 24.11.1998, Az.: 9 U 97/98; OLG Hamm, Urteil vom 23.09.1992, Az.: 20 U 65/92; OLG Stuttgart, Beschluss vom 25.08.1977, Az.: 4 Ss (5) 337/77; OLG Köln, Urteil vom 17.02.1970, Az.: 3 U 136/69; LG Detmold, Beschluss vom 30.10.2012, Az.: 10 S 143/12; LG Berlin, Urteil vom 10.07.2008, Az.: 17 S 85/07; LG Berlin, Urteil vom 06.10.2005, Az.: 17 O 576/04; LG Marburg, Urteil vom 21.03.2001, Az.: 5 S 193/00; AG Einbeck, Urteil vom 08.01.2021, Az.: 2 C 280/19).
Verlässt ein Versicherungsnehmer bzw. ein berechtigter Fahrer - wie hier der Beklagte - nach einem Verkehrsunfall aber den Unfallort, ohne zuvor die konkrete Feststellung seiner sämtlichen Personalien nachvollziehbar zu ermöglichen, verletzt er bereits seine Obliegenheit aus dem Versicherungsvertrag (BGH, Urteil vom 01.12.1999, Az.: IV ZR 71/99; BGH, Urteil vom 10.07.1996, Az.: IV ZR 287/95; BGH, Urteil vom 15.04.1987, Az.: IVa ZR 28/86; BGH, Urteil vom 15.12.1982, Az.: IVa ZR 33/81; BGH, Urteil vom 12.11.1975, Az.: IV ZR 5/74; BGH, Urteil vom 18.02.1970, Az.: IV ZR 1005/68; BGH, Urteil vom 05.05.1969, Az.: IV ZR 532/68; BGH, Urteil vom 08.05.1958, Az.: II ZR 1/57; OLG Saarbrücken, Urteil vom 31.07.2024, Az.: 5 U 102/23; KG Berlin, Beschluss vom 24.11.2023, Az.: 14 U 142/23; OLG Naumburg, Urteil vom 21.06.2012, Az.: 4 U 85/11; OLG Brandenburg, Urteil vom 24.05.2007, Az.: 12 U 205/06; KG Berlin, Urteil vom 27.01.2003, Az.: 22 U 333/01; OLG Köln, Urteil vom 24.11.1998, Az.: 9 U 97/98; OLG Hamm, Urteil vom 23.09.1992, Az.: 20 U 65/92; OLG Köln, Urteil vom 17.02.1970, Az.: 3 U 136/69; LG Detmold, Beschluss vom 30.10.2012, Az.: 10 S 143/12; LG Berlin, Urteil vom 10.07.2008, Az.: 17 S 85/07; LG Berlin, Urteil vom 06.10.2005, Az.: 17 O 576/04; LG Marburg, Urteil vom 21.03.2001, Az.: 5 S 193/00; AG Einbeck, Urteil vom 08.01.2021, Az.: 2 C 280/19).
- BGH, 01.12.1999 - IV ZR 71/99
Einordnung einer Unfallflucht im Sinne von § 142 StGB auch bei eindeutiger …
Daß er mit ihrer Verletzung auch den Leistungsanspruch gegen seinen Versicherer gefährden kann, drängt sich ihm schon deshalb auf, weil der Kraftfahrer weiß, daß sein Versicherer bei einem Schadensfall stets ein Interesse an der vollständigen Aufklärung des Unfallhergangs und der Unfallursachen hat, das er mit dem Verlassen des Unfallorts nachhaltig beeinträchtigt (…vgl. auch BGH, Urteile vom 15. Dezember 1982 - IVa ZR 33/81 - aaO unter II 3; vom 18. Februar 1970 - IV ZR 1005/68 - VersR 1970, 458 f. …und vom 8. Mai 1958 - II ZR 1/57 - aaO unter 2 b). - OLG München, 19.12.2007 - 7 U 3009/04
Zur zusätzlichen Aufklärungspflichtverletzung wegen Verschweigens von …
Daher wird im Zivilrecht zwar angenommen, dass der Irrtum über grundlegende Anforderungen des Rechts (Rechtsblindheit) den Vorsatz unberührt lässt (BGH NJW 1970, 1082).
- OLG Stuttgart, 15.07.2008 - 6 U 8/06
Verbraucherdarlehensvertrag zur Finanzierung einer Beteiligung an einem …
Damit beruhte die Änderung der Vertriebskostenzahlung entgegen den Spekulationen verschiedener Mitarbeiter der W. also nicht darauf, dass die Vertriebsschädlichkeit der Höhe der Provisionen gezielt "versteckt" werden sollte, was es nahe gelegt hätte, dass der Mitinitiator N. weiterhin davon ausgegangen wäre, dass es sich wie bis Fonds XX um - sicher nicht ohne Grund offengelegte - Provisionen gehandelt hat oder dass zumindest Rechtsblindheit (…vgl. hierzu Westermann in Erman BGB 12. Auflage § 276 Rdnr. 8) über grundlegende Anforderungen des Rechts vorgelegen hätte, also dass sich der Irrtum auf elementare, allgemein bestehende und bekannte Pflichten, die schlechthin verbindlich sind (BGH NJW 1970, 1082), bezogen hätte. - OLG München, 08.07.2008 - 18 U 2280/08
Allgemeines Persönlichkeitsrecht und Kunstfreiheit: Voraussetzungen eines …
Es reicht, dass dem Handelnden ein allgemeines Verbot bewusst ist (BGH NJW 1970, 1082). - BGH, 09.02.1972 - IV ZR 61/71
Kausalität der Entfernung des wartepflichtigen Versicherungsnehmers vom Unfallort
Im wesentlichen liegt es hier wie in der auch vom Berufungsgericht gesehenen Entscheidung des erkennenden Senats vom 18. Februar 1970 (VersR 1970, 458). - LG Berlin, 28.02.2013 - 41 O 95/12
Zur Leistungsfreiheit des Kfz-Kaskoversicherers nach Verlassen des Unfallortes …
Die in § 142 StGB normierten Aufklärungs- und Wartepflichten stellen allgemeine und jedem Versicherungsnehmer bekannte Pflichten dar (vgl. BGH, VersR 1983, 258; NJW 1970, 1082).Der erforderliche Vorsatz liegt angesichts der allgemeinen Kenntnis bezüglich der Verhaltenspflichten des § 142 StGB vor (vgl. BGH, VersR 1983, 258; NJW 1970, 1082), jedenfalls als bedingter Vorsatz (…vgl. Stiefel/Maier, AkB, E Rn. 142).
- BGH, 09.02.1972 - IV ZR 210/69
Gewährung von Versicherungsschutz wegen eines Verkehrsunfallschadens - …
Das Berufungsgericht hat damit im Ergebnis in dieser Frage, die ihm Anlaß zur Zulassung der Revision gegeben hat, ebenso entschieden wie der erkennende Senat in seinem späteren Urteil vom 18. Februar 1970 (IV ZR 1005/68 = VersR 1970, 458).Insbesondere für Verletzungen der Aufklärungspflicht durch Infallflucht ist entschieden worden, daß der Versicherer Leistungsfreiheit nur beanspruchen darf, wenn der Verstoß geeignet war, seine berechtigten Interessen ernsthaft zu gefährden, und den Versicherungsnehmer ein erhebliches Verschulden trifft (BGH NJW 1970, 861 = VersR 1970, 410; VersR 1970, 458; 561; 801; 997; VersR 1971, 659).
- BGH, 15.12.1982 - IVa ZR 33/81
Anspruch auf Versicherungsschutz aus einer Haftpflichtversicherung - Ersatz von …
Für den Fall des Verstoßes gegen elementare, allgemein bestehende und bekannte Pflichten, die schlechthin verbindlich sind, solle allerdings nach Auffassung des Bundesgerichtshofes (vgl. z.B. Urteil vom 18. Februar 1970 - IV ZR 1089/68 = VersR 1970, 410, 411; Urteil vom 18. Februar 1970 - IV ZR 1005/68 = VersR 1970, 458; Urteil vom 9. Februar 1972 - IV ZR 210/69 = VersR 1972, 339, 340) dieses allgemeine Unrechtsbewußtsein den Vorsatz der Verletzung einer Pflicht gegenüber dem Versicherer mitumfassen. - LG Karlsruhe, 07.07.2021 - 21 O 510/17 Dass man nach einem solchen Unfall die Unfallstelle nicht verlassen darf, ist jedem Kraftfahrer und Versicherungsnehmer bekannt, ebenso wie auch der Umstand, dass er die Aufklärung behindert, wenn er den Unfallort verlässt (vgl. bereits BGH, Urteil vom 18. Februar 1970 - IV ZR 1005/68 --, Rn. 14 f., juris).
- LG Düsseldorf, 20.05.2008 - 10 O 206/06
- AG Köln, 19.11.2008 - 269 C 339/08
Verletzung dert Aufklärungsobliegenheit in der Kfz-Haftpflichtversicherung durch …
- BGH, 09.02.1972 - IV ZR 7/71
Leistungsbefreiung eines Versicherers auf Grund von Obliegenheitsverletzungen - …
- BGH, 29.05.1970 - IV ZR 30/69
Klagefrist - Klage - Pfändungspfandgläubiger
- LG Duisburg, 14.02.1990 - 19 O 144/89
Haftung des Frachtführers für Nässeschäden an unabgedeckter Ladung
- BGH, 13.05.1970 - IV ZR 95/69
Umfang der Haftung des Halters eines PKW - Feststellung des Vorliegens einer …
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