Rechtsprechung
| BGH, 30.03.1955 - IV ZR 210/54 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BGHZ 17, 89
- NJW 1955, 827
Wird zitiert von ... (28) Zitiert selbst (11)
- BGH, 01.02.1952 - I ZR 123/50
Belegenheit einer Forderung
Auszug aus BGH, 30.03.1955 - IV ZR 210/54
Das Landgericht stimme mit seiner Ansicht, daß auch in diesen Fällen die Forderung am Wohnsitz des Schuldners belegen sei, mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHZ 1, 109 [112, 114]; BGHZ 5, 35 = NJW 1952, 540; NJW 1952, 420 = LM Art. 7 ff EGBGB Nr. 2) überein, der ganz besondere, erheblich über die hier vorgetragenen Gründe hinausgehende Umstände fordere, falls das Recht der belegenen Sache auch für die persönliche Forderung gelten solle.Das hat der Bundesgerichtshof in seinen Entscheidungen wiederholt bemerkt (BGH NJW 1952, 540 [541] = LM Nr. 1 zu § 128 HGB mit Anm. von Wilde; BGHZ 7, 231 [234]).
Für das Schuldstatut ist im internationalen Privatrecht nach feststehender Rechtsprechung in erster Linie der ausdrückliche oder stillschweigende Parteiwille, in zweiter der sogenannten mutmaßliche (hypothetische) Parteiwille und in dritter der Erfüllungsort maßgebend (BGH NJW 1952, 540 [541] mit Nachweisen, insoweit in BGHZ 5, 35 nicht abgedruckt; BGHZ 7, 231 [234] = NJW 1953, 339 Nr. 3 und 9, 221 [222 f] = NJW 1953, 1140 Nr. 4 = LM Nr. 2 zu § 49 BinnSchG mit Anm. von Lindenmaier).
Während nun aber für die entsprechende Frage beim Währungsstatut auf den Zeitpunkt der Währungsspaltung abzustellen ist (BGH NJW 1952, 540 [541]), kann für die Frage des Schuldstatuts im interzonalen Privatrecht nur der Zeitpunkt maßgebend sein, von dem an die Rechtsentwicklung in den verschiedenen Zonen des Deutschen Reichs sich unterschiedlich entwickelt hat, also frühestens der Tag des Zusammenbruchs, der 8. Mai 1945.
In dem weiter vom Berufungsgericht angeführten Urteil des I. Zivilsenats vom 1. Februar 1952 - I ZR 123/50 - (NJW 1952, 540) ist die Frage nicht erörtert worden; dort handelte es sich um eine Gesellschaftsschuld.
Anwendung der oben wiedergegebenen Grundsätze zum Schuldstatut zunächst zu prüfen, ob sich - mangels ausdrücklicher oder stillschweigender Parteiabrede - bei einer objektiven Wertung der beiderseitigen Interessen ein Schwerpunkt feststellen läßt, der auf die eine oder die andere Rechtsordnung hinweist, bevor etwa an den Erfüllungsort oder - an Stelle eines durch die Ereignisse überholten Erfüllungsortes (BGHZ 1, 109 [112]) - an den Wohnsitz des Schuldners vom 20. Juni 1948 angeknüpft werden kann (BGH NJW 1952, 540 [541]; BGHZ 5, 302 [309-311]; BGHZ 7, 231 [234 f];… Raape, Internationales Privatrecht 3. Aufl. S. 347; vgl. hierzu auch KG NJW 1953, 29 bei Grundbesitz in Westberlin und Schuldnerwohnsitz in Westdeutschland).
- BGH, 30.09.1952 - I ZR 31/52
Interzonales Währungsrecht
Auszug aus BGH, 30.03.1955 - IV ZR 210/54
Das hat der Bundesgerichtshof in seinen Entscheidungen wiederholt bemerkt (BGH NJW 1952, 540 [541] = LM Nr. 1 zu § 128 HGB mit Anm. von Wilde; BGHZ 7, 231 [234]).Für das Schuldstatut ist im internationalen Privatrecht nach feststehender Rechtsprechung in erster Linie der ausdrückliche oder stillschweigende Parteiwille, in zweiter der sogenannten mutmaßliche (hypothetische) Parteiwille und in dritter der Erfüllungsort maßgebend (BGH NJW 1952, 540 [541] mit Nachweisen, insoweit in BGHZ 5, 35 nicht abgedruckt; BGHZ 7, 231 [234] = NJW 1953, 339 Nr. 3 und 9, 221 [222 f] = NJW 1953, 1140 Nr. 4 = LM Nr. 2 zu § 49 BinnSchG mit Anm. von Lindenmaier).
Anwendung der oben wiedergegebenen Grundsätze zum Schuldstatut zunächst zu prüfen, ob sich - mangels ausdrücklicher oder stillschweigender Parteiabrede - bei einer objektiven Wertung der beiderseitigen Interessen ein Schwerpunkt feststellen läßt, der auf die eine oder die andere Rechtsordnung hinweist, bevor etwa an den Erfüllungsort oder - an Stelle eines durch die Ereignisse überholten Erfüllungsortes (BGHZ 1, 109 [112]) - an den Wohnsitz des Schuldners vom 20. Juni 1948 angeknüpft werden kann (BGH NJW 1952, 540 [541]; BGHZ 5, 302 [309-311]; BGHZ 7, 231 [234 f];… Raape, Internationales Privatrecht 3. Aufl. S. 347; vgl. hierzu auch KG NJW 1953, 29 bei Grundbesitz in Westberlin und Schuldnerwohnsitz in Westdeutschland).
- BGH, 26.01.1951 - V ZR 43/50
Umstellung. Ost- oder Westwährung
Auszug aus BGH, 30.03.1955 - IV ZR 210/54
Das Landgericht stimme mit seiner Ansicht, daß auch in diesen Fällen die Forderung am Wohnsitz des Schuldners belegen sei, mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHZ 1, 109 [112, 114]; BGHZ 5, 35 = NJW 1952, 540; NJW 1952, 420 = LM Art. 7 ff EGBGB Nr. 2) überein, der ganz besondere, erheblich über die hier vorgetragenen Gründe hinausgehende Umstände fordere, falls das Recht der belegenen Sache auch für die persönliche Forderung gelten solle.Im Urteil des V. Zivilsenats vom 26. Januar 1951 - V ZR 43/50 - ist die Frage ausdrücklich dahingestellt geblieben (BGHZ 1, 109 [114]).
Anwendung der oben wiedergegebenen Grundsätze zum Schuldstatut zunächst zu prüfen, ob sich - mangels ausdrücklicher oder stillschweigender Parteiabrede - bei einer objektiven Wertung der beiderseitigen Interessen ein Schwerpunkt feststellen läßt, der auf die eine oder die andere Rechtsordnung hinweist, bevor etwa an den Erfüllungsort oder - an Stelle eines durch die Ereignisse überholten Erfüllungsortes (BGHZ 1, 109 [112]) - an den Wohnsitz des Schuldners vom 20. Juni 1948 angeknüpft werden kann (BGH NJW 1952, 540 [541]; BGHZ 5, 302 [309-311]; BGHZ 7, 231 [234 f];… Raape, Internationales Privatrecht 3. Aufl. S. 347; vgl. hierzu auch KG NJW 1953, 29 bei Grundbesitz in Westberlin und Schuldnerwohnsitz in Westdeutschland).
- BGH, 14.04.1953 - I ZR 152/52
Liegegeld im Binnenschiffahrtsrecht
Auszug aus BGH, 30.03.1955 - IV ZR 210/54
Für das Schuldstatut ist im internationalen Privatrecht nach feststehender Rechtsprechung in erster Linie der ausdrückliche oder stillschweigende Parteiwille, in zweiter der sogenannten mutmaßliche (hypothetische) Parteiwille und in dritter der Erfüllungsort maßgebend (BGH NJW 1952, 540 [541] mit Nachweisen, insoweit in BGHZ 5, 35 nicht abgedruckt; BGHZ 7, 231 [234] = NJW 1953, 339 Nr. 3 und 9, 221 [222 f] = NJW 1953, 1140 Nr. 4 = LM Nr. 2 zu § 49 BinnSchG mit Anm. von Lindenmaier).Denn hierbei handelt es sich nicht darum, hypothetischsubjektive Vorstellungen der Vertragsteile zu ermitteln, sondern darum, die Interessen der Beteiligten - im Wege der ergänzenden Rechtsfindung - auf objektiver Grundlage in vernünftiger Weise abzuwägen (vgl. insbesondere BGHZ 9, 221 [BGH 14.04.1953 - I ZR 152/52] [223]), also festzustellen, ob der Schwerpunkt des Schuldverhältnisses objektiv auf eine bestimmte Rechtsordnung hinweist.
- BGH, 01.02.1952 - V ZR 16/51
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 30.03.1955 - IV ZR 210/54
Das Landgericht stimme mit seiner Ansicht, daß auch in diesen Fällen die Forderung am Wohnsitz des Schuldners belegen sei, mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHZ 1, 109 [112, 114]; BGHZ 5, 35 = NJW 1952, 540; NJW 1952, 420 = LM Art. 7 ff EGBGB Nr. 2) überein, der ganz besondere, erheblich über die hier vorgetragenen Gründe hinausgehende Umstände fordere, falls das Recht der belegenen Sache auch für die persönliche Forderung gelten solle.Diese wirtschaftliche Entwicklung ist auch bei der rechtlichen Beurteilung zu berücksichtigen (BGH-Urteil vom 1. Februar 1952 V ZR 16/51 = NJW 1952, 420;… Staudinger-Kober 10. Aufl. § 1113 BGB Anm. 7).
- BGH, 03.04.1952 - IV ZR 136/51
Versorgungsvertrag
Auszug aus BGH, 30.03.1955 - IV ZR 210/54
Anwendung der oben wiedergegebenen Grundsätze zum Schuldstatut zunächst zu prüfen, ob sich - mangels ausdrücklicher oder stillschweigender Parteiabrede - bei einer objektiven Wertung der beiderseitigen Interessen ein Schwerpunkt feststellen läßt, der auf die eine oder die andere Rechtsordnung hinweist, bevor etwa an den Erfüllungsort oder - an Stelle eines durch die Ereignisse überholten Erfüllungsortes (BGHZ 1, 109 [112]) - an den Wohnsitz des Schuldners vom 20. Juni 1948 angeknüpft werden kann (BGH NJW 1952, 540 [541]; BGHZ 5, 302 [309-311]; BGHZ 7, 231 [234 f];… Raape, Internationales Privatrecht 3. Aufl. S. 347; vgl. hierzu auch KG NJW 1953, 29 bei Grundbesitz in Westberlin und Schuldnerwohnsitz in Westdeutschland). - BGH, 26.03.1953 - IV ZR 128/52
Interzonales Währungsrecht
Auszug aus BGH, 30.03.1955 - IV ZR 210/54
Dagegen hat auch der erkennende Senat schon in einer Entscheidung vom 31. Januar 1952 - IV ZR 70/51 (LM EGBGB Art. 7 ff Nr. 3) - ausdrücklich offen gelassen, ob bei einer dinglich gesicherten Forderung andere Grundsätze gelten können, als sie für die Umstellung einer rein persönlichen Forderung entwickelt worden sind (vgl. auch das Urteil vom 26. März 1953 IV ZR 128/52 = BGHZ 9, 151 [156 f]). - BGH, 20.11.1952 - IV ZR 35/52
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 30.03.1955 - IV ZR 210/54
Dieser Grundsatz ist auf das deutsche interzonale Privatrecht entsprechend anzuwenden (BGH 20.11.1952 IV ZR 35/52 = LM Nr. 7 zu Artt 7 ff EGBGB). - RG, 21.04.1939 - VII 231/37
1. Über die Voraussetzungen des Rechtsschutzbedürfnisses und die Folgen seines …
Auszug aus BGH, 30.03.1955 - IV ZR 210/54
Es kann daher dahinstehen, ob sie einen solchen Hilfsantrag noch im Revisionsrechtszug einführen dürfte, ob darin insbesondere eine unzulässige Klagänderung liegen würde (vgl. RGZ 160, 204 [212 f]; OGHZ 2, 226 [231]). - BGH, 31.01.1952 - IV ZR 70/51
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 30.03.1955 - IV ZR 210/54
Dagegen hat auch der erkennende Senat schon in einer Entscheidung vom 31. Januar 1952 - IV ZR 70/51 (LM EGBGB Art. 7 ff Nr. 3) - ausdrücklich offen gelassen, ob bei einer dinglich gesicherten Forderung andere Grundsätze gelten können, als sie für die Umstellung einer rein persönlichen Forderung entwickelt worden sind (vgl. auch das Urteil vom 26. März 1953 IV ZR 128/52 = BGHZ 9, 151 [156 f]). - RG, 01.02.1913 - V 305/12
Haftung für den Bestand einer verkauften Hypothek
- BGH, 22.03.2006 - IV ZR 6/04
Rechtswirkungen eines Restitutionsbescheides; Währungsstatut für in …
Dieser liegt mangels anderer Anhaltspunkte - wie in der Regel bei Realkrediten - am Sitz der Hypothek, also in der SBZ (BGHZ 17, 89, 93 f.). - OLG Karlsruhe, 15.12.1987 - 18 U 8/87
Schuldstatut
Für das Schuldstatut ist in erster Linie der ausdrückliche oder stillschweigende, in zweiter Linie der mutmaßliche (hypothetische) Parteiwille und in dritter der Erfüllungsort maßgebend (BGHZ 17, 89, 92).Für den durch Auslegung zu ermittelnden mutmaßlichen Parteiwillen ist entscheidend, ob sich bei objektiver Wertung der beiderseitigen Interessen ein Schwerpunkt feststellen läßt, der auf die eine oder andere Rechtsordnung hinweist (BGHZ 17, 89, 93, 94).
Zusammen mit dem weiteren Anknüpfungspunkt des in der Bundesrepublik Deutschland gelegenen Wohnsitzes der Beklagten (vgl. BGHZ 17, 89, 95), deutet dieser Umstand darauf hin, daß die Geltung deutschen Rechts dem mutmaßlichen Parteiwillen entspräche.
- BGH, 24.03.1960 - VII ZR 44/59
Rechtsmittel
Das käme allenfalls in Betracht, wenn der Schwerpunkt des Schuldverhältnisses objektiv auf eine bestimmte andere Rechtsordnung hinweisen würde (vgl. BGHZ 17, 89, 92) [BGH 30.03.1955 - IV ZR 210/54].Die Revision verweist auf die Rechtsprechung, wonach anstelle eines durch die Ereignisse überholten Erfüllungsorts ein anderer angemessener Erfüllungsort zu treten habe (vgl. BGHZ 1, 109, 112 [BGH 16.01.1951 - V ZR 43/50]; 17, 89, 94) [BGH 30.03.1955 - IV ZR 210/54].
Dabei verkennt die Revision, daß die Rechtsprechung, die sie im Auge hat, nur in sog. Ost-West-Fällen ergangen ist, in denen bei dem Gläubiger oder bei dem Schuldner Anknüpfungspunkte an die Sowjetzone vorlagen (vgl. z.B. BGHZ 1, 109; 5, 302 [BGH 03.04.1952 - III ZR 32/51]; 7, 231 [BGH 29.09.1952 - III ZR 340/51]; 17, 89) [BGH 28.03.1955 - III ZR 220/53].
- BGH, 22.09.1971 - VIII ZR 259/69
Internationale Zuständigkeit
Dann entscheidet nach feststehender Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 7, 231, 234 [BGH 30.09.1952 - I ZR 31/52]; 9, 221, 223 [BGH 14.04.1953 - I ZR 152/52]; 17, 89, 92) [BGH 30.03.1955 - IV ZR 210/54]der sogenannte hypothetische Parteiwille über das Vertragsstatut, und wenn ein solcher nicht feststellbar ist, der Erfüllungsort über das Schuldstatut für die einzelne Verpflichtung.Es handelt sich vielmehr darum, die Interessen der Beteiligten auf objektiver Grundlage abzuwägen und zu ermitteln, ob der Schwerpunkt des Vertragsverhältnisses objektiv auf eine bestimmte Rechtsordnung für das ganze Vertragsverhältnis hinweist (BGHZ 17, 89; 19, 110) [BGH 22.11.1955 - I ZR 218/53].
- BGH, 04.07.1969 - V ZR 69/66
Verkauf eines ausländischen Grundstücks
Es kommt also für die Frage, welches Recht zur Anwendung zu kommen hat, in erster Linie auf den tatsächlichen, hilfsweise auf den hypothetischen Willen der Vertragsteile und äußerstenfalls auf den Erfüllungsort an (Urteile des Bundesgerichtshofs vom 11. Juli 1957, VII ZR 226/56, WM 1957, 1047, 1048 und vom 23. Juni 1967, V ZR 109/64, WM 1967, 1042, 1043; BGHZ 9, 221, 223; 17, 89, 92; 19, 110, 111; vgl. ferner die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 30. Juli 1954, VI ZR 32/53, JZ 1955, 702 und vom 16. Oktober 1958, VII ZR 141/57, WM 1959, 354). - BGH, 09.10.1986 - II ZR 241/85
Geltung deutschen Rechts aufgrund hypothetischen Parteiwillens
Es handelt sich vielmehr darum, die Interessen der Parteien auf objektiver Grundlage abzuwägen und zu ermitteln, ob der Schwerpunkt des Vortrages objektiv auf eine bestimmte Rechtsordnung für das ganze Vertragsverhältnis hinweist (BGHZ 61, 221, 223 [BGH 19.09.1973 - VIII ZR 65/72]; 57, 72, 75 f.; 19, 110 ff. [BGH 22.11.1955 - I ZR 218/53]; 17, 89, 92;… Urt. v. 19.10.1960 - VIII ZR 27/60, NJW 1961, 25; v. 9.6.1960 - VIII ZR 109/59, NJW 1960, 1720; v. 30.3.1976 - VI ZR 143/74, NJW 1976, 1581; v. 9.3.1977 - IV ZR 112/76, NJW 1977, 1586). - BGH, 28.01.1965 - Ia ZR 273/63
Vertrag bezüglich der Übertragung des Rechts auf ein Patent - Befugnis zur …
Auf die Rechtsbeziehung der Parteien sind die Regeln des internationalen Privatrechts entsprechend anzuwenden (vgl. BGHZ 17, 89, 92 [BGH 30.03.1955 - IV ZR 210/54];… Drobnig, Jahrbuch f. Ostrecht 1961, S. 31; Niederer, Einführung in die allgemeinen Lehren des IPR (1961) S. 89 ff, 100).Schuldstatut ist das Recht der SBZ, da der strittige Vertrag vom 9. Juni 1955 nach der Aufspaltung der privatrechtlichen Einheit Deutschlands abgeschlossen worden ist und sowohl nach dem stillschweigenden Parteiwillen wie auch nach dem objektiven Schwerpunkt der Vereinbarung (damaliger ständiger Aufenthalt der Vertragsschließenden, Abschluß- und Erfüllungsort, vgl. BGHZ 17, 89, 92) [BGH 30.03.1955 - IV ZR 210/54] als der sowjetzonalen Rechtsordnung unterstellt anzusehen ist.
- BGH, 30.03.1976 - VI ZR 143/74
Ermittlung des ausländischen Rechts durch das Gericht
Zutreffend hält das Berufungsgericht, soweit es um das anzuwendende Recht für die geltend gemachten vertraglichen Ansprüche geht, in erster Linie den Parteiwillen für maßgebend (vgl. BGHZ 9, 221, 223 [BGH 14.04.1953 - I ZR 152/52]; 17, 89, 92 [BGH 30.03.1955 - IV ZR 210/54]; 19, 110, 111 [BGH 22.11.1955 - I ZR 218/53]; 52, 239, 241 [BGH 04.07.1969 - V ZR 69/66]; 53, 189, 191 [BGH 06.02.1970 - V ZR 158/66]st.Rspr.). - BGH, 03.10.1962 - V ZR 212/60
Ablehnung eines Richters im Tatbestandsberichtigungsverfahren - Entscheidung über …
Es hat damit auf den ausdrücklichen Parteiwillen abgestellt, nach dem sich das nach deutschem internationalem Privatrecht maßgebende Schuldstatut in erster Linie bestimmt (BGHZ 17, 89, 92 [BGH 30.03.1955 - IV ZR 210/54]; Urteil des Senats vom 9. November 1960 - V ZR 106/59 mit weiteren Nachweisen). - BGH, 14.01.1959 - V ZR 38/58
Rechtsmittel
Aus dieser Rechtsprechung des Senats, die auch der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs gebilligt hat (BGHZ 17, 89, 93/94), ergibt sich zunächst, daß die Akzessorietät der Hypothek nicht dazu führen kann, diese als da belegen anzusehen, wo die Forderung belegen ist (…ebenso Raape, Internationales Privatrecht 4. Aufl. S. 589 und 638) und deshalb auf jeden Fall die beiden Hypotheken der Beklagten, da sie hiernach nicht im Gebiet des Klägers belegen waren, von der niederländischen Verordnung vom 20. Oktober 1944 nicht ergriffen wurden.Da in einem solchen Fall der Schwerpunkt des hypothekarisch gesicherten Darlehensverhältnisses nicht in dem Darlehen, sondern in dem Grundpfandrecht liegt und dieses daher - wirtschaftlich gesehen als ein Anteil an dem Grundstück - das wesentlichere ist (BGHZ 17, 89, 94/95), bestehen keine rechtlichen Bedenken dagegen, wegen des engen Zusammenhangs der Darlehensforderungen der Beklagten mit den zu deren Gunsten bestellten Hypotheken auch die Darlehensforderungen am Ort der belasteten Grundstücke, also ebenfalls in West-Berlin als belegen anzusehen.
- BGH, 28.03.1979 - VIII ZR 37/78
Einheitliches Kaufgesetz
- BGH, 11.07.1957 - VII ZR 226/56
Enteignung und Überleitungsvertrag
- BGH, 28.10.1965 - VII ZR 171/63
Erfolgshonorar eines ausländischen Rechtsanwalts
- OLG Frankfurt, 03.12.1996 - 11 U 58/94
Urheberrechtlicher Schutz eines Möbelstücks
- BGH, 19.09.1973 - VIII ZR 65/72
Geltung deutschen Rechts kraft hypothetischen Parteiwillens
- BGH, 10.01.1958 - VIII ZR 412/56
Verjährung des Anspruchs auf Wandlung nach Zustimmung des Verkäufers
- BGH, 21.11.1960 - VII ZR 235/59
Wichtiger Grund, stillschweigende Rechtswahl, Konkurrenztätigkeit, Verwirkung des …
- BGH, 14.02.1958 - VIII ZR 10/57
Rechtsmittel
- OLG Koblenz, 31.03.1988 - 5 U 1156/87
Bestimmung des für das so genannte Schuldstatut maßgebenden Rechts; Ermittlung …
- BGH, 18.02.1965 - VII ZR 240/63
Ausländische Währungsumstelllung
- BGH, 22.05.1958 - II ZR 281/56
Rechtsmittel
- BGH, 31.03.1969 - VII ZR 169/66
Zahlung einer rechtsanwaltlichen Honorarforderung - Anspruch auf Vergütung der …
- BFH, 15.02.1963 - III 471/59 U
Berücksichtigung einer lastenden Verbindlichkeit auf einem in der sowjetischen …
- BGH, 19.09.1957 - VII ZR 431/56
Rechtsmittel
- BGH, 06.02.1969 - III ZR 160/66
Wirksamkeit eines Testaments - Anfechtung eines Erbauseinandersetzungsvertrages - …
- BGH, 09.11.1960 - V ZR 106/59
Rechtsmittel
- BGH, 06.11.1958 - II ZR 102/57
Rechtsmittel
- BGH, 29.05.1963 - I ZR b 59/61
Rechtsmittel
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