Rechtsprechung
| BGH, 11.10.1951 - IV ZR 71/50 |
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- BGH, 12.04.1951 - III ZR 87/50
Öffentlichrechtliches Verwahrungsverhältnis
Auszug aus BGH, 11.10.1951 - IV ZR 71/50
Soweit der Kläger seinen Anspruch aus einem öffentlich-rechtlichen Verwahrungsverhältnis herleitet, ist der Rechtsweg gleichfalls zulässig, wie der Bundesgerichtshof wiederholt entschieden hat (vgl. Urteil vom 12.4.51 - III ZR 87/50 - BGHZ 1, 369 - und vom 27.9.51 - IV ZR 155, 50 -).
- BGH, 13.12.1951 - IV ZR 123/51
Öffentlichrechtliche Verwahrung
Für Ansprüche aus einem öffentlich-rechtlichen Verwahrungsverhältnis ist, wie der Bundesgerichtshof mehrfach entschieden hat, der ordentliche Rechtsweg zulässig (vgl. das Urteil vom 12.4.1951 - III ZR 87/50 [BGHZ 1, 369] und das zum Abdruck in der amtlichen Sammlung bestimmte Urteil vom 27.9.1951 - IV ZR 155/50 sowie das Urteil vom 11.10.1951 - IV ZR 71/50 -).Diese Erwägung trifft auch auf das öffentlich-rechtliche Verwahrungsverhältnis zu (vgl. BGH Urteil vom 11.10.1951 - IV ZR 71/50 -).
Insgesamt waren bei der Beweiswürdigung, wie der Senat bereits in dem Urteil vom 11. Oktober 1951 - IV ZR 71/50 - ausgeführt hat, auch die allgemeinen Zeitumstände, soweit sie offenkundig, gerichtsbekannt oder durch die Beweisaufnahme bewiesen sind, zu berücksichtigen.
- BGH, 25.10.1951 - III ZR 95/50
Entlastungsbeweis nach S. 831 BGB bei Großbetrieben
Wenn auch die für die vertragliche Haftung geltende Vorschrift des § 278 BGB auf verschiedene Fälle vertragsähnlicher Beziehungen angewendet wird, insbesondere auf das öffentlich-rechtliche Verwahrungsverhältnis (BGHZ 1, 369 ff [372 m Nachw]; 3, 162 ff [172 f]; Urteil vom 11. Oktober 1951 - IV ZR 71/50), so ist es dennoch nicht möglich, diese Vorschrift auf den Fall der unerlaubten Handlung auszudehnen, für den das Gesetz ausdrücklich die Sondervorschrift des § 831 BGB enthält. - BGH, 08.05.1953 - V ZR 132/51
Zulässigkeit des Rechtsweges
Dagegen haben der III. und IV. Zivilsenat in mehreren Entscheidungen Gelegenheit gehabt, zu der oben behandelten Rechtsprechung des Reichsgerichts Stellung zu nehmen (vgl. BGHZ 1, 369 und 3, 162 sowie das nicht veröffentlichte Urteil vom 11. Oktober 1951 - IV ZR 71/50).Der erkennende Senat tritt der Auffassung bei, die in den oben erwähnten Entscheidungen BGHZ 1, 369; 3, 162 [BGH 27.09.1951 - I ZR 47/51]und IV ZR 71/50 ausgesprochen ist.
- BGH, 10.12.1953 - IV ZR 48/53
Zurückverweisung an Berufungsgericht
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind z.B. Streitigkeiten aus einem öffentlich-rechtlichen Verwahrungsverhältnis (BGHZ 1, 369; 3, 162 [BGH 27.09.1951 - I ZR 47/51]; Urteil vom 11. Oktober 1951 - IV ZR 71/50 -) oder über eine Entschädigung nach dem RLG (BGHZ 4, 10 [46 ff]; 68 [72 ff]; 266 [271 ff]; 5, 205 [211]; 8, 344 [345 f]) durch die ordentlichen Gerichte zu entscheiden. - BGH, 17.12.1953 - IV ZR 39/53
Rechtsmittel
Das hat der Senat bereits mehrfach für Fälle ausgesprochen, in denen die Inbesitznahme im Rahmen einer öffentlich-rechtlichen Fürsorgepflicht für die betreffende Sache erfolgt (BGHZ 3, 162 [172]; 4, 192 ff; Urt v. 11. Oktober 1951 IV ZR 71/50 LM Nr. 2 zu § 688 BGB). - BGH, 03.04.1952 - III ZR 32/51
Unrichtige Zeugenaussage. Revision
Der Senat schließt sich hier der ständigen Rechtsprechung des IV. Zivilsenats an (Urteil vom 27. September 1951 - IV ZR 155/50, BGHZ 3, 162 -, vom 11. Oktober 1951 - IV ZR 71/50, Lindenmaier-Möhring, Nachschlw Rspr 2 zu § 688 BGB - und vom 13. Dezember 1951 - IV ZR 123/51, BGHZ 4) 192 -). - BGH, 10.12.1957 - VIII ZR 276/56 Dieser vom I, Zivilsenat des Bundesgerichtshofs vertretenen Auffassung, der der erkennende Senat sich anschließt, stehen die Urteile IV ZR 37/50 vom 14. Juni 1951 (LM BGB § 987 Nr.lund §'817 Nr.l) und IV ZR 71/50 vom 11. Oktober 1951 (LM BGB § 688 Nr. 2) nicht entgegen, da sie einen anders liegenden Sachverhalt betreffen.
- BGH, 15.10.1954 - V ZR 9/54
Rechtsmittel
Wenn aber der Sachverhalt in seinen Einzelheiten nicht aufzuklären ist, so ist abzuwägen, ob die allgemeinen Umstände in solchem Mass die Wahrscheinlichkeit für den Verlust begründen, dass demgegenüber die Möglichkeit eines verschuldeten Verlusts ausser Betracht bleiben muss oder ob die Wahrscheinlichkeit besteht, dass bei ordnungsmässigem Verhalten der Verlust nicht eingetreten wäre (BGH vom 11. Oktober 1951 IV ZR 71/50 in Lindenmaier-Möhring BGB § 688 Nr. 2).
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