Rechtsprechung
| BGH, 02.07.1986 - IVb ZR 58/85 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Scheidung der Ehe - Gesamtschuldnerische Mithaftung der Ehefrau hinsichtlich der Ausgleichung einer Darlehenssumme an die Lebensversicherungs AG - Vorliegen einer anderweitigen Bestimmung i. S. v. § 426 Abs. 1 S. 1 BGB - Frage der Darlegungslast und Beweislast hinsichtlich ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (10)
- BGH, 22.02.1967 - IV ZR 331/65
Ausgleichspflicht zwischen geschiedenen Ehegatten
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - IVb ZR 58/85
Es entspricht allgemeiner Ansicht, daß sich eine anderweitige Bestimmung im Sinne von § 426 Abs. 1 Satz 1 BGB aus dem Gesetz, aus Inhalt und Zweck des in Frage stehenden Rechtsverhältnisses oder aus der Natur der Sache, mithin aus der besonderen Gestaltung des tatsächlichen Geschehens ergeben kann (vgl. Senatsurteil vom 4. Juni 1986 - IVb ZR 50/85, zur Veröffentlichung bestimmt, m.w.N.; BGHZ 77, 55, 58; 47, 157, 165).Nach der oben unter T 2. schon herangezogenen ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, die auf eine Entscheidung des Reichsgerichts (vom 26. April 1912, RGZ 79, 288, 290, 291) zurückgeht, kann jedenfalls in Fällen, in denen die Gesamtschuldnerschaft, wie hier, auf eine durch ein und denselben Vertrag übernommene gemeinschaftliche Verbindlichkeit zurückgeht, der von dem Gläubiger in Anspruch genommene Gesamtschuldner schon vor seiner eigenen Leistung verlangen, daß seine Mitschuldner ihren Anteilen entsprechend "zur Befriedigung des Gläubigers mitwirken" (BGHZ 23, 361, 363; 47, 157, 166; BGH Urteile vom 24. Januar 1963 - III ZR 209/61 = NJW 1963, 1058, 1059; vom 9. Oktober 1963 - VIII ZR 132/62 = LM BGB § 774 Nr. 6; vom 5. März 1981 - III ZR 115/80 = WM 1981, 679, 681).
- BGH, 21.02.1957 - VII ZR 216/56
Allgemeins Vertragsrecht- Ausgleichspflicht der Mitbürgen
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - IVb ZR 58/85
Soweit jedoch ein Gesamtschuldner, der von den übrigen Ausgleichung verlangen kann, den Gläubiger befriedigt, verwandelt sich sein bisher auf Mitwirkung bei der Befriedigung des Gläubigers gerichteter Anspruch nach § 426 Abs. 2 Satz 1 BGB in einen Anspruch auf Zahlung (Erstattung) an ihn selbst (vgl. BGHZ 23, 361, 363; BGH Urteil vom 9. Oktober 1963 - VIII ZR 132/62 - LM BGB § 774 Nr. 6).Nach der oben unter T 2. schon herangezogenen ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, die auf eine Entscheidung des Reichsgerichts (vom 26. April 1912, RGZ 79, 288, 290, 291) zurückgeht, kann jedenfalls in Fällen, in denen die Gesamtschuldnerschaft, wie hier, auf eine durch ein und denselben Vertrag übernommene gemeinschaftliche Verbindlichkeit zurückgeht, der von dem Gläubiger in Anspruch genommene Gesamtschuldner schon vor seiner eigenen Leistung verlangen, daß seine Mitschuldner ihren Anteilen entsprechend "zur Befriedigung des Gläubigers mitwirken" (BGHZ 23, 361, 363; 47, 157, 166; BGH Urteile vom 24. Januar 1963 - III ZR 209/61 = NJW 1963, 1058, 1059; vom 9. Oktober 1963 - VIII ZR 132/62 = LM BGB § 774 Nr. 6; vom 5. März 1981 - III ZR 115/80 = WM 1981, 679, 681).
- BGH, 09.10.1963 - VIII ZR 132/62
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - IVb ZR 58/85
Soweit jedoch ein Gesamtschuldner, der von den übrigen Ausgleichung verlangen kann, den Gläubiger befriedigt, verwandelt sich sein bisher auf Mitwirkung bei der Befriedigung des Gläubigers gerichteter Anspruch nach § 426 Abs. 2 Satz 1 BGB in einen Anspruch auf Zahlung (Erstattung) an ihn selbst (vgl. BGHZ 23, 361, 363; BGH Urteil vom 9. Oktober 1963 - VIII ZR 132/62 - LM BGB § 774 Nr. 6).Nach der oben unter T 2. schon herangezogenen ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, die auf eine Entscheidung des Reichsgerichts (vom 26. April 1912, RGZ 79, 288, 290, 291) zurückgeht, kann jedenfalls in Fällen, in denen die Gesamtschuldnerschaft, wie hier, auf eine durch ein und denselben Vertrag übernommene gemeinschaftliche Verbindlichkeit zurückgeht, der von dem Gläubiger in Anspruch genommene Gesamtschuldner schon vor seiner eigenen Leistung verlangen, daß seine Mitschuldner ihren Anteilen entsprechend "zur Befriedigung des Gläubigers mitwirken" (BGHZ 23, 361, 363; 47, 157, 166; BGH Urteile vom 24. Januar 1963 - III ZR 209/61 = NJW 1963, 1058, 1059; vom 9. Oktober 1963 - VIII ZR 132/62 = LM BGB § 774 Nr. 6; vom 5. März 1981 - III ZR 115/80 = WM 1981, 679, 681).
- BGH, 17.05.1983 - IX ZR 14/82
Neuregelung der Verwaltung und der Nutzung eines gemeinsamen Hauses nach …
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - IVb ZR 58/85
Dies begegnet auch grundsätzlich keinen Bedenken, da die streitige Darlehensverbindlichkeit zunächst beide Parteien trifft, und zwar jede von ihnen mit der auf sie entfallenden Quote, mit der sie gegebenenfalls auch im Zugewinnausgleich zu berücksichtigen wäre (vgl. hierzu BGHZ 87, 265, 273, 274). - BGH, 24.03.1980 - II ZR 191/79
Kredittilung für Lebenspartner I - Nichteheliche Lebensgemeinschaft, zur …
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - IVb ZR 58/85
Es entspricht allgemeiner Ansicht, daß sich eine anderweitige Bestimmung im Sinne von § 426 Abs. 1 Satz 1 BGB aus dem Gesetz, aus Inhalt und Zweck des in Frage stehenden Rechtsverhältnisses oder aus der Natur der Sache, mithin aus der besonderen Gestaltung des tatsächlichen Geschehens ergeben kann (vgl. Senatsurteil vom 4. Juni 1986 - IVb ZR 50/85, zur Veröffentlichung bestimmt, m.w.N.; BGHZ 77, 55, 58; 47, 157, 165). - BGH, 05.03.1981 - III ZR 115/80
Voraussetzungen der fristlosen Kündigung eines Darlehensvertrages
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - IVb ZR 58/85
Nach der oben unter T 2. schon herangezogenen ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, die auf eine Entscheidung des Reichsgerichts (vom 26. April 1912, RGZ 79, 288, 290, 291) zurückgeht, kann jedenfalls in Fällen, in denen die Gesamtschuldnerschaft, wie hier, auf eine durch ein und denselben Vertrag übernommene gemeinschaftliche Verbindlichkeit zurückgeht, der von dem Gläubiger in Anspruch genommene Gesamtschuldner schon vor seiner eigenen Leistung verlangen, daß seine Mitschuldner ihren Anteilen entsprechend "zur Befriedigung des Gläubigers mitwirken" (BGHZ 23, 361, 363; 47, 157, 166; BGH Urteile vom 24. Januar 1963 - III ZR 209/61 = NJW 1963, 1058, 1059; vom 9. Oktober 1963 - VIII ZR 132/62 = LM BGB § 774 Nr. 6; vom 5. März 1981 - III ZR 115/80 = WM 1981, 679, 681). - BGH, 04.06.1986 - IVb ZR 50/85
Gesamtschuldnerausgleich unter Ehegatten
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - IVb ZR 58/85
Es entspricht allgemeiner Ansicht, daß sich eine anderweitige Bestimmung im Sinne von § 426 Abs. 1 Satz 1 BGB aus dem Gesetz, aus Inhalt und Zweck des in Frage stehenden Rechtsverhältnisses oder aus der Natur der Sache, mithin aus der besonderen Gestaltung des tatsächlichen Geschehens ergeben kann (vgl. Senatsurteil vom 4. Juni 1986 - IVb ZR 50/85, zur Veröffentlichung bestimmt, m.w.N.; BGHZ 77, 55, 58; 47, 157, 165). - BGH, 22.10.1957 - VI ZR 231/56
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - IVb ZR 58/85
So ist auch der Bundesgerichtshof in dem von dem Berufungsgericht für seine abweichende Meinung herangezogenen Urteil (vom 22. Oktober 1957 - VI ZR 231/56) LM § 278 BGB Nr. 24 nicht von der früheren Auffassung abgewichen, sondern hat im Gegenteil die von dem Reichsgericht verwendete Formulierung übernommen, der in Anspruch genommene Gesamtschuldner sei verpflichtet, "an der Befriedigung des Gläubigers mitzuwirken und dadurch so zu handeln, daß es später gar nicht mehr zu einer Ausgleichung im Wege des Rückgriffs zu kommen brauche" (…vgl. auch BGB-RGRK/Weber 12. Aufl. § 426 Rdn. 12, 13;… Soergel/Reimer Schmidt BGB, 10. Aufl. § 426 Rdn. 5;… kritisch MünchKomm/Selb § 426 Rdn. 9, Fn. 59; Selb, Mehrheiten von Gläubigern und Schuldnern 1984 § 7 II S. 94). - RG, 26.04.1912 - II 523/11
Gesamtschuldner; Ausgleichungspflicht; Schadensersatz wegen Nichterfüllung
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - IVb ZR 58/85
Nach der oben unter T 2. schon herangezogenen ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, die auf eine Entscheidung des Reichsgerichts (vom 26. April 1912, RGZ 79, 288, 290, 291) zurückgeht, kann jedenfalls in Fällen, in denen die Gesamtschuldnerschaft, wie hier, auf eine durch ein und denselben Vertrag übernommene gemeinschaftliche Verbindlichkeit zurückgeht, der von dem Gläubiger in Anspruch genommene Gesamtschuldner schon vor seiner eigenen Leistung verlangen, daß seine Mitschuldner ihren Anteilen entsprechend "zur Befriedigung des Gläubigers mitwirken" (BGHZ 23, 361, 363; 47, 157, 166; BGH Urteile vom 24. Januar 1963 - III ZR 209/61 = NJW 1963, 1058, 1059; vom 9. Oktober 1963 - VIII ZR 132/62 = LM BGB § 774 Nr. 6; vom 5. März 1981 - III ZR 115/80 = WM 1981, 679, 681). - BGH, 24.01.1963 - III ZR 209/61
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - IVb ZR 58/85
Nach der oben unter T 2. schon herangezogenen ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, die auf eine Entscheidung des Reichsgerichts (vom 26. April 1912, RGZ 79, 288, 290, 291) zurückgeht, kann jedenfalls in Fällen, in denen die Gesamtschuldnerschaft, wie hier, auf eine durch ein und denselben Vertrag übernommene gemeinschaftliche Verbindlichkeit zurückgeht, der von dem Gläubiger in Anspruch genommene Gesamtschuldner schon vor seiner eigenen Leistung verlangen, daß seine Mitschuldner ihren Anteilen entsprechend "zur Befriedigung des Gläubigers mitwirken" (BGHZ 23, 361, 363; 47, 157, 166; BGH Urteile vom 24. Januar 1963 - III ZR 209/61 = NJW 1963, 1058, 1059; vom 9. Oktober 1963 - VIII ZR 132/62 = LM BGB § 774 Nr. 6; vom 5. März 1981 - III ZR 115/80 = WM 1981, 679, 681).
- BGH, 22.11.1995 - VIII ARZ 4/95
Geltendmachung des Herausgabe- und Räumungsanspruchs nach Beendigung des …
Im übrigen kann nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 23, 361, 363; Urteil vom 15. Mai 1986 - IX ZR 96/85 = WM 1986, 961 unter I 1; Urteil vom 2. Juli 1986 - IVb ZR 58/85 = BGHR BGB § 426 Abs. 1 S. 1 Ausgleichung 1 m.w.Nachw.;… Nichtannahmebeschluß vom 28. September 1993 - III ZR 170/91 = BGHR BGB § 426 Abs. 1 S. 1 Ausgleichung 9) ein Gesamtschuldner bereits vor seiner Leistung verlangen, daß seine Mitschuldner ihrem Anteil entsprechend zur Befriedigung des Gläubigers mitwirken (§ 426 Abs. 1 S. 1 BGB). - BGH, 30.11.1994 - XII ZR 59/93
Ausgleichsansprüche des die gemeinsamen Schulden der Ehepartner allein …
Aus ihr ergibt sich vielmehr, daß schon vor der Befriedigung des Gläubigers ein Gesamtschuldner gegen den anderen einen Anspruch darauf hat, daß der andere bei Fälligkeit der Schuld seinem Anteil entsprechend an der Befriedigung des Gläubigers mitwirkt und damit so handelt, daß es überhaupt nicht zu einem Rückgriff zu kommen braucht (st.Rspr. des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofs, vgl. Senatsurteil vom 2. Juli 1986 - IVb ZR 58/85 - BGHR BGB § 426 Abs. 1 Satz 1 Ausgleichung 1 m.N.;… RGRK BGB/Weber, 12. Aufl. § 426 Rdn. 12). - BGH, 05.10.1988 - IVb ZR 52/87
Ausgleich von Zuwendungen unter Ehegatten
Eine andere Bestimmung im Sinne dieser Vorschrift kann sich - außer aus dem Gesetz - aus einer ausdrücklich oder stillschweigend geschlossenen Vereinbarung, aus Inhalt und Zweck eines zwischen den Gesamtschuldnern bestehenden Rechtsverhältnisses oder aus der Natur der Sache, mithin aus der besonderen Gestaltung des tatsächlichen Geschehens ergeben (Senatsurteilevom 2. Juli 1986 - IVb ZR 58/85 - BGHR BGB § 426 Abs. 1 Satz 1 Bestimmung, anderweitige 1 …und vom 30. September 1987 - FamRZ a.a.O. S. 1240 m.w.N.).
- BGH, 04.04.1990 - IV ZR 42/89
Rückforderung von ehebedingten Zuwendungen nach Tod des Ehegatten
Einen Gesamtschuldnerausgleich unter Ehegatten hat der Bundesgerichtshof ebenfalls nur ausnahmsweise und wiederum nur im Falle des Scheiterns der Ehe, also im Falle der Scheidung vorgenommen (BGHZ 87, 265; Urteile vom 4.6. und 2.7.1986 - IVb ZR 50 und 58/85 - LM BGB § 426 Nr. 70 und BGHR BGB § 426 Abs. 1 Satz 1 Bestimmung, anderweitige 1;… vom 30.9. und 25.11.1987 - IVb ZR 94 und 95/86 - WM 1988, 96 und 309 = BGHR BGB § 426 Ehegatten 1 und BGB § 426 Abs. 1 Satz 1 Ausgleichung 2 = LM BGB § 426 Nr. 74 und 75). - BGH, 30.09.1987 - IVb ZR 94/86
Gesamtschuldnerausgleich zwischen Ehegatten und Zugewinnausgleich
Eine andere Bestimmung im Sinne von § 426 Abs. 1 Satz 1 BGB kann sich - außer aus dem Gesetz - aus einer ausdrücklich oder stillschweigend getroffenen Vereinbarung, aus Inhalt und Zweck eines zwischen den Gesamtschuldnern bestehenden Rechtsverhältnisses oder aus der Natur der Sache, mithin aus der besonderen Gestaltung des tatsächlichen Geschehens ergeben (BGHZ 87, 265, 268; Senatsurteil vom 4. Juni 1986 - IVb ZR 50/85 - FamRZ 1986, 881, 882 m.w.N.; ebenso zuletzt Senatsurteil vom 2. Juli 1986 - IVb ZR 58/85 - BGHR BGB 426 Abs. 1 Satz 1 Bestimmung, anderweitige 1). - BGH, 27.04.1988 - IVb ZR 55/87
Ausgleichsanspruch hinsichtlich bereits gezahlter Raten - …
Umstände, die für eine alleinige oder überwiegende Haftung des Klägers jedenfalls in der Zeit ab der Trennung der Parteien sprechen könnten (vgl. dazu etwa Senatsurteil vom 2. Juli 1986 - IVb ZR 58/85 - BGHR BGB § 426 Abs. 1 Satz 1 Bestimmung, anderweitige 1), hat die Beklagte nicht geltend gemacht und sind auch sonst nicht ersichtlich.
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