Rechtsprechung
| BGH, 29.05.1984 - IX ZR 57/83 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Anforderungen an das Erfordernis der Schriftform - Wesentliche Teile einer Bürgschaftserklärung - Auswirkungen von Unklarheiten in einer Erklärung auf die Wirksamkeit des Bürgschaftsvertrages - Zeitpunkt der Mitteillung von Angriffsmitteln und Verteidigungsmitteln - ...
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Anforderungen an das Erfordernis der Schriftform; Wesentliche Teile einer Bürgschaftserklärung; Auswirkungen von Unklarheiten in einer Erklärung auf die Wirksamkeit des Bürgschaftsvertrages; Zeitpunkt der Mitteillung von Angriffsmitteln und Verteidigungsmitteln; ...
- rechtsportal.de
Anforderungen an das Erfordernis der Schriftform; Wesentliche Teile einer Bürgschaftserklärung; Auswirkungen von Unklarheiten in einer Erklärung auf die Wirksamkeit des Bürgschaftsvertrages; Zeitpunkt der Mitteillung von Angriffsmitteln und Verteidigungsmitteln; ...
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- WM 1984, 924
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (7)
- BGH, 12.03.1980 - VIII ZR 57/79
Übernahme des Überzahlungsrisikos bei Abschlagszahlungen auf Bauwerke; Haftung …
Auszug aus BGH, 29.05.1984 - IX ZR 57/83
Durch diese Unklarheit wird die Wirksamkeit des Bürgschaftsvertrages nicht in Frage gestellt, wenn sie durch Auslegung behoben werden kann, wobei erforderlich ist, daß der durch Auslegung zu ermittelnde Wille über den Umfang der Bürgschaft irgendwie bereits in der Bürgschaftsurkunde seinen Ausdruck gefunden hat (vgl. BGH Urteil vom 11. April 1957 - VII ZR 207/56 = WM 1957, 876; Urteil vom 27. Mai 1957 - VII ZR 410/56 = WM 1957, 1222; BGHZ 76, 187, 189).Entgegen der bisherigen Ansicht des Berufungsgerichts, der Beklagte hätte eine bestimmte Beschränkung der Bürgschaft nachweisen müssen, hat den Umfang der durch die Bürgschaft gesicherten Forderung nach allgemeinen Regeln der Gläubiger zu beweisen, Unklarheiten gehen zu seinen Lasten (BGHZ 76, 187).
- BGH, 21.01.1981 - VIII ZR 10/80
Anfechtbarkeit der Zulassung verspäteten Vorbringens
Auszug aus BGH, 29.05.1984 - IX ZR 57/83
Der Sachverhalt erfordert keine Entscheidung, ob entgegen dem vor dem 1. Juli 1977 geltenden Rechtszustande (vgl. BGH Urteil vom 21. Mai 1954 - V ZR 1/54 = LM PreisüberwVO § 4 Nr. 3; Urteil vom 12. November 1959 - II ZR 40/58 = LM ZPO § 529 Nr. 17) die Revision darauf gestützt werden kann, das Berufungsgericht habe Vorbringen zugelassen, das es nach § 528 Abs. 3 ZPO nicht hätte zulassen dürfen (vgl. BGH Urteil vom 21. Januar 1981 - VIII ZR 10/80 = NJW 1981, 928; Deubner NJW 1981, 929). - BGH, 12.01.1984 - IX ZR 83/82
Rechtsfolgen abredewidriger Ausfüllung einer blanko unterzeichneten …
Auszug aus BGH, 29.05.1984 - IX ZR 57/83
Das ist, wie auch die Revision nicht bezweifelt, richtig: Das Erfordernis der Schriftform, eigenhändige Namensunterschrift des Ausstellers der Urkunde (§ 126 Abs. 1 BGB), hat der Beklagte durch die Unterzeichnung des Schreibens erfüllt (vgl. Senatsurteil vom 12. Januar 1984 - IX ZR 83/82 = NJW 1984, 798).
- BGH, 12.11.1959 - II ZR 40/58
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 29.05.1984 - IX ZR 57/83
Der Sachverhalt erfordert keine Entscheidung, ob entgegen dem vor dem 1. Juli 1977 geltenden Rechtszustande (vgl. BGH Urteil vom 21. Mai 1954 - V ZR 1/54 = LM PreisüberwVO § 4 Nr. 3; Urteil vom 12. November 1959 - II ZR 40/58 = LM ZPO § 529 Nr. 17) die Revision darauf gestützt werden kann, das Berufungsgericht habe Vorbringen zugelassen, das es nach § 528 Abs. 3 ZPO nicht hätte zulassen dürfen (vgl. BGH Urteil vom 21. Januar 1981 - VIII ZR 10/80 = NJW 1981, 928; Deubner NJW 1981, 929). - BGH, 27.05.1957 - VII ZR 410/56
Auszug aus BGH, 29.05.1984 - IX ZR 57/83
Durch diese Unklarheit wird die Wirksamkeit des Bürgschaftsvertrages nicht in Frage gestellt, wenn sie durch Auslegung behoben werden kann, wobei erforderlich ist, daß der durch Auslegung zu ermittelnde Wille über den Umfang der Bürgschaft irgendwie bereits in der Bürgschaftsurkunde seinen Ausdruck gefunden hat (vgl. BGH Urteil vom 11. April 1957 - VII ZR 207/56 = WM 1957, 876; Urteil vom 27. Mai 1957 - VII ZR 410/56 = WM 1957, 1222; BGHZ 76, 187, 189). - BGH, 21.05.1954 - V ZR 1/54
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 29.05.1984 - IX ZR 57/83
Der Sachverhalt erfordert keine Entscheidung, ob entgegen dem vor dem 1. Juli 1977 geltenden Rechtszustande (vgl. BGH Urteil vom 21. Mai 1954 - V ZR 1/54 = LM PreisüberwVO § 4 Nr. 3; Urteil vom 12. November 1959 - II ZR 40/58 = LM ZPO § 529 Nr. 17) die Revision darauf gestützt werden kann, das Berufungsgericht habe Vorbringen zugelassen, das es nach § 528 Abs. 3 ZPO nicht hätte zulassen dürfen (vgl. BGH Urteil vom 21. Januar 1981 - VIII ZR 10/80 = NJW 1981, 928; Deubner NJW 1981, 929). - BGH, 11.04.1957 - VII ZR 207/56
Auszug aus BGH, 29.05.1984 - IX ZR 57/83
Durch diese Unklarheit wird die Wirksamkeit des Bürgschaftsvertrages nicht in Frage gestellt, wenn sie durch Auslegung behoben werden kann, wobei erforderlich ist, daß der durch Auslegung zu ermittelnde Wille über den Umfang der Bürgschaft irgendwie bereits in der Bürgschaftsurkunde seinen Ausdruck gefunden hat (vgl. BGH Urteil vom 11. April 1957 - VII ZR 207/56 = WM 1957, 876; Urteil vom 27. Mai 1957 - VII ZR 410/56 = WM 1957, 1222; BGHZ 76, 187, 189).
- BGH, 14.03.2017 - VI ZR 205/16
Nichtzulassungsbeschwerde: Sinn und Zweck der Prozessförderungspflicht; …
Auch hatten sich die Beklagten zu der vom Kläger nunmehr unter Beweis gestellten Behauptung des Vorliegens spezifischer Krankheitssymptome bereits substantiiert und unter Bezugnahme auf die Behandlungsdokumentation erklärt (vgl. BGH, Urteile vom 29. Mai 1984 - IX ZR 57/83, WM 1984, 924, 925; vom 4. Mai 2005 - XII ZR 23/03, NJW-RR 2005, 1007, 1008;… Thomas/Putzo/Reichold, ZPO, 37. Aufl., § 282 Rn. 3). - BGH, 02.02.1989 - IX ZR 99/88
Anforderungen an Schriftform einer Bürgschaftsverpflichtung
Der Bundesgerichtshof fordert deshalb in ständiger Rechtsprechung neben der Erklärung des Willens, für eine fremde Schuld einzustehen, auch die Bezeichnung des Gläubigers, der verbürgten Hauptschuld und damit des Hauptschuldners (BGH, Urt. v. 29. Mai 1984 - IX ZR 57/83, WM 1984, 924; v. 20. Juni 1985 - IX ZR 173/84, WM 1985, 1172, 1173).Erforderlich ist nur, daß sich aus dem Urkundeninhalt selbst ein zureichender Anhaltspunkt für diese Auslegung ergibt (BGH, Urt. v. 29. Mai 1984 a.a.O. S. 925;… v. 20. Juni 1985 aaO).
- BGH, 03.12.1992 - IX ZR 29/92
Erkennbarkeit der verbürgten Hauptschuld
Jedoch muß sich schon aus dem Urkundeninhalt selbst jedenfalls ein zureichender Anhaltspunkt für eine solche Auslegung ergeben, der Inhalt der Bürgschaftsverpflichtung also dort irgendwie seinen Ausdruck gefunden haben (BGH, Urt. v. 29. Mai 1984 - IX ZR 57/83, WM 1984, 924, 925;… v. 20. Juni 1985, 2. Februar 1989 u. 17. Januar 1991, jeweils aaO.).So hat der Senat die Auffassung gebilligt, daß mit der Formulierung "Verbindlichkeiten" sowohl die bestehenden als auch die künftigen gemeint seien, weil eine ausdrückliche Begrenzung auf die "gegenwärtig bestehenden" nicht erklärt worden sei (Urt. v. 29. Mai 1984 - IX ZR 57/83, WM 1984, 924, 925).
- BGH, 14.11.1991 - IX ZR 20/91
Übernahme einer Bürgschaft durch Mitglieder einer Baubetreuungsgesellschaft
Insbesondere kann die Unklarheit durch Auslegung behoben werden, ob der Bürge sich nur gegenüber Gläubigern von Forderungen verbürgt hat, die bei Abschluß des Bürgschaftsvertrages schon bestanden, oder darüber hinaus gegenüber Gläubigern künftiger Forderungen (vgl. Senatsurt. v. 29. Mai 1984 - IX ZR 57/83, WM 1984, 924, 925 f). - BGH, 21.01.1993 - IX ZR 90/92
Keine wirksame Bürgschaft ohne Bezeichnung der Hauptschuld
Jedoch muß sich schon aus dem Urkundeninhalt selbst jedenfalls ein zureichender Anhaltspunkt für eine solche Auslegung ergeben, der Inhalt der Bürgschaftsverpflichtung also dort irgendwie seinen Ausdruck gefunden haben (BGH, Urt. v. 29. Mai 1984 - IX ZR 57/83, WM 1984, 924, 925;… v. 20. Juni 1985, 2. Februar 1989 u. 17. Januar 1991, jeweils aaO.; v. 14. November 1991 - IX ZR 20/91, NJW 1992, 1448, 1449). - OLG Düsseldorf, 27.06.2013 - 13 U 4/13
Bereicherungsrechtliche Rückabwicklung eines Übergabevertrages bzgl. einer …
Durch eine - hier nicht vorliegende - Unklarheit wird die Wirksamkeit des Bürgschaftsvertrages nicht in Frage gestellt, wenn sie durch Auslegung behoben werden kann, wobei erforderlich ist, dass der durch Auslegung zu ermittelnde Wille über den Umfang der Bürgschaft irgendwie bereits in der Bürgschaftsurkunde seinen Ausdruck gefunden hat (BGH WM 1984, 924; 1957, 876; 1222; BGHZ 76, 187, 189). - OLG Nürnberg, 20.06.1990 - 9 U 3650/89
Nichtigkeit eines Bürgschaftsvertrages wegen Formverstoßes; Unschädlichkeit einer …
Die durch das Schriftformerfordernis gezogene Grenze wird erst dann überschritten, wenn in der Bürgschaftsurkunde fehlende wesentliche Angaben ausschließlich anhand von Umständen ermittelt werden können, die außerhalb der Urkunde liegen (BGH NJW 1989, 1484 [BGH 02.02.1989 - IX ZR 99/88] ; vgl. auch: BGH WM 1984, 924; NJW 1985, 2528, 2529 [BGH 20.06.1985 - IX ZR 173/84] ; 1986, 1681, 1682 [BGH 23.01.1986 - IX ZR 46/85] ; 1988, 907; NJW-RR 1987, 1138). - BGH, 29.05.1984 - IX ZR 58/83 Das ist richtig, wie der Senat in dem gleichzeitig verkündeten Urteil in dem Parallelprozeß - IX ZR 57/83 -, auf das verwiesen wird, näher ausgeführt hat.
Wie der Senat in seinem Urteil vom heutigen Tage in der Parallelsache IX ZR 57/83, auf das auch insoweit verwiesen wird, im einzelnen dargelegt hat, rügt die Revision zutreffend, daß das Berufungsgericht durch die Annahme eines Kontokorrentverhältnisses bei seiner Entscheidung von einem anderen Sachverhalt ausgegangen ist, als ihn die Klägerin zur Begründung ihrer Klage behauptet hatte.
- OLG Stuttgart, 02.07.2009 - 19 U 135/08
Wohnungseigentumssache: Anspruch eines Eigentümers auf Auszahlung der …
Rn. 84 Eine Zurückweisung als verspätet ist in einem solchen Fall nicht zulässig (vgl. BGH NJW 1999, 2447; BGH WM 1984, 924). - LG Köln, 13.10.2021 - 26 O 77/20 Das folgt bereits daraus, dass er sich noch vor dem Termin zur mündlichen Verhandlung im Schriftsatz vom 30.07.2021 zur Frage der Passivlegitimation substantiiert eingelassen hat (vgl. BGH, Urteil vom 29.05.1984 - IX ZR 57/83).
- OLG Hamm, 09.11.1998 - 31 U 44/98
Aufklärungspflicht einer Bank als Gläubigerin gegenüber dem von ihr "angedienten" …
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".