Rechtsprechung
| LSG Bayern, 23.04.2008 - L 16 AS 118/07 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Grundsicherung für Arbeitsuchende
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Geschäftsgebühr in sozialrechtlichen Angelegenheiten bei Entstehung von Betragsrahmengebühren im gerichtlichen Verfahren; Einordnung einer für zulassungsfreie Berufungen übliche Rechtsmittelbelehrung als eine Entscheidung über die Zulassung oder als falsche Belehrung
Verfahrensgang
- SG Augsburg, 17.07.2006 - S 9 AS 546/06
- SG Augsburg, 28.02.2007 - S 9 AS 546/06
- LSG Bayern, 23.04.2008 - L 16 AS 118/07
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (5)
- BSG, 19.11.1996 - 1 RK 18/95
Klage auf Befreiung von der Zuzahlungspflicht nach § 61 Abs. 1 SGB V , Zulassung …
Auszug aus LSG Bayern, 23.04.2008 - L 16 AS 118/07
Die für zulassungsfreie Berufungen übliche Rechtsmittelbelehrung ist keine Entscheidung über die Zulassung, sondern eine falsche Belehrung (BSG NZS 1997, 388; BSGE 99, 156).Eine Auslegung oder Umdeutung der Berufung in eine Nichtzulassungsbeschwerde kommt schon deswegen nicht in Betracht, weil die Kläger der falschen Rechtsmittelbelehrung folgend wirklich Berufung einlegen wollten (…BSG SozR 1500 § 160 a Nr. 6; NZS 1997, 388; Ulmer SGb 1996, 208).
Die h.M. in der Rechtsprechung (BSG NZS 1997, 388; BSGE 97, 391; 99, 157; LSG SH NZS 2002, 390) und Literatur (Krasney/Udsching VIII 43;… PSW Rdnr. 284;… Bernsdorff in Hennig Rdnr. 42; Ulmer SGb 1996, 208; Roos NZS 1999, 182 f.) nimmt in derartigen Fällen an, dass es bei dem Grundsatz, dass das LSG nicht über die Zulassung der Berufung entscheiden darf, bleibt, weil ihm keine Nichtzulassungsbeschwerde vorliegt.
- BSG, 21.07.1992 - 4 RA 20/91
Verwaltungsverfahren - Widerspruch - Kostenerstattung - Grund der abhelfenden …
Auszug aus LSG Bayern, 23.04.2008 - L 16 AS 118/07
Verwiesen wird auf die Urteile des BSG vom 21.07.1992, Az. B 4 RA 20/91 und vom 18.12.2001, Az. B 12 KR 42/00, wonach ein Widerspruch dann nicht "erfolgreich" sei, wenn die abhelfende Entscheidung nicht dem Widerspruch, sondern einem anderen Umstand wie z.B. der nachträglichen Erfüllung von Mitwirkungspflichten zuzurechnen sei. - BSG, 18.12.2001 - B 12 KR 42/00 R
Kostenerstattung im Vorverfahren - Bescheide Gegenstand eines früheren Verfahrens …
Auszug aus LSG Bayern, 23.04.2008 - L 16 AS 118/07
Verwiesen wird auf die Urteile des BSG vom 21.07.1992, Az. B 4 RA 20/91 und vom 18.12.2001, Az. B 12 KR 42/00, wonach ein Widerspruch dann nicht "erfolgreich" sei, wenn die abhelfende Entscheidung nicht dem Widerspruch, sondern einem anderen Umstand wie z.B. der nachträglichen Erfüllung von Mitwirkungspflichten zuzurechnen sei. - BSG, 23.07.1998 - B 1 KR 24/96 R
Sozialgerichtliches Verfahren - Statthaftigkeit - Berufung - vorsorgliche …
Auszug aus LSG Bayern, 23.04.2008 - L 16 AS 118/07
Die h.M. in der Rechtsprechung (BSG NZS 1997, 388; BSGE 97, 391; 99, 157; LSG SH NZS 2002, 390) und Literatur (Krasney/Udsching VIII 43;… PSW Rdnr. 284;… Bernsdorff in Hennig Rdnr. 42; Ulmer SGb 1996, 208; Roos NZS 1999, 182 f.) nimmt in derartigen Fällen an, dass es bei dem Grundsatz, dass das LSG nicht über die Zulassung der Berufung entscheiden darf, bleibt, weil ihm keine Nichtzulassungsbeschwerde vorliegt. - LSG Schleswig-Holstein, 17.07.2001 - L 1 KR 23/00
Begriff der Erstattungsstreitigkeit im Sozialverfahrensrecht; Gedanke der …
Auszug aus LSG Bayern, 23.04.2008 - L 16 AS 118/07
Die h.M. in der Rechtsprechung (BSG NZS 1997, 388; BSGE 97, 391; 99, 157; LSG SH NZS 2002, 390) und Literatur (Krasney/Udsching VIII 43;… PSW Rdnr. 284;… Bernsdorff in Hennig Rdnr. 42; Ulmer SGb 1996, 208; Roos NZS 1999, 182 f.) nimmt in derartigen Fällen an, dass es bei dem Grundsatz, dass das LSG nicht über die Zulassung der Berufung entscheiden darf, bleibt, weil ihm keine Nichtzulassungsbeschwerde vorliegt.
- LSG Nordrhein-Westfalen, 04.01.2010 - L 19 B 316/09
Grundsicherung für Arbeitssuchende
Bei Anfall von Betragsrahmengebühren sieht Nr. 1008 VV RVG vor, dass im Fall der Mehrfachvertretung der Mindest- und Höchstbetrag des Gebührenrahmens entsprechend den Vorgaben erhöht wird und aus diesem erhöhten Rahmen für den Einzelfall eine angemessene Gebühr unter Berücksichtigung von § 14 Abs. 1 RVG gebildet wird (so auch LSG NRW Beschluss vom 03.12.2007 - L 20 B 66/07 AY - LSG Bayern Beschluss vom 23.04.2008 - L 16 AS 118/07 - Müller-Rabe, a.a.O., Nr. 1008 VV Rn 242;… Hartmann, a.a.O., Nr. 1008 VV RVG Rn 14;… a.A. Bischof in Bischof/Jungbauer/Bräuer/Curkovic/Mathais/Uher, RVG, 3. Aufl., Nr. 1008 VV Rn 84f; LSG Mecklenburg-Vorpommern Urteil vom 29.11.2007 - L 8 AS 39/06 - ohne nähere Begründung).Entgegen der Auffassung der Beklagten ist die Vorschrift der Nr. 1008 Abs. 3 VV RVG nicht dahingehend auszulegen, dass die Erhöhung der Mindest- und Höchstbetrags jeweils auf das Zweifache der Ausgangsbetrags - vorliegend auf 40, 00 EUR bis 640, 00 EUR - begrenzt ist, sondern die Regelung der Nr. 1008 Abs. 3 VV RVG begrenzt die Erhöhung wegen mehrerer Auftraggeber auf das Dreifache des Ausgangsbetrags, vorliegend auf 60, 00 EUR (3 x 20, 00 EUR) bis 960, 00 EUR (3 x 320, 00 EUR) (…so auch Schnapp in Gebauer/Schneider, Anwaltskommentar, 4. Aufl. Nr. 1008 VV Rn 46;… Bischof, a.a.O., Nr. 1008 VV Rn 89, 92;… Müller-Rabe, a.a.O., Nr. 1008 VV RVG Rn 248; a. A. LSG NRW Beschluss vom 03.12.2007 - L 20 B 66/07 AY - und vom 28.05.2008 - L 20 B 7/08 AS - LSG Bayern Beschluss vom 23.04.2008 - L 16 AS 118/07 - ohne nähere Begründung).
- LSG Nordrhein-Westfalen, 14.05.2012 - L 19 AS 1992/11
Grundsicherung für Arbeitsuchende
Die Vorschrift der Nr. 1008 Abs. 3 VV RVG, wonach mehrere Erhöhungen bei Betragsrahmengebühren das Doppelte des Mindest- und Höchstbetrages nicht übersteigen dürfen, ist entgegen der Auffassung des Beklagten nicht dahingehend auszulegen, dass die Erhöhung der Mindest- und Höchstbetrags jeweils auf das Zweifache der Ausgangsbetrags - vorliegend auf 80, 00 EUR bis 520, 00 EUR - begrenzt ist, sondern die Regelung der Nr. 1008 Abs. 3 VV RVG begrenzt die Erhöhung wegen mehrerer Auftraggeber auf das Dreifache des Ausgangsbetrags vorliegend auf 120, 00 EUR (3 x 40, 00 EUR) bis 780, 00 EUR (3 x 260, 00 EUR) (…so auch Schnapp in Gebauer/Schneider, Anwaltskommentar, 4. Aufl., Nr. 1008 VV Rn 46; Müller-Rabe in Gerold/Schmidt, RVG, 19 Aufl., VV 1008 Rn 214 ff, 248; Hartman, Kostengesetz, 42 Aufl., VV 1008 Rn 8; a. A. LSG NRW Beschluss vom 03.12.2007 - L 20 B 66/07 AY - und vom 28.05.2008 - L 20 B 7/08 AS - LSG Bayern Beschluss vom 23.04.2008 - L 16 AS 118/07 - ohne nähere Begründung). - LSG Nordrhein-Westfalen, 30.04.2013 - L 6 AS 1912/12 Danach darf die erhöhte Betragsrahmengebühren höchstens dem Dreifachen des jeweiligen Mindest- und Höchstbetrags entsprechen (ebenso: LSG NRW Beschluss v. 04.01.2010- L 19 B 316/09 AS, juris ; SG Aachen Urteil vom 12.10.2009 - S 14 AS 114/09;… Müller-Raabe in: Gerold/Schmidt, RVG, 19. Aufl., zu Nr. 1008 VV, Rn. 248; a. A. LSG NRW Beschlüsse vom 03.12.2007, L 20 B 66/07 AY und vom 28.05.2008 - L 20 B 7/08 AS; LSG Bayern, Beschluss v. 23.04.2008, L 16 AS 118/07).
- SG Berlin, 24.09.2010 - S 180 SF 7308/10
Sozialgerichtliches Verfahren - Rechtsanwaltsvergütung - Erhöhung der …
Richtig ist vielmehr, dass die erhöhten Betragsrahmengebühren höchstens dem Dreifachen des jeweiligen Mindest- und Höchstbetrags entsprechen dürften (ebenso: LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 04.01.2010, L 19 B 316/09 AS; SG Aachen, Urteil v. 12.10.2009, S 14 AS 114/09;… Müller-Raabe in: Gerold/Schmidt, RVG, 19. Aufl., Nr. 1008 Rn. 248; a. A. LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 03.12.2007, L 20 B 66/07 AY und Beschluss v. 28.05.2008, L 20 B 7/08 AS; LSG Bayern, Beschluss v. 23.04.2008, L 16 AS 118/07).
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