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Rechtsprechung
   LSG Berlin-Brandenburg, 18.10.2023 - L 18 AS 279/23   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2023,33415
LSG Berlin-Brandenburg, 18.10.2023 - L 18 AS 279/23 (https://dejure.org/2023,33415)
LSG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 18.10.2023 - L 18 AS 279/23 (https://dejure.org/2023,33415)
LSG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 18. Oktober 2023 - L 18 AS 279/23 (https://dejure.org/2023,33415)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • Sozialgerichtsbarkeit.de

    Grundsicherung für Arbeitsuchende

  • Entscheidungsdatenbank Berlin

    § 20 SGB 2, § 28 SGB 12, § 20 Abs 1a S 1 SGB 2, § 73 SGB 2
    Verfassungsmäßigkeit der Höhe der Leistungen der Grundsicherung nach dem SGB 2

  • Entscheidungsdatenbank Brandenburg

    § 20 SGB 2, § 28 SGB 12
    Arbeitslosengeld II - Regelsatzhöhe - Verfassungskonformität trotz erhöhter Inflation in den Monaten September und Oktober 2022

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    § 20 SGB II ; § 28 SGB XII
    Arbeitslosengeld II - Regelsatzhöhe - Verfassungskonformität trotz erhöhter Inflation in den Monaten September und Oktober 2022

  • rechtsportal.de

    § 20 SGB II ; § 28 SGB XII
    Arbeitslosengeld II - Regelsatzhöhe - Verfassungskonformität trotz erhöhter Inflation in den Monaten September und Oktober 2022

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (8)Zitiert selbst (9)

  • BVerfG, 23.07.2014 - 1 BvL 10/12

    Sozialrechtliche Regelbedarfsleistungen derzeit noch verfassungsgemäß

    Auszug aus LSG Berlin-Brandenburg, 18.10.2023 - L 18 AS 279/23
    Evident unzureichend sind Sozialleistungen nur, wenn offensichtlich ist, dass sie in der Gesamtsumme keinesfalls sicherstellen können, Hilfebedürftigen in Deutschland ein Leben zu ermöglichen, das physisch, sozial und kulturell als menschenwürdig anzusehen ist (vgl BVerfG, Beschluss vom 23. Juli 2014 - 1 BvL 10/12 - juris - Rn 81).

    Rn. 19 Unter Berücksichtigung der zwischenzeitlich ergangenen Entscheidungen des BVerfG (vgl ua Beschluss vom 27. Juli 2016 - 1 BvR 371/11 - juris; Beschluss vom 23. Juli 2014 - 1 BvL 10/12 -) ist der Senat überzeugt, dass die Bestimmung der Höhe der Leistungen für den Regelbedarf durch den Gesetzgeber im Rahmen des SGB II grundsätzlich den Anforderungen an eine hinreichend transparente, jeweils aktuell auf der Grundlage verlässlicher Zahlen und schlüssiger Berechnungsverfahren tragfähig zu rechtfertigende Bemessung der Leistungshöhe genügt.

    Es ist nicht erkennbar, dass er für die Sicherung einer menschenwürdigen Existenz relevante Bedarfsarten übersehen und die zu ihrer Deckung erforderlichen Leistungen durch gesetzliche Ansprüche nicht gesichert hat (BVerfG, Beschluss vom 23. Juli 2014 - 1 BvL 10/12 - Rn 89; Beschluss vom 27. Juli 2016 - 1 BvR 371/11 - Rn 52).

    Es kann vorliegend dahinstehen, ob der erhebliche Anstieg der Inflation spätestens seit März 2022 bedingt durch die kumulierten Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und des Ukraine-Krieges bereits im September/Oktober 2022 zu einer offensichtlichen und erheblichen Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Preisentwicklung und der bei der Fortschreibung der Regelbedarfsstufen berücksichtigten Entwicklung der Preise für regelbedarfsrelevante Güter geführt hat, da eine vom BVerfG geforderte zeitnahe Reaktion des Gesetzgebers (vgl BVerfG, Beschluss vom 23. Juli 2014 - 1 BvL 10/12 - Rn 144) erfolgt ist, indem nach § 73 SGB II für den Monat Juli 2022 von Amts wegen eine Einmalzahlung in Höhe von 200,- EUR gewährt wurde, die auch die Klägerin erhalten hat (vgl Bescheid vom 23. Juli 2022).

  • BVerfG, 27.07.2016 - 1 BvR 371/11

    Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen die Berücksichtigung von Einkommen eines …

    Auszug aus LSG Berlin-Brandenburg, 18.10.2023 - L 18 AS 279/23
    Rn. 19 Unter Berücksichtigung der zwischenzeitlich ergangenen Entscheidungen des BVerfG (vgl ua Beschluss vom 27. Juli 2016 - 1 BvR 371/11 - juris; Beschluss vom 23. Juli 2014 - 1 BvL 10/12 -) ist der Senat überzeugt, dass die Bestimmung der Höhe der Leistungen für den Regelbedarf durch den Gesetzgeber im Rahmen des SGB II grundsätzlich den Anforderungen an eine hinreichend transparente, jeweils aktuell auf der Grundlage verlässlicher Zahlen und schlüssiger Berechnungsverfahren tragfähig zu rechtfertigende Bemessung der Leistungshöhe genügt.

    Es ist nicht erkennbar, dass er für die Sicherung einer menschenwürdigen Existenz relevante Bedarfsarten übersehen und die zu ihrer Deckung erforderlichen Leistungen durch gesetzliche Ansprüche nicht gesichert hat (BVerfG, Beschluss vom 23. Juli 2014 - 1 BvL 10/12 - Rn 89; Beschluss vom 27. Juli 2016 - 1 BvR 371/11 - Rn 52).

  • BVerfG, 05.11.2019 - 1 BvL 7/16

    Sanktionen zur Durchsetzung von Mitwirkungspflichten bei Bezug von …

    Auszug aus LSG Berlin-Brandenburg, 18.10.2023 - L 18 AS 279/23
    Dem Gesetzgeber steht hinsichtlich der Ausgestaltung des Grundrechts auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums ein Gestaltungsspielraum zu (vgl Bundesverfassungsgericht , Urteil vom 9. Februar 2010 - 1 BvL 1/09 - juris - Rn 133, 134; Urteil vom 5. November 2019 - 1 BvL 7/16 - juris - Rn 118, 119).
  • BVerfG, 09.02.2010 - 1 BvL 1/09

    Hartz IV - Regelleistungen nach SGB II ("Hartz IV-Gesetz") nicht verfassungsgemäß

    Auszug aus LSG Berlin-Brandenburg, 18.10.2023 - L 18 AS 279/23
    Dem Gesetzgeber steht hinsichtlich der Ausgestaltung des Grundrechts auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums ein Gestaltungsspielraum zu (vgl Bundesverfassungsgericht , Urteil vom 9. Februar 2010 - 1 BvL 1/09 - juris - Rn 133, 134; Urteil vom 5. November 2019 - 1 BvL 7/16 - juris - Rn 118, 119).
  • BSG, 18.05.2022 - B 7/14 AS 1/21 R

    Arbeitslosengeld II - Erledigung der vorläufigen Leistungsbewilligung durch …

    Auszug aus LSG Berlin-Brandenburg, 18.10.2023 - L 18 AS 279/23
    Durch die Erhebung der Klage gegen den vorläufigen Bescheid wird der Eintritt der Fiktionswirkung des § 41a Abs. 5 Satz 1 SGB II nicht gehindert (vgl zum Ganzen BSG, Urteil vom 18. Mai 2022 - B 7/14 AS 1/21 R = SozR 4-4200 § 41a Nr. 4).
  • BSG, 19.08.2015 - B 14 AS 13/14 R

    Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren - vorläufige Entscheidung - …

    Auszug aus LSG Berlin-Brandenburg, 18.10.2023 - L 18 AS 279/23
    Denn jedenfalls in Bezug auf die Klägerin lagen die Voraussetzungen für eine vorläufige Bewilligung nicht (mehr) vor (vgl insoweit BSG, Urteil vom 19. August 2015 - B 14 AS 13/14 R = SozR 4-4200 § 22 Nr. 86 - Rn 15, 16 mwN).
  • BSG, 05.08.2021 - B 4 AS 82/20 R

    Arbeitslosengeld II - Unterkunft und Heizung - Angemessenheitsprüfung - …

    Auszug aus LSG Berlin-Brandenburg, 18.10.2023 - L 18 AS 279/23
    Streitig ist nur die Gewährung höherer Regelleistungen (vgl zur Abtrennbarkeit des Streitgegenstands bzgl KdUH zB Bundessozialgericht , Urteil vom 5. August 2021 - B 4 AS 82/20 R = SozR 4-4200 § 22 Nr. 119 - Rn 13 mwN).
  • LSG Schleswig-Holstein, 11.10.2022 - L 6 AS 87/22

    Sozialgerichtliches Verfahren - einstweiliger Rechtsschutz - Regelungsanordnung - …

    Auszug aus LSG Berlin-Brandenburg, 18.10.2023 - L 18 AS 279/23
    Ein Anspruch der Klägerin auf weitere Leistungen besteht nicht (vgl zum Ganzen Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 20. Juli 2022 - L 3 AS 1169/22 - juris; Schleswig-Holsteinisches LSG, Beschluss vom 11. Oktober 2022 - L 6 AS 87/22 B ER - juris).
  • LSG Baden-Württemberg, 20.07.2022 - L 3 AS 1169/22

    Arbeitslosengeld II - Inflation und Kostensteigerung - Fortschreibung der …

    Auszug aus LSG Berlin-Brandenburg, 18.10.2023 - L 18 AS 279/23
    Ein Anspruch der Klägerin auf weitere Leistungen besteht nicht (vgl zum Ganzen Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 20. Juli 2022 - L 3 AS 1169/22 - juris; Schleswig-Holsteinisches LSG, Beschluss vom 11. Oktober 2022 - L 6 AS 87/22 B ER - juris).
  • LSG Baden-Württemberg, 05.11.2024 - L 2 AS 3642/22

    Sozialgerichtliches Verfahren - Revisionszulassung in Beschluss nach § 153 Abs 4 …

    Die Höhe des Regelbedarfs, der sich für Alleinstehende - wie dem Kläger - im Jahr 2021 auf 446, 00 EUR und im Jahr 2022 auf 449, 00 EUR belief, genügte im Jahr 2021 und im Jahr 2022 nach Überzeugung des Senats weiterhin den verfassungsrechtlichen Anforderungen (so auch: LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 20.07.2022 - L 3 AS 1169/22 -, LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 13.12.2023 - L 12 AS 1814/22 -, LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 10.11.2023 - L21 AS 541/23 B -, LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 18.10.2023 - L 18 AS 279/23 [Revision anhängig unter B 7 AS 20/24 R zur Frage der Verfassungskonformität des Regelbedarfs der Regelbedarfsstufe 1 in September und Oktober 2022], LSG Schleswig-Holstein, Beschluss vom 11.10.2022 - L 6 AS 87/22 B ER -, alle juris; BSG…, Beschluss vom 05.07.2023 - B 4 AS 36/23 B - juris Rn. 5, in dem das BSG keinen Grund gesehen hat, die Revision in Bezug auf die Verfassungsmäßigkeit des Regelbedarfs u.a. für die Jahre 2020 bis 2021 zuzulassen).

    Auch die deutliche Steigerung des Regelsatzes mit Einführung des Bürgergeldes ab dem 01.01.2023 auf 502, 00 EUR monatlich für Alleinstehende dokumentiert die angesichts komplexer demokratischer Gesetzgebungsverfahren angemessen schnelle Reaktion des Gesetzgebers auf die Diskrepanz zwischen Preisentwicklung und Regelbedarfsanpassung (vgl. BSG…, Beschluss vom 05.07.2023 - B 4 AS 36/23 B -, juris Rn. 5; LSG Nordrhein-Westfalen…, Urteil vom 13.12.2023 - L 12 AS 1814/22 -, juris Rn. 60; LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 18.10.2023 - L 18 AS 279/23 -, juris Rn. 18 ff. [Revision anhängig beim BSG, a.a.O.], LSG Schleswig-Holstein…, Beschluss vom 11.10.2022 - L 6 AS 87/22 B ER -, juris Rn. 27; LSG Niedersachsen-Bremen…, Beschluss vom 24.08.2022 - L 8 SO 56/22 B ER -, juris Rn. 15).

    Damit hat der Gesetzgeber im Rahmen seines Gestaltungsspielraums in einem zumutbaren Zeitraum ein inflationsgeschütztes Grundsicherungsniveau geschaffen (vgl. LSG Nordrhein-Westfalen…, Urteil vom 13.12.2023 - L 12 AS 1814/22 -, juris Rn. 60; LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 18.10.2023 - L 18 AS 279/23 -, juris Rn. 25 [Revision anhängig, a.a.O.]).

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 13.12.2023 - L 12 AS 1814/22

    SGB II: Kein zusätzlicher Inflationsausgleich

    Auch die deutliche Steigerung des Regelsatzes mit Einführung des Bürgergeldes ab dem 01.01.2023 auf 502 EUR monatlich für Alleinstehende dokumentiert die angesichts komplexer demokratischer Gesetzgebungsverfahren angemessen schnelle Reaktion des Gesetzgebers auf die Diskrepanz zwischen Preisentwicklung und Regelbedarfsanpassung (…vgl. LSG Schleswig-Holstein Beschluss vom 11.10.2022, L 6 AS 87/22 B ER, Rn. 27, juris;… LSG Niedersachsen Bremen Beschluss vom 24.08.2022, L 8 SO 56/22 B ER, Rn. 15, juris;… LSG NRW Beschluss vom 31.01.2022, L 2 AS 330/22 B ER, Rn. 3, juris; LSG Berlin-Brandenburg Urteil vom 18.10.2023, L 18 AS 279/23, Rn. 18 ff., juris;… BSG Beschluss vom 05.07.2023, B 4 AS 36/23 B, Rn. 5, juris, in dem das BSG keinen Grund gesehen hat, die Revision in Bezug auf die Verfassungsmäßigkeit des Regelbedarfs u.a. für die Jahre 2020 bis 2021 zuzulassen).

    Damit hat der Gesetzgeber im Rahmen seines Gestaltungsspielraums in einem zumutbaren Zeitraum ein inflationsgeschütztes Grundsicherungsniveau geschaffen (vgl. LSG Berlin-Brandenburg Urteil vom 18.10.2023, L 18 AS 279/23, Rn. 25, juris).

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 17.04.2024 - L 2 AS 39/24

    Regelbedarfserhöhung der Regelbedarfsstufe 1 nicht evident unzureichend

    Sie beruht auch auf einem schlüssigen Berechnungsverfahren (so auch Landessozialgericht -LSG- Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 14.12.2023 - L 5 AS 356/23 B ER, Rn 31 ff. bei juris) und ist zur Gewährleistung des Existenzminimums als ausreichend anzusehen (vgl. auch LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 18.10.2023 - L 18 AS 279/23, Rn. 25 bei juris).
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