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Weitere Entscheidung unten: LSG Nordrhein-Westfalen, 17.08.2017

Rechtsprechung
   LSG Nordrhein-Westfalen, 31.08.2017 - L 19 AS 787/17   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2017,42950
LSG Nordrhein-Westfalen, 31.08.2017 - L 19 AS 787/17 (https://dejure.org/2017,42950)
LSG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 31.08.2017 - L 19 AS 787/17 (https://dejure.org/2017,42950)
LSG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 31. August 2017 - L 19 AS 787/17 (https://dejure.org/2017,42950)
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Volltextveröffentlichungen (7)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    SGB II § 42a Abs. 2 S. 1; SGB II § 22 Abs. 6
    SGB-II -Leistungen

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig)
  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    SGB-II-Leistungen; Tilgung eines Mietkautionsdarlehens durch eine Aufrechnung; Grundsatz der Bedarfsdeckung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Wird zitiert von ... (6)Zitiert selbst (21)

  • BSG, 09.03.2016 - B 14 AS 20/15 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Aufrechnung in Höhe von 30 % des Regelbedarfs …

    Auszug aus LSG Nordrhein-Westfalen, 31.08.2017 - L 19 AS 787/17
    Diese Verwaltungsakte ändern aber die in dem Bescheid vom 21.11.2013 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 06.03.2014 enthaltene Aufrechnungserklärung weder i.S.v. §§ 86, 96 Abs. 1 SGG ab noch ersetzen sie diese; sie setzen als Ausführungsbescheide die im Aufrechnungsverwaltungsakt getroffene Regelung - Tilgung der Darlehensforderung durch Aufrechnung mit laufenden Leistungen der Kläger i.H.v. 69, 00 Euro monatlich - für die jeweiligen Bewilligungsabschnitt lediglich um (a.A. anscheinend BSG, Urteil vom Urteil vom 09.03.2016 - B 14 AS 20/15 R - BSGE 121, 55).

    Nach § 44 SGB II kann die Darlehensforderung des Grundsicherungsträgers dem Leistungsberechtigten erlassen bzw. gestundet oder niedergeschlagen werden, wenn dessen Einziehung nach Lage des Falles unbillig wäre (vgl. hierzu BSG, Urteile vom 09.03.2016 - B 14 AS 20/15 R - BSGE 121, 55 …und vom 10.05.2011 - B 4 AS 11/10 R - SozR 4-4200 § 44 Nr. 2).

    Rn. 56 Der Erlass eines solchen Grundlagenverwaltungsakts ist von der Ermächtigung in § 42a Abs. 2 S. 2 SGG gedeckt (vgl. zu § 43 SGB II, BSG, Urteil vom 09.03.2016, a.a.O., zur alten Rechtslage vor Einfügung des § 42a SGB II, BSG, Urteil vom 22.03.2017 - B 4 AS 26/10 R - BSGE 121, 55; zweifelnd BSG, Beschluss vom 13.12.2015 - B 4 AS 14/15 R), zumal ein Grundlagenverwaltungsakt keiner gesetzlichen Ermächtigung bedarf (vgl. BSG…, Urteil vom 09.12.2016 - B 8 SO 8/15 R - SozR 4-3500 § 53 Nr. 5; siehe auch BSG, Urteil vom 17.06.2008 - B 8 Ay 130/07 R zur Vorabentscheidung einer grundlegende Frage des Sozialrechtsverhältnisses).

    Nicht erforderlich ist es, dass Ende der Tilgung zu benennen (vgl. BSG, Urteil vom 09.03.2016, a.a.O.).

    Denn die Kläger sind nicht dadurch beschwert, dass die Höhe der Aufrechnung in den Ausführungsverwaltungsakten zeitweise die im Grundlagenverwaltungsakt zutreffend umgesetzte gesetzliche Vorgabe unterschritt (BSG, Urteil vom 09.03.2016, a.a.O.).

    Dieser steht nicht entgegen, dass der Anspruch der Kläger auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für künftige Monate noch nicht fällig war, denn es genügt, dass die Hauptforderung, gegen die aufgerechnet wird, lediglich erfüllbar ist (vgl. BSG, Urteil vom 09.03.2016, a.a.O.).

    Rn. 65 Angesichts der hier nur 10 Prozent gegenüber 30 Prozent bei der Anwendung von § 43 SGB II umfassenden Höhe der durch die Aufrechnung entstehenden Leistungsminderung sowie der nur 14 Monate umfassenden Tilgungsdauer - gegenüber 36 Monaten bei Ausschöpfung des in § 43 SGB II vorgegebenen zulässigen Zeitmaßes wirft auch die konkrete Gestaltung des Einzelfalles keine verfassungsrechtlichen Fragen auf (vgl. Beschluss des Senats vom 26.01.2017 - L 19 AS 1459/15 NZB; zur Verfassungsmäßigkeit des § 43 SGB II, BSG, Urteil vom 09.03.2016, a.a.O.).

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 29.06.2017 - L 7 AS 607/17

    SGB-II -Leistungen; Aufrechnung mit Ansprüchen aus einem Mietkautionsdarlehen …

    Auszug aus LSG Nordrhein-Westfalen, 31.08.2017 - L 19 AS 787/17
    § 42a Rn 4; Boerner in Löns/Herold-Tews, SGB II, 3. Aufl. 2011, § 42a Rn 2, 3; Greiser, a.a.O., § 42a Rn 23; offen gelassen BSG Beschluss vom 29.06.2015 - B 4 AS 11/14 R; Urteil vom 25.06.2015 - B 14 AS 28/14 R; a.A. LSG NRW, Urteil vom 29.06.2017 - L 7 AS 607/17, Nguyen SGb 2017, 202).

    Rn. 41 Die Tilgung nach § 42a Abs. 2 SGB II verstößt nicht gegen den Bedarfsdeckungsgrundsatz (a.A. LSG NRW, Urteil vom 29.07.2017 - L 7 AS 607/17; Nguyen, SGb 2017, 202).

    Rn. 42 Der Senat folgt nicht der Auffassung, die laufende Rückzahlung eines Mietkautionsdarlehens bei einer Aufrechnung aus dem Regelbedarf sei mit dem Bedarfsdeckungsgrundsatz nicht vereinbar, da weder ein Ansparanteil hierfür im Regelsatz vorgesehen sei noch eine Ansparobliegenheit für Unterkunftsbedarfe bestehe (so LSG NRW, Urteil vom 29.07.2017 - L 7 AS 607/17;… Nguyen, a.aO.).

    Aus dem Fehlen einer ausdrücklichen Gesetzesbegründung, warum die Tilgungsmöglichkeit bei allen anderen Darlehen, nicht dagegen bei Mietkautionsdarlehen geregelt werden sollte, kann nicht geschlossen werden, der Gesetzgeber sei sich seiner Unterlassung nicht bewusst gewesen (so anscheinend LSG NRW, Urteil vom 29.06.2017 - L 7 AS 607/17).

  • BSG, 22.03.2012 - B 4 AS 26/10 R

    Arbeitslosengeld II - Unterkunft und Heizung - Mietkautionsdarlehen - …

    Auszug aus LSG Nordrhein-Westfalen, 31.08.2017 - L 19 AS 787/17
    Auch bilden sie aufgrund des zeitlichen Abstandes zwischen dem Erlass des Bescheides vom 21.11.2013 und dem der jeweiligen Ausführungsbescheiden vom 26.11.2013, 10.01.2014, 07.04.2014, 12.05.2014 und 22.11.2014 keine rechtliche Einheit (siehe hierzu BSG, Urteil vom 22.03.2012 - B 4 AS 26/10 R - BSGE 110, 288, wonach der Bescheid, mit dem ein Darlehen für die Stellung einer Mietkaution bewilligt wird und der Bewilligungsbescheid gleichen Datums, mit dem dessen Tilgung durch Abzüge von den laufenden Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes vorgenommen wird, eine rechtliche Einheit im Sinne eines einheitlichen Bescheids zur Höhe der SGB II-Leistungen im geregelten Zeitraum darstellen).

    Rn. 38 a) Sinn und Zweck des § 42a SGB II ist es, für sämtliche Darlehenstatbestände im SGB II eine Rahmenregelung vorzugeben (BT-Drs. 17/3404 S. 191; BSG, Urteile vom 22.03.2012 - B 4 AS 26/10 R - BSGE 110, 288 …und vom 25.06 2015 - B 14 AS 28/14 R - SozR 4-4200 § 42a Nr. 1).

    Rn. 56 Der Erlass eines solchen Grundlagenverwaltungsakts ist von der Ermächtigung in § 42a Abs. 2 S. 2 SGG gedeckt (vgl. zu § 43 SGB II, BSG…, Urteil vom 09.03.2016, a.a.O., zur alten Rechtslage vor Einfügung des § 42a SGB II, BSG, Urteil vom 22.03.2017 - B 4 AS 26/10 R - BSGE 121, 55; zweifelnd BSG, Beschluss vom 13.12.2015 - B 4 AS 14/15 R), zumal ein Grundlagenverwaltungsakt keiner gesetzlichen Ermächtigung bedarf (vgl. BSG…, Urteil vom 09.12.2016 - B 8 SO 8/15 R - SozR 4-3500 § 53 Nr. 5; siehe auch BSG, Urteil vom 17.06.2008 - B 8 Ay 130/07 R zur Vorabentscheidung einer grundlegende Frage des Sozialrechtsverhältnisses).

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 11.05.2017 - L 6 AS 111/14

    Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II

    Auszug aus LSG Nordrhein-Westfalen, 31.08.2017 - L 19 AS 787/17
    Rn. 40 b) Es gibt zur Überzeugung des Senats auch sonst keinen tragenden Grund, Mietkautionsdarlehen als von § 42a Abs. 2 SGB II nicht erfasst anzusehen (ebenso LSG NRW, Urteil vom 11.05.2017 - L 6 AS 111/14, Conradis in LPK-SGB 11, 5.

    Rn. 50 Für diese Sicht spricht insbesondere die innere Systematik der Norm (vgl. LSG NRW, Urteil vom 11.05.2017 - L 6 AS 111/14).

  • BSG, 29.06.2015 - B 4 AS 11/14 R

    Darf das Jobcenter das Mietkautionsdarlehen mit Hartz IV verrechnen?

    Auszug aus LSG Nordrhein-Westfalen, 31.08.2017 - L 19 AS 787/17
    Sie haben Bezug auf die Ausführungen in dem Beschluss des Bundessozialgerichts vom 29.06.2015 - B 4 AS 11/14 R - genommen.

    § 42a Rn 4; Boerner in Löns/Herold-Tews, SGB II, 3. Aufl. 2011, § 42a Rn 2, 3; Greiser, a.a.O., § 42a Rn 23; offen gelassen BSG Beschluss vom 29.06.2015 - B 4 AS 11/14 R; Urteil vom 25.06.2015 - B 14 AS 28/14 R; a.A. LSG NRW, Urteil vom 29.06.2017 - L 7 AS 607/17, Nguyen SGb 2017, 202).

  • BSG, 25.06.2015 - B 14 AS 28/14 R

    Arbeitslosengeld II - Unterkunft und Heizung - Mietkautionsdarlehen - Tilgung …

    Auszug aus LSG Nordrhein-Westfalen, 31.08.2017 - L 19 AS 787/17
    Rn. 38 a) Sinn und Zweck des § 42a SGB II ist es, für sämtliche Darlehenstatbestände im SGB II eine Rahmenregelung vorzugeben (BT-Drs. 17/3404 S. 191; BSG, Urteile vom 22.03.2012 - B 4 AS 26/10 R - BSGE 110, 288 und vom 25.06 2015 - B 14 AS 28/14 R - SozR 4-4200 § 42a Nr. 1).

    § 42a Rn 4; Boerner in Löns/Herold-Tews, SGB II, 3. Aufl. 2011, § 42a Rn 2, 3; Greiser, a.a.O., § 42a Rn 23; offen gelassen BSG Beschluss vom 29.06.2015 - B 4 AS 11/14 R; Urteil vom 25.06.2015 - B 14 AS 28/14 R; a.A. LSG NRW, Urteil vom 29.06.2017 - L 7 AS 607/17, Nguyen SGb 2017, 202).

  • BSG, 10.05.2011 - B 4 AS 11/10 R

    Arbeitslosengeld II - Aufwendung für Schulbücher für das Schuljahr 2006/2007 - …

    Auszug aus LSG Nordrhein-Westfalen, 31.08.2017 - L 19 AS 787/17
    Die Aufrechnung in Höhe von 10 Prozent des maßgebenden Regelbedarfs für Mietkautionsdarlehen ist auch im Hinblick auf den einhergehenden Entzug des im Regelbedarf enthaltenen Ansparbetrags mit dem Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums vereinbar (vgl. hierzu BVerfG, Urteil vom 09.02.2010 - 1 BvL 1/09 - BVerfGE 125, 175; vgl. Beschluss des Senats vom 26.01.2017 - L 19 AS 1459/17 NZB zu Darlehen nach § 24 Abs. 1 SGB II und § 22 Abs. 8 SGB II; siehe auch BSG, Urteil vom 10.05.2011 - B 4 AS 11/10 R - SozR 4-4200 § 44 Nr. 2, wonach die Tilgung eines Darlehens aus der Grundsicherungsleistung nicht per se die Existenz gefährdet).

    Nach § 44 SGB II kann die Darlehensforderung des Grundsicherungsträgers dem Leistungsberechtigten erlassen bzw. gestundet oder niedergeschlagen werden, wenn dessen Einziehung nach Lage des Falles unbillig wäre (vgl. hierzu BSG, Urteile vom 09.03.2016 - B 14 AS 20/15 R - BSGE 121, 55 und vom 10.05.2011 - B 4 AS 11/10 R - SozR 4-4200 § 44 Nr. 2).

  • BVerfG, 27.07.2016 - 1 BvR 371/11

    Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen die Berücksichtigung von Einkommen eines …

    Auszug aus LSG Nordrhein-Westfalen, 31.08.2017 - L 19 AS 787/17
    Diese Unterschiede genügen, um auch unterschiedliche Aufrechnungsregeln sachlich zu begründen (BVerfG, Beschluss vom 27.07.2016 - 1 BvR 371/11 - BVerfGE 142, 353; siehe auch Bender;… a.a.O., § 42a Rn. 17).
  • BSG, 09.12.2016 - B 8 SO 8/15 R

    Sozialhilfe - Eingliederungshilfe - Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung - …

    Auszug aus LSG Nordrhein-Westfalen, 31.08.2017 - L 19 AS 787/17
    Rn. 56 Der Erlass eines solchen Grundlagenverwaltungsakts ist von der Ermächtigung in § 42a Abs. 2 S. 2 SGG gedeckt (vgl. zu § 43 SGB II, BSG…, Urteil vom 09.03.2016, a.a.O., zur alten Rechtslage vor Einfügung des § 42a SGB II, BSG, Urteil vom 22.03.2017 - B 4 AS 26/10 R - BSGE 121, 55; zweifelnd BSG, Beschluss vom 13.12.2015 - B 4 AS 14/15 R), zumal ein Grundlagenverwaltungsakt keiner gesetzlichen Ermächtigung bedarf (vgl. BSG, Urteil vom 09.12.2016 - B 8 SO 8/15 R - SozR 4-3500 § 53 Nr. 5; siehe auch BSG, Urteil vom 17.06.2008 - B 8 Ay 130/07 R zur Vorabentscheidung einer grundlegende Frage des Sozialrechtsverhältnisses).
  • BSG, 18.11.2014 - B 4 AS 3/14 R

    Arbeitslosengeld II - Unterkunft und Heizung - Mietschulden - Darlehen oder …

    Auszug aus LSG Nordrhein-Westfalen, 31.08.2017 - L 19 AS 787/17
    Vor Einführung des § 42a SGB II enthielt das SGB II - bis auf das Darlehen bei unabweisbarem Bedarf nach § 23 Abs. 1 SGB II a.F. - keine Tilgungsregelungen für Darlehen (vgl. BSG, Urteil vom 18.11.2014 - B 4 AS 3/14 R - zum Mietschuldendarlehen nach § 22 Abs. 5 SGB II a.F.).
  • BSG, 23.02.2017 - B 4 AS 57/15 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Ablehnung der Überprüfung bzw Rücknahme eines …

  • BVerfG, 10.06.2009 - 1 BvR 825/08

    Kein Kontrahierungszwang im Basistarif für kleinere private Versicherungsvereine …

  • BSG, 06.03.1991 - 9b RAr 7/90

    Überprüfung der Rechtswidrigkeit unanfechtbarer belastender Verwaltungsakte

  • BSG, 17.01.2017 - B 5 R 286/16 B
  • BVerfG, 09.02.2010 - 1 BvL 1/09

    Hartz IV - Regelleistungen nach SGB II ("Hartz IV-Gesetz") nicht verfassungsgemäß

  • BSG, 23.05.2013 - B 4 AS 67/12 R

    Arbeitslosengeld II - Unterkunft und Heizung - Abweichung von der Aufteilung der …

  • BSG, 28.03.2013 - B 4 AS 12/12 R

    Arbeitslosengeld II - Neubemessung der Regelbedarfe ab 1. 1. 2011 - …

  • BSG, 17.11.2005 - B 11a/11 AL 57/04 R

    Sozialgerichtliches Verfahren - Berufungsverfahren - Streitgegenstand - analoge …

  • BSG, 17.02.2015 - B 14 AS 1/14 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - Zufluss von …

  • LSG Berlin-Brandenburg, 12.03.2015 - L 20 AS 261/13

    Aufrechnung - Mietkautionsdarlehen

  • LSG Berlin-Brandenburg, 17.02.2016 - L 32 AS 516/15

    Aufrechnung - Mietkautionsdarlehen

  • SG Dortmund, 27.11.2017 - S 32 AS 4747/17

    Anspruch auf Auszahlung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts in Form …

    Rn. 62 Dementsprechend ändert auch ein Bewilligungsbescheid mit Angaben zum abweichenden Zahlungsempfänger einen Aufrechnungsverwaltungsakt nicht ab und ersetzt ihn auch nicht und wird damit auch nicht nach §§ 86, 96 SGG Gegenstand eines anhängigen Rechtsbehelfsverfahrens gegen eine Aufrechnung (so auch LSG NRW, Urteil vom 31.08.2017 L 19 AS 787/17 juris (Rn. 29) sogar in einem Fall des § 42a SGB II entgegen BSG, Urteil vom 09.03.2016 B 14 AS 20/15 R ).

    Rn. 63 Die Bescheide vom 31.05.2017 bedürfen auch keiner leistungsrechtlichen Umsetzung im Sinne einer Folgeregelung zum Zahlungsempfänger (so aber wohl LSG NRW, Urteil vom 31.08.2017 L 19 AS 787/17 juris (Rn. 29)).

  • LSG Berlin-Brandenburg, 14.09.2022 - L 29 AS 620/18

    Tilgung von Rückzahlungsansprüchen des Grundsicherungsträgers aus dessen Darlehen …

    Die angefochtene Aufrechnungsverfügung vom 11. Februar 2016 bezieht sich nicht nur auf den damals bis März 2016 laufenden Bewilligungszeitraum, sondern als sog. Grundlagenverwaltungsakt, d.h. ein Dauerverwaltungsakt, der als solcher vom Jobcenter unter Kontrolle zu halten ist, um eine überhöhte Darlehensrückzahlung durch Aufrechnung zu vermeiden und um während der Aufrechnung auf rechtlich relevante Änderungen reagieren zu können (vgl. BSG…, Urteil vom 28. November 2018 - B 14 AS 31/17 R -, zitiert nach juris Rn. 35), auch auf die nachfolgenden Bewilligungszeiträume (vgl. LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 31. August 2017 - L 19 AS 787/17 -, zitiert nach beck-online Rn. 47 f.).

    Wenn nämlich schon ein antizipierter Aufrechnungsvertrag mit dem Inhalt zulässig wäre, dass künftige unter den Parteien entstehende Forderungen aufgrund des vorweg geschlossenen Vertrages ohne weiteres gegeneinander aufgerechnet werden, ohne dass es dafür noch einer gesonderten Aufrechnungserklärung bedarf, muss dies auch für die gesetzlich zwingende Anordnung der Aufrechnung in § 42a Abs. 2 S. 1 SGB II gelten, die einen solchen antizipierten Aufrechnungsvertrag ersetzt (vgl. LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 31. August 2017 - L 19 AS 787/17 -, zitiert nach beck-online Rn. 50; Bittner in Schlegel/Voelzke, juris PraxisKommentar SGB 11, 5.

  • LSG Berlin-Brandenburg, 31.05.2018 - L 29 AS 1514/17

    Mietkautionsdarlehen - Rückzahlung - Darlehensvertrag - Tilgungsdauer - …

    Rn. 21 Er hält das erstinstanzliche Urteil für zutreffend und verweist insbesondere auf das Urteil des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg vom 12. März 2015 zum Aktenzeichen L 20 AS 261/13 , die Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 3. Februar 2014 zum Aktenzeichen L 2 AS 2280/13 B, in der es ebenfalls um eine vergleichbare Tilgungsdauer von damals 26, 5 Monaten ging, und das Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 31. August 2017 (L 19 AS 787/17).

    Entsprechend wird die Regelung des § 42a SGB II nach der wohl einhelligen Rechtsprechung der Landessozialgerichte auch für Mietkautionsdarlehen als anwendbar angesehen (unter anderem Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 13. Dezember 2017, L 5 AS 2612/14 und Beschluss vom 17. Februar 2016, L 32 AS 516/15 B PKH, sowie Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 31. August 2017, L 19 AS 787/17 und Urteil vom 11. Mai 2017, L 6 AS 111/14, alle Entscheidungen zitiert nach juris und mit weiteren Nachweisen).

  • LSG Niedersachsen-Bremen, 19.03.2026 - L 9 AS 641/23

    Erfolglose Berufung des leistungsbeziehenden Klägers wegen Rechtmäßigkeit der …

    In Übereinstimmung mit dem SG und der - soweit erkennbar - überwiegenden Auffassung in Rechtsprechung und Literatur ist auch der erkennende Senat der Auffassung, dass sich die Wertgrenze des § 24 Abs. 2 Nr. 7 SGB X (70 Euro) auf den konkreten monatlichen Einzelaufrechnungsbetrag bezieht (im vorliegenden Fall: 43, 20 Euro), nicht dagegen auf die von der Aufrechnung betroffene Gesamtforderung (hier: 1.797,39 Euro), vgl. Senatsurteile vom 12. Februar 2026 - L 9 AS 239/25 - und vom 17. Dezember 2019 - L 9 AS 238/19; Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 11. April 2024 - L 11 AS 100/23; LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 31. August 2017 - L 19 AS 787/17, Rn. 62; Siefert in: Schütze, SGB X, 9.Auflage 2020, Rn. 40; Mutschler in: beck-online.GROSSKOMMENTAR (Kasseler Kommentar), § 24 SGB X Rn. 32; Apel in: Juris PK-SGB X, 3. Auflage 2023, § 24 Rn. 74; Vogelgesang in: Hauck/Noftz, SGB X, Stand: 2024, § 24 Rn. 34. Eine andere Ansicht würde dazu führen, dass praktisch kaum Anwendungsfälle der Regelung des § 24 Abs. 2 Nr. 7 SGB X denkbar wären, wenn es um Aufrechnungen gemäß § 42a Abs. 2 SGB II geht.
  • LSG Niedersachsen-Bremen, 12.02.2026 - L 9 AS 239/25

    Erstattung der Kosten eines Widerspruchsverfahrens

    In Übereinstimmung mit dem SG und der überwiegenden Auffassung in Rechtsprechung und Literatur geht auch der erkennende Senat davon aus, dass die Wertgrenze des § 24 Abs. 2 Nr. 7 SGB X (70 Euro) sich auf den konkreten monatlichen Einzelaufrechnungsbetrag bezieht (im vorliegenden Fall: 22, 55 Euro), nicht dagegen auf die von der Aufrechnung betroffene Gesamtforderung (hier: 1.380 Euro), vgl. Senatsurteil vom 17. Dezember 2019 - L 9 AS 238/19; Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 11. April 2024 - L 11 AS 100/23; LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 31. August 2017 - L 19 AS 787/17, Rn. 62; Siefert in: Schütze, SGB X, 9.Auflage 2020, Rn. 40; Mutschler in: beck-online.GROSSKOMMENTAR (Kasseler Kommentar), § 24 SGB X Rn. 32; Apel in: JurisPK-SGB X 3. Auflage 2023, § 24 Rn. 74; Vogelgesang in: Hauck/Noftz, SGB X, Stand: 2024, § 24 Rn. 34. Eine andere Ansicht würde dazu führen, dass praktisch keine Anwendungsfälle der Regelung des § 24 Abs. 2 Nr. 7 SGB X denkbar wären, wenn es um Aufrechnungen gemäß § 42a Abs. 2 SGB II geht.
  • LSG Niedersachsen-Bremen, 12.02.2026 - L 9 AS 641/23
    In Übereinstimmung mit dem SG und der - soweit erkennbar - überwiegenden Auffassung in Rechtsprechung und Literatur ist auch der erkennende Senat der Auffassung, dass sich die Wertgrenze des § 24 Abs. 2 Nr. 7 SGB X (70 Euro) auf den konkreten monatlichen Einzelaufrechnungsbetrag bezieht (im vorliegenden Fall: 43, 20 Euro), nicht dagegen auf die von der Aufrechnung betroffene Gesamtforderung (hier: 1.797,39 Euro), vgl. Senatsurteile vom 12. Februar 2026 - L 9 AS 239/25 - und vom 17. Dezember 2019 - L 9 AS 238/19; Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 11. April 2024 - L 11 AS 100/23; LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 31. August 2017 - L 19 AS 787/17, Rn. 62; Siefert in: Schütze, SGB X, 9.Auflage 2020, Rn. 40; Mutschler in: beck-online.GROSSKOMMENTAR (Kasseler Kommentar), § 24 SGB X Rn. 32; Apel in: Juris PK-SGB X, 3. Auflage 2023, § 24 Rn. 74; Vogelgesang in: Hauck/Noftz, SGB X, Stand: 2024, § 24 Rn. 34. Eine andere Ansicht würde dazu führen, dass praktisch kaum Anwendungsfälle der Regelung des § 24 Abs. 2 Nr. 7 SGB X denkbar wären, wenn es um Aufrechnungen gemäß § 42a Abs. 2 SGB II geht.
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Rechtsprechung
   LSG Nordrhein-Westfalen, 17.08.2017 - L 19 AS 787/17   

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https://dejure.org/2017,53790
LSG Nordrhein-Westfalen, 17.08.2017 - L 19 AS 787/17 (https://dejure.org/2017,53790)
LSG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 17.08.2017 - L 19 AS 787/17 (https://dejure.org/2017,53790)
LSG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 17. August 2017 - L 19 AS 787/17 (https://dejure.org/2017,53790)
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Wird zitiert von ... (0)Zitiert selbst (3)

  • BSG, 05.08.2015 - B 4 AS 46/14 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Eingliederungsleistungen - Einstiegsgeld - …

    Auszug aus LSG Nordrhein-Westfalen, 17.08.2017 - L 19 AS 787/17
    Diese Leistungen müssen vielmehr gesondert und inhaltlich hinreichend bestimmt beantragt werden, damit für den Leistungsträger erkennbar ist, welche der zahlreichen Eingliederungsleistungen der Antragsteller begehrt (…Link in Eicher, SGB II , 3. Aufl. 2013, § 37 Rn. 35; BSG , Urteil vom 05.08.2015 - B 4 AS 46/14 R - SozR 4-4200 § 16b Nr. 1 m.w.N.).
  • BSG, 09.12.2010 - B 13 R 63/09 R

    Sozialgerichtliches Verfahren - Rechtsanwaltsvergütung - Entstehen der …

    Auszug aus LSG Nordrhein-Westfalen, 17.08.2017 - L 19 AS 787/17
    Die Erstattung von Kosten eines Verwaltungsverfahrens sieht weder das SGB II noch das SGB X vor (… BSG , Urteile vom 19.01.2005 - B 11a/11 AL 39/04 R - SozR 4-1300 § 63 Nr. 2 und vom 09.12.2010 - B 13 R 63/09 R - m.w.N.).
  • BSG, 19.01.2005 - B 11a/11 AL 39/04 R

    Erstattung der Vorverfahrenskosten - Verwaltungsakt - Vorbereitungshandlung - …

    Auszug aus LSG Nordrhein-Westfalen, 17.08.2017 - L 19 AS 787/17
    Die Erstattung von Kosten eines Verwaltungsverfahrens sieht weder das SGB II noch das SGB X vor ( BSG , Urteile vom 19.01.2005 - B 11a/11 AL 39/04 R - SozR 4-1300 § 63 Nr. 2 und vom 09.12.2010 - B 13 R 63/09 R - m.w.N.).
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