Rechtsprechung
| BGH, 13.10.1959 - VIII ZR 120/58 |
Volltextveröffentlichungen (4)
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Rechtsmittel
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Papierfundstellen
- NJW 1960, 91 (Ls.)
- MDR 1960, 44
- DB 1959, 1313
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (7)
- BVerwG, 22.11.1956 - I C 221.54
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 13.10.1959 - VIII ZR 120/58
Nachdem durch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. November 1956 (BVerwGE 4, 167) entschieden worden war, daß die Prüfung der Bedürfnisfrage bei der Verleihung des Betriebsrechtes für Apotheken gegen Art. 12 GG verstoße, trug der Berliner Senat dem durch Erlaß der "Vorläufigen Richtlinien über die Erteilung von Apothekenbetriebsrechten" vom 1. April 1957 (ABl 416) Rechnung.Nachdem das Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 22. November 1956 ausgesprochen hatte, daß die Verleihung des Betriebsrechts für einen Apotheker nicht aus Gründen des Schutzes bestehender Apotheken wegen eines fehlenden Bedürfnisses versagt werden dürfte (BVerwGE 4, 167 ff), erließ der Berliner Senat unter dem 1. April 1957 über die Erteilung von Apothekenbetriebsrechten die schon erwähnten "vorläufigen Richtlinien" (ABl 416).
- BGH, 23.10.1957 - V ZR 219/55
Begriff der Geschäftsgrundlage eines Vertrages
Auszug aus BGH, 13.10.1959 - VIII ZR 120/58
Daß bei Abschluß eines Vertrages auch ein beiderseitiger Irrtum in der Beurteilung der Rechtslage zu einem Fehlen der Geschäftsgrundlage führen kann, wenn die Parteien bei Kenntnis der wahren Lage den Vertrag nicht, wie geschehen, geschlossen hätten, ist in Übereinstimmung mit dem Reichsgericht vom Bundesgerichtshof anerkannt worden (BGH Urteil vom 15. November 1951 - IV ZR 15/51 - LM BGB § 242 (Bd) Nr. 1; BGHZ 25, 390, 392 ff). - BGH, 15.11.1951 - IV ZR 15/51
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 13.10.1959 - VIII ZR 120/58
Daß bei Abschluß eines Vertrages auch ein beiderseitiger Irrtum in der Beurteilung der Rechtslage zu einem Fehlen der Geschäftsgrundlage führen kann, wenn die Parteien bei Kenntnis der wahren Lage den Vertrag nicht, wie geschehen, geschlossen hätten, ist in Übereinstimmung mit dem Reichsgericht vom Bundesgerichtshof anerkannt worden (BGH Urteil vom 15. November 1951 - IV ZR 15/51 - LM BGB § 242 (Bd) Nr. 1; BGHZ 25, 390, 392 ff).
- BGH, 16.01.1953 - I ZR 42/52
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 13.10.1959 - VIII ZR 120/58
Allerdings liegt das wirtschaftliche Risiko, das im Geschäftsleben der Käufer beim Einkauf von Waren eingeht, im allgemeinen außerhalb derjenigen Umstände, die das Vertragsverhältnis zwischen den Vertragsparteien nach Treu und Glauben beeinflussen können (vgl. BGH Urteil vom 16. Januar 1953 - I ZR 42/52 - LM BGB § 242 (Bb) Nr. 12 = MDR 1953, 282; Urteil vom 28. Juni 1957 - VIII ZR 252/56 - LM BGB § 276 (Ha) Nr. 2 = BB 1957, 839). - BGH, 11.07.1958 - VIII ZR 96/57
Geltendmachung des Einwandes der unzulässigen Rechtsausübung wegen Wegfalls der …
Auszug aus BGH, 13.10.1959 - VIII ZR 120/58
Entgegen der Meinung der Revision hat das Berufungsgericht auch nicht verkannt, daß gegenüber dem das ganze Rechtsleben beherrschenden Grundsatz, Verträge seien zu wahren, die Berufung darauf, die Geschäftsgrundlage eines Vertrages fehle oder sei weggefallen, nur ausnahmsweise zum Erfolg führen kann, nämlich nur dann, wenn wegen des Fehlens oder des Wegfalles der Geschäftsgrundlage die Erfüllung des Vertrages ganz oder doch teilweise nicht mehr zugemutet werden kann (so auch Urteil des erkennenden Senats vom 11. Juli 1958 - VIII ZR 96/57 - LM § 242 (Bb) Nr. 27 NJW 1958, 1772 = MDR 1958, 766). - BVerwG, 15.12.1953 - I C 90.53
Auszug aus BGH, 13.10.1959 - VIII ZR 120/58
Die von der Revision angeführten Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts NJW 1954, 524; 1954, 1054 und 1955, 1532, die die Verhältnisse der Gastwirte, des Beförderungsgewerbes und der Rechtsberater betreffen, liegen ersichtlich auf anderer Ebene. - BGH, 28.06.1957 - VIII ZR 252/56
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 13.10.1959 - VIII ZR 120/58
Allerdings liegt das wirtschaftliche Risiko, das im Geschäftsleben der Käufer beim Einkauf von Waren eingeht, im allgemeinen außerhalb derjenigen Umstände, die das Vertragsverhältnis zwischen den Vertragsparteien nach Treu und Glauben beeinflussen können (vgl. BGH Urteil vom 16. Januar 1953 - I ZR 42/52 - LM BGB § 242 (Bb) Nr. 12 = MDR 1953, 282; Urteil vom 28. Juni 1957 - VIII ZR 252/56 - LM BGB § 276 (Ha) Nr. 2 = BB 1957, 839).
- BGH, 08.02.1984 - VIII ZR 254/82
Wegfall der Geschäftsgrundlage eines Vergleichs zwischen einem iranischen …
Zwar fällt das Weiterverkaufsrisiko im Geschäftsleben in der Regel in die Sphäre des Käufers (Senatsurteile vom 13. Oktober 1959 - VIII ZR 120/58 = LM BGB § 242 (Bb) Nr. 33 m.Nachw.; vom 18. Juni 1975 - VIII ZR 34/74 = WM 1975, 917).Eine Störung aber, durch die die beiderseitigen Verpflichtungen in ein grobes Mißverhältnis geraten, läßt die Geschäftsgrundlage entfallen (Senatsurteil vom 13. Oktober 1959 - VIII ZR 120/58 = LM BGB § 242 (Bb) Nr. 33).
- BGH, 24.11.1995 - V ZR 164/94
Keine Anpassung von DDR-Grundstückskaufverträgen wegen Wertsteigerung
Positive oder negative Wertänderungen begründen deshalb regelmäßig keine Rechte wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage (vgl. Entwertung: BGH, Urt. v. 13. Oktober 1959, VIII ZR 120/58, LM § 242 BGB (Bb) Nr. 33; Senatsurt. v. 14. Februar 1962, V ZR 80/60, WM 1962, 625 f;… BGH, Urt. v. 13. Juli 1977, VIII ZR 72/76, LM § 242 BGB (Bb) Nr. 87; Sachwertsteigerung: Senatsurt. v. 9. Juli 1968, V ZR 118/67, WM 1968, 1248 f; s. auch BGHZ 113, 310, 314;… MünchKomm-BGB/Roth, § 242 Rdn. 607, 632 f, 636;… Palandt/Heinrichs, § 242 Rdn. 142, 152 f;… Soergel/Teichmann, BGB, 12. Aufl. , § 242 Rdn. 233, 236;… Erman/O. Werner, BGB, 9. Aufl., § 242 Rdn. 194;… Staudinger/J. Schmidt, § 242 Rdn. 1190;… Görk, aaO., S. 22 f m.w.N.). - OLG Hamm, 14.03.2019 - 2 U 56/18
Kündigung eines Liefervertrages über Strom aus einem Steinkohlekraftwerk in …
Denn anders als in den vom Bundesgerichtshof beurteilten Fällen haben sich keine grundlegend neuen wirtschaftlichen oder unvorhersehbaren gesetzlichen Änderungen wie die Neufassung eines Bebauungsplans in einer Entscheidung vom 23.05.2014 (V UR 208/12) oder ein Wegfall des Apothekenkonzessionierungssystems (vgl. BGH, Urteil v. 13.10.1959, VIII ZR 120/58) ergeben, die zu einer massiven, mit einer Entwertung der Sachleistung vergleichbaren Störung des Äquivalenzverhältnisses führten.
- BGH, 22.12.1960 - II ZR 16/59
Der Begriff der unmöglichen Leistung - Behandlung der anfänglichen Unmöglichkeit …
Ihrem Inhaber und seinen Erben wurde jedoch das Recht zur Benennung eines Nachfolgers zuerkannt, dem, wenn er vorschriftsmäßig qualifiziert war, die Konzession erteilt werden mußte (vgl. dazu Adlung, Die Apothekenbesitzrechte in den deutschen Ländern, 1927 S. 21 ff und - über die Besonderheiten der Rechtslage in Hannover - S. 34 ff; Hornung, Apotheken- und Arzneimittelgesetzeskunde, 1955 S. 75 ff; vgl. ferner die Übersichten über die geschichtliche Entwicklung in dem sog. Apothekenurteil des Bundesverfassungsgerichts BVerfGE 7, 377 = NJW 1958, 1035 [BVerfG 11.06.1958 - 1 BvR 596/56], und in dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 13. Oktober 1959 - VIII ZR 120/58 -, insoweit in MDR 1960, 44 nicht wiedergegeben).Ob dies bei nach dem Inkrafttreten des Grundgesetzes abgeschlossenen Verträgen über den Erwerb einer Apothekenberechtigung in aller Regel so ist, braucht hier nicht entschieden zu werden (vgl. im übrigen die Entscheidungen des VIII. Zivilsenats vom 13. Oktober 1959 - VIII ZR 120/58 = MDR 1960, 44, vom 29. Oktober 1959 - VIII ZR 147/58 = NJW 1960, 332, vom 12. April 1960 - VIII ZR 160/59 = MDR 1960, 667 und vom 3. Mai 1960 - VIII ZR 144/59).
- BGH, 14.06.1960 - VIII ZR 159/59
Rechtsmittel
Fehl geht hier insbesondere der Hinweis der Revision auf die Entscheidung des erkennenden Senats vom 13. Oktober 1959 - VIII ZR 120/58 -.In diesem Urteil (MDR 1960, 44 = NJW 1960, 91 nur Leitsatz) ist zwar ausgesprochen, beim Kauf einer Realkonzession unter der Herrschaft des Apothekenkonzessionierungssystems könne nach Einführung der unbeschränkten Niederlassungsfreiheit die Geschäftsgrundlage des Vertrages weggefallen sein.
- BGH, 12.03.1997 - VIII ZR 303/95
Begriff der Änderung des Bedarfs
Beeinflussen Gesetzesänderungen oder andere hoheitliche Maßnahmen den Wert von Leistung und Gegenleistung, kann dies als Änderung der Geschäftsgrundlage zu berücksichtigen sein, es sei denn, das Risiko einer Rechtsänderung wäre von einer Partei zu tragen (vgl. Soergel/Teichmann, BGB, 12. Aufl., § 242 Rdnr. 258, MünchKomm/Roth, BGB, 3. Aufl., § 242 Rdnr. 614, vgl. auch BGH, Urteile vom 13. Oktober 1959 - VIII ZR 120/58 = LM BGB § 242 [Bb] Nr. 33 unter V 2 und vom 8. Februar 1984 - VIII ZR 254/82 = LM 1984, 432 unter II 1 e bb). - BGH, 20.03.1967 - VIII ZR 237/64
Grundsatz und Rechtsfolgen des Wegfalls der Geschäftsgrundlage bei Änderung des …
Nach ständiger Rechtsprechung darf der Grundsatz der Vertragstreue nur durchbrochen werden, wenn dies nach der Gesamtlage notwendig erscheint, um untragbare, mit Recht und Gerechtigkeit schlechthin unvereinbare Ergebnisse zu vermeiden, wenn also beim Fehlen oder Wegfall der Geschäftsgrundlage dem Schuldner die Erfüllung des Vertrages schlechthin nichtzugemutet werden kann (BGH Urteil vom 13. Oktober 1959 - VIII ZR 120/58 - und Urteil vom 11. Juli 1958 - VIII ZR 96/57 = NJW 58, 1772 = LM § 242 (Bb) Nr. 27 mit Rechtsprechungsnachweisen). - BGH, 29.10.1959 - VIII ZR 147/58
Rechtsmittel
Wegen der Bedenklichkeit seiner Auffassung ist auf das zur Veröffentlichung vorgesehene Urteil des erkennenden Senats vom 13. Oktober 1959 - VIII ZR 120/58 - zu verweisen, in dem der Senat die Feststellung des dortigen Berufungsgerichts gebilligt hat, der beteiligte Apotheker habe keinesfalls mit einer völligen; sondern, äußerstenfalls mit einer "gelenkten Niederlassungsfreiheit" nach einem von dsr deutschen Apothskerschaft ausgearbeiteten sog. "Frankfurter Entwurf" eines Apothekengesetzes vom 22. Juni 1950 (Süddeutsche Apothekerzeitung 1950, 584) gerechnet. - OLG Nürnberg, 17.09.1998 - 8 U 1175/98
Wegfall der Geschäftsgrundlage
In gleicher Weise verlor der Verkauf einer Apothekenrealkonzession aus dem Jahre 1956 seinen vertraglichen Sinn, als 1958 die allgemeine Niederlassungsfreiheit angenommen wurde (vgl. BGH MDR 60, 44). - BGH, 04.03.1964 - VIII ZR 155/62
Rechtsmittel
Auf das Urteil des erkennenden Senats vom 13. Oktober 1959 - VIII ZR 120/58 - LM BGB § 242 Bb Nr. 33 -, das den Kauf einer bloßen Realkonzession ohne Apotheke betrifft, beruft sich die Klägerin zu Unrecht, da der dort entschiedene Sachverhalt völlig anders lag. - BGH, 12.04.1960 - VIII ZR 160/59
- BGH, 10.03.1965 - VIII ZR 109/63
Verstoß gegen das Verbot der offenen Rückwälzung der Umsatzsteuer durch …
- BGH, 03.05.1960 - VIII ZR 144/59
- BGH, 03.05.1960 - VII ZR 144/59
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