Rechtsprechung
| BGH, 18.04.1969 - V ZR 179/65 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Klageanspruch auf Grundbuchberichtigung - Anspruch auf Auflassung der Grundstücke - Wirksamkeit der Generalvollmacht bei Tod des Vollmachtgebers - Weiterbestehen des in der Ermächtigungsurkunde enthaltenen Auftrages - Bestehen eines Zustimmungsvorbehaltes zu Gunsten der ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
BGB § 168
Rechtswirkung einer postmortalen Vollmacht
Papierfundstellen
- NJW 1969, 1245
- NJW 1969, 1624 (Ls.)
- MDR 1969, 648
- DNotZ 1969, 481
- BB 1969, 600
- Rpfleger 1969, 237
- JR 1969, 459
Wird zitiert von ... (17) Zitiert selbst (1)
- BGH, 15.06.1960 - V ZR 105/59
Gesetzliches Vorkaufsrecht der Aufbaugemeinden
Auszug aus BGH, 18.04.1969 - V ZR 179/65
Daß die Porstdirektion Sü.- H. den Kaufvertrag, soweit er die Waldgrundstücke in Mariazell betraf, erst nachträglich, nämlich im November 1961 genehmigte, hat das Berufungsgericht mit Recht für unschädlich erachtet, weil der behördlichen Genehmigung rückwirkende Kraft zukam und mit ihrer Erteilung sowohl das schuldrechtlich Vereinbarte als auch das dingliche Erfüllungsgeschäft vom Zeitpunkt des Abschlusses an voll wirksam wurden (BGHZ 32, 383, 389) [BGH 15.06.1960 - V ZR 105/59] .
- BGH, 25.10.1994 - XI ZR 239/93
Ausführung von Weisungen aufgrund einer postmortalen Vollmacht
Daß das auf den Erben übergegangene Widerrufsrecht häufig keinen Schutz gewährt, weil sein Widerruf zu spät erklärt wird, ist im Hinblick auf den Zweck der postmortalen Vollmacht hinzunehmen (vgl. dazu BGH, Urteil vom 12. April 1978 - IV ZR 68/77 - NJW 1978, 2027): Sie soll es dem Bevollmächtigten gerade ermöglichen, unabhängig vom Willen der Erben und auch vor ihrer Ermittlung tätig werden zu können (BGH, Urteil vom 18. April 1969 - V ZR 179/65 - NJW 1969, 1245, 1247). - BGH, 24.03.2009 - XI ZR 191/08
Berechtigung zur Umschreibung eines Kontos auf den bevollmächtigten Ehegatten …
Bis zum Widerruf der Vollmacht durch den Erben soll daher im Zweifel allein der ausdrückliche oder mutmaßliche Wille des Erblassers und nicht der des Erben für den Bevollmächtigten maßgeblich sein (Senat BGHZ 127, 239, 244 f. ; siehe ferner BGH, Urteil vom 18. April 1969 - V ZR 179/65, NJW 1969, 1245, 1247;… Gößmann in Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch, 3. Aufl., § 30 Rn. 49 f.). - BGH, 28.11.1991 - 4 StR 366/91
Umfang der Feststellungen bei Verhängung eines Fahrverbots; Bußgeldverfahren
Rn. 12 a) Der abweichenden obergerichtlichen Rechtsprechung liegt die Auffassung zugrunde, die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts müsse dahin ausgelegt werden, daß für die Anordnung des Fahrverbots wegen grober Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers in jedem Einzelfall die tatrichterliche Feststellung unerläßlich sei, der mit dem Fahrverbot angestrebte Erfolg könne auch mit einer empfindlichen Geldbuße nicht erreicht werden (BVerfG aaO NJW 1969, 1624).
- OLG Frankfurt, 09.03.2015 - 20 W 49/15
Wirkungsumfang einer transmortalen Vollmacht
Auf die Zustimmung des Erben zum Handeln des Bevollmächtigten kommt es danach gerade nicht an, denn abgesehen von Unzuträglichkeiten in solchen Fällen, in denen die Person des Erben noch nicht feststeht bzw. dieser nicht reagiert, liefe die Bejahung eines allgemeinen Zustimmungszwangs dem Zweck von über den Tod des Vollmachtgebers hinaus wirkenden Vollmachten zuwider, den Auftrag und seine Verwirklichung gerade von dem Willen späterer Erben unabhängig zu machen (BGH WM 1969, 702 und ZEV 1995, 187). - BGH, 22.05.2025 - V ZB 46/24
Löschung des Nacherbenvermerks: BGH zur Wirkung der Generalvollmacht
Rn. 14 aa) Eine Vollmacht kann im Rahmen des § 168 Satz 1 BGB über den Tod des Vollmachtgebers hinauswirken (sog. transmortale Vollmacht; vgl. Senat, Urteil vom 18. April 1969 - V ZR 179/65, NJW 1969, 1245, 1246; BGH…, Beschluss vom 14. Juni 2023 - XII ZB 43/23, NJW-RR 2023, 1105 Rn. 5; zur transmortalen Vorsorgevollmacht Senat…, Beschluss vom 12. November 2020 - V ZB 148/19, FGPrax 2021, 49 Rn. 21).Der Bevollmächtige bedarf grundsätzlich zu Rechtsgeschäften, die er nach dem Erbfall vornimmt, solange keiner Zustimmung des Erben, als dieser nicht Vollmacht oder Auftrag widerruft; er braucht sich auch nicht jeweils erst zu vergewissern, ob der Erbe mit dem beabsichtigten Geschäft einverstanden ist (vgl. Senat, Urteil vom 18. April 1969 - V ZR 179/65, NJW 1969, 1245, 1246).
- BFH, 29.01.1997 - XI R 23/96
Für Betriebsaufspaltung notwendige personelle Verflechtung bei Beteiligung des …
Die Bestimmung, daß die Vollmacht über den Tod des Vaters hinaus gelten sollte, bedurfte nicht der Einhaltung der für letztwillige Verfügungen vorgeschriebenen Form (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 18. April 1969 V ZR 171/65, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1969, 1245).Er brauchte dazu weder die Zustimmung seiner Mutter noch mußte er sie darüber informieren, um ihr Gelegenheit zu Weisungen oder zum Widerruf zu geben (vgl. BGH-Urteil in NJW 1969, 1245;… vgl. auch Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, 3. Aufl., Bd. 1, § 168 Rdnr. 20).
- OLG München, 10.02.2022 - 34 Wx 431/21
Grundbucheintragung nach Auflassung aufgrund einer transmortalen Vollmacht
Die Bejahung eines allgemeinen Zustimmungszwangs liefe dem Zweck der über den Tod des Vollmachtgebers hinaus wirkenden Vollmacht zuwider, den Auftrag und seine Verwirklichung gerade von dem Willen späterer Erben unabhängig zu machen (BGH NJW 1969, 1245; NJW 1995, 250; OLG Frankfurt ZEV 2015, 648). - OLG Hamm, 01.09.2009 - 2 Ss OWi 550/09
Rotlichtverstoß, Rotlichtzeit, Zeugenaussagen, qualifizierter Verstoß
Da das Fahrverbot gem. § 25 I 1 StVG nach der gesetzgeberischen Intention in erster Linie als Denkzettel - und Besinnungsmaßnahme mit erzieherischer Funktion gedacht und ausgeformt ist (BVerfG, NJW 1969, 1624), kann es seinen Sinn verlieren, wenn zwischen dem Verkehrsverstoß und dem Wirksamwerden seiner Anordnung ein erheblicher Zeitraum liegt, und in der Zwischenzeit kein weiteres Fehlverhalten festgestellt worden ist (Bay OLG, NZV 2004, 210). - BGH, 11.01.1984 - IVa ZR 30/82
Klage des Erben auf Herausgabe von Geld und Wertpapieren gegen die …
Um dies zu beurteilen, darf aber nicht einseitig auf die Interessen des Erben abgehoben werden; vielmehr wirken die Interessen des Erblassers fort und sind daher ebenfalls zu beachten (BGH, Urteil vom 18.4.1969 - V ZR 179/65 = NJW 1969, 1245). - OLG Brandenburg, 08.11.2006 - 13 U 40/06
Beratungspflicht und Anwaltshaftung bei erbrechtlichem Mandat
Handelt die Bevollmächtigte wie vorliegend innerhalb dieses Rahmens, dann braucht sie sich nicht jeweils erst der Zustimmung der Erben zu vergewissern; ihre Vertretungsmacht steht außer Frage (BGH NJW 1969, 1245, 1247; 1983, 1887, 1889 m. w. N.). - KG, 13.06.2003 - 25 U 214/02
Geschäftsbesorgungsvertrag: Fortbestand der dem Beauftragten erteilten Vollmacht …
- BGH, 19.03.1991 - XI ZR 102/90
Voraussetzungen des Aufwendungsersatzanspruchs einer mit einer …
- LG Berlin, 18.06.2020 - 84 T 256/19
Notarieller Grundbuchantrag und Eintragungsbewilligung: Verweigerung der …
- BayObLG, 11.04.1995 - 1Z BR 86/94
Entlassung eines Testamentsvollstreckers von Amts wegen; Wichtiger Grund für die …
- LG Stuttgart, 17.07.2009 - 1 T 61/09
Bestehen eines für die Anordnung der Nachlasspflegschaft erforderlichen …
- BGH, 05.05.1982 - IVa ZR 264/80
Ansprüche aus einem Lebensversicherungsvertrag - Rücktritt vom …
- OLG Celle, 26.04.1995 - 3 U 113/94
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Rechtsprechung
| BGH, 14.03.1969 - V ZR 145/65 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Ausgleichsanspruch - Erschütterung - Sägewerk - Unterlassungsanspruch
Papierfundstellen
- MDR 1969, 648
- VersR 1970, 54
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (1)
- BGH, 16.06.1959 - V ZR 47/58
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 14.03.1969 - V ZR 145/65
Die Kennzeichnung einer Beeinträchtigung als wesentlich stellt sich insofern als eine überprüfbare Rechtsfrage dar, als die dazu notwendig zusammenfassende Feststellung aller tatsächlichen Umstände erkennen lassen muß, daß der gesamte Sachvortrag und das Beweisergebnis auf Grund zutreffender rechtlicher Gesichtspunkte erörtert und gewürdigt ist (BGH NJW 1959, 1632 mit weiteren Nachweisen).
- LG Saarbrücken, 20.11.2015 - 13 S 117/15
Kfz-Haftpflichtversicherung: Eintrittspflicht für durch Öffnen der Beifahrertür …
Dies zeigt auch ein Blick auf die Entscheidungen in der Rechtsprechung, in denen wesentliche Erschütterungseinwirkungen sowohl bei hoher Häufigkeit (…vgl. OLG Düsseldorf a.a.O.: Erschütterungen durch Rütteleinwirkungen zeitweise täglich für 2, 5 bis zu 6 Stunden; BGH MDR 1969, 648: anhaltende Erschütterungen von benachbartem Sägewerk), als auch bei verhältnismäßig niedrigen Frequenzen (vgl. BGHZ 91, 20: Geruchsbelästigung an 22 bis 108 Tagen pro Jahr; LG Düsseldorf NJW-RR 2000, 30: Erschütterungen durch Gleiswechsel 12 mal/Jahr) angenommen wurden. - LG Saarbrücken, 25.11.2011 - 13 S 117/09
Nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch wegen beeinträchtigter Nutzungsmöglichkeit …
Dies zeigt auch ein Blick auf die Entscheidungen in der Rechtsprechung, in denen wesentliche Erschütterungseinwirkungen sowohl bei hoher Häufigkeit (…vgl. OLG Düsseldorf aaO: Erschütterungen durch Rütteleinwirkungen zeitweise täglich für 2, 5 bis zu 6 Stunden; BGH MDR 1969, 648: anhaltende Erschütterungen von benachbartem Sägewerk), als auch bei verhältnismäßig niedrigen Frequenzen (vgl. BGHZ 91, 20: Geruchsbelästigung an 22 bis 108 Tagen pro Jahr; LG Düsseldorf NJW-RR 2000, 30: Erschütterungen durch Gleiswechsel 12 mal/Jahr) angenommen wurden. - OLG Karlsruhe, 18.07.2024 - 12 U 146/23
Beitragsanpassung in der privaten Krankenversicherung; Klageänderung bei …
Aufgrund dieser zusätzlichen Voraussetzungen des nunmehr geltend gemachten Anspruchs auf Limitierung ist der Klagegrund geändert worden (vgl. BGH, Urteil vom 14.03.1969 - V ZR 145/65, juris Rn. 10).
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