Rechtsprechung
| BGH, 29.11.1995 - VIII ZR 293/94 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Provisionsabrechnungen des Unternehmers - Jahrelange widerspruchslose Hinnahme - Negatives Schuldanerkenntnis
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
HGB § 87a, § 87c
Anspruch des Handelsvertreters auf Erteilung eines Buchauszuges - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- EVERS.OK(Abodienst) (Leitsatz)
Stillschweigendes Anerkenntnis, widerspruchslose Hinnahme von Provisionsabrechnungen, Provisionsabrechnung, stillschweigende Einigung über die Abrechnung, Anerkenntnisfiktion, konkludent erklärter Verzicht, Unbedingtheit der Provision, Inhalt des Buchauszuges, Schweigen ...
- handelsvertreter-blog.de (Kurzinformation)
Vertrieb muss Buchauszug erteilen und Ausgleichsanspruch zahlen
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
Handelsvertretervertrag; Anspruch auf Erteilung eines Buchauszuges
Papierfundstellen
- NJW 1996, 588
- ZIP 1996, 12
- ZIP 1996, 129
- MDR 1996, 372
- VersR 1996, 230
- WM 1996, 309
- BB 1996, 176
Wird zitiert von ... (100) Zitiert selbst (10)
- BGH, 20.02.1964 - VII ZR 147/62
Buchauszug, Erfüllung des Buchauszuges, Erfüllungseinwand, Anerkenntnisfiktion, …
Auszug aus BGH, 29.11.1995 - VIII ZR 293/94
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann der Handelsvertreter zwar den Anspruch auf Erteilung eines Buchauszugs aus § 87 c Abs. 2 HGB als Grundlage für weitere Provisionsansprüche nicht mehr geltend machen, wenn er sich mit dem Unternehmer über die Abrechnung der Provisionen geeinigt hat (BGH, Urteil vom 13. März 1961 - VII ZR 35/60 = LM Nr. 3 zu § 87 c HGB unter III 3 b; Urteil vom 20. Februar 1964 - VII ZR 147/62 = LM Nr. 4 a zu § 87 c HGB unter I 3 b; Urteil vom 11. Juli 1980 - I ZR 192/78 = WM 1980, 1449 unter II; Urteil vom 23. Oktober 1981 - I ZR 171/79 = WM 1982, 152 unter 4).Ein Einverständnis mit den Provisionsabrechnungen und damit das Anerkenntnis, keine weiteren Ansprüche zu haben, kann jedoch im allgemeinen nicht aus einem untätigen Verhalten des Handelsvertreters gefolgert werden; für eine Einigung über die Abrechnung zwischen Unternehmer und Handelsvertreter bedarf es vielmehr in der Regel einer eindeutigen Willenserklärung des Handelsvertreters (BGH, Urteil vom 28. November 1963 - VII ZR 90/62, nicht veröffentlicht, Umdruck S. 16; Urteil vom 20. Februar 1964 aaO. unter I 3 b aa;… Urteil vom 23. Oktober 1981 aaO. unter 4).
Auch der Anspruch des Handelsvertreters auf Erteilung eines Buchauszuges kann nach § 87 c Abs. 5 HGB jedenfalls nicht für die Zukunft ausgeschlossen werden (BGH, Urteil vom 20. Februar 1964 aaO. unter I 3 b bb).
Eine solche Vereinbarung hat der Bundesgerichtshof gerade wegen Verstoßes gegen § 87 c Abs. 5 HGB als unwirksam angesehen (Urteil vom 20. Februar 1964 aaO. unter I 3 b bb; vgl. auch Urteil vom 19. November 1982 - I ZR 125/80 = LM Nr. 11 zu § 87 a HGB unter I 2 c).
- BGH, 23.10.1981 - I ZR 171/79
Anspruch eines Handelsvertreters auf Erteilung eines Buchauszuges; Einverständnis …
Auszug aus BGH, 29.11.1995 - VIII ZR 293/94
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann der Handelsvertreter zwar den Anspruch auf Erteilung eines Buchauszugs aus § 87 c Abs. 2 HGB als Grundlage für weitere Provisionsansprüche nicht mehr geltend machen, wenn er sich mit dem Unternehmer über die Abrechnung der Provisionen geeinigt hat (BGH, Urteil vom 13. März 1961 - VII ZR 35/60 = LM Nr. 3 zu § 87 c HGB unter III 3 b; Urteil vom 20. Februar 1964 - VII ZR 147/62 = LM Nr. 4 a zu § 87 c HGB unter I 3 b; Urteil vom 11. Juli 1980 - I ZR 192/78 = WM 1980, 1449 unter II; Urteil vom 23. Oktober 1981 - I ZR 171/79 = WM 1982, 152 unter 4).Ein Einverständnis mit den Provisionsabrechnungen und damit das Anerkenntnis, keine weiteren Ansprüche zu haben, kann jedoch im allgemeinen nicht aus einem untätigen Verhalten des Handelsvertreters gefolgert werden; für eine Einigung über die Abrechnung zwischen Unternehmer und Handelsvertreter bedarf es vielmehr in der Regel einer eindeutigen Willenserklärung des Handelsvertreters (BGH, Urteil vom 28. November 1963 - VII ZR 90/62, nicht veröffentlicht, Umdruck S. 16;… Urteil vom 20. Februar 1964 aaO. unter I 3 b aa; Urteil vom 23. Oktober 1981 aaO. unter 4).
Der Buchauszug muß die im Zeitpunkt seiner Aufstellung für die Berechnung, Höhe und Fälligkeit der Provision des Handelsvertreters relevanten Geschäftsverhältnisse vollständig widerspiegeln, soweit sie sich den Büchern des Unternehmers entnehmen lassen (BGH, Urteil vom 23. Oktober 1981 aaO. unter 3).
- BGH, 13.03.1961 - VII ZR 35/60
- GdF Wüstenrot 2 -, Ausschluss der Aufrechnung, stillschweigender Verzicht, …
Auszug aus BGH, 29.11.1995 - VIII ZR 293/94
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann der Handelsvertreter zwar den Anspruch auf Erteilung eines Buchauszugs aus § 87 c Abs. 2 HGB als Grundlage für weitere Provisionsansprüche nicht mehr geltend machen, wenn er sich mit dem Unternehmer über die Abrechnung der Provisionen geeinigt hat (BGH, Urteil vom 13. März 1961 - VII ZR 35/60 = LM Nr. 3 zu § 87 c HGB unter III 3 b; Urteil vom 20. Februar 1964 - VII ZR 147/62 = LM Nr. 4 a zu § 87 c HGB unter I 3 b; Urteil vom 11. Juli 1980 - I ZR 192/78 = WM 1980, 1449 unter II; Urteil vom 23. Oktober 1981 - I ZR 171/79 = WM 1982, 152 unter 4).Unabhängig davon stehen der Annahme eines sich ständig wiederholenden negativen Schuldanerkenntnisses des Handelsvertreters durch Schweigen auf die Provisionsabrechnungen des Unternehmers die dem Schutz des meist wirtschaftlich schwächeren Handelsvertreters dienenden (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1961 aaO. unter III 3 c aa) §§ 87 a Abs. 5, 87 c Abs. 5 HGB entgegen.
Deswegen und mit Rücksicht auf die in den §§ 87 a Abs. 5, 87 c Abs. 5 HGB zum Ausdruck kommende gesetzgeberische Wertung verstößt die Forderung des Klägers nach einem Buchauszug und nach Provision für Retouren trotz jahrelanger widerspruchsloser Hinnahme der Provisionsabrechnungen auch nicht gegen Treu und Glauben (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1961 aaO. unter III 3 c bb).
- BGH, 28.01.1965 - VII ZR 120/63
Rechtsfolgen der jahrelangen widerspruchslosen Hinnahme von …
Auszug aus BGH, 29.11.1995 - VIII ZR 293/94
"Die jahrelange widerspruchslose Hinnahme der Provisionsabrechnungen des Unternehmers kann nicht als ein sich ständig wiederholendes negatives Schuldanerkenntnis des Handelsvertreters ausgelegt werden, daß ihm Ansprüche auf Erteilung eines Buchauszuges und auf Zahlung weiterer Provision nicht zustehen (Aufgabe von BGH, Urteil vom 28. Januar 1965 - VII ZR 120/63 = DM Nr. 5 zu § 87 c HGB).«.Unter diesen besonderen Umständen hat der Bundesgerichtshof die tatrichterliche Würdigung unbeanstandet gelassen, die jahrelange widerspruchslose Hinnahme der Provisionsabrechnungen durch den Handelsvertreter sei als ein sich ständig wiederholendes negatives Schuldanerkenntnis auszulegen (Urteil vom 28. Januar 1965 - VII ZR 120/63 = LM Nr. 5 zu § 87 c HGB).
Soweit der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 28. Januar 1965 (aaO.) , dem das Berufungsgericht auch ohne ausdrückliche Erwähnung ersichtlich folgen will, im Ergebnis eine andere Auffassung vertreten hat, hält der Senat hieran nicht fest.
- BGH, 28.11.1963 - VII ZR 90/62
- Herrenwäsche -, Weisungsgebundenheit des HV, Interessenwahrnehmungspflicht des …
Auszug aus BGH, 29.11.1995 - VIII ZR 293/94
Ein Einverständnis mit den Provisionsabrechnungen und damit das Anerkenntnis, keine weiteren Ansprüche zu haben, kann jedoch im allgemeinen nicht aus einem untätigen Verhalten des Handelsvertreters gefolgert werden; für eine Einigung über die Abrechnung zwischen Unternehmer und Handelsvertreter bedarf es vielmehr in der Regel einer eindeutigen Willenserklärung des Handelsvertreters (BGH, Urteil vom 28. November 1963 - VII ZR 90/62, nicht veröffentlicht, Umdruck S. 16;… Urteil vom 20. Februar 1964 aaO. unter I 3 b aa;… Urteil vom 23. Oktober 1981 aaO. unter 4).Ob die Besonderheiten jenes Einzelfalls auch im vorliegenden Fall gegeben sind oder ob die Beklagte hier schon deshalb das Schweigen des Klägers auf ihre Provisionsabrechnungen nicht als Einverständnis mit diesen und als Verzicht auf weitere Provisionsansprüche aus § 87 a Abs. 3 HGB auffassen durfte, weil die Abrechnungen sich nicht zu den Gründen der Retouren verhielten und deswegen dem Kläger im Hinblick auf § 87 a Abs. 3 Satz 2 HGB keine Klarheit über die Berechtigung der Abzüge verschafften (BGH, Urteil vom 28. November 1963 aaO. S. 17), kann offenbleiben.
- BGH, 16.11.1993 - XI ZR 70/93
Verzicht auf anteilige Erstattung des Disagios bei vorzeitiger Beendigung eines …
Auszug aus BGH, 29.11.1995 - VIII ZR 293/94
Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, daß an die Annahme eines konkludent erklärten Verzichts grundsätzlich strenge Anforderungen zu stellen sind (zuletzt z.B. Urteil vom 16. November 1993 - XI ZR 70/93 = WM 1994, 13 unter II 2 b; Urteil vom 22. Juni 1995 - VII ZR 118/94 = WM 1995, 1677 unter II 2 b bb). - BGH, 22.06.1995 - VII ZR 118/94
Anforderungen an konkludent erklärten Verzicht
Auszug aus BGH, 29.11.1995 - VIII ZR 293/94
Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, daß an die Annahme eines konkludent erklärten Verzichts grundsätzlich strenge Anforderungen zu stellen sind (zuletzt z.B. Urteil vom 16. November 1993 - XI ZR 70/93 = WM 1994, 13 unter II 2 b; Urteil vom 22. Juni 1995 - VII ZR 118/94 = WM 1995, 1677 unter II 2 b bb). - BGH, 19.11.1982 - I ZR 125/80
Nachbearbeitung notleidender Versicherungsverträge
Auszug aus BGH, 29.11.1995 - VIII ZR 293/94
Eine solche Vereinbarung hat der Bundesgerichtshof gerade wegen Verstoßes gegen § 87 c Abs. 5 HGB als unwirksam angesehen (…Urteil vom 20. Februar 1964 aaO. unter I 3 b bb; vgl. auch Urteil vom 19. November 1982 - I ZR 125/80 = LM Nr. 11 zu § 87 a HGB unter I 2 c). - BGH, 11.07.1980 - I ZR 192/78
Umfang und Fälligkeit des Anspruchs auf Erteilung eines Buchauszuges
Auszug aus BGH, 29.11.1995 - VIII ZR 293/94
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann der Handelsvertreter zwar den Anspruch auf Erteilung eines Buchauszugs aus § 87 c Abs. 2 HGB als Grundlage für weitere Provisionsansprüche nicht mehr geltend machen, wenn er sich mit dem Unternehmer über die Abrechnung der Provisionen geeinigt hat (BGH, Urteil vom 13. März 1961 - VII ZR 35/60 = LM Nr. 3 zu § 87 c HGB unter III 3 b; Urteil vom 20. Februar 1964 - VII ZR 147/62 = LM Nr. 4 a zu § 87 c HGB unter I 3 b; Urteil vom 11. Juli 1980 - I ZR 192/78 = WM 1980, 1449 unter II; Urteil vom 23. Oktober 1981 - I ZR 171/79 = WM 1982, 152 unter 4). - BGH, 01.12.1960 - VII ZR 210/59
Zulässigkeit von Verfügungen über den Provisionsanspruch
Auszug aus BGH, 29.11.1995 - VIII ZR 293/94
a) Wie auch das Berufungsgericht nicht verkennt, verbietet § 87 a Abs. 5 eine zu Ungunsten des Handelsvertreters im voraus von § 87 a Abs. 3 HGB abweichende Vertragsgestaltung, solange der bei Abschluß eines Geschäfts bedingt entstehende Provisionsanspruch des Handelsvertreters noch nicht gemäß § 87 a HGB unbedingt geworden ist (BGH, Urteil vom 1. Dezember 1960 - VII ZR 210/59 = BB 1961, 147).
- BGH, 21.03.2001 - VIII ZR 149/99
Form und Umfang des Buchauszuges
Der Buchauszug muß die im Zeitpunkt seiner Aufstellung für die Berechnung, die Höhe und die Fälligkeit der Provisionen relevanten Geschäftsverhältnisse vollständig widerspiegeln, soweit sie sich aus den Büchern des Unternehmers entnehmen lassen (…BGH a.a.O. sowie Urteil vom 29. November 1995 - VIII ZR 293/94, WM 1996, 309 unter III.).Der Bundesgerichtshof hat für den Buchauszug bei Warenhandelsvertretern bereits mehrfach entschieden, daß in diesem im Hinblick auf § 87a Abs. 3 HGB auch die Annullierung von Verträgen und die Rückgabe von Waren sowie jeweils deren Gründe anzugeben sind (Urteile vom 23. Februar 1989 - I ZR 203/87, WM 1989, 1073 unter II.1; vom 23. Oktober 1981 - I ZR 171/79, WM 1982, 152 unter 3.; Senatsurteil vom 29. November 1995 - VIII ZR 293/94, WM 1996, 309 unter III.).
- BGH, 20.09.2006 - VIII ZR 100/05
Wirksamkeit der Vereinbarung eines Einwendungsausschlusses gegen die Abrechnungen …
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann der Handelsvertreter zwar den Anspruch auf Erteilung eines Buchauszugs aus § 87c Abs. 2 HGB als Grundlage für weitere Provisionsansprüche nicht mehr geltend machen, wenn er sich mit dem Unternehmer über die Abrechnung der Provisionen geeinigt hat (Senat, Urteil vom 29. November 1995 - VIII ZR 293/94, WM 1996, 309 = NJW 1996, 588 unter II 1 m.w.Nachw.).Wie das Berufungsgericht richtig gesehen hat und auch die Revision nicht verkennt, hat der Bundesgerichtshof deshalb eine Vereinbarung zwischen Handelsvertreter und Unternehmer, nach der dessen Abrechnung mangels Widerspruchs des Handelsvertreters innerhalb einer bestimmten Frist als genehmigt gelten soll, wegen Verstoßes gegen § 87c Abs. 5 HGB als unwirksam angesehen (Urteil vom 20. Februar 1964 - VII ZR 147/62, LM Nr. 4a zu § 87c HGB unter I 3 b bb; vgl. auch Urteil vom 19. November 1982 - I ZR 125/80 = LM Nr. 11 zu § 87a HGB unter I 2 c; Senatsurteil vom 29. November 1995 aaO unter II 2 b; ebenso OLG München VersR 2004, 470, 471; OLG Koblenz VersR 1980, 623; OLG Karlsruhe BB 1980, 226; OLG Hamm BB 1979, 442).
- BGH, 11.10.2006 - IV ZR 329/05
Unterbrechung der Verjährung von Schadensersatzansprüchen durch Anerkenntnis …
An die Annahme eines konkludent erklärten Verzichts sind strenge Anforderungen zu stellen (st. Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 29. November 1995 - VIII ZR 293/94 - NJW 1996, 588 unter II 1 m.w.N.).
- OLG Nürnberg, 28.01.2011 - 12 U 744/10
Beendeter Handelsvertretervertrag: Ansprüche des Handelsvertreters auf Erteilung …
Nur dann kann sein Zweck erfüllt werden, dem Handelsvertreter über seine Provisionsansprüche Klarheit zu verschaffen und ihm eine Nachprüfung der vom Unternehmer erteilten oder noch zu erteilenden Provisionsabrechnung zu ermöglichen (BGH, Urteil vom 20.02.1964 - VII ZR 147/62, VersR 1964, 429; Urteil vom 11.07.1980 - I ZR 192/78, VersR 1981, 38; Urteil vom 23.10.1981 - I ZR 171/79, VersR 1982, 265; Urteil vom 23.02.1989 - I ZR 203/87, NJW-RR 1989, 738; Urteil vom 29.11.1995 - VIII ZR 293/94, NJW 1996, 588; Urteil vom 21.03.2001 - VIII ZR 149/99, NJW 2001, 2333; Urteil vom 20.09.2006 - VIII ZR 100/05, NJW-RR 2007, 246; OLG Hamm NJW-RR 1997, 1322; OLG Nürnberg OLGR 1998, 364; OLG München OLGR 2002, 240; OLG Bamberg OLGR 2003, 426;… Baumbach/Hopt, HGB 34. Aufl. § 87c Rn. 15).Entsprechend hat der Buchauszug im Falle der Rückgabe von Waren (Retouren) und hierfür erteilten Gutschriften auch die Gründe hierfür zu enthalten (BGH, Urteil vom 23.02.1989 - I ZR 203/87, NJW-RR 1989, 738; Urteil vom 29.11.1995 - VIII ZR 293/94, NJW 1996, 588; OLG Hamm NJW-RR 1997, 1322; OLG Nürnberg OLGR 1998, 364; OLG München OLGR 2002, 240;… von Hoyningen-Huene in: MünchKomm-HGB a.a.O. § 87c Rn. 40;… Emde in: Staub, Großkomm.-HGB a.a.O. § 87c Rn. 119 m.w.N.).
- OLG München, 31.07.2019 - 7 U 4012/17
Anspruch auf Buchauszug
Durch die von der Beklagten vorgetragene Verzichtserklärung vom 17.12.2014 konnte der Kläger jedenfalls für den danach liegenden Zeitraum vom 18.12.2014 bis 30.04.2015 schon deshalb nicht wirksam auf die Erteilung eines Buchauszugs verzichten, da § 87c Abs. 5 HGB einen Verzicht für die Zukunft ausschließt (vgl. BGH, Urteil vom 29.11.1995, Az. VIII ZR 293/94, Rdnr. 18, Hopt in Baumbach/Hopt, HGB, 37. Auflage, München 2016, Rdnr. 29 zu § 87c HGB). - OLG München, 07.06.2017 - 7 U 1889/16
Rückforderung von Versicherungsvertreterprovisionen bei Nachbearbeitungspflicht …
Rn. 62 Aus dem (zumindest anfänglichen) Schweigen der Beklagten auf die Provisionsabrechnung vom 08.02.2014 (Anl. K 4), in dem der Saldobetrag von 8.332, 62 EUR erstmals auftaucht, kann auch kein Anerkenntnis des Saldos durch die Beklagte abgeleitet werden, da es für eine Einigung über eine Provisionsabrechnung einer eindeutigen Willenserklärung der Handelsvertreterin bedurft hätte (vgl. BGH, Urteil vom 29.11.1995, Az. VIII ZR 293/94, Rdnr. 14). - OLG Brandenburg, 20.05.2009 - 3 U 20/09
Rückzahlung von Versicherungsvertreterprovision: Verteilung der Darlegungs- und …
- OLG München, 01.07.2003 - 23 U 1637/03
Provisionsabrechnungen für den Handelsvertreter als Buchauszugsersatz zur …
Da der Buchauszug der Bezifferung und Durchsetzung von Provisionsansprüchen dient, entfällt der Anspruch hierauf zwar, wenn sich der Handelsvertreter und Unternehmer über die Provision und Abrechnung endgültig geeinigt haben (BGH NJW 1981, 457; BGH NJW 1996, 588).Eine Einigung in diesem Sinne liegt aber nicht allein in der mehrjährigen widerspruchslosen Hinnahme der Provisionabrechnungen des Unternehmers durch den Handelsvertreter (BGH NJW 1996, 588).
- BGH, 25.07.2024 - VII ZR 145/23
Umfang des Versicherungsvertreteranspruchs auf Erteilung von Buchauszug
Der Buchauszug muss die im Zeitpunkt seiner Aufstellung für die Berechnung, die Höhe und die Fälligkeit der Provisionen relevanten Geschäftsverhältnisse vollständig widerspiegeln, soweit sie sich aus den Büchern des Unternehmers entnehmen lassen (BGH…, Urteil vom 21. März 2001 - VIII ZR 149/99, NJW 2001, 2333, juris Rn. 18; Urteil vom 29. November 1995 - VIII ZR 293/94, NJW 1996, 588, juris Rn. 22 m.w.N.). - OLG Köln, 13.05.2016 - 19 U 156/15
Ansprüche eines Finanzdienstleisters gegen einen selbständigen Vermittler …
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. etwa Urteil vom 29.11.1995 - VIII ZR 293/94 und Urteil vom 23.10.1981 - I ZR 171/79; jeweils zitiert nach juris), der sich der Senat anschließt, rechtfertigt die jahrelange widerspruchslose Hinnahme der Provisionsabrechnungen durch den Handels- bzw. Versicherungsvertreter nicht die Annahme, dieser habe sich mit den ihm von dem Unternehmer erteilten Abrechnungen einverstanden erklärt und auf ihm etwa zustehende weitergehende Provisionsansprüche für diesen Zeitraum verzichtet.Denn ein Einverständnis mit den Provisionsabrechnungen und damit das Anerkenntnis, keine weiteren Ansprüche zu haben, kann im Allgemeinen nicht aus einem untätigen Verhalten des Handels- bzw. Versicherungsvertreters gefolgert werden; für eine Einigung über die Abrechnung zwischen Unternehmer und Handels- bzw. Versicherungsvertreter bedarf es vielmehr in der Regel einer eindeutigen Willenserklärung des Handels- bzw. Versicherungsvertreters (vgl. BGH, Urteil vom 29.11.1995 - VIII ZR 293/94).
Denn diese Annahme führt zu einer gegen die genannten Bestimmungen verstoßenden Beschränkung der Ansprüche des Handels- bzw. Versicherungsvertreters auf Erteilung eines Buchauszugs und Zahlung von Provision für die Zukunft, weil sie ihn nötigt, Abrechnungen des Unternehmers künftig zu widersprechen, um insoweit ein (sich ständig wiederholendes) negatives Schuldanerkenntnis zu vermeiden (vgl. BGH, Urteil vom 29.11.1995 - VIII ZR 293/94 und Urteil vom 20.9.2006 - VIII ZR 100/05).
- OLG Düsseldorf, 20.08.2001 - 23 U 214/00
Zur Auftragserteilung und Vergütung eines Architekten
- OLG Frankfurt, 18.09.2012 - 5 U 101/09
- DVAG 27 -, AA des VV, Anwendbarkeit der Grundsätze, Berechnung des AA nach den …
- OLG München, 19.07.2017 - 7 U 3387/16
Zum Anspruch des Handeslvertreters auf Erteilung eines Buchauszugs
- BGH, 27.08.2003 - 5 StR 254/03
Untreue; (Gesamtsaldierung; Vermögensvorteil durch Befreiung von einer …
- OLG Karlsruhe, 11.02.2009 - 7 U 219/07
Anspruch auf Provision für vermittelte Krankenversicherungensverträge; …
- KG, 27.11.2006 - 12 U 182/04
Gewerberaummietvertrag: Nebenkostenzahlungspflicht ohne Erhebung von …
- BAG, 28.07.1998 - 3 AZR 357/97
Mitbestimmungsrecht beim Abbau einer Überversorgung
- OLG Saarbrücken, 23.05.2001 - 1 U 760/00
Anforderungen an den vom Unternehmer zu erteilenden Buchauszug
- OLG Köln, 22.04.2016 - 19 U 151/15
Streit über Forderungen aus einem beendeten Vertriebspartnervertrag; …
- OLG Frankfurt, 24.10.2023 - 2 U 5/23
Änderung des Spielhallengesetzes als Mietmangel
- OLG Karlsruhe, 10.05.2005 - 8 U 242/04
Handelsvertretervertrag: Anspruch auf nachträgliche Erteilung eines Buchauszugs; …
- OLG Hamm, 07.05.2004 - 35 U 3/04
Anspruch des VV auf Buchauszug, Umfang des Anspruchs auf Buchauszug, …
- OLG München, 14.07.2016 - 23 U 3764/15
Streitiger Anspruch auf Buchauszug eines Handelsvertreters
- OLG Koblenz, 05.06.2008 - 5 U 99/08
Voraussetzungen und Rechtsfolgen der Ausschlagung eines Vermächtnisses
- LG Frankfurt/Main, 25.05.2018 - 5 O 222/16
- Alte Leipziger 5 -, wichtiger Grund, Beschimpfung eines Kunden durch den HV, …
- OLG Hamm, 19.03.2009 - 18 U 137/08
Zulässigkeit eines Teilurteils über die Klage ohne Entscheidung über die …
- BGH, 20.07.1999 - X ZR 175/98
Rechtsmittelbeschwer bei vollem Obsiegen
- OLG Köln, 20.06.1997 - 3 U 146/96
Provisionsansprüche des Handelsvertreters, Handelsvertreter, Buchauszug, …
- OLG München, 14.07.2016 - 23 U 3521/15
Streitiger Provisionsanspruch eines Handelsvertreters
- AG Nordhorn, 22.02.2001 - 3 C 39/01
Pflichtverletzung in Ausübung der elterlichen Sorge; Elterliche Vermögenssorge …
- OLG Düsseldorf, 26.03.2021 - 16 U 215/20
Anspruch eines Handelsvertreters auf Erteilung eines Buchauszugs; Zweck eines …
- OLG Dresden, 27.01.2006 - 12 U 2705/99
Folgen der Werklohnforderungsfreigabe durch den Insolvenzverwalter
- OLG Düsseldorf, 13.03.2007 - 24 U 161/06
Honorarvereinbarung (-verzicht) durch angestellten Rechtsanwalt - Verletzung …
- LG Mannheim, 10.12.2004 - 23 O 89/04
Provisionsanspruch des Versicherungsvertreters: Stillschweigende Annahme eines …
- OLG Dresden, 02.03.2020 - 4 U 2314/19
Vermittlung von Versicherungen; Anspruch auf Zurückzahlung von vorschüssig …
- OLG Köln, 09.08.2019 - 6 U 20/19
- KG, 26.11.2009 - 12 U 123/09
Erlass: Auslegung einer Vereinbarung betreffend eines Verzichts auf eine für eine …
- OLG Hamm, 12.03.2004 - 35 W 2/04
Nichtigkeit einer Vereinbarung über Provisionsabrechnungen in einem …
- OLG Köln, 14.08.2003 - 8 U 24/03
Objektiv unrichtige oder mehrdeutige Parteibezeichnung
- OLG Hamm, 21.03.1997 - 35 U 24/96
Zum Inhalt des einem Versicherungsvertreter zu erteilenden Buchauszugs
- OLG Düsseldorf, 01.03.2002 - 16 U 139/00
Stufenklage auf Buchauszug und Abrechnung, Provisionsabrechnung des HV, …
- OLG Köln, 21.08.2020 - 19 U 187/19
Buchauszugsanspruch eines Handelsvertreters Vermittlung von …
- LG München I, 05.10.2021 - 31 O 16817/19
Leistungen aus einem Vertrag über die Vermittlung von Versicherungen
- OLG Köln, 27.01.2017 - 19 U 89/16
Verjährung des Anspruchs des Handelsvertreters auf Erteilung eines Buchauszugs
- OLG München, 08.08.2001 - 7 U 5118/00
Berechnung des Ausgleichsanspruchs eines Handelsvertreters in der Textilbranche
- LG Karlsruhe, 08.02.2013 - 6 O 440/10
- WIFO -, Buchauszug, Stornogefahrmitteilung, Rückforderung unverdienter …
- OLG Hamm, 01.04.2009 - 20 U 76/08
Auslegung der Abtretung der Rechte aus einer Lebensversicherung
- OLG Celle, 13.12.2001 - 11 U 90/01
Handelsvertreter ; Ausgleichsanspruch; Einstandsgeldvereinbarung ; …
- OLG Brandenburg, 24.02.2020 - 7 W 38/19
Verpflichtung zur Zahlung weiteren Vorschusses zur Ersatzvornahme einer …
- OLG Hamm, 13.03.2017 - 18 U 106/15
Anspruch auf einen Buchauszug nach Beendigung eines Handelsvertretervertrages; …
- BGH, 11.10.2000 - VIII ZR 276/99
Beweiswürdigung in der Berufungsinstanz
- LG Hanau, 11.09.2023 - 2 S 94/22
Schlechter Übergabezustand kein Mangel; Rückbaupflicht nach Mietende
- LG Dortmund, 18.03.2010 - 16 O 204/07
Anspruch eines Versicherungsvertreters gegen den Unternehmer auf Auskunft sowie …
- LG Hamburg, 07.04.2021 - 401 HKO 23/16
Provisionsklage des Handelsvertreters im Wege der Stufenklage: Voraussetzungen …
- BGH, 21.07.2005 - IX ZR 247/02
Anforderungen an einen Verzicht
- KG, 02.09.2004 - 12 U 211/03
Wohnraummiete in Berlin: Berechnung der Zusatzmerkmale bei fehlendem Balkon
- OLG Hamm, 14.05.2003 - 35 U 36/02
Voraussetzungen für einen Anspruch des Handelsvertreters auf Ergänzung des ihm …
- BAG, 28.07.1998 - 3 AZR 358/97
Anpassung der Versorgungsobergrenze für Zusatzruhegeld - Definition des Begriffs …
- OLG Frankfurt, 25.02.2004 - 23 U 82/03
Berufungsverfahren: Beweiskraft von Indizien; Überprüfung der Beweiswürdigung des …
- OLG Frankfurt, 01.07.2003 - 5 U 229/99
Zum Anspruch auf Erteilung eines Buchauszugs über provisionsrelevante Umstände …
- OLG München, 15.11.2000 - 7 U 3545/00
Handelsvertretervertrag - Abürzung der Verjährung - Entstehung des …
- BAG, 28.07.1998 - 3 AZR 675/97
Mitbestimmungsrecht beim Abbau einer Überversorgung
- BAG, 28.07.1998 - 3 AZR 696/97
Mitbestimmungsrecht beim Abbau einer Überversorgung
- OLG Düsseldorf, 09.05.2003 - 16 U 81/02
Anspruch eines Handelsvertreters auf Buchauszug zur Durchsetzung eines …
- OLG Karlsruhe, 07.02.2014 - 15 U 58/13
DVAG, Geltendmachung von Rückzahlungsansprüchen wegen unverdienter …
- OLG Hamburg, 09.09.2011 - 11 U 46/09
Anspruch auf Erteilung eines Buchauszugs bei Vorliegen der Anforderungen bzgl. …
- OLG Saarbrücken, 18.04.2013 - 4 U 459/11
Vertragsstrafe auch ohne Hinweis verschuldensabhängig vereinbart!
- OLG Brandenburg, 04.03.2009 - 3 U 33/08
Erlass: Feststellung einer mündlichen Vereinbarung über ein drittes Jahr …
- OLG Köln, 02.06.2006 - 19 U 207/05
Verpflichtung zur Erteilung eines Buchauszuges bzgl. Provisionsabrechnungen eines …
- OLG Koblenz, 22.11.2006 - 2 U 564/06
Erlass: Zustandekommen eines Erlassvertrages bei einfachem Kopfnicken
- OLG Celle, 26.09.2002 - 11 U 231/01
Differenzprovision des Handelsvertreters; Begleitung eines Mitarbeiters durch …
- OLG Düsseldorf, 05.10.2001 - 16 U 44/01
Voraussetzung für den Anspruch des Handelsvertreters auf Erteilung des …
- OLG Düsseldorf, 30.04.1999 - 16 U 74/98
Wirksamkeit eines Saldoanerkenntnisses im Rahmen eines Handelsvertretervertrages; …
- OLG Köln, 28.05.2004 - 19 U 247/01
Anspruch des Handelsvertreters auf Erteilung eines Buchauszugs über die von ihm …
- OLG Köln, 02.03.2001 - 19 U 235/00
Zur Verfügungstellung eines Buchausdrucks zwecks Nachweis der Richtigkeit und …
- OLG Nürnberg, 28.07.1998 - 12 W 2209/98
Vollstreckungsverfahren nach Verurteilung zur Erteilung eines Buchauszugs
- KG, 26.10.2006 - 12 U 25/06
Mietvertrag: Erfolgsaussicht einer Berufung im Zusammenhang mit der behaupteten …
- LG Dortmund, 25.06.2015 - 2 O 165/14
Anspruch auf Buchauszug, erforderliche Angaben
- LG Hannover, 07.05.2012 - 8 O 373/07
- AWD 79 -, Buchauszug, Buchauszugsinhalt, mehrstufiges …
- OLG Jena, 12.10.2005 - 2 U 293/05
DAV-Abkommen
- LG Düsseldorf, 08.07.2004 - 4a O 301/03
Hobelgassenbedüsungssystem für einen Strebausbau aus Strebausbaugestellen als …
- OLG Köln, 28.05.2004 - 19 U 175/01
- IFS 1 -, Anspruch des VV auf Buchauszug, Außendienst-Informationssystem, …
- OLG Bamberg, 03.02.2016 - 3 U 109/15
Abgrenzung Fixum / Vorschuss, Schweigen kein Anerkenntnis der Abrechnung, …
- LAG Hamm, 23.10.2002 - 10 Sa 632/02
Ausgleichsquittung/Empfangsbestätigung Auslegung der Willenserklärung Verzicht …
- LAG München, 17.05.2002 - 9 Sa 854/01
Rechtmäßigkeit einer einseitigen Kürzung einer Qualifikationszulage durch den …
- LG Düsseldorf, 13.12.2005 - 35 O 21/05
Streit um einen Handelsvertreterausgleich; Ausschluss des Anspruchs auf Erteilung …
- LG Düsseldorf, 08.07.2004 - 4a O 304/03
Anforderungen an einen Patentverzicht
- LAG Hamm, 14.05.2003 - 10 Sa 1194/02
Wirksamkeit einer Abwicklungsvereinbarung Anfechtung wegen arglistiger Täuschung …
- AG Frankfurt/Main, 28.04.2006 - 31 C 131/06
Handelsvertreter / IATA-Agent / Provisionsabrechnung / Agent Billing Analysis / …
- OLG Köln, 02.12.1998 - 5 U 108/98
Erteilung eines Buchauszuges, Provisionsanspruch, wichtiger Grund, …
- LAG Hamm, 06.05.1998 - 10 Sa 2330/97
Klage eines Arbeitnehmers (Druckvorlagenhersteller) auf Zahlung einer …
- LG Düsseldorf, 08.07.2004 - 4a O 303/03
Steinkohlestütze
- OLG Karlsruhe, 12.02.2003 - 7 U 37/02
- BGH, 23.10.1996 - VIII ZR 271/95
Rückzahlung des Kaufpreises Zug um Zug gegen Rückgabe des streitgegenständlichen …
- OLG Frankfurt, 16.08.2016 - 4 U 6/16
- DVAG 54 -, Inhalt des Buchauszugs, Unzulässigkeit des Teilurteils, …
- OLG Hamm, 16.12.1995 - 35 U 43/95
Abkürzung der Verjährung, Verkürzung der Verjährung von Provisionsansprüchen des …
- OLG Bamberg, 09.12.2015 - 3 U 157/15
Anerkenntnisfiktion, Anforderungen an die Darlegungslast des U bei der …
- LG Darmstadt, 22.12.2005 - 15 O 70/01
- OLG Hamm, 19.09.1997 - 35 U 40/97
- AWD 23 -, Saldoklage, Rückforderung unverdienter Provisionen, Anforderungen an …
- OLG Hamm, 18.06.1997 - 35 U 13/97
Schlüssigkeit der Klage einer Saldoforderung gegen VV, rückforderbare Salden, …
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Rechtsprechung
| BGH, 04.12.1995 - II ZR 281/94 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
GmbH - Kreditunwürdigkeit
- rechtsportal.de
GmbHG § 32 b, § 30, § 31
Zulässigkeit verdeckter Koppelungsangebote - ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1996, 720
- ZIP 1996, 275
- MDR 1996, 372
- WM 1996, 256
- BB 1996, 1185
- DB 1996, 465
Wird zitiert von ... (24) Zitiert selbst (2)
- BGH, 19.11.1984 - II ZR 84/84
Inanspruchnahme von Sicherheiten für Verbindlichkeiten einer GmbH
Auszug aus BGH, 04.12.1995 - II ZR 281/94
Unberücksichtigt gelassen ist dabei, daß die Fähigkeit der Gesellschaft, ihren Gläubigern zur Deckung ihres Kreditbedarfs noch Sicherheiten aus ihrem eigenen Vermögen zu stellen, nur den Umqualifizierungsgrund der Kreditunwürdigkeit ausschließen könnte, nicht dagegen denjenigen der Konkursreife wegen Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung (vgl. etwa Sen.Urt. v. 19. November 1984 - II ZR 84/84, WM 1984, 115 re. Sp. oben; ähnlich Urteil v. 6. Mai 1985 - II ZR 132/84, WM 1985, 1028, 1029 re. Sp.). - BGH, 06.05.1985 - II ZR 132/84
Belassung eines Gesellschafterdarlehens in der Krise
Auszug aus BGH, 04.12.1995 - II ZR 281/94
Unberücksichtigt gelassen ist dabei, daß die Fähigkeit der Gesellschaft, ihren Gläubigern zur Deckung ihres Kreditbedarfs noch Sicherheiten aus ihrem eigenen Vermögen zu stellen, nur den Umqualifizierungsgrund der Kreditunwürdigkeit ausschließen könnte, nicht dagegen denjenigen der Konkursreife wegen Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung (…vgl. etwa Sen.Urt. v. 19. November 1984 - II ZR 84/84, WM 1984, 115 re. Sp. oben; ähnlich Urteil v. 6. Mai 1985 - II ZR 132/84, WM 1985, 1028, 1029 re. Sp.).
- BGH, 20.02.2014 - IX ZR 164/13
Insolvenzanfechtung: Freiwerden einer Gesellschaftersicherheit infolge der …
Neben der in § 135 Abs. 2 InsO ausdrücklich erwähnten Bürgschaft werden vom Wortlaut der Vorschrift alle Sicherheiten im weitesten Sinne (vgl. BGH, Urteil vom 12. Dezember 1988 - II ZR 378/87, NJW 1989, 1733, 1734), mithin auch eine Grundschuld als Sachsicherheit (…Preuß in Kübler/Prütting/Bork, InsO, 2013, § 135 Rn. 33), erfasst (vgl. BGH, Urteil vom 4. Dezember 1995 - II ZR 281/94, NJW 1996, 720, wo ebenfalls Bürgschaft und Grundschuld erbracht wurden). - BFH, 10.11.1998 - VIII R 6/96
Krisenbestimmtes Darlehen eines GmbH-Gesellschafters
Die Prüfung, ob in diesem Zeitpunkt auch ein fremder Dritter noch einen Kredit gewährt hätte, erübrigte sich deshalb (vgl. dazu BGH-Urteile in BB 1996, 1185, und vom 19. September 1996 IX ZR 249/95, BB 1996, 2316).Zwar war diese im Zeitpunkt der einvernehmlichen Aufhebung des Vertrages vom 1. Februar 1984 über ein Darlehen von 18 750 DM und der darlehensweisen Weitergewährung des fälligen Rückzahlungsbetrages wahrscheinlich bereits eingetreten: Denn der Verlust von weit mehr als der Hälfte des Stammkapitals ist ein wesentliches Indiz für die Kreditunwürdigkeit der GmbH (BGH-Urteil in BB 1996, 1185).
Zum Eintritt der Krise wird es --nachdem die GmbH bereits 1984 mehr als die Hälfte ihres Stammkapitals verloren hatte-- vor allem prüfen müssen, ob das aktive Vermögen der GmbH noch wesentliche stille Reserven enthielt und ob noch nennenswerte Vermögensgegenstände vorhanden waren, die sie den Gläubigern zur Sicherung ihres Kreditbedarfs anbieten konnte (vgl. dazu näher BGH-Urteil in BB 1996, 1185, und zu in weiteren in Betracht kommenden Indizien Lutter/Hommelhoff, a.a.O., §§ 32 a/b, Rdnrn. 23 f., m.w.N.).
- BFH, 04.11.1997 - VIII R 18/94
Finanzplan-Darlehen bei wesentlicher Beteiligung
Der Senat hat dies --im Anschluß an die zu kapitalersetzenden Gesellschafterdarlehen ergangene Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs --BGH-- (…zu dieser Lutter/Hommelhoff, a.a.O., §§ 32a/b Rdnrn. 7 ff., 21 f., m.w.N., und BFH-Urteil vom 7. Juli 1992 VIII R 24/90, BFHE 168, 551, BStBl II 1993, 333 unter 2. b aa der Gründe; aus neuerer Zeit vgl. u.a. BGH-Urteile vom 28. November 1994 II ZR 77/93, Betriebs-Berater --BB-- 1995, 60; vom 6. Februar 1995 II ZR 41/94, GmbH-Rundschau 1995, 381; vom 4. Dezember 1995 II ZR 281/94, BB 1996, 1185; vom 15. Februar 1996 IX ZR 245/94, BB 1996, 708)-- hinsichtlich des Umqualifizierungsgrundes der Kreditwürdigkeit danach beurteilt, ob die Gesellschaft unter den bestehenden Verhältnissen von einem Dritten noch einen Kredit zu marktüblichen Bedingungen erhalten hätte (BFH-Urteile in BFHE 165, 31, BStBl II 1992, 234 unter 3. der Gründe;… vom 16. April 1991 VIII R 224/85, BFH/NV 1992, 94 unter 3. b der Gründe; vom 18. August 1992 VIII R 13/90, BFHE 169, 90, BStBl II 1993, 34;… vom 18. August 1992 VIII R 90/89, BFH/NV 1993, 158, und in BFHE 168, 551, BStBl II 1993, 333 unter 1. b der Gründe).Hinsichtlich des Umqualifizierungsgrundes der Konkursreife --Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit-- gelten ebenfalls die im Zivilrecht hierfür entwickelten Grundsätze (zu diesen u.a. BGH-Urteil in BB 1996, 1185).
- BFH, 24.04.1997 - VIII R 16/94
Darlehensausfall als nachträgliche Anschaffungskosten
Der Senat hat dies - im Anschluß an die zu kapitalersetzenden Gesellschafterdarlehen ergangene Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs - BGH - (…zu dieser u. a. Lutter/Hommelhoff, GmbH-Gesetz, 14. Aufl., §§ 32a/b Rdnrn. 7 f.; 21 f., m. w. N., und BFH-Urteil vom 7. Juli 1992 VIII R 24/90, BFHE 168, 551, BStBl II 1993, 333 unter 2. b aa der Gründe; aus neuerer Zeit vgl. u. a. BGH-Urteile vom 28. November 1994 II ZR 77/93, Betriebs-Berater - BB - 1995, 60; vom 6. Februar 1995 II ZR 41/94, GmbH-Rundschau 1995, 381; vom 4. Dezember 1995 II ZR 281/94, BB 1996, 1185; vom 15. Februar 1996 IX ZR 245/94, BB 1996, 708) - hinsichtlich des Umqualifizierungsgrundes der Kreditunwürdigkeit danach beurteilt, ob die Gesellschaft unter den bestehenden Verhältnissen von einem Dritten noch einen Kredit zu marktüblichen Bedingungen erhalten hätte (BFH-Urteile in BFHE 165, 31, BStBl II 1992, 234 unter 3. der Gründe;… vom 16. April 1991 VIII R 224/85, BFH/NV 1992, 94 unter 3. b der Gründe; vom 18. August 1992 VIII R 13/90, BFHE 169, 90, BStBl II 1993, 34;… vom 18. August 1992 VIII R 90/89, BFH/NV 1993, 158; in BFHE 168, 551, BStBl II 1993, 333).Hinsichtlich des Umqualifizierungsgrundes der Konkursreife - Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit - gelten ebenfalls die im Zivilrecht hierfür entwickelten Grundsätze (zu diesen u. a. BGH-Urteil in BB 1996, 1185).
- BFH, 13.07.1999 - VIII R 31/98
Darlehensverluste bei wesentlicher Beteiligung
Bei der hierfür erforderlichen Gesamtwürdigung der Verhältnisse wird nicht nur zu ermitteln sein, weshalb die externen Gläubiger der FVG-GmbH nicht bereit waren, ihr unmittelbares Kreditengagement zu erhöhen; besondere Bedeutung kann hierbei vor allem dem Umstand zukommen, daß nach der Rechtsprechung des BGH der Verlust von mehr als der Hälfte des Stammkapitals insbesondere dann, wenn das Anlagevermögen nicht über erhebliche stille Reserven verfügt, ein Indiz dafür bildet, daß die Gesellschaft den zum Weiterbetrieb ihres Unternehmens erforderlichen Kreditbedarf zum Zeitpunkt der Darlehensgewährung nicht mehr ohne Hilfe ihrer Gesellschafter hätte abdecken können (Urteil vom 4. Dezember 1995 II ZR 281/94, DStR 1996, 553 mit Anm. Goette). - BFH, 24.04.1997 - VIII R 23/93
Wesentliche Beteiligung an Kapitalgesellschaft
Nur wenn sich herausstellen sollte, daß die GmbH lediglich buchmäßig überschuldet war, muß ergänzend geklärt werden, ob sie im Zeitpunkt der Zusage der Kredithilfen oder später kreditunwürdig war (BGH-Urteile vom 11. Juli 1994 II ZR 146/92, BGHZ 127, 1, 6; vom 4. Dezember 1995 II ZR 281/94, Der Betrieb - DB - 1996, 465 mit Anm. Goette, Deutsches Steuerrecht - DStR - 1996, 554; vom 19. September 1996 IX ZR 249/95, Betriebs-Berater - BB - 1996, 2316).Sollte die GmbH erst nach der Zusage der Kredithilfen durch den Kläger kreditunwürdig geworden sein, ist der Sachverhalt nach den Grundsätzen zu beurteilen, die die Rechtsprechung für Kredite entwickelt hat, die der Gesellschafter in der Krise der Gesellschaft stehen ließ (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 168, 551, BStBl II 1993, 333, und zu den in Betracht kommenden Indizien BGH in DB 1996, 465).
- BFH, 31.10.2000 - VIII R 47/98
Auslegung eines Rechtsbehelfsbegehrens; eigenkapitalersetzendes Darlehen
Auch hatte die GmbH selbst am Ende des Jahres 1989 und unter der angenommenen Prämisse, dass das tatsächliche Vermögen der GmbH ihr bilanziell ausgewiesenes Vermögen nicht überschritt, noch nicht mehr als die Hälfte ihres Stammkapitals verloren (zu diesem Gesichtspunkt als Indiz für den Eintritt der "Krise" vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 4. Dezember 1995 II ZR 281/94, Deutsches Steuerrecht 1996, 553, mit Anmerkung Goette). - BGH, 17.11.1997 - II ZR 224/96
Darlegungs- und Beweislast des Konkursverwalters im Eigenkapitalersatzrecht
Nach dessen Aufhebung durch Urteil des erkennenden Senats vom 4. Dezember 1995 (II ZR 281/94, ZIP 1996, 275) und Zurückverweisung hat das Oberlandesgericht - nach Beweiserhebung - die Berufung wiederum zurückgewiesen.Wie der Senat bereits in seinem Urteil vom 4. Dezember 1995 (aaO S. 277) ausgeführt hat, kann Kreditunwürdigkeit insbesondere nicht mit der pauschalen Erwägung verneint werden, es sei nicht auszuschließen, daß die Gemeinschuldnerin noch Vermögensgegenstände oder stille Reserven gehabt habe, die sie ihren Gläubigern als ausreichende Sicherheiten hätte zur Verfügung stellen können.
- BFH, 20.08.2013 - IX R 1/13
Berechnung eines Auflösungsverlusts nach § 17 EStG - Nachträgliche …
Unbeschadet des Umstandes, dass der BGH dieser Feststellung keine absolute Bedeutung im Sinne einer notwendigen Bedingung beigemessen hat, hat er in jüngeren Entscheidungen nicht an diesem Kriterium festgehalten (vgl. BGH-Urteile vom 4. Dezember 1995 II ZR 281/94, NJW 1996, 720; in dem trotz vergleichbarer Fallgestaltung zur Bestimmung der Krise ausschließlich auf andere Kriterien abgestellt wurde). - BGH, 19.09.1996 - IX ZR 249/95
Eigenkapitalersetzender Charakter einer Darlehensgewährung
Bei endgültiger Überschuldung der Gesellschaft ist der Zeitpunkt, zu dem der Kredit haftendes Kapital ersetzt, stets eingetreten (BGHZ 109, 55, 59; 127, 1, 5 f; BGH, Urt. v. 4. Dezember 1995 - II ZR 281/94, ZIP 1996, 275, 277). - BGH, 02.06.1997 - II ZR 211/95
Darlegungs- und Beweislast nach Einholung eines Sachverständigengutachtens zur …
- BFH, 04.11.1997 - VIII R 43/96
Darlehensverluste bei wesentlicher Beteiligung
- FG Münster, 25.09.1998 - 4 K 8318/97
Refinanzierung eines Gesellschafterdarlehens
- BGH, 09.10.2008 - IX ZR 134/06
Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend die Zurückweisung einer …
- FG München, 04.10.2006 - 1 K 893/06
Uneinbringlichkeit einer Darlehensforderung nach Veräußerung des …
- FG Köln, 20.03.2014 - 3 K 2518/11
Berücksichtigung eines Gesellschafterdarlehns als Auflösungsverlust nach § 17 …
- OLG Dresden, 06.05.2008 - 2 U 1885/07
- FG Baden-Württemberg, 09.11.2006 - 12 K 81/05
Nachträgliche Anschaffungskosten einer wesentlichen Beteiligung: …
- FG Mecklenburg-Vorpommern, 15.10.2009 - 2 K 149/07
Zufluss von Darlehenszinsen beim beherrschenden Gesellschafter einer GmbH
- FG München, 10.08.2000 - 7 K 5082/98
Bewertung der Einlage bei der bilanziell überschuldeten Kapitalgesellschaft …
- FG Düsseldorf, 16.09.2016 - 3 K 3438/14
- FG München, 19.09.2016 - 7 K 1926/15
Anschaffungskosten, Bundesfinanzhof, Darlehensverträge, Krisenbestimmtes …
- FG Hamburg, 03.08.2001 - II 447/00
Eigenkapitalersetzende Darlehen als nachträgliche
- OLG Celle, 14.07.1999 - 9 U 342/98
Betriebsmittelkredit einer Volksbank als Darlehen mit Eigenkapital ersetzendem …
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