Rechtsprechung
| BGH, 07.02.1979 - VIII ZR 305/77 |
Kartonmaschine
§ 9 AGBG (jetzt § 307 BGB <Fassung seit 1.1.02>), Haftungsfreizeichnung
Volltextveröffentlichungen (5)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Vereinbarung Allgemeiner Geschäftsbedingungen - Erstattung eines Betriebsunterbrechungsschadens - Vorliegen einer fahrlässigen Eigentumsverletzung - Freizeichnung von der Verpflichtung zur Schadensersatzleistung
- Juristenzeitung(kostenpflichtig)
Freizeichnung des Verkäufers und Schadensersatz aus unerlaubter Handlung
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Umfang einer formularmäßigen Haftungsfreizeichnung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1979, 2148
- MDR 1979, 665
- BB 1979, 698
- DB 1979, 1078
Wird zitiert von ... (13) Zitiert selbst (8)
- BGH, 24.11.1976 - VIII ZR 137/75
Schwimmerschalter
Auszug aus BGH, 07.02.1979 - VIII ZR 305/77
Zur Frage, wann eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Freizeichnung des Verkäufers von der Verpflichtung zur Schadensersatzleistung auch Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung erfaßt (Ergänzung zu BGHZ 67, 359 Leitsatz c).Die damit aufgeworfene und vor allem in letzter Zeit eingehend in Rechtsprechung und Schrifttum erörterte Frage, ob und unter welchen besonderen Voraussetzungen die Lieferung einer von vornherein in Teilen mangelhaften Sache durch den Verkäufer zugleich - neben etwaigen Gewährleistungsrechten - Ansprüche aus Verletzung des Eigentums des Käufers gerade an dieser Sache zur Folge haben kann, oder ob derartige deliktische Schadensersatzansprüche (§ 823 Abs. 1 BGB) deswegen ausscheiden, weil der Käufer niemals Eigentümer einer mangelfreien Sache geworden ist, stellt sich - jedenfalls in dieser Form - hier nicht (vgl. dazu Senatsurteile vom 24. November 1976 - VIII ZR 137/75 = BGHZ 67, 359 und vom 5. Juli 1978 - VIII ZR 172/77 = VM 1978, 1172 = NJW 1978, 2241, jeweils mit weiteren Rechtsprechungsnachweisen; siehe auch Rengier JZ 1977, 346; Schubert JR 1977, 458; Weitnauer, Arztrecht 1978, 38; Löwe BB 1978, 1495; Ebel NJW 1978, 2494; Schmidt-Salzer BB 1979, 1, 8 ff; Emmerich JuS 1977, 472; Graf v. Westphalen BB 1977, 314; Engels, Betr.
Der Bundesgerichtshof hat daher an derartige Haftungsfreizeichnungsklauseln von jeher strenge Anforderungen gestellt (BGHZ 67, 359, 366; Senatsurteile vom 29. Oktober 1975 - VIII ZR 103/74 = WM 1975, 1257 - NJW 1976, 234 sowie vom 5. Juli 1978 - VIII ZR 172/77 - WM 1978, 1172, 1174 = NJW 1978, 2241, 2243; vgl. auch das Urteil vom 23. April 1970 - VIII ZR 150/68 - WM 1970, 903, 904).
Die in ihrem Wortlaut umfassende Klausel befindet sich - und darin unterscheidet sich der vorliegende Sachverhalt von der dem Urteil BGHZ 67, 359 (s. dort S. 366) zugrunde liegenden Fallgestaltung - nicht in dem Abschnitt über die Gewährleistung (Nr. 15), so daß bei einem Leser der Allgemeinen Lieferbedingungen die Annahme, die Freizeichnung beschränke sich auf die aus § 463 BGB hergeleiteten vertraglichen Gewährleistungsansprüche und die sie ergänzenden Ansprüche aus positiver Vertragsverletzung (Lieferung einer mangelhaften Sache), nicht aufkommen kann.
- BGH, 05.07.1978 - VIII ZR 172/77
Beginn der Verjährung eines Schadensersatzanspruchs wegen Fehlens einer …
Auszug aus BGH, 07.02.1979 - VIII ZR 305/77
Die damit aufgeworfene und vor allem in letzter Zeit eingehend in Rechtsprechung und Schrifttum erörterte Frage, ob und unter welchen besonderen Voraussetzungen die Lieferung einer von vornherein in Teilen mangelhaften Sache durch den Verkäufer zugleich - neben etwaigen Gewährleistungsrechten - Ansprüche aus Verletzung des Eigentums des Käufers gerade an dieser Sache zur Folge haben kann, oder ob derartige deliktische Schadensersatzansprüche (§ 823 Abs. 1 BGB) deswegen ausscheiden, weil der Käufer niemals Eigentümer einer mangelfreien Sache geworden ist, stellt sich - jedenfalls in dieser Form - hier nicht (vgl. dazu Senatsurteile vom 24. November 1976 - VIII ZR 137/75 = BGHZ 67, 359 und vom 5. Juli 1978 - VIII ZR 172/77 = VM 1978, 1172 = NJW 1978, 2241, jeweils mit weiteren Rechtsprechungsnachweisen; siehe auch Rengier JZ 1977, 346; Schubert JR 1977, 458; Weitnauer, Arztrecht 1978, 38; Löwe BB 1978, 1495; Ebel NJW 1978, 2494; Schmidt-Salzer BB 1979, 1, 8 ff; Emmerich JuS 1977, 472; Graf v. Westphalen BB 1977, 314; Engels, Betr.Der Bundesgerichtshof hat daher an derartige Haftungsfreizeichnungsklauseln von jeher strenge Anforderungen gestellt (BGHZ 67, 359, 366; Senatsurteile vom 29. Oktober 1975 - VIII ZR 103/74 = WM 1975, 1257 - NJW 1976, 234 sowie vom 5. Juli 1978 - VIII ZR 172/77 - WM 1978, 1172, 1174 = NJW 1978, 2241, 2243; vgl. auch das Urteil vom 23. April 1970 - VIII ZR 150/68 - WM 1970, 903, 904).
- BGH, 09.07.1970 - VII ZR 70/68
Kfm. Bestätigungsschreiben auch bei telefonischer Verhandlungen
Auszug aus BGH, 07.02.1979 - VIII ZR 305/77
Der Bundesgerichtshof hat es im Bereich der Gewährleistung wiederholt als verständliches und legitimes Anliegen des Verkäufers bzw. Werkherstellers bezeichnet, daß dieser sich, jedenfalls insoweit, als keine Eigenschaftszusicherung vorliegt (BGHZ 50, 200, 206), formularmäßig von dem erheblichen Risiko freizeichnet, sich wegen der Lieferung einer mangelhaften Sache einem oft außer jedem Verhältnis zum Sachwert stehenden und nicht voraussehbaren Schadensersatzanspruch ausgesetzt zu sehen (vgl. die zum Werkvertragsrecht ergangenen Entscheidungen BGHZ 54, 236, 242 [BGH 09.07.1970 - VII ZR 70/68] und BGH Urteil vom 6. Dezember 1973 - VII ZR 17/72 = WM 1974, 219 = NJW 1974, 272; siehe dazu auch die Rechtsprechungsübersicht bei Thamm NJW 1976, 225 f).
- BGH, 24.05.1976 - VIII ZR 10/74
Verjährung von Schadensersatzansprüchen wegen eines Sachmangels aus positiver …
Auszug aus BGH, 07.02.1979 - VIII ZR 305/77
Würde man dem Verkäufer die Möglichkeit nehmen, sich auch von den - zu den vertraglichen bzw. vorvertraglichen Schadensersatzansprüchen in Konkurrenz stehenden (BGHZ 66, 315) oder sie ergänzenden - Ansprüchen aus unerlaubter Handlung formularmäßig freizuzeichnen, so würde dies die schuldrechtliche Vertragsfreiheit in denjenigen Bereichen unzumutbar einschränken, in denen - wie etwa bei Massenumsätzen oder ganz allgemein im kaufmännischen Handelsverkehr - die Modalitäten der Haftung nicht durch Individualvertrag ausgehandelt werden können, sondern typischerweise der ergänzenden Regelung durch Allgemeine Geschäftsbedingungen vorbehalten bleiben. - BGH, 29.05.1968 - VIII ZR 77/66
Deckenplattenklebstoff - § 459 Abs. 2 BGB <Fassung bis 31.12.01>, …
Auszug aus BGH, 07.02.1979 - VIII ZR 305/77
Der Bundesgerichtshof hat es im Bereich der Gewährleistung wiederholt als verständliches und legitimes Anliegen des Verkäufers bzw. Werkherstellers bezeichnet, daß dieser sich, jedenfalls insoweit, als keine Eigenschaftszusicherung vorliegt (BGHZ 50, 200, 206), formularmäßig von dem erheblichen Risiko freizeichnet, sich wegen der Lieferung einer mangelhaften Sache einem oft außer jedem Verhältnis zum Sachwert stehenden und nicht voraussehbaren Schadensersatzanspruch ausgesetzt zu sehen (vgl. die zum Werkvertragsrecht ergangenen Entscheidungen BGHZ 54, 236, 242 [BGH 09.07.1970 - VII ZR 70/68] und BGH Urteil vom 6. Dezember 1973 - VII ZR 17/72 = WM 1974, 219 = NJW 1974, 272; siehe dazu auch die Rechtsprechungsübersicht bei Thamm NJW 1976, 225 f). - BGH, 29.10.1975 - VIII ZR 103/74
Auszug aus BGH, 07.02.1979 - VIII ZR 305/77
Der Bundesgerichtshof hat daher an derartige Haftungsfreizeichnungsklauseln von jeher strenge Anforderungen gestellt (BGHZ 67, 359, 366; Senatsurteile vom 29. Oktober 1975 - VIII ZR 103/74 = WM 1975, 1257 - NJW 1976, 234 sowie vom 5. Juli 1978 - VIII ZR 172/77 - WM 1978, 1172, 1174 = NJW 1978, 2241, 2243; vgl. auch das Urteil vom 23. April 1970 - VIII ZR 150/68 - WM 1970, 903, 904). - BGH, 06.12.1973 - VII ZR 17/72
Ausschluss der Haftung eines Werkunternehmers in den Allgemeinen …
Auszug aus BGH, 07.02.1979 - VIII ZR 305/77
Der Bundesgerichtshof hat es im Bereich der Gewährleistung wiederholt als verständliches und legitimes Anliegen des Verkäufers bzw. Werkherstellers bezeichnet, daß dieser sich, jedenfalls insoweit, als keine Eigenschaftszusicherung vorliegt (BGHZ 50, 200, 206), formularmäßig von dem erheblichen Risiko freizeichnet, sich wegen der Lieferung einer mangelhaften Sache einem oft außer jedem Verhältnis zum Sachwert stehenden und nicht voraussehbaren Schadensersatzanspruch ausgesetzt zu sehen (vgl. die zum Werkvertragsrecht ergangenen Entscheidungen BGHZ 54, 236, 242 [BGH 09.07.1970 - VII ZR 70/68] und BGH Urteil vom 6. Dezember 1973 - VII ZR 17/72 = WM 1974, 219 = NJW 1974, 272; siehe dazu auch die Rechtsprechungsübersicht bei Thamm NJW 1976, 225 f). - BGH, 11.05.1977 - VIII ZR 32/76
Nichtigkeit eines Kaufvertrags über eine in Raten zu bezahlende Maschine mangels …
Auszug aus BGH, 07.02.1979 - VIII ZR 305/77
1977, 617; Evans-v. Krbek MDR 1977, 834).
- BGH, 02.04.2004 - V ZR 267/03
Vorausetzungen eines bodenrechtlichen Ausgleichsanspruchs bei Vereinbarung eines …
Eine solche Klausel bezieht sich regelmäßig nur auf die - hier nach Art. 229 § 5 EGBGB weiterhin gegebenen - Ansprüche auf Wandelung, Minderung und Schadensersatz, nicht ohne weiteres aber auch auf weitergehende Ansprüche (vgl. BGHZ 67, 359, 366 f.;… BGH, Urt. v. 5. Juli 1978, VIII ZR 172/77, NJW 1978, 2241, 2243; Urt. v. 7. Februar 1979, VIII ZR 305/77, NJW 1979, 2148, 2149). - BGH, 29.05.2008 - III ZR 59/07
Schadensersatzansprüche eines Anlegers in einen Filmfonds
Allgemein wird auch für solche Ansprüche eine Freizeichnung oder Haftungsbeschränkung für zulässig erachtet, wenn anderenfalls die für die vertragliche Haftung vorgesehene Freizeichnung die ihr zugedachte Funktion nicht erfüllen könnte (vgl. hierzu etwa BGH, Urteile vom 7. Februar 1979 - VIII ZR 305/77 - NJW 1979, 2148; vom 12. März 1985 - VI ZR 182/83 - VersR 1985, 595, 596;… Brandner, in: Ulmer/Brandner/Hensen, AGB-Gesetz, 9. Aufl. 2001, § 9 Rn. 159). - BGH, 12.02.1992 - VIII ZR 276/90
Eigentumsverletzung durch Herstellung einer mangelhaften Sache bei Verbindung mit …
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist eine Eigentumsverletzung regelmäßig in den Fällen bejaht worden, in denen Schäden an Kraftfahrzeugen, Maschinen oder sonstigen Geräten dadurch eintraten, daß ein später eingebautes Ersatzteil oder eine Zusatzanlage mit Fehlern behaftet war und infolgedessen Schäden an anderen, bereits vorhandenen fehlerfreien Teilen des Geräts entstanden (BGHZ 55, 392, 394 f "Achsaggregat"; BGH, Urteil vom 25. November 1971 - VII ZR 82/70 = LM § 635 BGB Nr. 25 unter II 2 "Leckanzeigesicherungsgerät"; BGH, Urteil vom 7. Februar 1979 - VIII ZR 305/77 = NJW 1979, 2148 unter II 1 "Kartonmaschine").
- BGH, 03.06.2004 - X ZR 28/03
Regelung über Ausschlußfrist unwirksam
Die Entscheidungen des VIII. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (Urt. v. 07.02.1979 - VIII ZR 305/77, NJW 1979, 2148, 2149) und des VI. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (…Urt. v. 12.03.1985 - VI ZR 182/83, VersR 1985, 595, 596) stehen dieser Bewertung nicht entgegen. - BGH, 05.05.1992 - VI ZR 188/91
Produzentenhaftung bei unzureichender Gebrauchsanweisung
Es ist zwar grundsätzlich möglich, durch Allgemeine Geschäftsbedingungen deliktsrechtliche Ansprüche auch insoweit auszuschließen, als sie mit Schadensersatzansprüchen aus dem Gewährleistungsrecht konkurrieren (BGH, Urteil vom 7. Februar 1979 - VIII ZR 305/77 - BB 1979, 698 mit Anm. Schmidt-Salzer).Aus dem Urteil des VIII. Zivilsenats vom 7. Februar 1979 (VIII ZR 305/77 - Kartonmaschine - BB 1979, 698, 699 = NJW 1979, 2148, 2149), auf das sich die Revision bezieht, ergibt sich entgegen ihrer Auffassung nichts anderes.
- BGH, 20.06.1984 - VIII ZR 137/83
Schadensersatzanspruch aus positiver Vertragsverletzung - Verwendung von …
Der erkennende Senat hat sie in seinemUrteil vom 7. Februar 1979 (VIII ZR 305/77 = WM 1979, 435, 437) offengelassen. - BGH, 12.03.1985 - VI ZR 182/83
Versagung der Einstandspflicht einer Feuerversicherung wegen Mitverschuldens des …
Das Gesetz geht jedoch ersichtlich davon aus, daß selbst im Rechtsverkehr mit Nichtkaufleuten auch eine Haftungsfreizeichnung gegenüber Ansprüchen aus unerlaubter Handlung innerhalb der durch § 11 Nr. 7 AGBG gezogenen Grenzen grundsätzlich nicht unzulässig ist (BGH, Urteil vom 7. Februar 1979 - VIII ZR 305/77 - NJW 1979, 2148;… Ulmer/Brandner/Hensen, AGB-Gesetz 4. Aufl. § 11 Nr. 7 Rdn. 11).In diesem Sinne ist die vereinbarte Regelung, die der erkennende Senat als typische Klausel selbst auslegen kann (BGHZ 65, 107, 112 [BGH 25.09.1975 - VII ZR 179/73] m.w.N.; BGH, Urteil vom 7. Februar 1979 a.a.O. S. 2149), jedoch bei der gebotenen objektiven Würdigung (…Ulmer/Brandner/Hensen a.a.O. § 5 Rdn. 13 ff) nicht zu verstehen.
- OLG Köln, 18.09.1986 - 12 U 136/85
Wirksame Vereinbarung von Reparaturbedingungen in AGB; Einbeziehung von AGB in …
Das gilt umso mehr, als der Wert des ihm überlassenen Fahrzeugs den ihm zustehenden Werklohn meist um ein Vielfaches übersteigt (vgl. zu diesem Gesichtspunkt BGH NJW 1979, 2148).Der Bundesgerichtshof hat wiederholt ausgesprochen, daß eine Haftungsfreizeichnung - und damit erst recht eine Haftungsbegrenzung - gegenüber Ansprüchen aus unerlaubter Handlung innerhalb der durch § 11 Nr. 7 AGBG gezogenen Grenzen auch im Rechtsverkehr zwischen Nichtkaufleuten grundsätzlich nicht ausgeschlossen ist (BGH NJW 1979, 2148 f.; ZIP 1985, 687, 689).
So verlangt er, der Verwender müsse - wenn er Ansprüche aus unerlaubter Handlung auch nicht ausdrücklich so zu bezeichnen brauche - durch die Formulierung der Klausel und ihre systematische Einordnung in die AGB unmißverständlich klarstellen, daß die Haftungsfreizeichnung auch die Ansprüche aus §§ 823 ff. BGB erfassen solle (BGH NJW 1979, 2148, 2149) [BGH 07.02.1979 - VIII ZR 305/77] .
- OLG Stuttgart, 07.08.2013 - 9 U 108/12
Zeitliche Grenzen der Inanspruchnahme des Grundstückseigentümers wegen einer …
Freizeichnungsklauseln sind als Ausnahme von der sich aus dem dispositiven Recht ergebenden Haftung grundsätzlich eng auszulegen (…BGH, Urt. v. 24.11.1976 - VIII ZR 137/75, Rz. 29, zitiert nach juris; BGH, Urt. v. 7.2.1979 - VIII ZR 305/77, Rz. 19, zit. nach juris). - BayObLG, 18.12.1979 - BReg. 2 Z 11/79
Zur Inhaltskontrolle des Grundbuchamts nach dem AGBG
Die Ermittlung und Auslegung allgemeiner Rechtsbegriffe wie "Sittenwidrigkeit", "Treu und Glauben", "Unzumutbarkeit" usw. komme wegen der formalen Struktur des Grundbucheintragungsverfahrens dem Grundbuchamt nicht zu (vgl. Schöner, DNotZ 1979, 624 / 625; Schmidt, BB 1979, 698 ; OLG Hamm Vorlagebeschluß vom 4.9. 1979, MittBayNot 1979, 173 /176).aa) Es bedarf in diesem Zusammenhang keiner Entscheidung darüber, ob unter Berücksichtigung der maßgeblichen verfahrensrechtlichen Grundsätze der Grundbuchrechtspfleger einen Eintragungsantrag unter Berufung auf ein sich aus § 9 AGBG ergebendes Verbot ablehnen darf, weil dieser Fall hier nicht vorliegt (…so Eickmann, a. a. O. S. 7/8; OLG Celle, Rpfleger 1979, 261 = DNotZ 1979, 622 ; AG Bayreuth BB 1979, 696 /697; LG Nürnberg-Fürth BB 1979, 698 ; anderer Ansicht insbesondere Schmidt, BB 1979, 698 und MittBayNot 1978, 89/98; Schöner, DNotZ 1979, 624 /625; OLG Hamm Vorlagebeschluß vom 4.9.1979 MittBayNot 1979, 173 /175 f., zit. auch bei Otto, Rpfleger 1979, 403 /405; LG Aschaffenburg BB 1979, 697; auch Schippel-Brambring, DNotZ 1977, 131 /156 FN 44; jew. m. Nachw.).
- BGH, 21.12.1987 - II ZR 177/87
Wirksamkeit des formularmäßigen Ausschlusses der Haftung der Deutschen Bundesbank …
- OLG Hamburg, 20.02.1985 - 4 U 30/84
Anforderungen an das Vorliegen eines Anspruchs bzgl. einer erhöhten Miete bzw. …
- OLG Celle, 25.05.1979 - 4 Wx 16/79
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