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Rechtsprechung
   BGH, 23.10.1986 - VII ZR 48/85   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1986,168
BGH, 23.10.1986 - VII ZR 48/85 (https://dejure.org/1986,168)
BGH, Entscheidung vom 23.10.1986 - VII ZR 48/85 (https://dejure.org/1986,168)
BGH, Entscheidung vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85 (https://dejure.org/1986,168)
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Volltextveröffentlichungen (7)

  • uni-rostock.de

    Haftung des Werkunternehmers für mangelhafte Vorarbeiten Dritter

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 633; VOB/B § 4 Nr. 3
    Pflichten des Unternehmers im Hinblick auf von Dritten zu erbringenden Vorleistungen

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Prüfungs- und Mitteilungspflichten des Auftragnehmers

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1987, 643
  • NJW-RR 1987, 338 (Ls.)
  • MDR 1987, 308
  • BauR 1987, 79
  • ZfBR 1987, 32
  • ZfBR 1998, (Ls.)
  • ZfBR 1998, 297 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (62)Zitiert selbst (9)

  • BGH, 11.04.1957 - VII ZR 308/56

    Mängel eines Werks aufgrund der Vorleistung eines anderen Unternehmers

    Auszug aus BGH, 23.10.1986 - VII ZR 48/85
    Zum Umfang der Pflichten, die den Unternehmer - auch ohne Geltung der VOB/B - nach der jeweiligen Sachlage hinsichtlich der von einem Dritten zu erbringenden Vorleistungen treffen, auf denen sein Werk (hier: Errichtung eines Außenschwimmbads) aufbaut (im Anschluß an BGH NJW 1956, 787 und Senatsurteil vom 11. April 1957 - VII ZR 308/56 = LM BGB § 633 Nr. 3).

    Die in § 4 Nr. 3 VOB/B niedergelegte Prüfungs- und Hinweispflicht des Werkunternehmers ist eine Konkretisierung des allgemeinen Grundsatzes von Treu und Glauben, die über den Anwendungsbereich der VOB/B hinaus für den Bauvertrag gilt; ihr Zweck ist es, den Besteller vor Schaden zu bewahren (BGH Urt. v. 11. April 1957 - VII ZR 308/56 = LM BGB § 633 Nr. 3;… Urt. v. 4. November 1965 - VII ZR 239/63 = Schäfer/Finnern Z 2.410 Bl. 31).

  • BGH, 04.11.1982 - VII ZR 65/82

    Begriff des Bauwerks

    Auszug aus BGH, 23.10.1986 - VII ZR 48/85
    Das Schwimmbecken ist, entgegen der von der Revisionserwiderung vertretenen Auffassung, ein Bauwerk im Sinne der Rechtsprechung des Senats zu § 638 BGB (NJW 1983, 567).
  • BGH, 15.12.1969 - VII ZR 8/68

    Haftung des Unternehmers für Mängel des Werks eines Nachfolgeunternehmers

    Auszug aus BGH, 23.10.1986 - VII ZR 48/85
    Jeder Werkunternehmer, der seine Arbeit in engem Zusammenhang mit der Vorarbeit eines andern oder überhaupt aufgrund dessen Planungen auszuführen hat, muß deshalb prüfen und gegebenenfalls auch geeignete Erkundigungen einziehen (…BGH Schäfer/Finnern Z 2.410 Bl. 31 a.a.O.), ob diese Vorarbeiten, Stoffe oder Bauteile eine geeignete Grundlage für sein Werk bieten und keine Eigenschaften besitzen, die den Erfolg seiner Arbeit infrage stellen können (vgl. auch zur Erkundigungspflicht des Unternehmers für die Eignung seiner Leistung als Grundlage für die Arbeiten eines nach ihm am Bau tätigen Unternehmers BGH Urt. v. 15. Dezember 1969 - VII ZR 8/68 = BauR 1970, 57, 58).
  • BGH, 08.07.1982 - VII ZR 314/81

    Prüfungs- und Hinweispflicht des Auftragnehmers

    Auszug aus BGH, 23.10.1986 - VII ZR 48/85
    Kommt er seinen hiernach bestehenden Verpflichtungen nicht nach und wird dadurch das Gesamtwerk beeinträchtigt, so ist seine Werkleistung mangelhaft (BGH NJW 1983, 875 m.w.N.).
  • BGH, 04.11.1965 - VII ZR 239/63

    Kostenerstattung f. erneutes Vergießen v. Straßenfugen

    Auszug aus BGH, 23.10.1986 - VII ZR 48/85
    Die in § 4 Nr. 3 VOB/B niedergelegte Prüfungs- und Hinweispflicht des Werkunternehmers ist eine Konkretisierung des allgemeinen Grundsatzes von Treu und Glauben, die über den Anwendungsbereich der VOB/B hinaus für den Bauvertrag gilt; ihr Zweck ist es, den Besteller vor Schaden zu bewahren (…BGH Urt. v. 11. April 1957 - VII ZR 308/56 = LM BGB § 633 Nr. 3; Urt. v. 4. November 1965 - VII ZR 239/63 = Schäfer/Finnern Z 2.410 Bl. 31).
  • BGH, 09.01.1964 - VII ZR 171/62

    Bauherr muss brauchbare Pläne zur Verfügung zu stellen!

    Auszug aus BGH, 23.10.1986 - VII ZR 48/85
    Angesichts der überragenden Bedeutung der Standfestigkeit des Fundaments für das Gelingen des von ihm mit dem Einbau des Schwimmbeckens zu erstellenden Werks trafen den Beklagten bei der hier gegebenen Sachlage besondere Pflichten (vgl. zu einem Fall mit vergleichbarer Interessenlage Senatsurteil vom 9. Januar 1964 - VII ZR 171/62 = Schäfer/Finnern Z 2.400 Bl. 33).
  • BGH, 17.02.1964 - VII ZR 200/62
    Auszug aus BGH, 23.10.1986 - VII ZR 48/85
    Der Besteller ist alsdann berechtigt, ihn auf Gewährleistung in Anspruch zu nehmen (BGH Urt. v. 17. Februar 1964 - VII ZR 200/62 = VersR 1964, 516, 517 m.w.N.).
  • BGH, 19.09.1963 - VII ZR 130/62

    Prüfungspflicht des Fliesenlegers

    Auszug aus BGH, 23.10.1986 - VII ZR 48/85
    Der Rahmen dieser Verpflichtung und ihre Grenzen ergeben sich aus dem Grundsatz der Zumutbarkeit, wie sie sich nach den besonderen Umständen des Einzelfalls darstellt (BGH Urt. v. 19. September 1963 - VII ZR 130/62 = Schäfer/Finnern Z 2.410 Bl. 29).
  • BGH, 28.10.1971 - VII ZR 139/70

    Mängelbeseitigung bei brüchiger Hauswand

    Auszug aus BGH, 23.10.1986 - VII ZR 48/85
    Was hiernach zu fordern ist, bestimmt sich u.a. nach dem von dem Unternehmer zu erwartenden Fachwissen (…BGH Schäfer/Finnern Z 2.410 Bl. 31 a.a.O.), nach seiner Kenntnis vom Informationsstand des Vorunternehmers und überhaupt durch alle Umstände, die für den Unternehmer bei hinreichend sorgfältiger Prüfung als bedeutsam erkennbar sind (BGH NJW 1956, 787; vgl. auch Urt. v. 28. Oktober 1971 - VII ZR 139/70 = WM 1972, 76, 77).
  • BGH, 08.11.2007 - VII ZR 183/05

    Begriff des Werkmangels; Haftung des Unternehmers bei unzureichender …

    a) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Unternehmer dann nicht für den Mangel seines Werks verantwortlich, wenn dieser auf verbindliche Vorgaben des Bestellers oder von diesem gelieferte Stoffe oder Bauteile oder Vorleistungen anderer Unternehmer zurückzuführen ist und der Unternehmer seine Prüfungs- und Hinweispflicht erfüllt hat (BGH, Urteil vom 11. April 1957 - VII ZR 308/56, LM BGB § 633 Nr. 3; Urteil vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85, BauR 1987, 79, 80 = ZfBR 1987, 32; Urteil vom 12. Mai 2005 - VII ZR 45/04, BauR 2005, 1314, 1316 = NZBau 2005, 456 = ZfBR 2005, 667).

    b) Der Rahmen der Prüfungs- und Hinweispflicht und ihre Grenzen ergeben sich aus dem Grundsatz der Zumutbarkeit, wie sie sich nach den besonderen Umständen des Einzelfalls darstellt (BGH, Urteil vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85, BauR 1987, 79, 80 = ZfBR 1987, 32).

    Was hiernach zu fordern ist, bestimmt sich in erster Linie durch das vom Unternehmer zu erwartende Fachwissen und durch alle Umstände, die für den Unternehmer bei hinreichend sorgfältiger Prüfung als bedeutsam erkennbar sind (vgl. BGH, Urteil vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85, aaO; Urteil vom 12. Dezember 2001 - X ZR 192/00, BauR 2002, 945, 946).

    Steht die Arbeit eines Werkunternehmers in engem Zusammenhang mit der Vorarbeit eines anderen Unternehmers oder ist sie aufgrund dessen Planung auszuführen, muss er prüfen und gegebenenfalls auch geeignete Erkundigungen einziehen, ob diese Vorarbeiten, Stoffe oder Bauteile eine geeignete Grundlage für sein Werk bieten und keine Eigenschaften besitzen, die den Erfolg seiner Arbeit in Frage stellen können (BGH, Urteil vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85, BauR 1987, 79 = ZfBR 1987, 32).

  • BGH, 12.12.2001 - X ZR 192/00

    Annahme der Bevollmächtigung im Falle einer Anrufweiterleitung

    Ob dies der Fall ist, wird in erster Linie durch das vom Unternehmer zu erwartende Fachwissen, durch den vom Hersteller bzw. Lieferanten des Materials dem Unternehmer vermittelten Informationsstand, aber auch durch sonstige erhebliche Umstände bestimmt, die für den Unternehmer als bedeutsam erkennbar sind (vgl. BGH, Urt. v. 23.10.1986 - VII ZR 48/85, NJW 1987, 643).
  • OLG Frankfurt, 06.05.2019 - 29 U 199/16

    Mangelhafte Montage einer Photovoltaik-Anlage auf Wohnhaus

    Die aus dem Wesen des Werkvertrages folgende Pflicht des Unternehmers zur Prüfung vom Besteller gelieferter Sachen und zur Mitteilung von Bedenken an den Besteller ist in ständiger Rechtsprechung höchstrichterlich anerkannt (…vgl. BGH, Urt. v. 24.06.1963 - VII ZR 10/62, Umdr. S. 3 f., m.w.N.; Urt. v. 23.10.1986 - VII ZR 48/85, NJW 1987, 643 m.w.N.;… BGH, Urt. v. 14.09.1999, X ZR 2000, 280, zit. nach juris, LS + Rn. 12).

    Sie ist in § 4 Nr. 3 VOB/B für den VOB-Bauvertrag niedergelegt, gilt aber als Konkretisierung des allgemeinen Grundsatzes von Treu und Glauben auch außerhalb des Anwendungsbereichs der VOB/B (vgl. BGH, Urt. v. 23.10.1986, VII ZR 48/85, zit. nach juris, Rn. 8).

    Jeder Werkunternehmer, der seine Arbeit in engem Zusammenhang mit der Vorarbeit eines andern oder überhaupt aufgrund dessen Planungen auszuführen hat, muss deshalb prüfen, ob Vorarbeiten, Stoffe oder Bauteile eine geeignete Grundlage für sein Werk bieten und keine Eigenschaften besitzen, die den Erfolg seiner Arbeit infrage stellen können (vgl. BGH, Urt. v. 23.10.1986, VII ZR 48/85, zit. nach juris, Rn. 8).

    Kommt er dieser Prüfungs- und Hinweispflicht nicht nach und wird dadurch das Gesamtwerk beeinträchtigt, so ist seine Werkleistung mangelhaft (…BGH, Urt. v. 08.07.1982, VII ZR 314/81, NJW 1983, 875, zit. nach juris, Rn. 12 m.w.N.; BGH, Urt. v. 23.10.1986, VII ZR 48/85, zit. nach juris, Rn. 8).

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