Rechtsprechung
| BAG, 25.01.2001 - 8 AZR 525/00 |
Volltextveröffentlichungen (8)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
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Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
- verkehrslexikon.de
Telefaxauftrag und Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
- Judicialis
- JurPC
ZPO §§ 233, 85 Abs. 2
Pflichten des Rechtanwalts beim Faxversand - Wolters Kluwer
Falsche Faxnummer - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Verschulden - Anwaltsverschulden - Berufungsbegründung - Telefax - Faxnummer - Telefonauskunft
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
Prozessrecht; falsche Telefonauskunft über Gerichts-Faxnummer
Besprechungen u.ä.
- BRAK-Mitteilungen (Entscheidungsanmerkung)
Falsche Faxnummern-Auskunft der Telekom
Verfahrensgang
- ArbG Bremen, 22.09.1999 - 7 Ca 7477/97
- LAG Bremen, 28.04.2000 - 3 Sa 284/99
- BAG, 25.01.2001 - 8 AZR 525/00
Papierfundstellen
- NJW 2001, 1594
- ZIP 2001, 899
- NZA 2001, 575
- BB 2001, 1204
- BB 2001, 996
- BB 2001, 996 Ls
- DB 2001, 1316
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (5)
- LAG Bremen, 28.04.2000 - 3 Sa 284/99
Arbeitsgerichtsverfahren: Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
Auszug aus BAG, 25.01.2001 - 8 AZR 525/00
Landesarbeitsgericht Bremen - 3 Sa 284/99 -.8 AZR 525/00 3 Sa 284/99.
Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des Landesarbeitsgerichts Bremen vom 28. April 2000 - 3 Sa 284/99 - aufgehoben.
- BGH, 07.06.1990 - III ZR 216/89
Beweiskraft eines Empfangsbekenntnisses
Auszug aus BAG, 25.01.2001 - 8 AZR 525/00
Soweit das Berufungsgericht hilfsweise darauf hingewiesen hat, daß die Berufung auch unbegründet wäre, gelten diese Ausführungen als nicht geschrieben (vgl. nur BGH 7. Juni 1990 - III ZR 216/89 - NJW 1990, 2125). - BAG, 30.03.1995 - 2 AZR 1020/94
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Fehler des Anwaltsgehilfen bei der …
Auszug aus BAG, 25.01.2001 - 8 AZR 525/00
Deshalb muß ein Rechtsanwalt bei Übermittlung fristgebundener Schriftsätze mittels Telefax durch organisatorische Maßnahmen sicherstellen, daß der Sendebericht nicht nur auf vollständige und fehlerfreie Übermittlung des Textes, sondern auch auf die richtige Empfängernummer abschließend kontrolliert wird (BAG 30. März 1995 - 2 AZR 1020/94 - BAGE 79, 379). - BGH, 26.05.1994 - III ZB 35/93
Sofortig Beschwerde gegen die Versagung der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand …
Auszug aus BAG, 25.01.2001 - 8 AZR 525/00
Bei der Ermittlung der Telefaxnummer bei der Telekom-Auskunft ist zu berücksichtigen, daß die Auskunft mit der Gefahr von Irrtümern behaftet ist, die sich infolge von Sprech- oder Hörfehlern ergeben können (BGH 26. Mai 1994 - III ZB 35/93 - NJW 1994, 2300). - BGH, 19.03.1997 - IV ZB 14/96
Verschulden des Rechtsanwalts bei Ermittlung der Rufnummer eines …
Auszug aus BAG, 25.01.2001 - 8 AZR 525/00
So hat der Bundesgerichtshof die im "Ortsverzeichnis der Gerichte und Finanzbehörden des Deutschen Anwaltsverlages" enthaltenen Telefaxnummern als zuverlässig angesehen (vgl. BGH 19. März 1997 - IV ZB 14/96 - VersR 1997, 853).
- BAG, 20.04.2016 - 10 AZR 111/15
Unlauterer Wettbewerb - Schadensersatz - Teilklage
Rn. 25 a) Die vom Berufungsgericht hilfsweise zu seiner Abweisung der Klage als unzulässig angestellten Überlegungen zur Begründetheit der Klage gelten als nicht geschrieben und sind vom Revisionsgericht grundsätzlich nicht zu beachten (BAG 25. Januar 2001 - 8 AZR 525/00 - zu III der Gründe). - BGH, 06.06.2005 - II ZB 9/04
Anforderungen an die Büroorganisation bei Übermittlung fristgebundener …
a) Zur Vermeidung von Verwechslungen ist dem Büropersonal die Anweisung zu erteilen, bei der Versendung von Schriftsätzen mittels Telefax die Auswahl der richtigen Empfängernummer zu überprüfen (…BGH, Beschl. v. 24. April 2002 aaO; BGH, Beschl. v. 3. November 1998 - VI ZB 29/96, NJW 1999, 583 f.; BGH, Beschl. v. 3. Dezember 1996 - XI ZB 20/96, NJW 1997, 948; ebenso BAG 79, 379, 382; BAG, Urt. v. 25. Januar 2001 - 8 AZR 525/00, NJW 2001, 1594 f.). - BVerwG, 18.03.2004 - 6 PB 16.03
Rechtsmittelbegründung per Telefax; Verwechslung der Faxnummern; Verschulden des …
Das vom Oberverwaltungsgericht an die Rechtsanwälte gerichtete Gebot, durch generelle Maßnahmen der Büroorganisation für eine effiziente Ausgangskontrolle zu sorgen, damit Fehler bei der Verwendung der Faxnummern nach Möglichkeit vermieden werden, steht im Einklang mit der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. Beschluss vom 3. Dezember 1996 - XI ZB 20/96 - NJW 1997, 948; Beschluss vom 20. Dezember 1999 - II ZB 7/99 - NJW 2000, 1043; Beschluss vom 10. Januar 2000 - II ZB 14/99 - NJW 2000, 1043, 1044; Beschluss vom 28. März 2001 - XII ZB 32/01 - NJW-RR 2001, 1071; Beschluss vom 7. Mai 2001 - II ZB 16/00 - BGH-Report 2001, 809; Beschluss vom 12. März 2002 - IX ZR 220/01 - NJW-RR 2002, 860, 861; Beschluss vom 24. April 2002 - AnwZ 7/01 -) und des Bundesarbeitsgerichts (Urteil vom 30. März 1995 - 2 AZR 1020/94 - BAGE 79, 379, 382 f.; Urteil vom 25. Januar 2001 - 8 AZR 525/00 - AP Nr. 71 zu § 233 ZPO 1977; ebenso jetzt auch BFH, Urteil vom 24. April 2003 - VII R 47/02 - BFHE 202, 44, 48).
- BGH, 24.04.2002 - AnwZ 7/01
Versäumung der Frist zur Beantragung einer gerichtlichen Entscheidung in …
Es entspricht gefestigter höchstrichterlicher Rechtsprechung, daß ein Rechtsanwalt, der fristgebundene Schriftsätze zulässigerweise per Telefax einreicht, gehalten ist, durch organisatorische Anweisungen sicherzustellen, daß die für das angeschriebene Gericht zutreffende Telefaxnummer verwendet wird (BGH, Beschl. v. 3. Dezember 1996 - XI ZB 20/96, NJW 1997, 948; v. 20. Dezember 1999 - II ZB 7/99, NJW 2000, 1043; v. 10. Januar 2000 - II ZB 14/99, NJW 2000, 1043, 1044; v. 28. März 2001 - XII ZB 32/01, NJW-RR 2001, 1071; v. 7. Mai 2001 - II ZB 16/00, BGH-Report 2001, 809; v. 12. März 2002 - IX ZR 220/01, z.V.b.; ebenso BAGE 79, 379; BAG NJW 2001, 1594, 1595; OLG Stuttgart OLGR Stuttgart 2000, 332). - BGH, 03.02.2005 - IX ZB 49/04
Versäumung der Berufungsbegründungsfrist wegen unrichtiger Angabe der …
Denn der Rechtsanwalt muß für eine Büroorganisation sorgen, die bei per Telefax zu übermittelnden fristgebundenen Schriftsätzen eine Überprüfung der zutreffenden Empfängernummer gewährleistet (BGH, Beschl. v. 3. Dezember 1996 - XI ZB 20/96, NJW 1997, 948;… v. 20. Dezember 1999, aaO; v. 24. April 2002 - AnwZ 7/01, BRAK-Mitt. 2002, 171; BAGE 79, 379, 382 f; BAG NJW 2001, 1594, 1595). - LAG Bremen, 31.10.2001 - 4 Ta 76/01
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: fehlendes Verschulden bei falscher Angabe …
a) Das Bundesarbeitsgericht hat in der Entscheidung vom 25.01.2001 - Az.: 8 AZR 525/00 - darauf hingewiesen, dass die Verwendung der richtigen Empfängernummer im Telefaxverkehr der Adressierung eines Schriftsatzes gleich kommt.
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Rechtsprechung
| OVG Hamburg, 17.05.2000 - 5 Bf 31/96 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Rechtmäßigkeit der Inanspruchnahme für Kosten von Maßnahmen im Zusammenhang mit einer Grundwasserverunreinigung; Zulässigkeit einer Anfechtungsklage bei nicht handschriftlich unterschriebenem Widerspruch des Klägers; Beschränkung der Haftung aus § 67 Hamburgisches ...
Besprechungen u.ä.
- Alpmann Schmidt | RÜ(Abo oder Einzelheftbestellung) (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)
Polizei- und Ordnungsrecht, Kosten der Erforschung einer Grundwassergefahr bei Wechsel des Eigentümers
Papierfundstellen
- NJW 2001, 1594 (Ls.)
- NVwZ 2001, 215
- ZMR 2001, 753
- DÖV 2001, 525
Wird zitiert von ... (17) Zitiert selbst (20)
- VGH Bayern, 13.05.1986 - 20 CS 86.338
Beseitigung der Folgen sog. Altlasten
Auszug aus OVG Hamburg, 17.05.2000 - 5 Bf 31/96
Zwar trifft es zu, dass bei Vorhandensein mehrerer Störer das von der Behörde für die Inanspruchnahme auszuübende Auswahlermessen (…vgl. Drews/Wacke/Vogel/Martens, Gefahrenabwehr, 8. Aufl. 1977, Bd. 2 S. 181;… BayVGH, Urt. v. 22.4.1992, BayVBl. 1993 S. 147, 148) in der Regel dahin gehen soll, den Handlungsverantwortlichen vor dem Zustandsverantwortlichen heranzuziehen (Pietzcker, Die Altlasten, JUS 1986 S. 719, 721; Schink, Rechtsfragen der Altlasten, GewArch 1996 S. 50, 61;… Drews/Wacke/Vogel/Martens, a.a.O., S. 183; BayVGH, Beschl. v. 13.5.1986, NVwZ 1986 S. 942, 945; a.A. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 27.3.1995, ESVGH 45 S. 258).Vielmehr muß der Zustandsstörer gegenüber der Allgemeinheit das Risiko tragen, dass sich mutmaßliche Schädigungshandlungen Dritter nicht näher aufklären lassen (BayVGH, Beschl. v. 13.5.1986, a.a.O., S. 945).
Bei der Sachverhaltsermittlung kommt der Mitwirkung des Zustandsstörers im Rahmen seiner Anhörung große Bedeutung zu, da dieser regelmäßig besser als die Behörde die Vorgeschichte der Störung und die bisherigen Verhältnisse seines Grundstücks kennt oder kennen sollte und darlegen kann (BayVGH, Beschl. v. 13.5.1986, a.a.O., S. 946).
Auch hat das Bundesverwaltungsgericht (…Urt. v. 4.10.1985, NJW 1986 S. 1626, 1627) eine Zustandsverantwortlichkeit verneint, wenn die Ursache einer Gefahr nicht in der Sachherrschaft als solcher, sondern in einem vom Eigentümer nicht beherrschbaren Verhalten eines Dritten liegt (ähnlich BayVGH, Beschl. v. 13.5.1986, NVwZ 1986 S. 942, 945); Schink (Rechtsfragen der Altlasten, GewArch 1996 S. 50, 57) hält es für unvereinbar mit Art. 14 Abs. 1 Satz 1 Grundgesetz, wenn die Sanierungskosten den Wert des Grundstücks übersteigen, ohne dass der Eigentümer nach Durchführung der Sanierung in die Lage versetzt wäre, sein Eigentum wirtschaftlich zu nutzen (vgl. auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 3.6.1997, NWVBl. 1998 S. 64, 65; offengelassen von BVerwG, Beschl. v. 14.12.1990, Buchholz 402.41 Allg.
- OVG Hamburg, 21.08.1991 - Bs II 67/91
Anlagenbegriff; Nachtstromspeicherofen; Asbestgefahr; Gefahrenabwehr; …
Auszug aus OVG Hamburg, 17.05.2000 - 5 Bf 31/96
Im selben Sinne hat auch das Hamburgische Oberverwaltungsgericht (Beschl. v. 21.8.1991, NJW 1992 S. 524, 526) bereits zu § 58 Abs. 1 Satz 2 Hamburgische Bauordnung entschieden, dass die Klärung des Ausmaßes und Umfangs einer bestehenden Gefahr sowie der Dringlichkeit der Abwehr als ein notwendiger Schritt auf dem Wege zur Gefahrenabwehr nicht auf Kosten des Staates, sondern des Pflichtigen zu erfolgen habe.Wer dieses Risiko eingeht, muß auch die gesetzlichen Folgen der ordnungsrechtlichen Verantwortlichkeit tragen (BVerwG, Beschl. v. 14.12.1990, Buchholz 402.41 Allg. Polizeirecht Nr. 50, u. Beschl. v. 14.11.1996, Buchholz 402.41, Allg. Polizeirecht Nr. 60; OVG Hamburg, Beschl. v. 21.8.1991, NJW 1992 S. 524, 526).
- VGH Bayern, 22.04.1992 - 2 B 90.1348
Auszug aus OVG Hamburg, 17.05.2000 - 5 Bf 31/96
Zwar trifft es zu, dass bei Vorhandensein mehrerer Störer das von der Behörde für die Inanspruchnahme auszuübende Auswahlermessen (…vgl. Drews/Wacke/Vogel/Martens, Gefahrenabwehr, 8. Aufl. 1977, Bd. 2 S. 181; BayVGH, Urt. v. 22.4.1992, BayVBl. 1993 S. 147, 148) in der Regel dahin gehen soll, den Handlungsverantwortlichen vor dem Zustandsverantwortlichen heranzuziehen (Pietzcker, Die Altlasten, JUS 1986 S. 719, 721; Schink, Rechtsfragen der Altlasten, GewArch 1996 S. 50, 61;… Drews/Wacke/Vogel/Martens, a.a.O., S. 183; BayVGH, Beschl. v. 13.5.1986, NVwZ 1986 S. 942, 945; a.A. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 27.3.1995, ESVGH 45 S. 258)."Die zunächst subsidiäre Zustandshaftung des Grundstückseigentümers wird jedenfalls dann zu einer der Handlungs- oder Verhaltenshaftung gleichwertigen Haftung, wenn ein Verhaltensstörer nicht festgestellt werden kann" (BayVGH, Urt. v. 22.4.1992, BayVBl. 1993 S. 147, 148).
- VGH Baden-Württemberg, 11.10.1985 - 5 S 1738/85
Grundwasserverunreinigung - Unmittelbare Ausführung von Maßnahmen zur …
Auszug aus OVG Hamburg, 17.05.2000 - 5 Bf 31/96
Dies gilt aber nur, wenn die Gefahr von dem unter dem Grundstück befindlichen Grundwasser selbst ausgeht, ohne dass festgestellt werden kann, dass das darüber befindliche Grundstück für dessen Verunreinigung ursächlich war (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 11.10.1985, DÖV 1986 S. 249).Den entgegengesetzten Standpunkt vertritt der VGH Baden-Württemberg (Urt. v. 10.3.1994, VBlBW 1995 S. 64, 66, Urt. v. 8.9.1989, DÖV 1990 S. 394, 395, Urt. v. 11.10.1985, NVwZ 1986 S. 325, Beschl. v. 30.8.1990, NVwZ 1991 S. 491;… offengelassen vom OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 26.3.1996, DVBl. 1996 S. 1444, 1445).
- VGH Baden-Württemberg, 08.09.1989 - 5 S 3099/88
Kosten von Bodenuntersuchungen zur Ermittlung von Grundwasserverunreinigungen
Auszug aus OVG Hamburg, 17.05.2000 - 5 Bf 31/96
Dementsprechend können die allgemeinen polizeirechtlichen Vorschriften auch im Wasserrecht herangezogen werden, soweit das Hamburgische Wassergesetz keine eigenständigen Regelungen enthält (ebenso zum badenwürttembergischen Wassergesetz, VGH Bad.-Württ., Urt. v. 8.9.1989, DÖV 1990 S. 394, 395; vgl. auch Schink, Wasserrechtliche Probleme der Sanierung von Altlasten, DVBl. 1986 S. 161, 168).Den entgegengesetzten Standpunkt vertritt der VGH Baden-Württemberg (Urt. v. 10.3.1994, VBlBW 1995 S. 64, 66, Urt. v. 8.9.1989, DÖV 1990 S. 394, 395, Urt. v. 11.10.1985, NVwZ 1986 S. 325, Beschl. v. 30.8.1990, NVwZ 1991 S. 491;… offengelassen vom OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 26.3.1996, DVBl. 1996 S. 1444, 1445).
- VGH Bayern, 19.05.1994 - 22 B 91.3523
Kostentragung bei widerlegtem Gefahrenverdacht
Auszug aus OVG Hamburg, 17.05.2000 - 5 Bf 31/96
Zwar hat der Bayerische VGH in seinem Urteil vom 19. Mai 1994 (BayVBl. 1995 S. 309, 310) zu Art. 2 Abs. 1 Satz 1 Bayerisches Kostengesetz, wonach zur Zahlung der Kosten einer Amtshandlung derjenige verpflichtet ist, der die Amtshandlung "veranlaßt" hat, ausgeführt: "Veranlasser ist auch derjenige, der eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung schafft oder in dessen Einflußbereich (als Eigentümer und/oder Besitzer) sich die Gefahrenquelle befindet".Eine vermittelnde Meinung (…Czychowski, a.a.O., Rdnr. 51 zu § 21; Kloepfer, Die Verantwortlichkeit für Altlasten im öffentlichen Recht, NuR 1987 S. 7, 19; BayVGH, Urt. v. 19.5.1994, BayVBl. 1995 S. 309, 310; vgl. VGH Kassel, Beschl. v. 10.6.1992, NVwZ 1993 S. 1009, 1010) geht dahin, dass zwar bei Verdacht einer Gefahr der Gefahrenerforschungseingriff lediglich zu dulden, nach Feststellung einer tatsächlich vorliegenden Gefahr dagegen vom Verantwortlichen auch zu finanzieren sei.
- BVerfG, 15.07.1981 - 1 BvL 77/78
Naßauskiesung
Auszug aus OVG Hamburg, 17.05.2000 - 5 Bf 31/96
Auch unter Berücksichtigung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Juli 1981, BVerfGE 58 S. 300, 328, ist ein Grundstückeigentümer für Grundwasserverunreinigungen polizeirechtlich verantwortlich, wenn sie von seinem Grundstück ausgegangen sind.Die Haftung der Klägerin entfällt nicht deshalb, weil, wie in der Rechtsprechung (…VGH Mannheim, Urt. v. 15.3.1982, NVwZ 1983 S. 294, 295) und Literatur (…vgl. Kloepfer, Umweltrecht, 2. Aufl. 1998, § 12 Rdnr. 76; Papier, Altlasten und polizeirechtliche Störerhaftung, S. 47) teilweise vertreten wird, eine polizeirechtliche Verantwortlichkeit des Grundeigentümers für das Grundwasser nicht bestehen kann, da sich nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Juli 1981 (BVerfGE 58 S. 300, 328) das Eigentum am Grundstück nicht auf das Grundwasser erstreckt, so dass es an der polizeirechtlich erforderlichen Verfügungsmacht fehlt.
- BVerwG, 17.10.1968 - II C 112.65
Schriftform des Widerspruchs - Recht der amtsenthobenen Beamten - Entlassungsgeld …
Auszug aus OVG Hamburg, 17.05.2000 - 5 Bf 31/96
Der in § 70 VwGO vorgeschriebenen Schriftform genügt eine Widerspruchsschrift nämlich auch dann, wenn zwar die Unterschrift fehlt, sich aber aus dem Schriftstück in Verbindung mit möglicherweise beigefügten Anlagen hinreichend sicher - d.h. ohne Notwendigkeit einer Klärung durch Rückfrage oder durch Beweiserhebung - ergibt, dass sie von dem Widerspruchsführer herrührt und mit dessen Willen in den Verkehr gebracht wurde (BVerwG, Urt. v. 17.10.1968, BVerwGE 30 S. 274, 276).Der zuständige Sachbearbeiter der Beklagten hatte dementsprechend offenbar keine Zweifel daran, dass das Schriftstück von dem Geschäftsführer der Klägerin herrührte und zur wirksamen Einlegung des Widerspruchs bestimmt war (vgl. für alles BVerwG, Urt. v. 17.10.1968, a.a.O., S. 277 f.).
- OVG Rheinland-Pfalz, 25.03.1986 - 1 B 14/86
Zur Anordnung der sofortigen Vollziehung von Leistungsbescheiden bei Kosten der …
Auszug aus OVG Hamburg, 17.05.2000 - 5 Bf 31/96
In die gleiche Richtung tendiert ein Beschluss des OVG Koblenz vom 25. März 1986 im Rahmen eines Verfahrens nach § 80 VwGO (NVwZ 1987 S. 240, 241). - OVG Nordrhein-Westfalen, 03.06.1997 - 5 A 4/96
Ein Grundstückseigentümer hat keinen Kostenerstattungsanspruch gegenüber der …
Auszug aus OVG Hamburg, 17.05.2000 - 5 Bf 31/96
Auch hat das Bundesverwaltungsgericht (…Urt. v. 4.10.1985, NJW 1986 S. 1626, 1627) eine Zustandsverantwortlichkeit verneint, wenn die Ursache einer Gefahr nicht in der Sachherrschaft als solcher, sondern in einem vom Eigentümer nicht beherrschbaren Verhalten eines Dritten liegt (ähnlich BayVGH, Beschl. v. 13.5.1986, NVwZ 1986 S. 942, 945); Schink (Rechtsfragen der Altlasten, GewArch 1996 S. 50, 57) hält es für unvereinbar mit Art. 14 Abs. 1 Satz 1 Grundgesetz, wenn die Sanierungskosten den Wert des Grundstücks übersteigen, ohne dass der Eigentümer nach Durchführung der Sanierung in die Lage versetzt wäre, sein Eigentum wirtschaftlich zu nutzen (vgl. auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 3.6.1997, NWVBl. 1998 S. 64, 65; offengelassen von BVerwG, Beschl. v. 14.12.1990, Buchholz 402.41 Allg. - BVerwG, 18.10.1991 - 7 C 2.91
Verhältnis zwischen Abfall- und Wasserrecht bei der Anordnung zur Beseitigung …
- BVerwG, 04.10.1985 - 4 C 76.82
Pflicht des Eigentümers - Schadensstiftender Mißbrauch der Sache - Vorsorge gegen …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 26.03.1996 - 5 A 3812/92
Wird der Gefahrenverdacht (nachträglich) widerlegt, besteht kein Anspruch der …
- BVerwG, 22.01.1987 - 5 C 10.85
Angemessenheit - Mehrkosten - Hilfeempfänger - Wunsch - Kostenfreie Einrichtung - …
- VGH Baden-Württemberg, 30.08.1990 - 8 S 1740/90
Zur Rechtmäßigkeit der Anordnung von Bodenuntersuchungen gegenüber dem …
- VGH Baden-Württemberg, 27.03.1995 - 8 S 525/95
Störerauswahl: kein Vorrang der Haftung des Verhaltensstörers vor der des …
- VGH Hessen, 10.06.1992 - 7 TH 3585/89
Altlastenverdacht; Voraussetzung für ein Vorgehen der Wasserbehörde; Duldung …
- BVerwG, 10.07.1998 - 11 B 35.98
Gefahr für Grundwasser; Zustandsstörerhaftung des Grundstückseigentümers; …
- VGH Baden-Württemberg, 10.03.1994 - 10 S 1415/92
Anspruch des Grundstückserwerbers auf Altlastensanierung
- VGH Baden-Württemberg, 15.03.1982 - 1 S 2109/80
Polizeipflichtigkeit des Grundeigentümers
- VG Oldenburg, 06.12.2017 - 5 A 2869/17
Abschaltanordnung; Fledermaus; Gondelmonitoring; Schlagrisiko; Windenergieanlage
Damit wird letztlich zugleich im Interesse des Pflichtigen ein erster Schritt getan, die Gefahr oder Störung zu beseitigen (OVG Hamburg, Urteil vom 17. Mai 2000 - 5 Bf 31/96 -, juris Rn. 173). - VGH Baden-Württemberg, 18.09.2001 - 10 S 259/01
Altlastenverdacht: Kostenerstattung für Gefahrerforschungsmaßnahme
Erst dadurch leistet der Zustandsverantwortliche einen ihm zurechenbaren unmittelbaren Verursachungsbeitrag (…vgl. BayVGH, Urt. v. 20.10.1980, GewArch 1981, 233 [Überlassung des Betriebsgeländes an einen Dritten durch Pachtvertrag]; Beschl. v. 13.05.1986, BayVBL 1986, 590; Beschl. v. 26.07.1991, NVwZ 1992, 905 [Wurftaubenschießanlage]; VGH Bad.-Württ., Urt.v. 25.07.1990 - 8 S 643/90 -, NuR 1992, 427;… BVerwG, Urt. v. 18.10.1991, DVBl. 1992, 308 = NVwZ 1992, 480 [Vermietung zur gewerblichen Nutzung];… Urt. v. 4.10.1985, NJW 1986, 1626 = DVBl. 1986, 362 = JUS 1986, 659 [Sicherungspflicht des Flughafenunternehmers]; OVG Hamburg, Urt. v. 17.05.2000, a.a.O.).Da sonach die Stadt A. im maßgebenden Zeitpunkt des Erlasses der Widerspruchsbescheide wegen vorheriger Übereignung des Grundstücks an den Kläger kein Zustandsstörer (mehr) war (zu dem im Zivil- und Polizeirecht übereinstimmenden Eigentumsbegriff vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 04.08.1995 - 10 S 828/95 -, VBlBW 1995, 486;… Urt. v. 30.04.1996 - 10 S 2163/95 -, VBlBW 1996, 351 = UPR 1996, 394; BWVP 1996, 234 = NVwZ-RR 1997, 264;… Urt. v. 15.05.1997 - 8 S 272/97 -, NJW 1998, 624 [Erbbauberechtigter]; BayVGH, Beschl. v. 13.05.1986, NVwZ 1986, 942 = BayVBl 1986, 590; OVG Hamburg, Urt. v. 17.05.2000, ZfW 2001, 123 = NVwZ 2001, 215; Erbguth/Stollmann, DVBl. 2001, 601 [603]) und eine Verhaltensverantwortlichkeit durch Unterlassen nicht begründet wurde, erfolgte die Heranziehung des Klägers als Zustandsstörer nach § 7 Abs. 1 PolG ermessensfehlerfrei.
- OVG Berlin-Brandenburg, 08.11.2007 - 11 B 14.05
Zur Sanierungspflicht von Grundwasserkontaminationen im Bereich des Wasserwerks …
Dies gilt um so mehr, als die Rechtslage hinsichtlich der Verantwortlichkeit eines Zustandsstörers für von einer Verunreinigung auf seinem Grundstück ausgegangene Grundwasserschäden vor Erlass des Bundesbodenschutzgesetzes durchaus unsicher war (zum Problem der Reichweite der Haftung des Zustandsstörers vgl. nur Kniesel, NJ 1997, 397, 400 f.; eine Verantwortlichkeit des Grundstückseigentümers für eine von seinem Grundstück ausgegangene Grundwasserverunreinigung grundsätzlich bejahend etwa VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 15. März 1982 - 1 S 2109/80 -, NVwZ 1983, 294, 295; wohl auch VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 11. Oktober 1985 - 5 S 1738/85 -, NVwZ 1986, 325 ff.; HessVGH, Beschluss vom 2. Juni 1992 - 7 TH 1035/90 -, NVwZ 1993, 1011 ff.; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 11. Juni 1992 - 20 A 2485/89 -, NVwZ 1992, 1000 f.; OVG Hamburg, Urteil vom 17. Mai 2000 - 5 Bf 31/96 -, NVwZ 2001, 215 ff.).
- VG Hamburg, 11.09.2025 - 16 K 5288/21
Zur Frage, ob die sachliche Bescheidung eines mittels einfacher E-Mail erhobenen …
Ihr steht es daher im Zweipersonenverhältnis frei, sich entweder mit dem Ergebnis der Unzulässigkeit des Widerspruchs auf das Fristversäumnis zu berufen oder aber unter Außerachtlassung des Fristversäumnisses zur Sache selbst zu entscheiden (…vgl. BVerwG, Urt. v. 29.11.2023, 6 C 3/22, juris Rn. 16;… Urt. v. 4.8.1982, 4 C 42.79, juris Rn. 11; OVG Hamburg, Urt. v. 17.5.2000, 5 Bf 31/96, juris Rn. 139). - VG Köln, 24.02.2026 - 14 K 4857/23 Rn. 109 Vgl. etwa OVG Münster, Urteile vom 25. Juni 2001 - 14 A 782/00 -, juris Rn. 17, und vom 4. Dezember 2006 - 7 A 568/06 -, juris Rn. 38; VGH Mannheim, Urteile vom 17. Dezember 2021 - 1 S 2416/20 -, juris Rn. 27, und vom 31. August 1979 - V 3404/78 -, juris Rn. 16; s. auch OVG Hamburg, Urteil vom 17. Mai 2000 - 5 Bf 31/96 -, juris Rn. 139.
- VG Karlsruhe, 09.12.2014 - 6 K 2682/12
Rechtswidrigkeit einer erlassenen Sanierungsanordnung
Auf der primären Ebene ist es daher nicht ermessensfehlerhaft, wenn die Behörde sich bei tatsächlich ungeklärter oder rechtlich ungesicherter Verhaltensverantwortlichkeit im Interesse einer alsbaldigen Durchführung der Untersuchungsmaßnahmen an den Zustandsverantwortlichen hält (BayVGH, Beschl. v. 18.04.2007 - 22 ZB 07.222; OVG Hamburg, Urt. v. 17.05.2000 - 5 BF 31/96 - und VGH Bad.-Württ., Urt. v. 10.05.1990 - 5 S 1847/89 - ). - OVG Hamburg, 15.11.2000 - 5 Bf 41/96
Verhältnis der wasserrechtlichen Generalklausel des § 64 Hamburgisches …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - OVG Berlin-Brandenburg, 09.09.2005 - 11 S 13.05
Anforderungen an die Begründung im Fall der Anordnung der sofortigen Vollziehung …
Allerdings dürfte insoweit - entsprechend der zur polizeirechtlichen Verantwortlichkeit eines Grundstückseigentümers für Grundwasserverunreinigungen ergangenen Rechtsprechung (z.B. OVG Hamburg, Urteil vom 17. Mai 2000 - 5 Bf 31/96 -, NV WZ 2001, 215 ff.; Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil v. 11. Juni 1992 - 20 A 2485/89 -, NVwZ 1993, 1000 f.) - ein Verantwortungszusammenhang zwischen Rechtsstellung des Eigentümers und des Inhabers der tatsächlichen Gewalt und dem eingetretenen Schaden als ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal für die Sanierungspflicht am Gewässer zu berücksichtigen sein (…so Bickel, BBodSchG, 4. Aufl. 2004). - VG Hamburg, 16.04.2026 - 16 K 6383/25
Zu der Möglichkeit einer Konkretisierung von Auflagen im Sinne des § 49 Abs. 3 …
Ihr steht es im Zweipersonenverhältnis frei, sich entweder mit dem Ergebnis der Unzulässigkeit des Widerspruchs auf das Fristversäumnis zu berufen oder aber unter Außerachtlassung des Fristversäumnisses zur Sache selbst zu entscheiden (…vgl. BVerwG, Urt. v. 29.11.2023, 6 C 3/22, juris Rn. 16 m.w.N.;… Urt. v. 4.8.1982, 4 C 42.79, juris Rn. 11; OVG Hamburg, Urt. v. 7.5.2000, 5 Bf 31/96, juris Rn. 139). - VGH Baden-Württemberg, 05.10.2001 - 8 S 2583/00
Haftung des Zustandsstörers für Maßnahmen ab Eigentumserwerb
Diese Pflicht besteht folglich nur, wenn und soweit der Betreffende bereits in dem Zeitpunkt Störer war, in dem die Maßnahmen durchgeführt wurden, für deren Kosten er aufkommen soll (ebenso offenbar OVG Hamburg, Urt. v. 17.5.2000 - 5 Bf 31/96 - NVwZ 2001, 215, 218). - OVG Bremen, 30.11.2004 - 1 A 333/03
Kosten einer Ersatzvornahme
- VG Meiningen, 29.06.2010 - 2 K 487/08
Inanspruchnahme des Freistaats Thüringen als Zustandsstörer und Waldeigentümer …
- VG Karlsruhe, 01.08.2019 - 10 K 15427/17
Verschuldensunabhängige Beseitigungspflicht des Jagdausübungsberechtigten einer …
- VG Würzburg, 22.03.2012 - W 4 S 12.183
Sofortige Vollziehung einer Nutzungsuntersagung mit Räumungsverfügung
- OVG Schleswig-Holstein, 08.12.2011 - 1 MB 27/11
Rangverhältnis zwischen Handlungs- und Zustandsstörer; Ordnungsverfügung wegen …
- VG Hamburg, 29.03.2019 - 15 K 7227/16
Öffentlich-rechtliche Haftung des Entleihers eines Triebwagenführers an ein …
- VG Halle, 19.11.2003 - 5 B 66/03
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