Rechtsprechung
| BAG, 22.05.1975 - 3 AZR 363/74 |
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Kurzfassungen/Presse (2)
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Berufungsschrift - Ladungsfähige Anschrift des Berufungsbeklagten - Formmangel - Gerichtsbekannte Anschriften - Ermittlungspflicht - Heilung
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
ArbGG § 9 Abs. 1 S. 1; ZPO § 518
Arbeitsgerichtsverfahren: Mängel einer Berufungsschrift
Verfahrensgang
- LAG Niedersachsen, 24.04.1974 - 4 Sa 837/73
- BAG, 22.05.1975 - 3 AZR 363/74
Papierfundstellen
- NJW 1975, 2039
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (4)
- BGH, 03.07.1974 - V ZB 9/74
Rechtsmittelfrist - Unzutreffende Angaben - Hinreichende Klarheit - Behebbarer …
Auszug aus BAG, 22.05.1975 - 3 AZR 363/74
2. Die Revision meint sich darüber hinaus auf einen Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 5« Juli 197 - V ZB 9/74 - NJW 1974, 1658 - berufen zu können.Ergibt sieh aus beigefügten Unterlagen oder aus den Akten der Vorinstanz innerhalb der Rechtsmittelfrist, unter welcher Anschrift dem Rechtsmittelbeklag ten Schriftstücke zugestellt werden können, so wird da durch der Mangel der Rechtsmittelsehrift geheilt (BAG 21, 368 [369] « AP Nr. 1 zu § 553 ZPO;BAG 24, 233 -AP Nr. 4 zu § 553 ZPO; B(&- VersR 1971, 1145; NJW 1974, 1658; zweifelnd BAG AP Nr. 2o zu § 518 ZPO [unter b der Gründe auch zum Abdruck in Band 25 der Amtlichen Sammlung des Gerichts bestimmt]).
- BAG, 27.03.1969 - 3 AZR 310/68
Rechtsmittel - Berufung - Revision - Rechtsmittelfrist - Angabe der Prozeßpartei
Auszug aus BAG, 22.05.1975 - 3 AZR 363/74
Ergibt sieh aus beigefügten Unterlagen oder aus den Akten der Vorinstanz innerhalb der Rechtsmittelfrist, unter welcher Anschrift dem Rechtsmittelbeklag ten Schriftstücke zugestellt werden können, so wird da durch der Mangel der Rechtsmittelsehrift geheilt (BAG 21, 368 [369] « AP Nr. 1 zu § 553 ZPO;BAG 24, 233 -AP Nr. 4 zu § 553 ZPO; B(&- VersR 1971, 1145; NJW 1974, 1658; zweifelnd BAG AP Nr. 2o zu § 518 ZPO [unter b der Gründe auch zum Abdruck in Band 25 der Amtlichen Sammlung des Gerichts bestimmt]). - BAG, 18.04.1972 - 1 AZR 73/72
Rechtsmittelschrift - Ende der Rechtsmittelfrist - Rechtsmittelführer - …
Auszug aus BAG, 22.05.1975 - 3 AZR 363/74
Ergibt sieh aus beigefügten Unterlagen oder aus den Akten der Vorinstanz innerhalb der Rechtsmittelfrist, unter welcher Anschrift dem Rechtsmittelbeklag ten Schriftstücke zugestellt werden können, so wird da durch der Mangel der Rechtsmittelsehrift geheilt (BAG 21, 368 [369] « AP Nr. 1 zu § 553 ZPO;BAG 24, 233 -AP Nr. 4 zu § 553 ZPO; B(&- VersR 1971, 1145; NJW 1974, 1658; zweifelnd BAG AP Nr. 2o zu § 518 ZPO [unter b der Gründe auch zum Abdruck in Band 25 der Amtlichen Sammlung des Gerichts bestimmt]). - BGH, 29.06.1956 - V ZB 20/56
Einlegung der Berufung oder Revision
Auszug aus BAG, 22.05.1975 - 3 AZR 363/74
Allerdings kommt in BGHZ 21, 168 [17o] in einer beiläufigen, die Entscheidung nicht tragenden Bemerkung zum Ausdruck, daß der Bundesgerichtshof die Benennung des Rechtsmittelbeklagten genügen lassen würde und nicht darüber hinaus die Angabe einer zustellungsfähigen Anschrift für erforderlich hielte.
- BAG, 16.09.1986 - GS 4/85
Rechtsmittelschrift - Rechtsmittel - Rechtsmittelbeklagter - …
Hierzu ist außer den im Vorlagebeschluß des Siebten Senats genannten auf folgende weitere - veröffentlichte - Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts zu verweisen: Urteil vom 2. November 1968 - 3 AZR 296/67 - BAG 21, 193 = AP Nr. 2 zu § 553 ZPO; Urteil vom 9. Dezember 1974 - 3 AZR 42/74 - AP Nr. 27 zu § 518 ZPO; Urteil vom 22. Mai 1975 - 3 AZR 363/74 - AP Nr. 28 zu § 518 ZPO; Urteil vom 12. Juni 1975 - 3 AZR 267/74 - AP Nr. 30 zu § 518 ZPO; Beschluß vom 23. Juli 1975 - 5 AZB 27/75 - AP Nr. 31 zu § 518 ZPO; Urteil vom 4. Dezember 1975 - 2 AZR 462/74 - BAG 27, 351 = AP Nr. 33 zu § 518 ZPO; Urteil vom 5. August 1976 - 3 AZR 340/75 - AP Nr. 37 zu § 518 ZPO.Die in § 518 Abs. 2, § 553 Abs. 1 Satz 2 ZPO nicht ausdrücklich enthaltene Forderung, daß die Rechtsmittelschriften die Anschrift des Prozeßbevollmächtigten des Rechtsmittelbeklagten oder des Rechtsmittelbeklagten selbst enthalten müssen, hat die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zusätzlich aus dem das gesamte arbeitsgerichtliche Verfahren beherrschenden, in § 9 Abs. 1 ArbGG niedergelegten Beschleunigungsgrundsatz abgeleitet (vgl. dazu Urteil vom 22. Mai 1975 - 3 AZR 363/74 - AP Nr. 28 zu § 518 ZPO; Urteil vom 12. Juni 1975 - 3 AZR 267/74 - AP Nr. 30 zu § 518 ZPO; BAG 27, 351 = AP Nr. 33 zu § 518 ZPO; Urteil vom 5. August 1976 - 3 AZR 340/75 - AP Nr. 37 zu § 518 ZPO; Urteil vom 1. Juli 1977 - 5 AZR 72/77 - AP Nr. 39 zu § 518 ZPO; Beschluß vom 2. September 1980 - 6 ABR 37/78 - AP Nr. 1 zu § 89 ArbGG 1979).
- BAG, 12.06.1975 - 3 AZR 267/74
Arbeitsgerichtsverfahren: Anforderungen an eine Berufungsschrift
Gellt es somit, wie vorliegend, lediglich darum, daß der Rechtsmittelkläger die ladungsfähige Anschrift seines Gegners angeben soll, dann überwiegen die Belange des Rechts mittelbeklagten gegenüber der Forderung nach einer gewissen Liberalität in Formalien (vgl. Urteil des Senats vom 9- Dezember 1974- - 3 AZR 4-2/74- - AP Nr. 27 zu § 518 ZPO [zu I der Gründe] und Urteil des Senats vom 22. Mai 1973 ~ 3 AZR 363/74- - AP Nr. 28 zu § 518 ZPO [zu I der Gründe]).Soweit Mes (Anm. zu AP Nr. 22, 23 zu § 518 ZPO, Anm. zu AP Nr. 8 zu § 553 ZPO) meint, hier werde vom Rechtsmittelkläger zuviel verlangt, hat der Senat schon wiederholt ausgesprochen, daß er dem nicht folgen kann (vgl. AP Nr. 27 zu § 518 ZPO [zu I der Gründe] und AP Nr. 28 zu § 518 ZPO [zu I der Gründe]).
III. Der Mangel einer BerufungsSchrift, die nicht die ladungsfähige Anschrift des Rechtsmittelbeklagten oder dessen Prozeßbevollmäohtigten enthält, wird geheilt, wenn das Gericht innerhalb der Rechtsmittelfrist aus den beigefügten Unterlagen oder aus den Akten der Vorinstanz erfährt, unter welcher Anschrift dem Berufungsbeklagten Schriftstücke zugestellt werden können (BAG 21, 368 [369] = AP Nr. 1 zu § 553 ZPO; BGH VersR 1971, 1145; BGH NJV 1974, 1658; BAG AP Nr. 20 zu § 518 ZPO [unter b der Gründe, auch zum Abdruck in Bd. 25 der Amtlichen Sammlung bestimmt]; Urteil des Senats vom 22. Mai 1975 - 3 AZR 363/74 - AP Nr. 28 zu § 518 ZPO [zu III 2 der Gründe]; zur Behebung eines fehlenden Aktenzeichens bis zum Ablauf der Berufungsfrist vgl. auch Beschluß des Fünften Senats vom 27. Mai 1975 - 5 AZB 17/75 - [demnächst] AP Nr. 29 zu § 518 ZPO).
- BAG, 05.08.1976 - 3 AZR 340/75
Berufungsschrift - Ladungsfähige Anschrift - Berufung - Zulässigkeit
Soweit auf diese oder ähnliche Weise Mängel der Berufungsschrift beseitigt werden können, muß dies jedoch innerhalb der Berufungsfrist geschehen (BAG 21, 193 [195 ff.] = AP Nr. 2 zu § 553 ZPO; BAG 25, 255 [257 ff.] = AP Nr. 20 zu § 518 ZPO; AP Nr. 22, 23 und 27 zu § 518 ZPO; Urteil vom 22. Mai 1975 - 3 AZR 363/74 - [demnächst] AP Nr. 28 zu § 518 ZPO; Urteil vom 12. Juni 1975 - 3 AZR 267/74 - [demnächst] AP Nr. 30 zu § 518 ZPO; Beschluß vom 23. Juli 1975 - 5 AZB 27/75 - [demnächst] AP Nr. 31 zu § 518 ZPO; Urteil vom 4. Dezember 1975 - 2 AZR 462/74 - [demnächst] AP Nr. 33 zu § 518 ZP0; auch zum Abdruck in der Amtlichen Sammlung des Gerichts bestimmt).Nach der Entscheidung des Senats vom 22. Mai 1975 - 3 AZR 363/7A ~ [demnächst] AP Nr. 28 zu § 518 ZPO - müssen dem Rechtsmittelgericht grundsätzlich die Anschriften des Prozeßbevollmächtigten der Rechtsmittelbeklagten oder der Rechtsmittelbeklagten selbst in der Rechtsmittelschrift so angegeben werden, daß die Rechtsmittelschrift zugestellt werden kann.
- BGH, 09.07.1985 - VI ZB 8/85
Berufung - Schriftform - Berufungsschrift
dem Urkundsbeamten der Geschäftsstelle bekannt ist, wobei das BAG nicht auf die Wahrung der Schriftform abstellt (BAG NJW 75, 2039; 79, 2000). - VGH Hessen, 15.05.1995 - 7 UE 2052/94
Ordnungsgemäße Klageerhebung - ladungsfähige Anschrift des Klägers; …
Rn. 19 Zwar ist in Übereinstimmung mit dem Verwaltungsgericht und der ganz überwiegenden Meinung in Rechtsprechung und Literatur (BGH, Urteil vom 09.12.1987 - IVb ZR 4/87 - BGHZ 102, 332 = NJW 1988, 2114; BAG, Urteil vom 22.05.1975 - 3 AZR 363/74 - NJW 1979, 2000;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 53. Auflage, § 253 Rdnr. 23;… Thomas-Putzo, ZPO, 18. Auflage, § 253 Rdnr. 7;… Kopp, VwGO, 10. Auflage, § 82 Rdnr. 4;… Redeker/von Oertzen, VwGO, 11. Auflage, § 82 Rdnr. la; VGH Kassel, Beschluß vom 21.12.1988 - 4 TG 2070/88 - NJW 1990, 138; a.A. für den Verwaltungsprozeß: VGH Kassel, Beschluß vom 30.05.1989 - 12 TH 1658/89 - NJW 1990, 140) davon auszugehen, das zur ordnungsgemäßen Klageerhebung gemäß § 82 Abs. 1 VwGO grundsätzlich auch die Angabe der ladungsfähigen Anschrift des Klägers gehört. - BFH, 30.04.1980 - VII R 94/74
Revisionsfrist - Antrag auf Klageabweisung - Erledigung des Rechtsstreits in der …
Unabhängig davon, wie weit man den Umfang des hiernach zur Bezeichnung des angefochtenen Urteils und des gegnerischen Verfahrensbeteiligten für die Zulässigkeit eines Rechtsmittels Erforderlichen annimmt, muß doch - insoweit besteht in der Rechtsprechung Einheitlichkeit - genügen, daß die für erforderlich gehaltenen Angaben noch innerhalb der Frist zur Einlegung des Rechtsmittels aus sonstigen Umständen, insbesondere den Akten der Vorinstanz, festgestellt werden können (vgl. z. B. BAG-Urteil vom 15. Februar 1973 5 AZR 554/72, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1973 S. 349 - HFR 1973, 349 - BAG-Beschluß vom 23. Juli 1975 5 AZB 27/75, Betriebs-Berater 1975 S. 1439 - BB 1975, 1439 -) oder daß sie sonst gerichtsbekannt sind (BAG-Urteile vom 22. Mai 1975 3 AZR 363/74, HFR 1975, 584, und vom 7. Dezember 1978 3 AZR 995/77, BB 1979, 525; vgl. auch BGH-Urteil vom 19. Juni 1974 I ZR 62/73, Versicherungsrecht 1974 S. 1098 - VersR 1974, 1098 -). - BAG, 17.02.1983 - 7 AZB 1/83 Sind die gesetzlichen Anforderungen an die Zulässigkeit einer Berufung aber im Interesse des Berufungsführers verringert worden, so kann es nicht zu seinen Lasten gehen, wenn er die weitergehenden Anforderungen nach dem früheren Recht erfüllt und zugleich den mit dem geltenden Recht verfolgten Zweck erreicht, nämlich, wie im Streitfall, die unverzügliche und aufgrund förmlicher Zustellung verbindliche (vgl. zu letzterem BAG Urteil vom 22. Mai 1975 - 3 AZR 363/74 - AP Nr. 28 zu § 518 ZPO, unter III 3 der Gründe) Unterrichtung des Berufungsgegners über die Einlegung der Berufung gegen eine ihm günstige Entscheidung.
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