Rechtsprechung
| OLG Karlsruhe, 19.04.2005 - 17 U 217/04 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- openjur.de
Kündigung eines Projektsteuerungsvertrages aus wichtigem Grund
- Judicialis
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 314; ZPO § 301
Fristlose Kündigung eines Projektsteuerungsvertrages durch den Auftraggeber - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Projektsteuerer - Fristlose Kündigung wegen Rufschädigung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- hermanns-rechtsanwaelte.de
, S. 4 (Leitsatz)
Projektsteuerer, Vertrauensverhältnis, Auftraggeberkündigung
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Bezahlung von Honorarrechnungen; Vertrag über Projektsteuerung und Objektüberwachung
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Loyalitätspflicht des Projektsteuerers und Kündigung aus wichtigem Grund (IBR 2005, 385)
Verfahrensgang
- LG Heidelberg, 23.09.2004 - 3 O 154/04
- OLG Karlsruhe, 19.04.2005 - 17 U 217/04
Papierfundstellen
- NZBau 2006, 50
- BauR 2005, 1661
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (4)
- BGH, 02.09.1999 - VII ZR 225/98
Besondere Vertrauenesstellung bei Projektsteuerungsvertrag
Auszug aus OLG Karlsruhe, 19.04.2005 - 17 U 217/04
Die Anforderungen an eine Kündigung aus wichtigem Grund dürfen deshalb bei einem Projektsteuerungsvertrag nicht überspannt werden (BGH, NJW 2000, 202; vgl. auch OLG Dresden, NJW-RR 2000, 652 zum wichtigen Grund wegen Kündigung eines Mitarbeiters eines Consulting-Unternehmens).Mit solchen Projektsteuerungstätigkeiten geht einher, dass Elemente des persönlichen Vertrauens im Vordergrund stehen (vgl. BGH, NJW 2000, 202;… Locher/Koelbe/Frick, HOAI 8. Aufl., § 31 Rn. 19).
Leistungen der Bauüberwachung (Ziffer 3.2.8 des Vertrages) und der Projektsteuerung (Ziffer 3.1 des Vertrages) erfordern ein hohes Maß an Vertrauenswürdigkeit und Loyalität (BGH, NJW 2000, 202).
Die Beklagte konnte für Leistungen aufgrund des vorliegenden Vertrages erwarten, dass sich der Kläger mit ihren Interessen identifizierte, loyal zu ihr stand und vertrauenswürdig war (vgl. BGH, NJW 2000, 202).
- BGH, 27.10.1998 - X ZR 116/97
Formularmäßige Pauschalierung ersparter Aufwendungen für den Fall der Kündigung …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 19.04.2005 - 17 U 217/04
Maßgeblich ist vielmehr, wessen Verantwortungsbereich der wichtige Grund zuzuordnen ist (BGH, NJW 1999, 418, 420). - OLG Dresden, 29.07.1999 - 16 U 1687/98
Kündigung eines Beratervertrages wegen Ausscheidens des persönlichen …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 19.04.2005 - 17 U 217/04
Die Anforderungen an eine Kündigung aus wichtigem Grund dürfen deshalb bei einem Projektsteuerungsvertrag nicht überspannt werden (BGH, NJW 2000, 202; vgl. auch OLG Dresden, NJW-RR 2000, 652 zum wichtigen Grund wegen Kündigung eines Mitarbeiters eines Consulting-Unternehmens). - BGH, 13.07.1956 - VI ZR 150/55
Rechtsmittel
Auszug aus OLG Karlsruhe, 19.04.2005 - 17 U 217/04
Ein Teilurteil über eine Zwischenfeststellungsklage ist zulässig (BGH, NJW 1956, 1755).
- OLG Düsseldorf, 31.01.2012 - 23 U 20/11
Voraussetzungen der Kündigung des Bauträgervertrages aus wichtigem Grund durch …
Ein außerordentliches Kündigungsrecht gegenüber der vertragsuntreuen Partei eines Bauträgervertrages lässt sich auch weiterhin aus einer analogen Anwendung von § 314 BGB auf den - regelmäßig auf eine nicht nur kurzfristige Zusammenarbeit angelegten - Bauträgervertrag ableiten (…vgl. Pause, a.a.O. Rn 754 mwN in Fn 2064;… Basty, a.a.O., Rn 1133 ff. mwN;… Palandt-Sprau, BGB, 70. Auflage 2011, § 643, Rn 1; 649, Rn 13; § 675, Rn 18; Kniffka, ibr-online-Kommentar 2011, § § 649, Rn 7 ff. mwN; OLG Frankfurt, Urteil vom 15.12.2000, 24 U 240/98, CR 2001, 503; BGH, Urteil vom 13.06.2006, X ZR 167/04, NJW-RR 2006, 1309; vgl. auch zum Projektsteuerungsvertrag: BGH, Urteil vom 09.09.1999, VII ZR 225/98, NJW 2000, 202; OLG Karlsruhe, Urteil vom 19.04.2005, 17 U 217/04, NZBau 2006, 2881). - OLG Hamm, 17.12.2009 - 18 U 126/07
Zulässigkeit eines Teilurteils im Verfahren einer Stufenklage auf Erteilung eines …
Es ist allgemein anerkannt, dass trotz möglicher Widerspruchsgefahren über eine Zwischenfeststellungsklage durch Teilurteil entschieden werden kann (…Zöller-Vollkommer, a. a. O., § 301 Rn 7; BGH NJW 1956, 1755; OLG Karlsruhe OLGR 2005, 568). - OLG Hamm, 08.01.2008 - 15 W 327/07
Anfechtung der Feststellung der Rechtswidrigkeit
Der Umstand, dass das Bundesamt die Frist deshalb nicht einhielt, weil es sich auf der Grundlage Verordnung (EG) Nr. 343/2003 (Dublin II) zunächst um die Übernahme des Asylverfahrens durch die Niederlande bemühte, vermochte angesichts der mit § 14 Abs. 3 Satz 3 AsylVfG getroffenen eindeutigen gesetzlichen Regelung nichts daran zu ändern (OLG Köln, Beschluss vom 11.06.2007 - 16 Wx 130/07; OLG Schleswig OLGR 2005, 568; KG InfAuslR 2005, 40; einschränkend für den hier nicht einschlägigen Fall, dass das Bundesamt die Abschiebung in einen Drittstaat angeordnet hat: OLG Zweibrücken OLGR 2002, 57).
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Rechtsprechung
| OLG Frankfurt, 03.02.2005 - 21 AR 150/04 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- openjur.de
- Justiz Hessen
§ 312 Abs 1 BGB, § 1 Abs 1 HTürGG, § 29c Abs 1 ZPO, § 36 Abs 1 Nr 3 ZPO
Örtliche Zuständigkeit: Gerichtliche Zuständigkeitsbestimmung; Vorliegen eines Haustürgeschäfts - Judicialis
- rechtsportal.de
Keine Bestimmung des zuständigen Gerichts bei gemeinschaftlichem besonderen Gerichtsstand der Beklagten - Haustürgeschäft bei Finanzdienstleistung
- ibr-online
Verfahrensrecht - Zuständigkeitsbestimmung bei Haustürgeschäft
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Antrag auf Zuständigkeitsbestimmung, wenn für die Beklagten ein gemeinschaftlicher besonderer Gerichtsstand begründet ist; Vorliegen eines Haustürgeschäfts bei Fortwirken der Überraschungssituation und der Beeinträchtigung der Entschließungsfreiheit; Erarbeitung eines ...
Verfahrensgang
- LG Gießen, 18.11.2004 - 4 O 3/04
- OLG Frankfurt, 03.02.2005 - 21 AR 150/04
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (3)
- BGH, 26.10.1993 - XI ZR 42/93
Haustürwiderrufsgesetz - Anwendbarkeit
Auszug aus OLG Frankfurt, 03.02.2005 - 21 AR 150/04
Nur auf diese Beeinträchtigung kommt es an (vgl. BGH, NJW 1994, 262, 265; ZIP 2003, 432 f. m.w.N.). - BGH, 21.01.2003 - XI ZR 125/02
Gerichtliche Prüfung der Rechtsfolgen des Widerrufs
Auszug aus OLG Frankfurt, 03.02.2005 - 21 AR 150/04
Nur auf diese Beeinträchtigung kommt es an (vgl. BGH, NJW 1994, 262, 265; ZIP 2003, 432 f. m.w.N.). - BGH, 05.02.1987 - I ARZ 703/86
Kosten des Gerichtsstandsbestimmungsverfahrens
Auszug aus OLG Frankfurt, 03.02.2005 - 21 AR 150/04
Da der Antrag auf Zuständigkeitsbestimmung abgelehnt wird, ist eine Kostenentscheidung zu treffen (vgl. BGH, MDR 1987, 735).
- OLG Jena, 26.11.2008 - 4 U 428/07
§ 29 c ZPO (Verbrauchergerichtsstand für Haustürgeschäfte) gilt nicht für Klagen …
In diesem Sinne führt auch das OLG Frankfurt in seinem Beschluss v. 03.02.2005 (Az: 21 AR 150/04) lediglich aus: "Dass § 1 Abs. 2 HWiG a.F: das Widerrufsrecht des Verbrauchers für bestimmte Fälle ausschließt, ändert nichts daran, dass es sich um ein von § 1 Abs. 1 HWiG a.F. definiertes Haustürgeschäft handelt, für das § 29 c ZPO unabhängig von seinem sachlich-rechtlichen Widerrufsrecht gilt.". - OLG München, 30.05.2006 - 25 U 1806/06
Kein Besonderer Gerichtsstand für Haustürgeschäfte gemäß § 29 c ZPO bei Klagen …
Der Senat teilt die Auffassung des Landgerichts, dass die Verweisung des § 29 c Abs. 1 S. 1 ZPO den gesamten § 312 BGB umfasst und nicht nur die Legaldefinition des Haustürgeschäfts in § 312 Abs. 1 S. 1 BGB (so auch LG Berlin VersR 2005, 1259; a.A. OLG Frankfurt OLGR 2005, 568, LG Landshut NJW 2003, 1997, LG Traunstein RuS 2005, 135, Zöller-Vollkommer, 25. Aufl., § 29 c Rn 4, Thomas/Putzo-Hüßtege, 27. Aufl., § 29 c Rn 1). - OLG Koblenz, 28.03.2006 - 4 SmA 48/05
Gerichtsstandsbestimmung: Beschlussergänzung bei unterbliebener …
Der Streitwert für das Beschwerdeverfahren ist mit 1/10 des Streitwertes in der Hauptsache zu bestimmen (OLG Köln AGS 2003, 205; OLG Frankfurt OLGR 2005, 568; BayObLG v. 30.06.2004 - 1Z AR 075/04; OLG Stuttgart NJW-RR 2003, 1706; a.A. KG Berlin v. 5.1.2006 - 28 AR 166/05 - 1/4 des Hauptsachestreitwertes; OLG Karlsruhe v. 30.09.2005 - 19 AR 16/05 - 1/5 des Hauptsachestreitwertes). - KG, 29.05.2008 - 2 AR 20/08
Bestimmung des zuständigen Gerichtes: Klage eines geschlossenen Immobilienfonds …
(5.) Nicht entscheidungserheblich war die in Rechtsprechung und Literatur umstrittene Frage, ob das Eingreifen von § 29c Abs. 1 ZPO i.V.m. § 312 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BGB ausgeschlossen ist, wenn die mündliche Verhandlung auf einer vorhergehende Bestellung des Verbrauchers im Sinne von § 312 Abs. 3 BGB erfolgte (verneinend: OLG Frankfurt, OLGR 2005, 568, wohl in st. Rspr.; OLG Köln, OLGR 2005, 553; LG Traunstein, RuS 2005, 135; LG Landshut, NJW 2003, 1197; Roth in Stein/Jonas, ZPO, 22. Aufl. 2003, § 29c Rdnr. 5; Vollkommer in Zöller, 26. Aufl. 2007, § 29c Rdnr. 4; Heinrich in Musielak, ZPO, 4. Aufl. 2005, § 29c Rdnr. 6. Hingegen a.A.: OLG München, VersR 2006, 1517; LG Berlin, VersR 2005, 1259.
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