Rechtsprechung
| RG, 03.01.1923 - IV 529/22 |
Zitiervorschläge
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Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
§ 222 StGB
Genügt für die Annahme von Fahrlässigkeit im Sinne des § 222 StGB das Bewußtsein des Täters, daß seine Handlung das Leben des anderen gefährdet? - opinioiuris.de
Memel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- RGSt 57, 172
Wird zitiert von ... (6)
- BGH, 14.02.1984 - 1 StR 808/83
Heroinspritzen - § 222 StGB, eigenverantwortliche Selbstgefährdung
Wer lediglich den Akt der eigenverantwortlich gewollten und bewirkten Selbstgefährdung (vorsätzlich oder fahrlässig) veranlaßt, ermöglicht oder fördert, nimmt an einem Geschehen teil, das - soweit es um die Strafbarkeit wegen Tötung oder Körperverletzung geht - kein tatbestandsmäßiger und damit kein strafbarer Vorgang ist (RG DJZ 1898, 62; RGSt 57, 172, 173 f.; BGH JR 1979, 429;… Jähnke aaO § 222 Rdn. 21 m.w.Nachw.;… Hirsch aaO S. 430, 432;… Roxin in Gallas-Festschrift S. 241, 246;… Rudolphi in SK StGB 3. Aufl. Rdn. 79 vor § 1 m.w.Nachw.;… Schroeder in LK 10. Aufl. § 16 Rdn. 181;… Schünemann aaO). - BGH, 22.01.1953 - 4 StR 373/52
Fausthieb gegen die Schläfe - § 226a (§ 228 StGB nF), §§ 222, 226 StGB aF (§ 227 …
Unter besonderen Voraussetzungen kann allerdings die Pflichtwidrigkeit eines Verhaltens zu verneinen sein, wenn jemand eine gewisse Gefahr in deren klarer Erkenntnis in Kauf genommen und der Täter seiner allgemeinen Sorgfaltspflicht genügt hat (RGSt 57, 172 ff;… RG JW a.a.O.). - BGH, 25.01.1955 - 2 StR 366/54
Wettfahrt - § 222 StGB, Einwilligung in die Gefahr, § 142 StGB
In der Rechtsprechung ist es allerdings nicht als pflichtwidrig bezeichnet, wenn bei gemeinsamer gefährlicher Tätigkeit erwachsener und verständiger Menschen jemand in klarer Erkenntnis die Gefahr in Kauf nimmt und tödlich verunglückt, der andere aber seiner allgemeinen Sorgfaltspflicht genügt (RGSt 57, 172; JW 1925, 2250; BGHSt 4, 88).
- BGH, 16.10.1952 - 4 StR 118/52
Rechtsmittel
War A. der schon längere Zeit im Betrieb des Angeklagten tätig war, ein wenn auch eigenwilliger, so doch erfahrener und umsichtiger Arbeiter, dem vielleicht gerade das Bewusstsein seiner Geschicklichkeit und seiner Sachkunde das Gefühl der Sicherheit verlieh, so war der Angeklagte K. nicht verpflichtet, ihn vor den Folgen einer bewussten Ausserachtlassung der ihm ohne weiteres möglichen und zur Pflicht gemachten Vorsichtsmassregel des Anseilens zu schätzen (vgl RGSt 57, 172).-. - OLG Frankfurt, 09.08.1950 - Ss 202/50
Erschiessung von 3 Häftlingen, die während des Evakuierungstransports von …
Nach der Rechtsprechung enthält die Feststellung der Aufforderung zur Begehung eines Verbrechens nämlich ohne weiteres auch die Feststellung der Ernstlichkeit der Aufforderung, so dass es, wenn nicht im Einzelfall eigenartige Umstände obwalten, in der Regel einer besonderen Feststellung der Ernstlichkeit nicht bedarf (vgl. RGSt. 57, 172; Olshausen, 12.Aufl., Anm.5b zu § 49a). - LG Frankfurt/Main, 08.02.1950 - 6 Ks 11/49
Erschiessung von 3 Häftlingen, die während des Evakuierungstransports von …
Wenn der Angeklagte aber die Aufforderung zum Erschiessen nicht ernsthaft gemeint hatte, entfällt eine Strafbarkeit nach § 49a StGB (RGSt. 57, 172).
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