Rechtsprechung
| RG, 03.12.1906 - Rep. VI. 175/06 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)
Beweis durch eine Privaturkunde; Z.P.O. § 440 Abs. 2
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- RGZ 64, 406
Wird zitiert von ... (4)
- BGH, 13.04.1988 - VIII ZR 274/87
Beweiswirkung einer Privaturkunde bei bestrittener Echtheit
a) Echt ist eine Privaturkunde im Sinne des 416 ZPO, wenn die Unterschrift dem Namensträger zuzuordnen ist und die über der Unterschrift stehende Schrift vom Aussteller selbst stammt oder mit dessen Willen dort steht (vgl. BGH Urteil vom 17. Mai 1965 - III ZR 257/64 = WM 1965, 1062, 1063; RGZ 64, 406, 407;… Rosenberg/Schwab aaO § 122 III 1;… Baumbach/Hartmann aaO § 440 Anm. 3).Das gilt auch für Blanko-Unterschriften und selbst bei einem Blankettmißbrauch, wie er hier von der Beklagten behauptet worden ist (…vgl. BGH Urteile vom 17. Mai 1965 aaO und 17. April 1986 aaO unter II 2 d; RGZ 64, 406, 407/408).
- BGH, 17.04.1986 - III ZR 215/84
Echtheitsvermutung für den später ergänzten Inhalt eines .....
Es ist allgemein anerkannt, daß in einem solchen Fall der Unterzeichner die Vermutungswirkung des § 440 Abs. 2 ZPO durch den Beweis des Gegenteils (§ 292 ZPO) zu widerlegen hat (Senatsurteil vom 17. Mai 1965 - III ZR 257/64 = WM 1965, 1062, 1063 = DB 1965, 1665; RGZ 57, 66, 68; 64, 406 ff.; 73, 276, 279; OLG München OLGZ 1966, 34; OLG Düsseldorf VersR 1979, 626, 627; OLG Hamm WM 1984, 829;… Stein/Jonas/Schumann/Leipold a.a.O. § 440 Anm. III, § 416 Anm. IV Abs. 2;… Zöller/Stephan a.a.O. § 440 Anm. 3, § 416 Anm. 1;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann a.a.O. § 440 Anm. 3 A, § 416 Anm. 2 B;… Thomas/Putzo a.a.O. § 440 Anm. 2, § 416 Anm. 3 b;… Wieczorek a.a.O. § 440 Anm. A II b 1, § 416 Anm. B II b 1). - BGH, 17.05.1965 - III ZR 257/64
Beweiskraft einer Urkunde - Echtheit einer Urkunde - Echtheit der über der …
Deshalb ist das Berufungsgericht weiterhin zutreffend davon ausgegangen, daß nach der hier somit anzuwendenden Regel des § 440 Abs. 2 ZPO es grundsätzlich Sache der Beklagten war, die für den Kläger streitende Vermutung dahin, daß die über der Unterschrift des Erblassers der Beklagten auf den Urkunden stehende Schrift echt sei, d.h. mit dem Willen des Ausstellers dort stehe (vgl. RGZ 64, 406, 407), zu widerlegen.Das zeigt im Grundsatz keinen Rechtsfehler (vgl. RGZ 57, 66, 68; 64, 406; 73, 276, 279).
- OLG Celle, 18.01.1984 - 4 W 12/84
Zur nachträglichen Abänderung einer notariell beglaubigten Erklärung durch den …
Dies setzt voraus, daß sowohl die Unterschrift als auch der Urkundentext echt sind: die Unterschrift muß von dem angeblichen Aussteller herrühren; der Text muß vom Aussteller geschrieben sein oder mit seinem Willen dort stehen (RGZ 64, 406).
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