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Rechtsprechung
   RG, 09.06.1915 - Rep. V. 91/15   

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https://dejure.org/1915,157
RG, 09.06.1915 - Rep. V. 91/15 (https://dejure.org/1915,157)
RG, Entscheidung vom 09.06.1915 - Rep. V. 91/15 (https://dejure.org/1915,157)
RG, Entscheidung vom 09. Juni 1915 - Rep. V. 91/15 (https://dejure.org/1915,157)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)

    Anlandungen und Anschüttungen in Wasserläufen.

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • RGZ 87, 26
 
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Wird zitiert von ... (7)

  • BGH, 25.10.1984 - III ZR 131/83

    Zufallen von Anlandungen an einer Insel in einem Fluß

    Das am 13. Oktober 1883 in Kraft getretene preußische Gesetz betreffend die Befugnisse der Strombauverwaltung gegenüber den Uferbesitzern an öffentlichen Flüssen vom 20. August 1883 (GS. S. 333), das in § 5 eine Regelung der Eigentumsverhältnisse an Anlandungen enthält (vgl. dazu Mahraun, Das Strombauverwaltungsgesetz § 5 Anm. 2, 3), hat zwar im Rahmen seines sachlichen Geltungsbereichs die bisher für einzelne Landesteile geltenden Vorschriften durch § 15 außer Kraft gesetzt, im Gebiet des rheinisch-französischen Rechts also auch diejenigen des Code civil (vgl. PrOVG ZAgr 27 [1941], 247, 253/254; auch RGZ 87, 26, 32).

    Es regelt weder die Eigentumsverhältnisse bei künstlichen Anschüttungen noch betrifft es Anlandungen, die sich - wie hier vom Kläger behauptet - auf natürliche Art und Weise bilden (vgl. RGZ 87, 26, 30 ff.; RG ZAgr 13 [1930], 328; RGZ 131, 60, 61 f.; vgl. auch Senatsurteil BGHZ 67, 152, 159) [BGH 28.05.1976 - III ZR 186/72].

    Das preußische Wassergesetz vom 7. April 1913 (PrWG, GS. S. 53), das in §§ 17, 140, 162 Vorschriften über die Eigentumsverhältnisse an Anlandungen, nicht auch Anschüttungen, enthält (vgl. dazu RGZ 87, 26, 30 f.;… Holtz/Kreutz/Schlegelberger PrWG Nachdr. 1955 der 3./4. Aufl. § 17 Anm. 1, 2), hat sowohl die wasserrechtlichen Vorschriften des Code civil als auch das preußische Strombauverwaltungsgesetz vom 20. August 1883 aufgehoben (§ 399 Abs. 2 Nr. 2 und 13).

    Soweit das Berufungsgericht ungeprüft gelassen hat, ob der Kläger nach den Vorschriften des preußischen Wassergesetzes mit dessen Inkrafttreten am 1. Mai 1914 Eigentümer des streitigen Uferstreifens jedenfalls insoweit geworden ist, als es sich um die Fläche zwischen dem höchsten gewöhnlichen Wasserstand als der nach französischem Recht maßgeblichen Uferlinie (BGHZ 27, 291, 293 m.w. Nachw.; Cour de Cassation 9.3.1976, Bull. III ?. 104) und dem gewöhnlichen, d.h. dem mittleren Wasserstand als der nach preußischem Recht maßgeblichen Gewässergrenze (vgl. RGZ 87, 26, 32;… Holtz/Kreutz/Schlegelberber a.a.O. § 17 Anm. 8, § 12 Anm. 1; Matthes, Das Wasser- und Uferrecht, 1956, § 12 PrWG Anm. 7 a S. 168, § 17 PrWG Anm. 1 S. 175) handelt, wird darauf in anderem Zusammenhang noch eingegangen.

    Soweit die streitigen Anlandungen nicht infolge natürlicher Einflüsse, sondern, wie die Beklagte behauptet, infolge von Maßnahmen der Strombauverwaltung entstanden sind, wird das Berufungsgericht zu prüfen haben, ob eine künstliche (d.h. eine als Folge künstlicher Einwirkungen allmählich entstandene) Anlandung oder eine Anschüttung (d.h. eine planmäßige, gezielte Erhöhung des Flußbettes) vorliegt (zur Abgrenzung vgl. RGZ 87, 26, 30; RG ZAgr 13 [1930], 328; RGZ 131, 60, 61 f.; RG ZAgr 21 [1935], 232, 235 f.;… Holtz/Kreutz/Schlegelberger a.a.O. § 17 Anm. 1, 2).

    556 CC findet auch dann Anwendung, wenn die Anlandung nicht von selbst entstanden ist, sondern durch Staatsbauten im Fluß hervorgerufen wurde, nicht jedoch im Falle einer planmäßigen und plötzlichen Anschüttung, für die nach französischer Rechtsauffassung nicht das Akzessionsprinzip gilt, sondern der aus dem römischen Recht stammende Grundsatz "inaedificatio cedit solo" (vgl. Art. 555 CC; RGZ 87, 26, 32; OLG Köln RheinArch 75 [1885] I 97, 99 ff.;… Aubry/Rau/Esmein a.a.O. S. 346/347;… Dalloz, Rép. Civ. a.a.O. No. 67 ff.;… Zachariä/Crome a.a.O. S. 573 Fn. 8;… Cretschmar a.a.O. Anm. zu Art. 556 CC).

  • OVG Niedersachsen, 22.06.2011 - 1 KN 252/08

    Anlage eines Uferwegs zwischen See und Privatgrundstücken

    Eine Aufschüttung mit Baggergut ist keine Anlandung, wie das Reichsgericht (RG, Urt. v. 9.6.1915 - V 91/15 - juris;… RG, Urt. v. 10.12.1930 - V 11/30 - RGZ 131, 60) und später der BGH (…BGH, Urt. v. 28.3.1976 - III ZR 186/72 - BGHZ 67, 152) entschieden haben.

    Dieses Zurückstehen des BGB erfasste aber nicht Anschüttungen, da diese von Anlandungen zu trennen sind (RG, Urt. v. 9.6.1915 - V 91/15 - juris;… RG, Urt. v. 10.12.1930 - V 11/30 -, RGZ 131, 60;… später BGH, Urt. v. 28.3.1976 - III ZR 186/72 -, BGHZ 67, 152).

    Wie das RG (Urt. v. 9.6.1915, aaO) nachgewiesen hat, wollte der preußische Gesetzgeber den Uferanliegern durch eine denkbare Gleichstellung von Anlandungen und Anschüttungen keine ungerechtfertigten Vorteile zukommen lassen.

  • BGH, 28.05.1976 - III ZR 186/72

    Eigentum an aufgeschütteten Teilen einer Bundeswasserstraße

    In Anlehnung an das preußische Wasserrecht, das zwischen Anlandungen, die ihrerseits wieder natürliche oder künstliche sein konnten, und Anschüttungen unterschied (vgl. RGZ 87, 26, 30; 131, 60, 61;… Holtz/Kreutz/Schlegelberger a.a.O. § 17 Anm. 1), bezieht die Vorschrift sich aber nicht auf eine (künstliche) Anschüttung, wie sie hier vorliegt (…vgl. Rehder NWG 4. Aufl. 1971 § 54 Anm. 6; auch Begründung zum Entwurf eines NWG LT-Drucks. IV/zu 51 S. 373).
  • LG Köln, 16.02.2017 - 81 O 33/16
    Rn. 238 Diesen Einwand hat die Kammer mit Urteil vom 25.2.2016 - 81 O 91/15 - als unbegründet angesehen.

    Rn. 247 Hierzu ist bereits in dem Urteil der Kammer vom 25.2.2016 - 81 O 91/15 -, in dem Berufungsverfahren ausweislich der Feststellung auf Seite 11 der Urteilsgründe - 6 U 60/16 - unwidersprochen ausgeführt:.

  • BPatG, 01.03.2007 - 2 Ni 1/04
    D1: US 4 734 674 P1 NK3 BSS4 D2: US 4 970 491 P8 NK4 D3: US 4 319 220 P9 NK5 D4: US 4 695 823 P7 NK6 D5 US 5 049 687 NK7 BSS5 D6: US 4 750 118 NK8 BSS6 D7: US 4 881 148 NK 9 BSS7 D8: WO 91/15 644 NK10 BSS8 D9: US 4 717 905 NK11 D10: DE 40 33 292 A1 NK12 BSS3 D10a: WO 92/06889 A1 BSS3a D11: DE 36 05 661 A1 BSS9 D12: IT 121 97 53 NK13 BSS13a D12a: Übersetzung von D12 NK13a BSS13b D13: DE 3 709 589 A1 NK14 D14: DE 42 05 911 A1 (wg. Priorität) BSS10 D14a: WO 93/16891 A1 (ursprüngliche Anmeldung).
  • BGH, 21.05.1958 - V ZR 179/56

    Anlandungen am Rheinufer

    Mit diesen Ausführungen folgt das Berufungsgericht der in Rechtsprechung und Rechtslehre herrschenden Meinung (RGZ 87, 26; OLG Köln RheinArch 97 I 101; RG Gruch 57, 1181).
  • VG Potsdam, 20.04.2015 - 6 L 90/15

    Asylrechts (sicherer Drittstaat Verfahren Tschad/Italien)

    Diese Voraussetzungen treffen auf die hiesigen Antragsteller zu, einer Familie von zwei 1975 bzw. 1977 geborenen Tschadern und den 2003, 2004, 2006, 2009 bzw. 2011 geborenen Kindern, zu denen noch der 2013 geborene Antragsteller des Parallelverfahrens VG 6 L 91/15.A hinzu kommt.
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