Rechtsprechung
| BGH, 28.11.1962 - V ZR 142/60 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Anspruch auf Bewilligung einer Löschung von Auflassungsvormerkungen - Nichtigkeit eines Testaments wegen mangelnder Testierfähigkeit - Ungültigkeit eines Testaments durch Verstoß gegen zwingende Formvorschriften - Unterscheidung zwischen Rechtsvorschriften und ...
Verfahrensgang
- BGH, 06.10.1960 - V ZR 142/60
- BGH, 28.11.1962 - V ZR 142/60
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (6)
- BGH, 19.01.1954 - V ZB 28/53
Grundstücksvermächtnis durch Erbvertrag
Auszug aus BGH, 28.11.1962 - V ZR 142/60
Das Berufungsgericht bezeichnet es als zweifelhaft, ob die Auflassungsvormerkung zugunsten der Beklagten überhaupt hätte eingetragen werden dürfen, weil für die nach § 883 Abs. 1 Satz 2 BGB zulässige Eintragung einer Vormerkung zur Sicherung eines künftigen Anspruchs bereits eine feste, die Gestaltung des Anspruchs bestimmende Grundlage vorhanden sein müsse (BGHZ 12, 115, 117) [BGH 19.01.1954 - V ZB 28/53], diese aber im Hinblick auf das gemeinschaftliche Testament vom 17. November 1925 ungewiß sei. - BGH, 12.01.1962 - V ZR 179/60
Auszug aus BGH, 28.11.1962 - V ZR 142/60
Daß die Beurteilung der Testierfähigkeit (oder Geschäftsfähigkeit) eines Menschen grundsätzlich besonders schwierig sei und deshalb stete die Begutachtung durch einen Sachverständigen erfordere, kann der Revision nicht zugegeben werden (Urteile des Senats vom 6. Juli 1962, V ZR 17/61 S. 5/6 und vom 12. Januar 1962, V ZR 170/609 MDR 1962, 391 = … - BGH, 22.02.1956 - V ZR 114/54
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 28.11.1962 - V ZR 142/60
Denn bei den Vorschriften der §§ 24 Abs. 1 und 29 Abs. 1 Satz 1 DONot, gegen die der Notar durch sein Vorhalten verstoßen hat, handelt es sich, wie der Senat bereits mit Beschluß vom 6. Oktober 1960 (LM § 24 DONot Nr. 1 a WM 1960, 1231 = FamRZ 1960, 484 = NJW 1960, 2336 = MDR 1961, 41) entschieden hat (vgl. auch bereits Urteil des Senats vom 22. Februar 1956, V ZR 114/54, BB 1956, 542 - DNotZ 1956, 643, 645 und weiter jetzt Seybold/Hornig, Bundesnotarordnung 4. Aufl. Vorbem. 2 vor § 1 und Anm. 1 zu § 25 DONot), lediglich um Dienstanweisungen, deren Verletzung die Gültigkeit der notariellen Amtshandlung nicht beeinträchtigt.
- BGH, 06.07.1962 - V ZR 17/61
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 28.11.1962 - V ZR 142/60
Daß die Beurteilung der Testierfähigkeit (oder Geschäftsfähigkeit) eines Menschen grundsätzlich besonders schwierig sei und deshalb stete die Begutachtung durch einen Sachverständigen erfordere, kann der Revision nicht zugegeben werden (Urteile des Senats vom 6. Juli 1962, V ZR 17/61 S. 5/6 und vom 12. Januar 1962, V ZR 170/609 MDR 1962, 391 = … - BGH, 06.10.1960 - V ZR 142/60
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 28.11.1962 - V ZR 142/60
Denn bei den Vorschriften der §§ 24 Abs. 1 und 29 Abs. 1 Satz 1 DONot, gegen die der Notar durch sein Vorhalten verstoßen hat, handelt es sich, wie der Senat bereits mit Beschluß vom 6. Oktober 1960 (LM § 24 DONot Nr. 1 a WM 1960, 1231 = FamRZ 1960, 484 = NJW 1960, 2336 = MDR 1961, 41) entschieden hat (…vgl. auch bereits Urteil des Senats vom 22. Februar 1956, V ZR 114/54, BB 1956, 542 - DNotZ 1956, 643, 645 und weiter jetzt Seybold/Hornig, Bundesnotarordnung 4. Aufl. Vorbem. 2 vor § 1 und Anm. 1 zu § 25 DONot), lediglich um Dienstanweisungen, deren Verletzung die Gültigkeit der notariellen Amtshandlung nicht beeinträchtigt. - BGH, 02.12.1959 - V ZR 31/59
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 28.11.1962 - V ZR 142/60
Dies ist nicht zu beanstanden, da nicht allgemein anerkannt ist, daß aus einer Handschrift allein krankhafte Störungen des Geistestätigkeit diagnostiziert werden können (Urteil des Senats vom 2. Dezember 1959, V ZR 31/59 S. 9 mit Nachweisen).
- BGH, 11.12.1970 - V ZR 57/68
Wirksamkeit eines Kaufvertrages - Geschäftsunfähigkeit eines Vertragsteils - …
Entgegen der Meinung der Revision ist die Beurteilung der Geschäftsunfähigkeit eines Menschen nicht besonders schwierig und erfordert deshalb nicht stets die Begutachtung durch einen Sachverständigen (urteile des Senats vom 6. Juli 1962, V ZR 17/61 S. 5/6 und vom 28. November 1962, V ZR 142/60 S 22/23).Nach dem Tode des Ehemanns W. könnte ein Sachverständiger auch nur diese von dem Berufungsgericht gewürdigten Umstände seinem Gutachten zugrunde legen (vgl. Urteil des Senats vom 28. November 1962 a.a.O.).
- BGH, 31.01.1964 - V ZR 77/62
Rechtsmittel
Da die Beurteilung der Geschäftsfähigkeit eines Menschen, wie in der Revisionserwiderung mit Recht hervorgehoben wird und der Senat auch schon mehrfach ausgesprochen hat (Urteil vom 28. November 1962, V ZR 142/60 S. 12 ff mit weiteren Nachweisen), in der Regel nicht besonders schwierig ist, war das Berufungsgericht entgegen der Meinung der Revision auch nicht gehalten, das von der Klägerin beantragte Spezialgutachten, das ein Obergutachten gewesen wäre, einzuholen (vgl. Urteil des Senats vom 12. Januar 1962, V ZR 179/60, NJW 1962, 676).
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Rechtsprechung
| BGH, 06.10.1960 - V ZR 142/60 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- BGH, 06.10.1960 - V ZR 142/60
- BGH, 28.11.1962 - V ZR 142/60
Papierfundstellen
- NJW 1960, 2336
- MDR 1961, 41
- DNotZ 1960, 668
Wird zitiert von ... (2)
- OLG Hamm, 17.04.2012 - 15 W 110/12
Befugnis des Grundbuchamts zur Versagung der Eintragung einer Grundschuld wegen …
Denn selbst wenn der hier verwandte Vordruck nicht den Vorschriften der DONot entspräche, hätte ein Verstoß auf die Wirksamkeit der Beurkundung keinen Einfluss (BGH NJW 1960, 2336), führt also nicht zur Nichtigkeit des beurkundeten Rechtsgeschäfts. - BGH, 28.11.1962 - V ZR 142/60
Anspruch auf Bewilligung einer Löschung von Auflassungsvormerkungen - Nichtigkeit …
Denn bei den Vorschriften der §§ 24 Abs. 1 und 29 Abs. 1 Satz 1 DONot, gegen die der Notar durch sein Vorhalten verstoßen hat, handelt es sich, wie der Senat bereits mit Beschluß vom 6. Oktober 1960 (LM § 24 DONot Nr. 1 a WM 1960, 1231 = FamRZ 1960, 484 = NJW 1960, 2336 = MDR 1961, 41) entschieden hat (…vgl. auch bereits Urteil des Senats vom 22. Februar 1956, V ZR 114/54, BB 1956, 542 - DNotZ 1956, 643, 645 und weiter jetzt Seybold/Hornig, Bundesnotarordnung 4. Aufl. Vorbem. 2 vor § 1 und Anm. 1 zu § 25 DONot), lediglich um Dienstanweisungen, deren Verletzung die Gültigkeit der notariellen Amtshandlung nicht beeinträchtigt.
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