Rechtsprechung
| BVerwG, 17.03.1965 - VI C 121.62 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- OVG Nordrhein-Westfalen, 10.05.1962 - VIII A 1039/61
- BVerwG, 17.03.1965 - VI C 121.62
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (10)
- BVerwG, 24.08.1961 - II C 165.59
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 17.03.1965 - VI C 121.62
Auch kann sich der Kläger nicht auf Amtspflichtverletzung des Beklagten berufen, einmal, weil es sich hierbei um einen in das Revisionsverfahren neu eingeführten Klagegrund handelt, eine Klageänderung im Revisionsverfahren aber unzulässig ist (§ 142 VwGO), vor allem aber, weil der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung über diesen Klagegrund Art. 34 GG, also der Vorbehalt des Zivilrechtsweges entgegensteht (Urteile vom 24. August 1961 - BVerwG II C 165.59 - [BVerwGE 13, 17, 23 ff. [BVerwG 24.08.1961 - II C 365/59]] und vom 20. März 1963 - BVerwG VI C 59.60 - [Buchholz BVerwG 234, § 18 a G 131 Nr. 2 = RiA 1963 S. 204]).Der in Rede stehende rechtliche Gesichtspunkt ist einer von mehreren, im übrigen verwaltungsgerichtlich nachprüfbaren Rechtsgründen für den vorliegenden Klageanspruch, so daß eine Verweisung lediglich wegen des Gesichtspunktes des Schadensersatzes wegen Amtspflichtverletzung eine Teilverweisung darstellen würde, die unzulässig ist (Urteil vom 24. August 1961 - BVerwG II C 165.59 -).
- BGH, 06.11.1961 - III ZR 143/60
Amtsspflichtwidrige Streitwertfestsetzung
Auszug aus BVerwG, 17.03.1965 - VI C 121.62
Verschuldete unrichtige Rechtsanwendung wird nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu § 839 BGB grundsätzlich nicht angenommen bei unrichtiger Auslegung von unklaren und lückenhaften Gesetzen (RGZ 59, 381, 388), zumal wenn die Bestimmungen neu und die Zweifelsfragen höchstrichterlich noch ungeklärt sind (BGHZ 36, 144 [149]). - BVerwG, 03.12.1954 - II C 114.53
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 17.03.1965 - VI C 121.62
So wurde die erste Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. Dezember 1954 - BVerwG II C 114.53 - erst im Oktober 1955 veröffentlicht (ZBR 1955 S. 306; RiA 1955 S. 317; NJW 1955 S. 1771; JR 1955 S. 434; MDR 1955 S. 758), die auch im Falle des Klägers beachtliche sog. Alte-Kämpfer -Entscheidung vom 7. September 1956 - BVerwG II C 296.54 - erst im Dezember 1956 (DVBl. 1956 S. 835; NJW 1956 S. 1939; DÖV 1957 S. 240), die auch einschlägige Grundsatzentscheidung vom 9. Dezember 1955 - BVerwG II C 206.54 - zur Vermutung der Weiterwirkung der Beweggründe einer vorausgehenden Ernennung bei der Beförderung erst im April/Mai 1956 (NDBZ 1956 S. 89; DÖV 1956 S. 280; NJW 1956 S. 761; DVBl. 1956 S. 335) und die für den Fall des Klägers ebenfalls geltende Grundsatzentscheidung zur ersten Alternative des § 7 G 131 vom 15. Februar 1957 - BVerwG VI C 15.56 - mit Gründen erst im November 1957 (BVerwGE 4, 285; NJW 1957 S. 1774; DVBl. 1957 S. 794).
- BVerwG, 15.02.1957 - VI C 15.56
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Auszug aus BVerwG, 17.03.1965 - VI C 121.62
So wurde die erste Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. Dezember 1954 - BVerwG II C 114.53 - erst im Oktober 1955 veröffentlicht (ZBR 1955 S. 306; RiA 1955 S. 317; NJW 1955 S. 1771; JR 1955 S. 434; MDR 1955 S. 758), die auch im Falle des Klägers beachtliche sog. Alte-Kämpfer -Entscheidung vom 7. September 1956 - BVerwG II C 296.54 - erst im Dezember 1956 (DVBl. 1956 S. 835; NJW 1956 S. 1939; DÖV 1957 S. 240), die auch einschlägige Grundsatzentscheidung vom 9. Dezember 1955 - BVerwG II C 206.54 - zur Vermutung der Weiterwirkung der Beweggründe einer vorausgehenden Ernennung bei der Beförderung erst im April/Mai 1956 (NDBZ 1956 S. 89; DÖV 1956 S. 280; NJW 1956 S. 761; DVBl. 1956 S. 335) und die für den Fall des Klägers ebenfalls geltende Grundsatzentscheidung zur ersten Alternative des § 7 G 131 vom 15. Februar 1957 - BVerwG VI C 15.56 - mit Gründen erst im November 1957 (BVerwGE 4, 285; NJW 1957 S. 1774; DVBl. 1957 S. 794). - BVerwG, 20.03.1963 - VI C 169.60
Anspruch auf Wiedereinstellung eines entlassenen Beamten - Wiederverwendung im …
Auszug aus BVerwG, 17.03.1965 - VI C 121.62
Hierbei ist zunächst zu beachten, daß nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts die Fürsorgepflicht im Zusammenhang mit der Unterbringung von Unterbringungsteilnehmern nicht weiter als die Unterbringungspflicht nach dem Gesetz zu Art. 131 GG selbst geht und daß insoweit eine Verletzung der Fürsorgepflicht durch den Dienstherrn nur angenommen werden kann, wenn die Unterbringung ermessensfehlerhaft abgelehnt worden ist und bei rechtsfehlerfreier Ermessenshandhabung nur die begehrte Entscheidung hätte getroffen werden können, weil jede andere Entscheidung sachwidrig gewesen wäre (vgl. Urteil des Senats vom 20. März 1963 - BVerwG VI C 169.60 - [Buchholz BVerwG 232, § 79 BBG Nr. 6 = RIA 1963 S. 220]). - RG, 18.01.1905 - V 317/04
Grundschuldbrief auf den Inhaber
Auszug aus BVerwG, 17.03.1965 - VI C 121.62
Verschuldete unrichtige Rechtsanwendung wird nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu § 839 BGB grundsätzlich nicht angenommen bei unrichtiger Auslegung von unklaren und lückenhaften Gesetzen (RGZ 59, 381, 388), zumal wenn die Bestimmungen neu und die Zweifelsfragen höchstrichterlich noch ungeklärt sind (BGHZ 36, 144 [149]). - BVerwG, 09.12.1955 - II C 206.54
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So wurde die erste Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. Dezember 1954 - BVerwG II C 114.53 - erst im Oktober 1955 veröffentlicht (ZBR 1955 S. 306; RiA 1955 S. 317; NJW 1955 S. 1771; JR 1955 S. 434; MDR 1955 S. 758), die auch im Falle des Klägers beachtliche sog. Alte-Kämpfer -Entscheidung vom 7. September 1956 - BVerwG II C 296.54 - erst im Dezember 1956 (DVBl. 1956 S. 835; NJW 1956 S. 1939; DÖV 1957 S. 240), die auch einschlägige Grundsatzentscheidung vom 9. Dezember 1955 - BVerwG II C 206.54 - zur Vermutung der Weiterwirkung der Beweggründe einer vorausgehenden Ernennung bei der Beförderung erst im April/Mai 1956 (NDBZ 1956 S. 89; DÖV 1956 S. 280; NJW 1956 S. 761; DVBl. 1956 S. 335) und die für den Fall des Klägers ebenfalls geltende Grundsatzentscheidung zur ersten Alternative des § 7 G 131 vom 15. Februar 1957 - BVerwG VI C 15.56 - mit Gründen erst im November 1957 (BVerwGE 4, 285; NJW 1957 S. 1774; DVBl. 1957 S. 794). - BVerwG, 20.03.1963 - VI C 59.60
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Auszug aus BVerwG, 17.03.1965 - VI C 121.62
Auch kann sich der Kläger nicht auf Amtspflichtverletzung des Beklagten berufen, einmal, weil es sich hierbei um einen in das Revisionsverfahren neu eingeführten Klagegrund handelt, eine Klageänderung im Revisionsverfahren aber unzulässig ist (§ 142 VwGO), vor allem aber, weil der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung über diesen Klagegrund Art. 34 GG, also der Vorbehalt des Zivilrechtsweges entgegensteht (Urteile vom 24. August 1961 - BVerwG II C 165.59 - [BVerwGE 13, 17, 23 ff. [BVerwG 24.08.1961 - II C 365/59]] und vom 20. März 1963 - BVerwG VI C 59.60 - [Buchholz BVerwG 234, § 18 a G 131 Nr. 2 = RiA 1963 S. 204]). - BVerwG, 07.09.1956 - II C 296.54
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Auszug aus BVerwG, 17.03.1965 - VI C 121.62
So wurde die erste Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. Dezember 1954 - BVerwG II C 114.53 - erst im Oktober 1955 veröffentlicht (ZBR 1955 S. 306; RiA 1955 S. 317; NJW 1955 S. 1771; JR 1955 S. 434; MDR 1955 S. 758), die auch im Falle des Klägers beachtliche sog. Alte-Kämpfer -Entscheidung vom 7. September 1956 - BVerwG II C 296.54 - erst im Dezember 1956 (DVBl. 1956 S. 835; NJW 1956 S. 1939; DÖV 1957 S. 240), die auch einschlägige Grundsatzentscheidung vom 9. Dezember 1955 - BVerwG II C 206.54 - zur Vermutung der Weiterwirkung der Beweggründe einer vorausgehenden Ernennung bei der Beförderung erst im April/Mai 1956 (NDBZ 1956 S. 89; DÖV 1956 S. 280; NJW 1956 S. 761; DVBl. 1956 S. 335) und die für den Fall des Klägers ebenfalls geltende Grundsatzentscheidung zur ersten Alternative des § 7 G 131 vom 15. Februar 1957 - BVerwG VI C 15.56 - mit Gründen erst im November 1957 (BVerwGE 4, 285; NJW 1957 S. 1774; DVBl. 1957 S. 794). - BVerwG, 10.04.1959 - VI C 48.56
Auszug aus BVerwG, 17.03.1965 - VI C 121.62
Trifft aber den Beklagten nach alledem weder hinsichtlich des Erlasses seiner Entscheidung gemäß § 7 G 131 noch hinsichtlich der Aufrechterhaltung dieser Entscheidung bis zur Berufungsrücknahme ein Verschulden, dann kann wegen des damit entfallenden Schadensersatzanspruchs des Klägers wegen Für sorge Pflichtverletzung des Beklagten dahinstehen, ob dem Kläger etwa im Falle eines Verschuldens des Beklagten mit Rücksicht auf seinen jedenfalls hinsichtlich des Unterbringungszeitpunktes beachtlichen früheren politischen Status Schadensersatz wegen Nichtunterbringung in der strittigen Zeit zustände (vgl. das insoweit den früheren politischen Status für berücksichtigungsfähig haltende Urteil des Senats vom 10. April 1959 - BVerwG VI C 48.56 - [Buchholz BVerwG 234, § 11 G 131 Nr. 10]).
- BVerwG, 04.09.1970 - VI B 2.70 Begriff und Bedeutung eines Rechtsanwendungsverschuldens sind bereits in zahlreichen Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts geklärt (so Urteile vom 7. Juni 1962 [BVerwGE 14, 222 [230]]vom 17. März 1965 - BVerwG VI C 121.62 -, vom 28. Juni 1968 - BVerwG VI C 103.65 -, vom 15. Januar 1969 - BVerwG VI C 45.67 - mit weiteren Nachweisen undvom 2. Dezember 1969 - BVerwG VI C 107.65 -).
- BVerwG, 02.12.1969 - VI C 107.65
Prüfungsmaßstab von Beamten bei der Anwendung eines neuen Gesetzes - …
Mit dieser Auffassung stimmt die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts im wesentlichen überein (vgl. u.a. Urteile vom 7. Juni 1962 [BVerwGE 14, 222, 230 [BVerwG 07.06.1962 - II C 15/60]], vom 17. März 1965 - BVerwG VI C 121.62 - und vom 15. Januar 1969 - BVerwG VI C 45.67 - mit weiteren Nachweisen; zu den engen Grenzen, die insbesondere der Annahme einer schuldhaften Verletzung der Fürsorgepflicht im Zusammenhang mit der Frage der Rechtsgleichheit der Wiederverwendung gezogen sind, vgl. auch Urteil vom 3. Februar 1965 - BVerwG VI C 40.63 -). - BVerwG, 15.01.1969 - VI C 45.67
Antrag eines Beamten auf Gewährung einer Stellenzulage gemäß § 21 Abs. 2 des …
Wie die Beamtensenate des Bundesverwaltungsgerichts wiederholt entschieden haben, ist ein Rechtsanwendungsverschulden im Rahmen der Fürsorgepflicht offensichtlich dann nicht gegeben, wenn es sich um die Anwendung einer neuen Vorschrift handelt, deren Inhalt zweifelhaft sein kann und durch die höchstrichterliche Rechtsprechung noch nicht klargestellt ist, auch wenn sich die von der Verwaltung vertretene Rechtsauffassung in einem späteren Gerichtsverfahren, als unrichtig erweisen sollte (vgl. BVerwGE 14, 222 [229-231]; Urteile vom 3. Februar 1965 - BVerwG VI C 40.63 -, vom 17. März 1965 - BVerwG VI C 121.62 -, vom 14. Dezember 1966 - BVerwG VI C 86.63 - [Buchholz BVerwG 237.2, § 87 LBG. - BVerwG, 07.04.1977 - 6 B 47.76
Rechtsmittel
Im Urteil vom 17. März 1965 - BVerwG VI C 121.62 - ist ausgeführt, verschuldete unrichtige Rechtsanwendung werde nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu § 839 BGB grundsätzlich nicht angenommen bei unrichtiger Auslegung von unklaren und lückenhaften Vorschriften (RGZ 59, 381, 388), zumal wenn die Bestimmungen neu und die Zweifelsfragen höchstrichterlich noch ungeklärt seien (BGHZ 36, 144, 149) [BGH 06.12.1961 - III ZR 143/60]; es seien bei der Prüfung der Verschuldensfrage lediglich diejenigen Anforderungen zugrunde zu legen, die an einen pflichtgetreuen durchschnittlichen Beamten zu stellen seien.
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