Rechtsprechung
| BVerwG, 25.01.1961 - VI C 334.57 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
BBG § 48; DBG §§ 53, 132
Verfahrensgang
- BVerwG, 31.10.1957 - VI C 334.57
- BVerwG, 25.01.1961 - VI C 334.57
Papierfundstellen
- BVerwGE 11, 344
- MDR 1961, 711
Wird zitiert von ... (14)
- VG Braunschweig, 06.11.2024 - 7 A 285/20
Beamtenrechtliches Gnadengesuch; Bindungswirkung Strafurteil; Nicht-Urteil; …
Selbst wenn § 43 Satz 1 Nr. 1 NBG a. F. nicht selbst Ausdruck eines hergebrachten Grundsatzes des Berufsbeamtentums sein sollte, bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Vorschrift (vgl. BVerwG…, Beschluss vom 30.4.1980 - BVerwG 2 B 35.80 -, juris Rn. 5; Urteil vom 28.9.1961 - BVerwG II C 163.59 -, BVerwGE 13, 85 ; Urteil vom 25.1.1961 - BVerwG VI C 334.57 -, BVerwGE 11, 344 ; BGH…, Urteil vom 13.5.1957, a. a. O.;… Battis, BBG, 4. Aufl. 2009, § 41 Rn. 2;… Plog/Wiedow, BBG, Band 1, § 48 BBG Rn. 2 ).Jedoch wird die Verfassungsmäßigkeit im Ergebnis zu Recht dennoch bejaht (etwa BGHZ 24, 23 = NJW 1957, 785; BVerwGE 11, 344 = BeckRS 1961, 103499).
Die dienstrechtliche Prüfung beschränkt sich daher wegen der gesetzlichen Akzessorietät darauf, ob das Strafgericht den Beamten nach den Gründen seines Urteils wegen einer vorsätzlich begangenen Tat verurteilt hat, ob die Verurteilung nach dem Strafausspruch auf mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe lautet und ob das Urteil rechtskräftig ist (vgl. BVerwG, Urt. v. 25.01.1961 - VI C 334.57 -, BVerwGE 11, 344 f.;… Urt. v. 29.12.1969 - VI C 4.65 -, BVerwGE 34, 353 (355?f.);… Urt. v. 12.10.1989 - 2 C 51.88 -, juris Rn 14).
Der Dienstherr und die Gerichte dürfen insbesondere nicht prüfen, ob die Verurteilung zu Recht erfolgt ist, die Strafzumessung korrekt ist oder sonstige Fehler - wie etwa der behauptete Protokollierungsfehler - aufgetreten sind (vgl. BVerwG, Urt. v. 25.01.1961 - VI C 334.57 -, BVerwGE 11, 345;… v. Roetteken, in: v. Roetteken/Rothländer, Beamtenstatusgesetz, 36. Aktualisierung, Juni 2024, § 24, Rn. 43).
- BVerwG, 29.12.1969 - VI C 4.65
Rechtsmittel
Nach BVerwGE 11, 344 habe sich die gerichtliche Nachprüfung, ob das Beamtenverhältnis gemäß § 53 DBG (jetzt § 48 BBG) beendet sei, auf drei Punkte zu beschränken, nämlich ob eine vorsätzlich begangene Tat vorliege, ob die Strafe mindestens ein Jahr Gefängnis betrage und ob das Strafurteil rechtskräftig geworden sei.Zutreffend geht das Verwaltungsgericht davon aus, daß sich die verwaltungsgerichtliche Prüfling, ob das Beamtenverhältnis gemäß § 48 Satz 1 Nr. 2 BBG (F. 1957) beendet ist, darauf zu beschränken hat, ob das Strafgericht den Beamten nach den Gründen seines Urteils wegen einer vorsätzlich begangenen Tat verurteilt hat, ob die Verurteilung nach dem Strafausspruch auf mindestens ein Jahr Gefängis lautet und ob das Urteil rechtskräftig ist (so BVerwGE 11, 344 [345] zu der dem § 48 BBG vorangegangenen insoweit inhaltsgleichen Vorschrift des § 53 DBG).
- OVG Niedersachsen, 13.12.2012 - 5 PA 265/12
Vereinbarkeit von § 43 Satz 1 Nr. 1 NBG a. F. (jetzt § 24 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 …
Rn. 10 Selbst wenn § 43 Satz 1 Nr. 1 NBG a. F. nicht selbst Ausdruck eines hergebrachten Grundsatzes des Berufsbeamtentums sein sollte, bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Vorschrift (vgl. BVerwG…, Beschluss vom 30.4.1980 - BVerwG 2 B 35.80 -, juris Rn. 5; Urteil vom 28.9.1961 - BVerwG II C 163.59 -, BVerwGE 13, 85 ; Urteil vom 25.1.1961 - BVerwG VI C 334.57 -, BVerwGE 11, 344 ; BGH…, Urteil vom 13.5.1957, a. a. O.;… Battis, BBG, 4. Aufl. 2009, § 41 Rn. 2;… Plog/Wiedow, BBG, Band 1, § 48 BBG Rn. 2 ).
- BVerwG, 12.10.1989 - 2 C 51.88
Beamtenverhältnis - Beendigung - Straftat - Fahrlässigkeit - Vorsatz - …
Die verwaltungsgerichtliche Prüfung hat sich hier darauf zu beschränken, ob das Strafgericht den Beamten nach den Gründen seines Urteils wegen einer vorsätzlich begangenen Tat verurteilt hat, ob die Verurteilung nach dem Strafausspruch auf mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe lautet und ob das Urteil rechtskräftig ist (vgl. BVerwGE 11, 344 f.; 34, 353 ). - VG Greifswald, 28.10.2025 - 6 A 101/25
Entlassung aus dem Beamtenverhältnis nach Strafverurteilung; Klage gegen …
Anders als der Kläger meint, bedarf die Rechtsfolge des Verlusts der Beamtenrechte nach § 24 Gesetz zur Regelung des Statusrechts der Beamtinnen und Beamten in den Ländern (BeamtStG) keines Bescheides, sondern folgt unmittelbar aus dem Gesetz mit Vorliegen der Tatbestandsvoraussetzungen der Norm (vgl. statt aller BVerwG, Urteile vom 25. Januar 1961 - VI C 334.57 -, VerwRspr 1962, 45 f.; vom 29. Dezember 1969 - VI C 4.46 -, VerwRspr 1970, 657, 658; vom 12. Oktober 1989 - 2 C 51.88 -, NJW 1990, 1865; OVG Lüneburg, Beschluss vom 13. Dezember 2012 - 5 PA 265/12 -, juris; OVG Saarlouis, Beschluss vom 6. Oktober 2016 - 1 B 227/16 -, NVwZ-RR 2017, 338 ff. m.w.N.).Die Wirkung der Beendigung tritt kraft Gesetz ein, eines irgend gearteten Vollzugsaktes bedarf es nicht (vgl. BVerwG, Urteile vom 25. Januar 1961 - VI C 334.57 -, VerwRspr 1962, 45 f.; vom 29. Dezember 1969 - VI C 4.46 -, VerwRspr 1970, 657, 658; vom 12. Oktober 1989 - 2 C 51.88 -, NJW 1990, 1865; OVG Lüneburg, Beschluss vom 13. Dezember 2012 - 5 PA 265/12 -, juris; OVG Saarlouis, Beschluss vom 6. Oktober 2016 - 1 B 227/16 -, NVwZ-RR 2017, 338 ff.).
- VG München, 29.04.2014 - M 5 K 13.4100
Finanzbeamter; Strafgerichtliche Verurteilung; Beendigung des …
Die verwaltungsgerichtliche Prüfung hat sich hierbei darauf zu beschränken, ob das Strafgericht den Beamten nach den Gründen seines Urteils wegen einer vorsätzlich begangenen Tat verurteilt hat, ob die Verurteilung nach dem Strafausspruch auf mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe lautet und ob das Urteil rechtskräftig ist (BVerwG, U.v. 12.10.1989 - 2 C 51.88 - BVerwGE 84, 1 bis 3; BVerwG, U.v. 29.12.1969 a.a.O., BVerwG, U.v. 25.1.1961 - VI C 334.57 - BVerwGE 11, 344 bis 350). - VG Hamburg, 24.06.2010 - 4 K 152/09
Widerruf waffenrechtlicher Erlaubnisse nach rechtskräftiger Verurteilung wegen …
Ebenso begegnet der zwingende Verlust des Beamtenstatus wegen rechtskräftiger strafrechtlicher Verurteilung keinen verfassungsrechtlichen Bedenken (BVerwG, Urt. v. 25.1.1961, BVerwGE 11, 344;… Urt. v. 29.12.1969, BVerwGE 34, 353;… Urt. v. 1.8.1979, 1 D 80/78, juris;… Urt. v. 12.10.1989, BVerwGE 84, 1). - BVerwG, 28.09.1961 - II C 163.59
Rechtsmittel
Diese Auffassung hat übrigens unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 24, 230) bereits der VI. Senat des Bundesverwaltungsgerichts in einem Urteil vom 25. Januar 1961 (BVerwGE 11, 344 ff.) zu der Vorschrift des § 53 DBG vertreten, die im Wortlaut mit § 53 LBG übereinstimmt. - VG Münster, 27.02.2009 - 20 K 1556/07
Disziplinarrecht Einseitige Erledigung Feststellung
Rn. 23 So die allgemeine Ansicht, vgl. bereits BVerwGE 11, 344, 349/350 zur entspr. - BVerwG, 26.11.1973 - VI C 161.73
Beamtenrechtliche Folgen einer strafgerichtlichen Verurteilung - Nebenfolgen …
Der Dienstherr (ebenso der Beamte) ist im Rahmen des Beamtenrechts an die strafgerichtliche Entscheidung gebunden und hat die beamtenrechtlichen Folgen dieser Entscheidung hinzunehmen, ohne befugt zu sein, die materielle Richtigkeit der strafgerichtlichen Entscheidung zu überprüfen (vgl. Urteil vom 25. Januar 1961 - BVerwG VI C 334.57 -). - BVerwG, 10.12.1965 - VI C 192.62
Zugehörigkeit zum Personenkreis des Gesetzes zu Art. 131 GG - Entlassung eines …
- VG Düsseldorf, 05.04.2024 - 15 K 7300/22
- BVerwG, 10.12.1965 - VI C 188.62
Voraussetzung des Amtsverlustes in Zusammenhang mit dem Zusammenbruch und den …
- BVerwG, 05.10.1961 - VI C 47.59
Rechtsmittel
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Rechtsprechung
| BVerwG, 31.10.1957 - VI C 334.57 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
Verfahrensgang
- BVerwG, 31.10.1957 - VI C 334.57
- BVerwG, 25.01.1961 - VI C 334.57
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (2)
- BVerwG, 11.12.1953 - II B 18.53
Zuständigkeit für Aussetzung der Vollziehung im Revisionsverfahren und im …
Auszug aus BVerwG, 31.10.1957 - VI C 334.57
Daß das Bundesverwaltungsgericht auch als Revisionsgericht die sofortige Vollziehung einer behördlichen Verfügung aussetzen kann, ist nicht zweifelhaft (vgl. hierzu den Beschluß des II. Senats vom 11. Dezember 1953 - BVerwG II B 18.53 - BVerwGE 1, 45). - BVerwG, 08.09.1953 - I A 18.53
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 31.10.1957 - VI C 334.57
Wird es weiterhin in Anbetracht des in Art. 19 Abs. 4 GG gewährleisteten Rechtsschutzes als ein Gebot des öffentlichen Interesses angesehen, eine gesetzwidrig angeordnete sofortige Vollziehung aufzuheben (vgl. hierzu den Beschluß des I. Senats vom 8. September 1953 - BVerwG I A 18.53 - BVerwGE 1, 11), so käme es darauf an, ob der Beklagte die sofortige Vollziehung gemäß § 53 des preuß.
- BVerwG, 21.03.1958 - VI C 429.56
Rechtsmittel
Die Aussetzung der Vollziehung würde, wie der Senat im Beschluß vom 31. Oktober 1957 - BVerwG VI C 334.57 - näher dargelegt hat, nicht im öffentlichen Interesse liegen, wenn die Klage offensichtlich erfolglos bleiben müßte. - BVerwG, 06.12.1958 - VI C 180.58
Rechtsmittel
Der Gedanke, die öffentlichen Kassen im Falle einer endgültigen Klageabweisung vor Verlusten durch nicht wiedereinbringliche Zahlungen zu schützen, verdient dabei zwar stets Beachtung; ihm steht aber das Interesse des Versorgungsberechtigten daran gegenüber, daß seine Wirtschaftliche Lage, nicht in einem unvertretbaren Maße absinkt und daß ihm bis zur Entscheidung in der Hauptsache eine ausreichende, über dem Existenzminimum liegende Versorgung verbleibt (Beschlüsse vom 31. Oktober 1957 - VI C 334.57 - und vom 13. Februar 1958 - VI 0 379.57 -). - BVerwG, 31.10.1958 - VI C 203.58
Aussetzung der Vollziehung - Berufung in das Beamtenverhältnis und Ernennung zum …
Der Aussetzung der Vollziehung widerstreitet, wie der Senat im Beschluß vom 31. Oktober 1957 - BVerwG VI C 334.57 - näher dargelegt hat, das öffentliche Interesse, wenn die Klage offensichtlich erfolglos bleiben müßte.
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