Rechtsprechung
| BFH, 30.06.1967 - VI R 248/66 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Verletzung der Sorgfaltspflicht durch einen Steuerberater
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 69, 330
- BFHE 89, 330
- DB 1967, 1793
- BStBl III 1967, 613
Wird zitiert von ... (19) Zitiert selbst (5)
- BFH, 22.04.1966 - III 46/62
Auszug aus BFH, 30.06.1967 - VI R 248/66
Er verletzt seine eigene Sorgfaltspflicht, wenn er die Prüfung und die Berechnung der Frist einem - wenn auch gut geschulten - Personal überläßt (BFH-Urteile II 168/61 vom 31. Oktober 1963, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1964 S. 94, Steuerrechtsprechung in Karteiform, Reichsabgabenordnung, § 86, Rechtsspruch 114, und III 46/62 vom 22. April 1966, BFH 86, 219). - BFH, 27.01.1967 - VI R 155/66
Verschuldenszurechnung im steuergerichtlichen Verfahren
Auszug aus BFH, 30.06.1967 - VI R 248/66
Ist die Frist durch den Prozeßbevollmächtigten versäumt, so muß sich dies der Stpfl. als eigenes Verschulden zurechnen lassen (Beschluß des Senats VI R 155/66 vom 27. Januar 1967, BFH 88, 106, BStBl III 1967, 290). - BFH, 20.09.1966 - VI R 201/66
Auszug aus BFH, 30.06.1967 - VI R 248/66
Die Revisionsbegründungsfrist kann bereits mit der Einlegungsfrist zusammen bestimmt werden, da sie unabhängig von dem Tag der Revisionseinlegung stets zwei Monate nach Zugang des FG-Urteils endet, es sei denn, daß die Frist zur Begründung der Revision vom Senatsvorsitzenden auf Antrag verlängert wird (§ 120 Abs. 1 FGO; Beschluß des Senats VI R 201/66 vom 20. September 1966, BFH 86, 813, BStBl III 1967, 4). - BFH, 12.10.1962 - VI 195/61 U
Frist für Antrag auf Nachsichtgewährung eines Steuerpflichtigen bei Erhalt eines …
Auszug aus BFH, 30.06.1967 - VI R 248/66
Weggefallen ist das Hindernis, sobald der Prozeßbevollmächtigte von der Fristversäumnis hätte erfahren können, d.h. wenn ihm bei ordnungsmäßiger Erledigung erstmals Zweifel an der Fristwahrung hätten kommen müssen (vgl. Urteile des Reichsfinanzhofs - RFH - III A 133/36 vom 8. Januar 1937, RStBl 1937, 331; VI A 83/29 vom 6. März 1929 Steuer und Wirtschaft 1929 Nr. 481; BFH-Urteil VI 195/61 U vom 12. Oktober 1962, Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Bd. 76 S. 291 - BFH 76, 291 -, BStBl III 1963, 103; Tipke-Kruse, Reichsabgabenordnung, 2 Aufl., § 86 AO Anm. 23). - BFH, 28.07.1961 - III 455/59 U
Regelungen für die Versäumung von Rechtsmittelfristen
Auszug aus BFH, 30.06.1967 - VI R 248/66
Wenn sie diese Aufgaben einem fachlich vorgebildeten Angestellten übertragen, so müssen sie ein Versehen des Mitarbeiters als eigenes Verschulden gegen sich gelten lassen (vgl. auch BFH-Urteil III 455/59 U vom 28. Juli 1961, BFH 73, 499, BStBl III 1961, 447).
- BFH, 16.12.1988 - III R 13/85
Finanzgerichtsverfassung - Wiedereinsetzung
a) Das Hindernis für die Einhaltung einer gesetzlichen Frist fällt weg, sobald die Partei oder ihr Prozeßbevollmächtigter erkannt hat oder bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt hätte erkennen können und müssen, daß die Frist versäumt ist (vgl. BFH-Urteil vom 18. Mai 1966 II 110/63, BFHE 86, 257, BStBl III 1966, 561; Beschluß vom 30. Juni 1967 VI R 248/66, BFHE 89, 330, BStBl III 1967, 613; Beschluß des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 12. Juli 1979 VII ZB 7/79, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR - 1980, 205; BGH-Urteil vom 21. März 1980 V ZR 128/79, Versicherungsrecht - VersR - 1980, 678, und BGH-Beschluß vom 29. Juni 1982 VI ZB 6/82, VersR 1982, 971;… vgl. auch Gräber/Koch, Finanzgerichtsordnung, 2. Aufl., § 56 Anm. 41;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, Zivilprozeßordnung, 45. Aufl., § 234 Anm. 2). - BFH, 11.12.1968 - VII B 17/68
Prozeßbevollmächtigter - Schuldhaftes Handeln - Fristberechnung - Übertragung auf …
Der Prozeßbevollmächtigte handelt nicht schuldhaft, wenn er die Berechnung der einfachen und seinem Büro geläufigen Fristen gut ausgebildeten und sorgfältig überwachten Angestellten überträgt (Abweichung vom Urteil des III. Senats III 46/62 vom 22. April 1966, BFH 86, 219, und vom Beschluß des VI. Senats VI R 248/66 vom 30. Juni 1967, BFH 89, 330, BStBl III 1967, 613).Demgegenüber haben der I., III. und VI. Senat des BFH bisher daran festgehalten, daß der Prozeßbevollmächtigte die Fristberechnung selbst vornehmen müsse (Beschluß I R 100/67 vom 29. November 1967 -- nicht veröffentlicht --; Urteil III 46/62 vom 22. April 1966, BFH 86, 219; Beschluß VI R 248/66 vom 30. Juni 1967, BFH 89, 330, BStBl III 1967, 613).
- BFH, 12.06.2009 - II B 166/08
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Zeitpunkt des "Wegfalls des Hindernisses" …
Liegen jedoch Umstände vor, die ihn zweifeln lassen, ob die Rechtsmittelfrist eingehalten worden ist, oder hätten ihm aufgrund solcher Umstände Zweifel kommen müssen, beginnt die Antragsfrist spätestens in dem Zeitpunkt, in dem er durch Nachfrage Gewissheit über die Rechtzeitigkeit des Rechtsmittels hätte erlangen können (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Januar 1991 1 BvR 1435/89, Neue Juristische Wochenschrift 1992, 38; BFH-Entscheidungen vom 30. Juni 1967 VI R 248/66, BFHE 89, 330, BStBl III 1967, 613;… vom 20. Dezember 2000 I B 116/00, BFH/NV 2001, 481).
- LSG Berlin, 05.07.2000 - L 9 KR 88/99 Das Hindernis im Sinne der Vorschriften über die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand ist erst an dem Tag weggefallen, an dem der Vertreter die Versäumung der Antrags- und Meldefrist erkannte oder bei Anwendung der erforderlichen Sorgfalt hätte erkennen können (ständige Rechtsprechung der Obersten Gerichte vgl.: BGH VersR 1987, 560 bis 561 m.w.N.; BFHE 89, 330 m.w.N.; BFH Urteil vom 7. Februar 1991 - IX B 147/90 - nicht amtlich veröffentlicht; BFH Urteil vom 9. Juli 1992 - V R 62/91 - BFH/NV 1993, 251; BSG SozR Nr. 38 zu § 67 SGG, BSG Urteil vom 26. Oktober 1989 - 12 RK 10/88 - Fundstelle Register-nr.
- FG Berlin-Brandenburg, 09.12.2009 - 2 K 2122/09
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Adressierung der Klageschrift an das …
Das Hindernis für die Einhaltung einer gesetzlichen Frist fällt weg, sobald die Partei oder ihr Prozessbevollmächtigter erkannt hat oder bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt hätte erkennen können und müssen, dass die Frist versäumt ist (vgl. BFH-Urteil vom 18.5.1966 II 110/63, BStBl III 1966, 561; Beschluss vom 30.6.1967 VI R 248/66, BStBl III 1967, 613; Beschluss des BGH vom 12.7.1979 VII ZB 7/79, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR - 1980, 205; BGH-Urteil vom 21.3.1980 V ZR 128/79, VersR 1980, 678, und BGH-Beschluss vom 29.6.1982 VI ZB 6/82, VersR 1982, 971;… vgl. auch Gräber/Koch, Finanzgerichtsordnung , 6. Aufl., § 56 Anm. 24). - BFH, 09.07.1992 - V R 62/91
Anforderungen an das Vorliegen eines sogenanten "Büroversehens" als Voraussetzung …
Voraussetzung hierfür ist allerdings, daß der Prozeßbevollmächtigte alle Vorkehrungen dafür getroffen hat, die nach vernünftigem Ermessen die Nichtbeachtung von Fristen auszuschließen geeignet sind, und daß er durch regelmäßige Belehrung und Überwachung seiner Bürokräfte für die Einhaltung seiner Anordnungen Sorge trägt (BFH-Beschlüsse vom 30. Juni 1967 VI R 248/66, BFHE 89, 330, BStBl III 1967, 613;… vom 13. November 1989 III B 107/88, BFH/NV 1990, 649, m.w.N.). - BFH, 02.12.1988 - X R 92/88
Revisionsfrist - Wahrung - Revision - Einlegung beim BFH - Wiedereinsetzung in …
Weggefallen ist das Hindernis, sobald der Kläger bzw. bei Vertretung durch einen Prozeßbevollmächtigten dieser von der Versäumung der Frist Kenntnis erlangt hat oder hätte erlangen müssen (BFH-Beschluß vom 30. Juni 1967 VI R 248/66, BFHE 89, 330, BStBl III 1967, 613). - BFH, 13.11.1989 - III B 107/88
Zulässigkeitsvoraussetzungen der Nichtzulassungsbeschwerde
Voraussetzung hierfür ist allerdings, daß der Prozeßbevollmächtigte alle Vorkehrungen dafür trifft, die nach vernünftigem Ermessen die Nichtbeachtung von Fristen auszuschließen geeignet sind, und daß er durch regelmäßige Belehrung und Überwachung seiner Bürokräfte für die Einhaltung seiner Anordnungen Sorge trägt (BFH-Beschlüsse vom 30. Juni 1967 VI R 248/66, BFHE 89, 330, BStBl III 1967, 613, und vom 23. Oktober 1985 II R 69/85, BFH /NV 1986, 740). - BFH, 10.08.1994 - IX B 148/93
Anforderungen an die Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision
Sie legen nicht dar, welche Vorkehrungen ihr Prozeßbevollmächtigter getroffen hatte, um die Nichtbeachtung von Fristen auszuschließen (vgl. BFH-Beschlüsse vom 30. Juni 1967 VI R 248/66, BFHE 89, 330, BStBl III 1967, 613, …und vom 9. Juli 1992 V R 62/91, BFH/NV 1993, 251). - FG Hamburg, 27.01.2025 - 6 K 87/23
Unzulässigkeit einer nach Ablauf der Klagefrist eingegangenen Klage - …
Die Verhinderung entfällt nicht stets erst, wenn dem Beteiligten die Fristversäumnis positiv bekannt ist, sondern bereits dann, wenn der Betroffene von der Fristversäumnis hätte erfahren können, d.h. wenn ihm bei ordnungsgemäßer Erledigung erstmals Zweifel an der Fristwahrung hätten kommen können (BFH, Urteil vom 1. Oktober 1992, IV R 34/90, BStBl. II 1993, 259; Beschluss vom 30. Juni 1967, VI R 248/66, BStBl. III 1967, 613). - BFH, 07.11.1991 - XI B 81/91
Auswirkung einer Anlaufeinschränkung bei der Gewährung von Prozesskostenhilfe
- BFH, 07.10.1991 - XI B 37/91
- BFH, 25.05.1988 - IV R 98/87
Nichtzulassung der Revision wegen Nichteinhaltung der Begründungsfrist
- BFH, 04.08.1970 - II R 48/70
Revisionsbegründungsfrist - Antrag auf Verlängerung - Fristablauf
- BFH, 20.10.1988 - IX R 244/84
Anforderungen an fristgerechte Begründung der Revision
- BFH, 27.08.1985 - III S 11/85
Anforderungen an die rechtzeitige Beantragung auf Wiedereinsetzung in den vorigen …
- BFH, 02.08.1968 - VI R 95/66
Bevollmächtigter - Rechtsmittelfrist - Sorgfaltspflicht - Ordnungsgemäße …
- BFH, 09.12.1981 - I R 127/81
- BFH, 23.03.1984 - VI R 145/82
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