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| BGH, 10.12.1974 - VI ZR 105/73 |
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Verzicht auf die Einrede der Verjährung - Verjährungseinrede
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ZPO § 261b Abs. 3 (a.F.)
Rechtsfolgen des Verzichts auf die Einrede der Verjährung
Papierfundstellen
- VersR 1975, 373
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (11)
- BGH, 25.02.1971 - VII ZR 181/69
Zustellungszeitpunkt - Fristverlängerung
Auszug aus BGH, 10.12.1974 - VI ZR 105/73
Er hebliche schuldhafte Verzögerungen der Kläger zu 2) bis 4) oder ihrer Prozeßbevollmächtigten, die der Annahme der ''demnächstigen" Zustellung entgegenständen (vgl. BGH ürt. v. 23. Februar 1971 - VII ZR 181/69 - LM ZPO § 693 Nr. 4 = NJW 1971, 891), sind nicht erkennbar. - BGH, 26.09.1957 - II ZR 267/56
Konnossement
Auszug aus BGH, 10.12.1974 - VI ZR 105/73
Sofern eine solche Verzögerung nicht von den Klägern zu vertreten ist, kann sie auch nach längerem Zeitablauf noch die Rückwirkung nach § 261 b Abs. 3 ZPO auslösen, wenn die Gegenpartei dadurch nicht unbillig belastet wird (vgl. BGHZ 25, 250, 255, wo es sich um eine durch diplomatische Zustellung in Südamerika bedingte Verzögerung von 10 Monaten handelte). - BGH, 16.12.1959 - IV ZR 103/59
Ehelichkeitsanfechtung
Auszug aus BGH, 10.12.1974 - VI ZR 105/73
Diese Vorschrift will durch die Fristwahrung den Kläger vor Nachteilen schützen, die ohne sein Zutun eintreten; es soll durch die Rückbeziehung vermieden werden, daß ihm durch Verzögerungen innerhalb des gerichtlichen Geschäftsbetriebes Nachteile entstehen, die er selbst bei gewissenhaftester Prozeßführung nicht vermeiden kann, weil die Zustellung von Amts wegen erfolgt, daher seinem Einfluß entzogen ist (s. BGHZ 31, 342, 346; Senatsurt. v. 12. Oktober 1971 - VI ZR 59/70 = LM ZPO § 261 b Nr. 16 m.w.Nachw.).
- BGH, 26.03.1974 - VI ZR 217/72
Einrede der Verjährung - Verzicht - Bestimmte Frist
Auszug aus BGH, 10.12.1974 - VI ZR 105/73
a) Wie der Senat im Urteil vom 26.März 1974 (VI ZR 217/72 = VersR 1974, 862) inzwischen entschieden hat, ist § 261 b Abs. 3 ZPO sinngemäß anzuwenden, wenn der Schuldner gegenüber dem Gläubiger auf die Erhebung der Einrede der Verjährung bis zum Ablauf einer bestimmten Frist verzichtet hat. - BGH, 03.11.1967 - VI ZR 90/66
Anforderungen an den Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug
Auszug aus BGH, 10.12.1974 - VI ZR 105/73
daß das Fahrzeug des L. unter erheblicher Verkürzung des eigentlichen Bremsweges zum Stehen kam, worauf sich ein Kraftfahrer bei Bemessung des "normalen" Sicherheitsabstandes in aller Regel nicht einzurichten braucht (s. Senatsurt. v. 3. November 1967 - VI ZR 90/66 - VersR 1968, 51). - BGH, 12.10.1971 - VI ZR 59/70
Kläger - Nachlässigkeiten - Rückbeziehung - Hindernis - Letzter Tag - Zustellung …
Auszug aus BGH, 10.12.1974 - VI ZR 105/73
Diese Vorschrift will durch die Fristwahrung den Kläger vor Nachteilen schützen, die ohne sein Zutun eintreten; es soll durch die Rückbeziehung vermieden werden, daß ihm durch Verzögerungen innerhalb des gerichtlichen Geschäftsbetriebes Nachteile entstehen, die er selbst bei gewissenhaftester Prozeßführung nicht vermeiden kann, weil die Zustellung von Amts wegen erfolgt, daher seinem Einfluß entzogen ist (s. BGHZ 31, 342, 346; Senatsurt. v. 12. Oktober 1971 - VI ZR 59/70 = LM ZPO § 261 b Nr. 16 m.w.Nachw.). - BGH, 26.06.1962 - VI ZR 140/61
Verzicht auf Einrede der Verjährung nach Ablauf der Verjährungsfrist
Auszug aus BGH, 10.12.1974 - VI ZR 105/73
Waren aber die aus unerlaubter Handlung geltend gemachten Ansprüche im Zeitpunkt des Schreibens des Haftpflichtversicherers des Beklagten vom 20. Dezember 1963 bereits verjährt, so konnten indes die Parteien (und der Haftpflichtversicherer des Beklagten) nachträglich rechtswirksam einen Verzicht auf Erhebung der Verjährungseinrede vereinbaren (RGZ 78, 130) und zwar auch in der Form, daß der Verzicht nur für einen gewissen Zeitraum (hier bis zum 31. Januar 1969) erklärt wird (s.Senatsurt. v.26. Juni 1962 - VI ZR 140/61 = VersR 1962, 809, 810). - RG, 02.01.1912 - II 358/11
1. Ist ein in Kenntnis der Verjährung formlos erklärter Verzicht auf die …
Auszug aus BGH, 10.12.1974 - VI ZR 105/73
Waren aber die aus unerlaubter Handlung geltend gemachten Ansprüche im Zeitpunkt des Schreibens des Haftpflichtversicherers des Beklagten vom 20. Dezember 1963 bereits verjährt, so konnten indes die Parteien (und der Haftpflichtversicherer des Beklagten) nachträglich rechtswirksam einen Verzicht auf Erhebung der Verjährungseinrede vereinbaren (RGZ 78, 130) und zwar auch in der Form, daß der Verzicht nur für einen gewissen Zeitraum (hier bis zum 31. Januar 1969) erklärt wird (s.Senatsurt. v.26. Juni 1962 - VI ZR 140/61 = VersR 1962, 809, 810). - BGH, 23.05.1966 - II ZR 23/64
Rückwirkung der alsbald erfolgten Zustellung; Einzahlung der Gerichtskosten
Auszug aus BGH, 10.12.1974 - VI ZR 105/73
Die Kläger durften die Anforderung des Gebührenvorschusses abwarten (BGH Urt. v. 23. Mai 1966 - II ZR 23/64 = VersR 1966, 675, 676). - BGH, 11.03.1969 - VI ZR 273/67
Haftungsverteilung bei Kollision eines PKW mit einem einen Unfall aufnehmenden …
Auszug aus BGH, 10.12.1974 - VI ZR 105/73
Bei einer erkennbaren Unfallstelle gebietet ihm die pflichtgemäße Sorgfalt, äußerste Vorsicht anzuwenden und die Geschwindigkeit so einzurichten, daß er sein Fahrzeug auf kürzeste Entfernung zum Halten bringen kann (s. Senatsurt. v. 11. März 1969 - VI ZR 273/67 = VersR 1969, 570). - BGH, 03.03.1966 - III ZR 12/65
Haftungsverteilung bei Auffahren auf eine Kehrmaschine auf der Autobahn
- BGH, 09.12.1986 - VI ZR 138/85
Pflichten des Kraftfahrers auf einer Autobahn; Abstand zu einem vorausfahrenden …
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes braucht der Kraftfahrer sich bei der Bemessung des normalen Sicherheitsabstandes in aller Regel nicht darauf einzurichten, daß der normale Bremsweg eines anderen Fahrzeugs außergewöhnlich verkürzt wird (BGH Urteile vom 3. November 1967 - VI ZR 90/66 - VersR 1968, 51 für eine Bundesstraße und vom 10. Dezember 1974 - VI ZR 105/73 - VersR 1975, 373, 374 - beide für Begegnungsunfälle). - BGH, 11.12.1984 - VI ZR 218/83
Anderweitige Ersatzmöglichkeit; Erfolgsaussichten eines einzulegenden …
Die Abwägung der Verursachungsanteile ist grundsätzlich Sache des Tatrichters (vgl. Senatsurteile vom 10. Dezember 1974 - VI ZR 105/73 - VersR 1975, 373 f. und vom 24. Juni 1975 - VI ZR 159/74 - VersR 1975, 1121 f.). - BGH, 09.07.1985 - VI ZR 118/84
Sorgfaltspflicht von Tiefbauunternehmern; Mitverantwortlichkeit des …
Die nach freier tatrichterlicher Überzeugung (§ 287 ZPO ) vorgenommene Abwägung der von den Parteien zu verantwortenden Schadensursachen kann vom Revisionsgericht allein darauf nachgeprüft werden, ob das Berufungsgericht nicht alle wesentlichen Umstände berücksichtigt oder rechtsirrtümliche Erwägungen angestellt, insbesondere gegen Denkgesetze oder Erfahrungssätze verstoßen hat (BGHZ 51, 275, 279; Senatsurteile vom 20. Dezember 1966 - VI ZR 80/65 - VersR 1967, 288, 289 und vom 10. Dezember 1974 - VI ZR 105/73 VersR 1975, 373, 374; vgl. auch Senatsurteil vom 2. Dezember 1975 - VI ZR 79/74 - VersR 1976, 435, 437).
- BGH, 07.04.1987 - VI ZR 30/86
Haftungsverteilung bei Massenkollision in einer Nebelbank
Der Bundesgerichtshof hat mehrfach ausgesprochen, daß auch auf Autobahnen bei einer erkennbaren Unfallstelle die pflichtgemäße Sorgfalt dem Kraftfahrzeugführer gebietet, äußerste Vorsicht anzuwenden und die Geschwindigkeit so einzurichten, daß er sein Fahrzeug auf kürzeste Entfernung zum Halten bringen kann (Urteil vom 10. Dezember 1974 - VI ZR 105/73 - VersR 1975, 373, 374 m.w.N.). - BGH, 20.11.1980 - III ZR 182/79
Rechtsschutzineresse eines Rechtsanwalts bei Geltendmachung der Vergütung im …
Sie soll verhindern, daß er durch Verzögerungen innerhalb des gerichtlichen Geschäftsbetriebs Nachteile erleidet, die er auch durch eine gewissenhafte Prozeßführung nicht vermeiden kann, weil die Zustellungen von Amts wegen erfolgen und daher seinem Einfluß entzogen sind (BGHZ 31, 342, 346; BGH LM ZPO § 261 b aF Nr. 16, § 693 Nr. 4 und BGH Urteil vom 10. Dezember 1974 - VI ZR 105/73 = VersR 1975, 373, 374). - BGH, 27.06.1978 - VI ZR 180/77
Haftung des Gastwirts für die Gesundheitsverletzung eines Gastes im Verlauf einer …
Der Senat hat schon mehrfach in Übereinstimmung mit Entscheidungen anderer Senatedes Bundesgerichtshofes (vgl. z.B. Senatsurteile vom 12. Oktober 1971 - VI ZR 59/70 = NJW 1972, 208 - und vom 10. Dezember 1974 - VI ZR 105/73 = VersR 1975, 373 - jeweils mit w.Nachw., sowie BGH Urteil vom 25. Februar 1971 - VII ZR 181/69 = NJW 1971, 891) die Grundsätze aufgezeigt, die bei der Entscheidung darüber zu beachten sind, ob eine Rückbeziehung des Zeitpunktes der Zustellung einer Klage auf den Tag der Einreichung in Betracht kommen kann. - BGH, 25.09.1985 - IVb ZR 50/84 Zwar kann auch eine Zustellung nach längerer Zeit noch als "demnächst" erfolgt anzusehen sein, wenn die Verzögerung auf Umständen beruht, auf die die Partei keinen Einfluß hat; dies setzt voraus, daß die Partei den an eine gewissenhafte Prozeßführung zu stellenden Anforderungen genügt und alles ihr Zumutbare getan hat, um Verzögerungen zu vermeiden und, soweit wegen des drohenden Fristablaufs angezeigt, die Zustellung zu beschleunigen (s. BGHZ 69, 361, 363; BGH LM ZPO § 261 b Nr. 11, ZPO § 693 Nr. 4 und LandbeschG Nr. 19; BGH Urteile vom 24. Juni 1974 - III ZR 105/72 - VersR 1974, 1106, 1107; 10. Dezember 1974 - VI ZR 105/73 - VersR 1975, 373, 374; 21. Oktober 1981 - VIII ZR 212/80 - NJW 1982, 172; 7. April 1983 - III ZR 140/81 - VersR 1983, 661, 662 und nochmals 7. April 1983 - III ZR 193/81 - VersR 1983, 831, 832).
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