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Rechtsprechung
   BGH, 29.06.1953 - VI ZR 88/52   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1953,4741
BGH, 29.06.1953 - VI ZR 88/52 (https://dejure.org/1953,4741)
BGH, Entscheidung vom 29.06.1953 - VI ZR 88/52 (https://dejure.org/1953,4741)
BGH, Entscheidung vom 29. Juni 1953 - VI ZR 88/52 (https://dejure.org/1953,4741)
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Volltextveröffentlichungen (4)

 
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Wird zitiert von ... (4)Zitiert selbst (5)

  • BGH, 13.12.1951 - III ZR 144/50

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 29.06.1953 - VI ZR 88/52
    Kann man bei dem Zurückbleiben von Fremdkörpern in der Operationswunde auch nicht ganz allgemein und stets ein Verschulden des Arztes unterstellen, so weist das Zurücklassen eines derartig grossen und festen Gegenstandes wie hier doch in solchem Maße auf die Verletzung der anerkannten Regeln ärztlicher Kunst, ja der von jedem vorsichtigen Menschen anzuwendenden Sorgfalt hin, dass dem ersten Anschein nach von dem Verschulden des operierenden Arztes ausgegangen werden muss und es es ihm zufällt, den gegen ihn sprechenden Anscheinsbeweis auszuräumen (vgl. BGHZ 4, 138 [144 ff]).

    Ein Verschulden des Arztes kann in einem solchen Falle nur dann verneint werden, wenn er alle Sorgfalt angewendet hat, um durch geeignete Maßnahmen das Zurücklassen eines fremden Gegenstandes zu verhüten (vgl. RGZ 83, 71 [75]; 97, 4 [5]; BGHZ 4, 138 [144 ff]).

  • BGH, 18.12.1952 - VI ZR 54/52

    Abkommen von der Fahrbahn nach Überholtwerden I - § 823 BGB, § 286 ZPO, …

    Auszug aus BGH, 29.06.1953 - VI ZR 88/52
    Die hierfür in Betracht kommenden Tatsachen bedürfen des vollen Beweises (vgl. BGHZ 8, 239 [240]).
  • RG, 01.03.1912 - III 231/11

    Ärztliche Pflichten; Beweislast

    Auszug aus BGH, 29.06.1953 - VI ZR 88/52
    Indessen hat das Reichsgericht eine solche Auffassung nur in Bezug auf eine in ihren Ursachen ungeklärte Verletzung des Kranken bei einer Operation ausgesprochen; dass auch der geschickteste Arzt nicht mit der Sicherheit einer Maschine arbeite, ist eine Bemerkung, die im Zusammenhang damit gebracht worden ist, dass trotz aller Fähigkeit und Sorgfalt des Operateurs ein Griff, ein Schnitt oder Stich mißlingen könne, der sonst regelmässig dem betreffenden Arzt gelinge (RGZ 78, 432 [435]).
  • RG, 17.10.1919 - III 122/19

    Ärztliche Sorgfalt bei Operation.

    Auszug aus BGH, 29.06.1953 - VI ZR 88/52
    Ein Verschulden des Arztes kann in einem solchen Falle nur dann verneint werden, wenn er alle Sorgfalt angewendet hat, um durch geeignete Maßnahmen das Zurücklassen eines fremden Gegenstandes zu verhüten (vgl. RGZ 83, 71 [75]; 97, 4 [5]; BGHZ 4, 138 [144 ff]).
  • RG, 09.07.1913 - III 148/13

    Öffentliches Krankenhaus. Verschulden bei Operation

    Auszug aus BGH, 29.06.1953 - VI ZR 88/52
    Ein Verschulden des Arztes kann in einem solchen Falle nur dann verneint werden, wenn er alle Sorgfalt angewendet hat, um durch geeignete Maßnahmen das Zurücklassen eines fremden Gegenstandes zu verhüten (vgl. RGZ 83, 71 [75]; 97, 4 [5]; BGHZ 4, 138 [144 ff]).
  • BGH, 29.01.1991 - VI ZR 206/90

    Sorgfaltspflichten des Heilpraktikers bei Anwendung invasiver Behandlungsmethoden

    Zwar gilt in Zivilrecht ein objektiver Fahrlässigkeitsbegriff (vgl. BGH, Urteile vom 29. Juni 1953 - VI ZR 88/52 Arterienklemme - VersR 1953, 338 und vom 13. Juni 1960 - III ZR 54/59 - Röntgen-Schirmbild-Untersuchung - VersR 1960, 906 = AHRS 1220/10; OLG Hamm, Urteil vom 4. Mai 1987 Sprunggelenksfraktur - mit Nichtannahmebeschluß des Senats vom 19. April 1988 - VI ZR 218/87 - AHRS 2440/40), doch sind bei seiner Auslegung auch gewisse Differenzierungen unter dem Gesichtspunkt der Gruppenfahrlässigkeit (vgl. Deutsch, Haftungsrecht, 1. Band, S. 282), sowie aufgrund der Verkehrserwartung geboten.
  • BGH, 27.01.1981 - VI ZR 138/79

    Zurücklassen des Tupfers in einer Operationswunde als schwerer ärztlicher …

    Allerdings hängt es von den Besonderheiten des einzelnen Falles ab, ob den operierenden Ärzten ein Vorwurf daraus gemacht werden kann, daß sie im Operationsgebiet einen Fremdkörper zurückgelassen haben (so schon BGHZ 4, 139, 144 ff [BGH 13.12.1951 - III ZR 144/50]; ferner Senatsurteile vom 29. Juni 1953 - VI ZR 88/52 - VersR 1953, 338; vom 16. April 1955 - VI ZR 72/54 - VersR 1955, 344; vom 16. Oktober 1956 - VI ZR 308/55 - VersR 1956, 714; vom 4. Oktober 1957 - VI ZR 235/56 - VersR 1957, 786; vom 25. November 1958 - VI ZR 226/57 - VersR 1959, 365; vgl. auch Deutsch, VersR 1977, 103).
  • BGH, 21.04.1956 - VI ZR 36/55

    Rechtsmittel

    Die von der Revision für ihre Ansicht angezogenen Entscheidungen betreffen das Inverkehrbringen giftigen Öles aus einer Ölfabrik (Entscheidung des erkennenden Senats VI ZR 77/52 = LM Nr. 12 zu § 286 ZPO) und Fehler bei ärztlicher Behandlung (Entscheidung des erkennenden Senats - VI ZR 88/52 - = LM Nr. 15 zu § 286 ZPO und das Urteil BGHZ 11, 227).
  • BGH, 04.10.1957 - VI ZR 235/56
    Wenn in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs beim Zurückbleiben von Fremdkörpern in Operationswunden die Regeln des prima facie-Beweises zu Lasten des operierenden Arztes angewandt sind, so hat es sich nicht um Tupfer, sondern um größere Gegenstände gehandelt (Bauchtuch: Urteil des II. Zivilsenats vom 27. Februar 1952 - II ZR 75/51 = VersR 1952, 180; 16 cm lange Arterienklemme: Urteil des VI. Zivilsenats vom 29. Juni 1953 - VI ZR 88/52 = LM Nr. 15 zu § 286 (C) ZPO = VersR 1953, 338; vgl. ferner BGHZ 4, 138, 144, - handgroße Klemme -).
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