Rechtsprechung
| BVerwG, 27.06.1969 - VII C 57.67 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Qualifizierung der Mindestgewerbesteuer als Steuer - Gesetzgebungsbefugnis des Bundes - Verhältnis von Verwaltungsaufwand zum Aufkommen der Mindeststeuer
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
Verfahrensgang
- VGH Bayern, 17.03.1967 - 163 IV 64
- BVerwG, 27.06.1969 - VII C 57.67
Papierfundstellen
- BVerwGE 32, 257
- MDR 1970, 168
- DVBl 1969, 903
- BB 1970, 25
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (11)
- BVerfG, 21.12.1966 - 1 BvR 33/64
Hebesätze
Auszug aus BVerwG, 27.06.1969 - VII C 57.67
Die Verfassungsmäßigkeit der Gewerbesteuer als solcher hat das Bundesverfassungsgericht in ständiger Rechtsprechung bejaht (BVerfGE 21, 54 [63] mit weiteren Nachweisen) und an dieser Auffassung nach erneuter Prüfung in demBeschluß vom 13. Mai 1969 - 1 BvR 25/65 - (NJW 1969, 1243 [BVerfG 13.05.1969 - 1 BvR 25/65] = KStZ 1969, 116) festgehalten.Die Begrenzung der Steuer auf einen Höchstbetrag ist ebenso mit dem Grundgesetz vereinbar wie die Befugnis des Bundesgesetzgebers, eine Höchstgrenze für die Hebesätze festzulegen (vgl. BVerfGE 21, 54 [60]).
Dies hielten das Bundesverfassungsgericht (BVerfGE 21, 54 [59 ff.]) und das Bundesverwaltungsgericht (BVerwGE 19, 68 [BVerwG 26.06.1964 - VII C 6/64] [72 ff.], 27, 350 [351]) für zulässig.
Das Bundesverfassungsgericht hat in der bereits erwähnten Entscheidung über die Lohnsummensteuer (BVerfGE 21, 54 [64]) ausgeführt, daß die Gewerbesteuer nicht als reine Ertragsteuer ausgestaltet ist, sondern als Objektsteuer eine Besteuerung der wirtschaftlichen Kraft eines Unternehmens darstellt.
Daraus läßt sich eine Mindeststeuer als systemgerecht rechtfertigen, weil ein Gewerbebetrieb auch bei einem Steuermeßbetrag von Null noch eine objektive Wirtschaftskraft, eine wirtschaftliche Ertragfähigkeit (vgl. BVerfGE 21, 54 [64]) besitzt.
Die Gemeinde als Gesetzgeber ist daher nur verpflichtet, in ihrem Bereich den Gleichheitssatz zu wahren (BVerfGE 21, 54 [68] mit weiteren Nachweisen).
- BVerfG, 16.06.1954 - 1 PBvV 2/52
Baugutachten
Auszug aus BVerwG, 27.06.1969 - VII C 57.67
Sie muß den Kompetenzvorschriften des Grundgesetzes über die Steuergesetzgebung zugrunde gelegt werden (BVerfGE 7, 244 [251]; 3, 407 [435]).Eines ihrer Ziele ist jedenfalls die Gewinnung von Einkünften für die Gemeinde; das genügt (BVerfGE 3, 407 [436]).
- BVerfG, 13.05.1969 - 1 BvR 25/65
Verfassungsmäßigkeit der Berücksichtigung von Dauerschulden und Dauerschuldzinsen …
Auszug aus BVerwG, 27.06.1969 - VII C 57.67
Die Verfassungsmäßigkeit der Gewerbesteuer als solcher hat das Bundesverfassungsgericht in ständiger Rechtsprechung bejaht (BVerfGE 21, 54 [63] mit weiteren Nachweisen) und an dieser Auffassung nach erneuter Prüfung in demBeschluß vom 13. Mai 1969 - 1 BvR 25/65 - (NJW 1969, 1243 [BVerfG 13.05.1969 - 1 BvR 25/65] = KStZ 1969, 116) festgehalten.Das Sozialstaatsprinzip des Grundgesetzes verbietet es nicht, Steuern zu erheben, die von der Leistungsfähigkeit des Inhabers der zu besteuernden Wirtschaftseinheit abstrahieren, zumal wenn eine solche Objektsteuer im Rahmen eines Steuersystems erhoben wird, das der persönlichen Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen in vielfältiger Weise Rechnung trägt (BVerfG, Beschluß vom 13. Mai 1969 - 1 BvR 25/65 - [NJW 1969, 1243 [BVerfG 13.05.1969 - 1 BvR 25/65] = KStZ 1969, 116]).
- BVerfG, 19.12.1961 - 2 BvR 2/60
Grenzen des Vertrauensschutzes hinsichtlich der Fortgeltung von Steuertarifen
Auszug aus BVerwG, 27.06.1969 - VII C 57.67
Für die Festsetzung des Hebesatzes bei der Lohnsummensteuer im Laufe des Rechnungsjahres ist das in der Rechtsprechung anerkannt (BVerfGE 13, 279 [BVerfG 19.12.1961 - 2 BvR 2/60] [283]; BVerwGE 3, 45). - BVerwG, 14.12.1955 - V C 295.54
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 27.06.1969 - VII C 57.67
Für die Festsetzung des Hebesatzes bei der Lohnsummensteuer im Laufe des Rechnungsjahres ist das in der Rechtsprechung anerkannt (BVerfGE 13, 279 [BVerfG 19.12.1961 - 2 BvR 2/60] [283]; BVerwGE 3, 45). - BVerfG, 17.01.1957 - 1 BvL 4/54
Steuersplitting
Auszug aus BVerwG, 27.06.1969 - VII C 57.67
Der Gesetzgeber ist an den Grundsatz der Steuergerechtigkeit gebunden, der sich aus Art. 3 Abs. 1 GG ergibt (BVerfGE 13, 181 [BVerfG 30.10.1961 - 1 BvR 833/59] [202]; 6, 55 [70]). - BVerfG, 30.10.1961 - 1 BvR 833/59
Schankerlaubnissteuer
- BVerfG, 04.02.1958 - 2 BvL 31/56
Badische Weinabgabe
Auszug aus BVerwG, 27.06.1969 - VII C 57.67
Sie muß den Kompetenzvorschriften des Grundgesetzes über die Steuergesetzgebung zugrunde gelegt werden (BVerfGE 7, 244 [251]; 3, 407 [435]). - BVerfG, 13.07.1965 - 1 BvR 771/59
Zweigstellensteuer
Auszug aus BVerwG, 27.06.1969 - VII C 57.67
Allerdings soll die Gewerbesteuer in jeder Form als eine besondere Steuer neben der Einkommen- und Körperschaftsteuer die besonderen Belastungen und Aufwendungen abgelten, die der Gemeinde aus dem Vorhandensein der Gewerbebetriebe erwachsen (BVerfGE 19, 101 [112];… Blümich-Boyens-Steinbring-Klein-Hübl, Gewerbesteuergesetz 8. Aufl. 1968, Arm., 5 zu § 1). - BVerwG, 26.06.1964 - VII C 6.64
Auszug aus BVerwG, 27.06.1969 - VII C 57.67
Dies hielten das Bundesverfassungsgericht (BVerfGE 21, 54 [59 ff.]) und das Bundesverwaltungsgericht (BVerwGE 19, 68 [BVerwG 26.06.1964 - VII C 6/64] [72 ff.], 27, 350 [351]) für zulässig. - BVerwG, 22.09.1967 - VII C 11.67
Die erstmalige Einführung der Lohnsummensteuer durch die Gemeinde bedarf der …
- BVerwG, 05.03.1971 - VII C 44.68
Berichtigungsbescheid - Unanfechtbar festgesetzte Gewerbesteuer - Fehlende …
Ebenso hat dieser Senat entschieden (Urteile vom 22. September 1967 - BVerwG VII C 11.67 -, BVerwGE 27, 350 = NJW 1968, 419; vom 27. Juni 1969 - BVerwG VII C 57.67 -, BVerwGE 32, 257; Beschluß vom 5. Mai 1970 - BVerwG VII B 188.65 -, KStZ 1970, 175 = DGStZ 1970, 181). - BVerwG, 08.10.1976 - VII C 46.74
Erlass eines Gewerbesteuermessbescheides durch das Finanzamt als Voraussetzung …
Dabei ist mit dem Urteil des erkennenden Senats vom 27. Juni 1969 - BVerwG VII C 57.67 (BVerwGE 32, 257 ff.) - davon auszugehen, daß diese Vorschrift, durch die das Gesetz zur Änderung des Gewerbesteuerrechts vom 27. Dezember 1951 (BGBl. I S. 996) der Mindestgewerbesteuer als besondere Erhebungsart der allgemeinen Gewerbesteuer eingeführt hat, mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
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