Rechtsprechung
| BVerwG, 03.10.1958 - VII P 12.57 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Möglichkeit der in den Personlarat gewählten Vertreter einer Gruppe gemäß § 31 Abs. 1 PersVG zur Wahl eines auf sie entfallenden Vorstandsmitglieds einer anderen Gruppe
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
PersVG §§ 14, 31
Verfahrensgang
- OVG Hamburg, 12.06.1957 - Bs P Nr. 1/57
- BVerwG, 03.10.1958 - VII P 12.57
Papierfundstellen
- BVerwGE 7, 253
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (1)
- BVerwG, 20.06.1958 - VII P 13.57
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 03.10.1958 - VII P 12.57
Diese von dem Antragsteller nicht zu vertretende und während des Rechtsbeschwerdeverfahrens eingetretene Veränderung der Verhältnisse steht aber dem Rechtsschutzbedürfnis an einer sachlichen Entscheidung in dem als objektives Verfahren gestalteten und der Disposition der Beteiligten weitgehend entzogenen Beschlußverfahren nicht entgegen (vgl. Beschluß des erkennenden Senats vom 20. Juni 1958 - BVerwG VII P 13.57 -).Lehnen es die Vertreter einer Gruppe ab, einen Angehörigen ihrer Gruppe als Vorstandsmitglied zu wählen, dann geht die Gruppe ihres Rechtes, im Vorstand vertreten zu sein, verlustig (vgl. Beschluß des erkennenden Senats vom 20. Juni 1958 - BVerwG VII P 13.57 -).
- BVerwG, 15.05.1991 - 6 P 15.89
Personalratsvorstand - Wahl von Gruppenmitgliedern - Stimmengleichheit
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Beschlüsse vom 13. Juni 1957 - BVerwG 2 CO 3.56 - BVerwGE 5, 118, vom 10. Oktober 1957 - BVerwG 2 CO 5.56 - BVerwGE 5, 261, vom 3. Oktober 1958 - BVerwG 7 P 12.57 - BVerwGE 7, 253 und zuletzt vom 27. September 1990 - BVerwG 6 P 23.88 - Buchholz 250 § 33 BPersVG Nr. 4) ist die Bildung des Vorstands eines Personalrats weder ein Verwaltungsakt noch eine Wahl im Sinne von § 25 BPersVG.Es würde nur dann als verwirkt anzusehen sein, wenn dem Antragsteller entgegengehalten werden könnte, daß seine Ausübung angesichts seiner Verhaltensweise mit Treu und Glauben nicht mehr zu vereinbaren sei (Beschluß vom 3. Oktober 1958 - BVerwG 7 P 12.57 - a.a.O.).
- BVerwG, 23.10.1970 - VII P 5.70
Gerichtliche Nachprüfbarkeit eines Beruhens des Beschlusses über Abberufung als …
Die Wahl der Vorstandsmitglieder und damit auch eine etwa zulässige Abwahl (Abberufung) durch die Gruppenvertreter nach § 31 Abs. 1 Satz 3 des Personalvertretungsgesetzes vom 5. August 1955 (BGBl. I S. 477) - PersVG - ist, wie der Senat bereits in dem Beschluß vom 3. Oktober 1958 - BVerwG VII P 12.57 - (BVerwGE 7, 253) ausgesprochen hat, weder eine Wahl, die nur unter den Voraussetzungen des § 22 PersVG angefochten werden kann, noch ein Verwaltungsakt, sondern eine Maßnahme der Geschäftsführung, die, auch wenn sie eine von einer einzelnen Gruppe im Rahmen der Zuständigkeit beschlossene Gruppenentscheidung ist, zum Gegenstand eines verwaltungsgerichtlichen Beschlußverfahrens gemacht werden kann (§ 76 Abs. 1 Buchst. c PersVG).Diese Entscheidungen befassen sich mit der Frage, welche Grenzen der Wahl des Vorsitzenden nach § 31 Abs. 1 Satz 1 PersVG gezogen sind und welche Grundsätze der Personalrat bei der Freistellung von Vorstandsmitgliedern nach § 42 Abs. 3 PersVG beachten muß (vgl. BVerwGE 5, 118; 5, 309; 5, 263; 7, 197; 7, 253; 13, 341; 13, 242; 16, 12; 31, 192).
- BVerwG, 04.10.2005 - 6 P 12.04
Wahl des Personalratsvorstandes; Vorstandsgröße; Anzahl von Frauen und Männern im …
bb) Bei Verabschiedung des Mitbestimmungsgesetzes Schleswig-Holstein lag bereits seit Jahrzehnten eine ständige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts vor, die es ablehnte, die für die Anfechtung einer Personalratswahl geltende Vorschrift auf die Wahl des Personalratsvorstandes entsprechend anzuwenden, und zugleich stets in Anwendung des erwähnten allgemeinen Rechtsgedankens die Rechtsunwirksamkeit einer Vorstandswahl ausgesprochen hat, wenn dabei einschlägige gesetzliche Bestimmungen verletzt worden waren (vgl. Beschluss vom 13. Juni 1957 - BVerwG 2 CO 3.56 - BVerwGE 5, 118 f.; Beschluss vom 10. Oktober 1957 - BVerwG 2 CO 5.56 - BVerwGE 5, 261 f.; Beschluss vom 3. Oktober 1958 - BVerwG 7 P 12.57 - BVerwGE 7, 253; Beschluss vom 23. Oktober 1970 - BVerwG 7 P 5.70 - BVerwGE 36, 174 f.; Beschluss vom 3. August 1983 - BVerwG 6 P 15.81 - Buchholz 238.38 § 31 RPPersVG Nr. 1; Beschluss vom 27. September 1990 - BVerwG 6 P 23.88 - Buchholz 250 § 33 BPersVG Nr. 4 S. 2).
- BVerwG, 13.03.1964 - VII P 13.62
Rechtsmittel
Die eingetretene Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse sei von der Antragstellerin nicht zu vertreten (BVerwG Beschluß vom 3. Oktober 1958 = BVerwGE 7, 253) und der Ablauf der Amtszeit führe nicht zum Untergang des Rechtsschutzinteresses (BVerwG Beschluß vom 27. Mai 1960 = BVerwGE 10, 344), soweit eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ungelöst geblieben sei (BVerwG Beschluß vom 1. August 1958 = BVerwGE 7, 197).An dieser Auffassung hat der Senat in seiner späteren Rechtsprechung festgehalten und nicht etwa den Standpunkt vertreten, daß für die Einleitung des Beschlußverfahrens kein Rechtsschutzbedürfnis erforderlich sei (vgl. Beschlüsse vom 1. August 1958 - BVerwG VII P 21.57 in BVerwGE 7, 197 [teilweise abgedr.] , 3. Oktober 1958 - BVerwG VII P 12.57 in BVerwGE 7, 253 [teilweise abgedr.] , vom 27. Mai 1960 - BVerwG VII P 13.59 -, vom 16. Juli 1963 - BVerwG VII P 10.62 in BVerwGE 16, 230 [teilweise abgedr.] und vom 31. Januar 1964 - BVerwG VII P 14.62 -).
- BVerwG, 31.01.1964 - VII P 14.62
Nichtigkeit der Wahl eines Personalrats - Einwirkung auf die Unterzeichner eines …
In seinenEntscheidungen vom 3. Oktober 1958 - BVerwG VII P 12.57 - undvom 27. Mai 1960 - BVerwG VII P 13.59 - vertrete das Bundesverwaltungsgericht die Auffassung, daß eine vom Antragsteller nicht zu vertretende und während des Rechtsbeschwerdeverfahrens eingetretene Veränderung der Rechtsverhältnisse dem Rechtsschutzbedürfnis an einer sachlichen Entscheidung nicht entgegenstehe.An dieser Auffassung hat der Senat auch in späteren Entscheidungen festgehalten (vgl.Beschluß vom 3. Oktober 1958 - BVerwG VII P 12.57 - und 27. Mai 1960 - BVerwGE 10, 344 -).
- BVerwG, 27.09.1990 - 6 P 23.88
Verfassungsmäßigkeit des § 33 Satz 2 BPersVG
Da die Geltendmachung der Unwirksamkeit der Vorstandswahl keine Wahlanfechtung im Sinne des § 25 BPersVG ist, kann ein entsprechender Antrag grundsätzlich ohne zeitliche Begrenzung gestellt werden (vgl. Beschlüsse vom 3. Oktober 1958 - BVerwG 7 P 12.57 - >BVerwGE 7, 253< und vom 23. Oktober 1970 - BVerwG 7 P 5.70 - >BVerwGE 36, 174<). - BVerwG, 07.11.1969 - VII P 2.69 Das beruht, wie der Senat in zahlreichen Entscheidungen (BVerwGE 7, 140; 7, 197 [BVerwG 01.08.1958 - VII C 51/57]; 7, 253 [BVerwG 03.10.1958 - VII P 9/57]; 7, 331 [BVerwG 21.11.1958 - VII P 3/58]- bei den letzten drei Fundstellen sind die Ausführungen über die Erledigung nicht abgedruckt -) ausgesprochen hat, auf dem das Beschlußverfahren beherrschenden Amtsbetrieb, der die Dispositionsbefugnis von Antragsteller und übrigen Beteiligten weitgehend ausschließt.
- OVG Thüringen, 20.03.2001 - 5 PO 407/00
Personalvertretungsrecht der Länder; Personalvertretungsrecht der Länder, …
Der Antrag kann mangels entsprechend anderweitiger Regelung grundsätzlich unbefristet gestellt werden (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 15. Mai 1991 - 6 P 15/89 -, BVerwGE 88, 183, vom 27. September 1990 - 6 P 23.88 -, PersV 1991, 266, und vom 3. Oktober 1958 - 7 P 12.57 -, BVerwGE 7, 253;… Krüger, Schipp u.a., Landespersonalvertretungsgesetz Thüringen, 9. Lfg., § 33 Rz. 90). - LAG Hessen, 01.08.1991 - 12 TaBV 40/91
Betriebsrat: Wahl der Freigestellten
b) Demgegenüber hatte das Bundesverwaltungsgericht zum Personalvertretungsrecht in zwei älteren Entscheidungen gemeint, da es sich bei der Wahl des Personalratsvorsitzenden bzw. seines Stellvertreters um Fragen der "Geschäftsführung" handele, sei die Geltendmachung der rechtswidrigen Bildung des Vorstandes "weder als Wahlanfechtung an eine Frist oder an eine gesetzlich geregelte Legitimation gebunden", noch könne es sich um eine Anfechtungsklage im verwaltungsrechtlichen, Sinne handeln, da auch kein Verwaltungsakt vorliege (BVerwG, Beschluss vom 20.06.1958 - VII P 1357 -, AP Nr. 12 zu § 31 PersVG (zu II d. Gr.) und BVerwG, Beschluss vom 03.10.1958 - VII P 12.57 -, AP Nr. 13 zu § 31 PersVG (Bl. 2)). - BVerwG, 08.10.1975 - 7 P 16.75
Feststellungen zur Zuständigkeit des Personalrats - Begriff des …
Wie der Senat in den Beschlüssen vom 20. Juni 1958 - BVerwG VII P 13.57 - (BVerwGE 7, 140 [142] = Buchholz 238.3 § 31 PersVG Nr. 4 = PersV 1958/59, 111), vom 3. Oktober 1958 - BVerwG VII P 12.57 - (BVerwGE 7, 253 = Buchholz 238.3 § 31 PersVG Nr. 6 - beide Veröffentlichungsstellen ohne Abdruck der Ausführungen über das Rechtsschutzbedürfnis -), vom 27. Mai 1960 - BVerwG VII P 13.59 - (BVerwGE 10, 344 = Buchholz 238.3 § 15 PersVG Nr. 5 - ebenfalls ohne Abdruck der Ausführungen über das Rechtsschutzbedürfnis -) sowie im Beschluß vom 31. Januar 1964 - BVerwG VII P 14.62 - (Buchholz 238.3 § 76 PersVG Nr. 11 - unter Anführung der beiden vorgenannten Beschlüsse -) ausgeführt hat, ist das Rechtsschutzbedürfnis im Beschlußverfahren mit Rücksicht auf den objektiven Charakter dieses Verfahrens und auf die es weithin beherrschende Offizialmaxime (Amtsbetrieb) anders als im Zivil- und Verwaltungsrechtsstreit nach objektiven, vom subjektiven Rechtsschutzbedürfnis des Antragstellers im konkreten Streitfall unabhängigen Maßstäben zu beurteilen. - BVerwG, 17.01.1969 - VII P 2.67
Rechtsmittel
- OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 19.12.1958 - P 4/58
Gültigkeit von Unterschriften auf Wahlvorschlägen; Erledigung der Hauptsache …
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