Rechtsprechung
| BFH, 29.01.1985 - VII R 15/81 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Anlass zur weiteren Erforschung des Sachverhalts - Erlöschen der Lohnsteuerhaftungsschuld - Zurückstellung der Zahlung der Lohnsteuer in der Hoffnung auf spätere Zahlungseingänge - Verschulden bei der Abführung einbehaltener Lohnsteuer
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (15)
- BFH, 20.04.1982 - VII R 96/79
Zur Haftung eines Geschäftsführers für nicht rechtzeitig abgeführte Lohnsteuer
Auszug aus BFH, 29.01.1985 - VII R 15/81
Denn eine Steuerverkürzung im Sinne der Haftungsvorschrift des § 109 Abs. 1 AO, die auf vor dem 1. Januar 1977 begründete Haftungstatbestände Anwendung findet (Art. 97 § 11 des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung - EGAO 1977 -), liegt vor, wenn die Steuerschuld nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig an die Finanzkasse abgeführt worden ist (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 20. April 1982 VII R 96/79, BFHE 135, 416, BStBl II 1982, 521, 522, m. w. N.).Nach ständiger Rechtsprechung des BFH - jedenfalls zu § 109 Abs. 1 AO - ist die Frage des Verschuldens bei der Abführung einbehaltener Lohnsteuer streng zu beurteilen (vgl. Urteile vom 21. Januar 1972 VI R 187/68, BFHE 104, 294, BStBl II 1972, 364, und in BFHE 135, 416, BStBl II 1982, 521).
Für die Annahme des Verschuldens i. S. des § 109 AO reicht bereits ein leicht fahrlässiges Verhalten aus (BFH-Urteile vom 26. November 1980 I R 47/78, BFHE 132, 194, BStBl II 1981, 287, und in BFHE 135, 416, BStBl II 1982, 521).
Der Kläger hätte deshalb die Löhne für die im vorliegenden Verfahren noch streitigen Zeiträume - November 1975 bis März 1976 -, wenn die zur Verfügung stehenden Mittel zur Zahlung der vollen vereinbarten Löhne (einschließlich Lohnsteueranteil) nicht ausreichten, nur gekürzt als Vorschuß oder Teilbetrag auszahlen dürfen und aus den dann übrigbleibenden Mitteln die entsprechende Lohnsteuer an das FA abführen müssen (BFHE 135, 416, 420, BStBl II 1982, 521; Beschluß des erkennenden Senats vom 12. Juli 1983 VII B 19/83, BFHE 138, 424, BStBl II 1983, 655; ebenso bis zum 31. Dezember 1974 ausdrücklich vorgeschrieben in § 30 Abs. 3 der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung - LStDV -).
- BFH, 17.10.1980 - VI R 136/77
Einspruchsentscheidung - Haftungsbescheid - Herabsetzung des Haftungsbetrages
Auszug aus BFH, 29.01.1985 - VII R 15/81
Das FA war demnach berechtigt, den Kläger neben dem anderen Geschäftsführer der GmbH wegen der rückständigen Lohnsteuerschulden in vollem Umfang in Anspruch zu nehmen (vgl. § 7 Abs. 3 Sätze 2 und 3 des Steueranpassungsgesetzes - StAnpG -, und BFH-Urteil vom 17. Oktober 1980 VI R 136/77, BFHE 131, 449, BStBl II 1981, 138).Schließlich entspricht es auch der ständigen Rechtsprechung des BFH, daß Zahlungen Dritter auf die Steuerschuld, die nach Ergehen der Einspruchsentscheidung erfolgen, im Gegensatz zu den Zahlungen vor dem Zeitpunkt des Ergehens der letzten Verwaltungsentscheidung die Steuergerichte nicht dazu berechtigen, den Haftungsbetrag herabzusetzen (Urteile vom 6. Dezember 1979 V R 125/76, BFHE 129, 126, BStBl II 1980, 103, und in BFHE 131, 449, BStBl II 1981, 138; vgl. auch Urteil des erkennenden Senats vom 24. Oktober 1979 VII R 7/77, BFHE 129, 13, BStBl II 1980, 58).
- BFH, 11.05.1962 - VI 195/60 U
Persönlichen Haftung des Geschäftsführers einer Gesellschaft mit beschränkter …
Auszug aus BFH, 29.01.1985 - VII R 15/81
Denn die ordnungsmäßige Beachtung der gesetzlichen Vorschrift muß von jedem kaufmännischen Leiter eines Gewerbebetriebs verlangt werden (BFH-Urteile vom 19. Februar 1953 IV 319/52 U, BFHE 57, 412, BStBl III 1953, 161, und vom 11. Mai 1962 VI 195/60 U, BFHE 75, 206, BStBl III 1962, 342).
- BFH, 26.11.1980 - I R 47/78
Haftung des Liquidators - Stiftung - Unterstützungskasse - Doppelstellung - …
Auszug aus BFH, 29.01.1985 - VII R 15/81
Für die Annahme des Verschuldens i. S. des § 109 AO reicht bereits ein leicht fahrlässiges Verhalten aus (BFH-Urteile vom 26. November 1980 I R 47/78, BFHE 132, 194, BStBl II 1981, 287, und in BFHE 135, 416, BStBl II 1982, 521). - BFH, 19.02.1953 - IV 319/52 U
Abführung einbehaltener Steuern und Währungsnotopfern - Haftungsvoraussetzungen …
Auszug aus BFH, 29.01.1985 - VII R 15/81
Denn die ordnungsmäßige Beachtung der gesetzlichen Vorschrift muß von jedem kaufmännischen Leiter eines Gewerbebetriebs verlangt werden (BFH-Urteile vom 19. Februar 1953 IV 319/52 U, BFHE 57, 412, BStBl III 1953, 161, und vom 11. Mai 1962 VI 195/60 U, BFHE 75, 206, BStBl III 1962, 342). - BFH, 03.02.1981 - VII R 86/78
Ermessensentscheidung - Verwaltung
Auszug aus BFH, 29.01.1985 - VII R 15/81
Ermessensentscheidungen der Verwaltung sind zu begründen; andernfalls sind sie im Regelfall fehlerhaft (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 3. Februar 1981 VII R 86/78, BFHE 133, 1, BStBl II 1981, 493). - BFH, 13.04.1978 - V R 109/75
Haftungsbescheid - Zweigliedrige Entscheidung - Umfang der gerichtlichen …
Auszug aus BFH, 29.01.1985 - VII R 15/81
Die Verwaltung braucht dann die die Ermessensentscheidung bestimmenden Erwägungen nicht ausdrücklich in den Bescheid oder die Einspruchsentscheidung aufzunehmen (vgl. BFH-Urteil vom 13. April 1978 V R 109/75, BFHE 125, 126, BStBl II 1978, 508). - BFH, 12.07.1983 - VII B 19/83
Lohnsteuer - GmbH - Haftung - Bankmittel
Auszug aus BFH, 29.01.1985 - VII R 15/81
Der Kläger hätte deshalb die Löhne für die im vorliegenden Verfahren noch streitigen Zeiträume - November 1975 bis März 1976 -, wenn die zur Verfügung stehenden Mittel zur Zahlung der vollen vereinbarten Löhne (einschließlich Lohnsteueranteil) nicht ausreichten, nur gekürzt als Vorschuß oder Teilbetrag auszahlen dürfen und aus den dann übrigbleibenden Mitteln die entsprechende Lohnsteuer an das FA abführen müssen (BFHE 135, 416, 420, BStBl II 1982, 521; Beschluß des erkennenden Senats vom 12. Juli 1983 VII B 19/83, BFHE 138, 424, BStBl II 1983, 655; ebenso bis zum 31. Dezember 1974 ausdrücklich vorgeschrieben in § 30 Abs. 3 der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung - LStDV -). - BFH, 21.01.1972 - VI R 187/68
Haftung des Geschäftsführers einer GmbH & Co. KG nach § 109 AO wegen …
Auszug aus BFH, 29.01.1985 - VII R 15/81
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH - jedenfalls zu § 109 Abs. 1 AO - ist die Frage des Verschuldens bei der Abführung einbehaltener Lohnsteuer streng zu beurteilen (vgl. Urteile vom 21. Januar 1972 VI R 187/68, BFHE 104, 294, BStBl II 1972, 364, und in BFHE 135, 416, BStBl II 1982, 521). - BFH, 24.10.1979 - VII R 7/77
Haftungsbescheid - Haftungsbetrag - Einspruchsentscheidung
Auszug aus BFH, 29.01.1985 - VII R 15/81
Schließlich entspricht es auch der ständigen Rechtsprechung des BFH, daß Zahlungen Dritter auf die Steuerschuld, die nach Ergehen der Einspruchsentscheidung erfolgen, im Gegensatz zu den Zahlungen vor dem Zeitpunkt des Ergehens der letzten Verwaltungsentscheidung die Steuergerichte nicht dazu berechtigen, den Haftungsbetrag herabzusetzen (Urteile vom 6. Dezember 1979 V R 125/76, BFHE 129, 126, BStBl II 1980, 103, und in BFHE 131, 449, BStBl II 1981, 138; vgl. auch Urteil des erkennenden Senats vom 24. Oktober 1979 VII R 7/77, BFHE 129, 13, BStBl II 1980, 58). - BFH, 03.11.1976 - II R 43/67
Rechtsprechung zur Erbschaftsteuer
- BFH, 06.12.1979 - V R 125/76
Streitwert - Beschwer des Haftungsschuldners - Haftungsbescheid - Tilgung der …
- BFH, 26.03.1981 - VII R 3/79
- BFH, 07.08.1974 - II R 177/73
Verfassungsmäßigkeit - Anhalt - Wahrscheinlichkeit - Grundpfandrecht - Ersparung …
- BFH, 29.01.1985 - VII R 16/81
- FG Rheinland-Pfalz, 07.10.2010 - 4 K 1663/07
Haftung einer Bank für Erbschaftsteuer - Überweisung von Guthaben des Erblassers …
Erlischt die Steuerschuld - wie hier - erst nach dem Erlass der Einspruchsentscheidung durch Eintritt der Verjährung, kann der Erlöschenstatbestand daher auch keinen Einfluss mehr auf den Haftungsbescheid entfalten (…vgl. z.B.: BFH vom 7. November 1995 VII R 26/95, BFH/NV 1996 S. 379; BFH vom 5. November 1992 I R 41/92, BStBl II 1993 S. 407; BFH vom 11. Juli 2001 VII R 28/99, BStBl II 2002 S. 267; Klein/Rüsken, AO, 9. A. 2006, Rz 11 zu § 191; ebenso zu nachträglichen Zahlungen auf die Steuerschuld: BFH vom 6. Dezember 1979 V R 125/76, BStBl II 1980 S. 103; BFH vom 17. Oktober 1980 VI R 136/77, BStBl II 1981 S. 138; BFH vom 29. Januar 1985 VII R 15/81, BFH/NV 1987 S. 354; BFH vom 21. Juni 1988 VII R 135/85, BStBl II 1988 S. 841; BFH vom 12. August 1997 VII R 107/96, BStBl II 1998, 131); denn eine rechtmäßige Ermessensentscheidung kann nicht dadurch rechtswidrig werden, dass die Voraussetzungen für ihren Erlass im nachhinein entfallen. - FG Sachsen, 20.08.1999 - 5 V 32/98
Ernsthafte Zweifel bezüglich der Rechtmäßigkeit als Voraussetzung der Aussetzung …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BFH, 02.02.1988 - VII R 90/86
Steuerrechtliche Wirkungen des Vorhandenseins von Vermögenswerten bei oder vor …
DM berücksichtigt, Zahlungen, die vor dem Ergehen der Einspruchsentscheidung erfolgt sind und die somit auch vom Gericht zu berücksichtigen wären, wenn noch über den vollen Haftungsbetrag gestritten würde (vgl. Senat, Urteil vom 29. Januar 1985 VII R 15/81, BFH / NV 1987, 354, 358, mit Nachweisen). - BFH, 29.01.1985 - VII R 16/81 Parallelentscheidung: BFH, 29.1.1985, VII R 15/81, NV.
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