Webinar: Kostenloses Webinar zum neuen KI-Assistenten heute, 27. Oktober 2026 11:30 Uhr Unverbindlich anmelden
×
×
Doctrine-WebinarLetzte Chance
Kostenloses Webinar zum neuen KI-Assistenten heute, 27. Oktober 2026 11:30 - 12:00 Uhr
Unverbindlich anmelden

Rechtsprechung
   BFH, 04.10.1988 - VII R 191/85   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1988,19381
BFH, 04.10.1988 - VII R 191/85 (https://dejure.org/1988,19381)
BFH, Entscheidung vom 04.10.1988 - VII R 191/85 (https://dejure.org/1988,19381)
BFH, Entscheidung vom 04. Oktober 1988 - VII R 191/85 (https://dejure.org/1988,19381)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1988,19381) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Wolters Kluwer

    Ablehung der Auszahlung eines abgetretenen Lohnsteuererstattungsbetrages - Nichtigkeit des mit der Abtretung gesicherten Darlehensvertrags wegen Sittenwidrigkeit/ Wuchers

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (3)Zitiert selbst (11)

  • BGH, 12.03.1981 - III ZR 92/79

    Sittenwidriger Teilzahlungs- oder Ratenkreditvertrag

    Auszug aus BFH, 04.10.1988 - VII R 191/85
    Die Rechtsprechung des BGH hat bei Kreditverträgen die Sittenwidrigkeit (§ 138 Abs. 1 BGB) dann bejaht, wenn zwischen Leistung und Gegenleistung ein auffälliges Mißverhältnis besteht und der Kreditgeber die schwächere Lage des anderen Teils bewußt zu seinem Vorteil ausnutzt oder sich leichtfertig der Erkenntnis verschließt, daß der Kreditnehmer sich nur wegen seiner schwächeren Lage auf die drückenden Bedingungen einläßt (vgl. Urteile vom 12. März 1981 III ZR 92/79, BGHZ 80, 153, 160, 161; vom 10. Juli 1986 III ZR 133/85, BGHZ 98, 174, 178 [BGH 10.07.1986 - III ZR 133/85];… Palandt/Heinrichs, Bürgerliches Gesetzbuch, 47. Aufl., § 138 Anm. 2 b).

    Das FG hat weder ausreichend begründet, warum die Leistungen des Darlehensgebers (Klägerin) und der Darlehensnehmer (Eheleute G, Zedenten) nach dem Darlehensvertrag in einem auffälligen Mißverhältnis stehen, noch reichen seine Feststellungen für eine abschließende Beurteilung der subjektiven Tatbestandsmerkmale des § 138 Abs. 1 oder 2 BGB aus, die nach Inhalt und Zweck des Darlehensgeschäfts und den gesamten sonstigen Geschäftsumständen zusammenfassend zu würdigen sind (BGHZ 80, 153, 161).

    Der BGH hat unter Anwendung dieser Grundsätze für Teilzahlungs- oder Ratenkreditverträge ein zur Sittenwidrigkeit führendes auffälliges Mißverhältnis im allgemeinen dann bejaht, wenn der vereinbarte effektive Jahreszins den marktüblichen Zins, für den nach seiner Auffassung der in den Monatsberichten der Deutschen Bundesbank ausgewiesene Schwerpunktzins herangezogen werden kann, um mehr als 100 v. H. überschreitet, ohne darin eine starre Grenze zu sehen (vgl. BGHZ 80, 153; BGHZ 98, 174 [BGH 10.07.1986 - III ZR 133/85]; BGH-Urteile vom 2. Oktober 1986 III ZR 163/85 und III ZR 130/85, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1987, 181, 183;… Palandt/Heinrichs, a. a. O., § 138 Anm. 2 b und 4, m. w. N.).

    Zu dem hiernach vorzunehmenden Wertvergleich zwischen Vertragszinsen und Marktzinsen ist, wie der BGH in BGHZ 80, 153, 164, 169 ausgeführt hat, grundsätzlich der Tatrichter berufen.

  • BGH, 10.07.1986 - III ZR 133/85

    Ratenkredit - §§ 138 Abs. 1, 812 BGB, § 197 BGB <Fassung bis 31.12.01>, …

    Auszug aus BFH, 04.10.1988 - VII R 191/85
    Die Rechtsprechung des BGH hat bei Kreditverträgen die Sittenwidrigkeit (§ 138 Abs. 1 BGB) dann bejaht, wenn zwischen Leistung und Gegenleistung ein auffälliges Mißverhältnis besteht und der Kreditgeber die schwächere Lage des anderen Teils bewußt zu seinem Vorteil ausnutzt oder sich leichtfertig der Erkenntnis verschließt, daß der Kreditnehmer sich nur wegen seiner schwächeren Lage auf die drückenden Bedingungen einläßt (vgl. Urteile vom 12. März 1981 III ZR 92/79, BGHZ 80, 153, 160, 161; vom 10. Juli 1986 III ZR 133/85, BGHZ 98, 174, 178 [BGH 10.07.1986 - III ZR 133/85];… Palandt/Heinrichs, Bürgerliches Gesetzbuch, 47. Aufl., § 138 Anm. 2 b).

    Der BGH hat unter Anwendung dieser Grundsätze für Teilzahlungs- oder Ratenkreditverträge ein zur Sittenwidrigkeit führendes auffälliges Mißverhältnis im allgemeinen dann bejaht, wenn der vereinbarte effektive Jahreszins den marktüblichen Zins, für den nach seiner Auffassung der in den Monatsberichten der Deutschen Bundesbank ausgewiesene Schwerpunktzins herangezogen werden kann, um mehr als 100 v. H. überschreitet, ohne darin eine starre Grenze zu sehen (vgl. BGHZ 80, 153; BGHZ 98, 174 [BGH 10.07.1986 - III ZR 133/85]; BGH-Urteile vom 2. Oktober 1986 III ZR 163/85 und III ZR 130/85, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1987, 181, 183;… Palandt/Heinrichs, a. a. O., § 138 Anm. 2 b und 4, m. w. N.).

  • BGH, 02.10.1986 - III ZR 163/85

    Sittenwidrigkeit eines Ratenkreditvertrages; Einbeziehung aller Vermittlerkosten; …

    Auszug aus BFH, 04.10.1988 - VII R 191/85
    Der BGH hat unter Anwendung dieser Grundsätze für Teilzahlungs- oder Ratenkreditverträge ein zur Sittenwidrigkeit führendes auffälliges Mißverhältnis im allgemeinen dann bejaht, wenn der vereinbarte effektive Jahreszins den marktüblichen Zins, für den nach seiner Auffassung der in den Monatsberichten der Deutschen Bundesbank ausgewiesene Schwerpunktzins herangezogen werden kann, um mehr als 100 v. H. überschreitet, ohne darin eine starre Grenze zu sehen (vgl. BGHZ 80, 153; BGHZ 98, 174 [BGH 10.07.1986 - III ZR 133/85]; BGH-Urteile vom 2. Oktober 1986 III ZR 163/85 und III ZR 130/85, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1987, 181, 183;… Palandt/Heinrichs, a. a. O., § 138 Anm. 2 b und 4, m. w. N.).

    Der BGH hat es ferner stets abgelehnt, den Tatrichter bei der Entscheidung über die Sittenwidrigkeit eines Kreditvertrages an ganz bestimmte Zinszahlenwerte zu binden; entscheidend ist vielmehr eine Gesamtwürdigung aller Geschäftsumstände, die das Revisionsgericht nur in rechtlicher Hinsicht zu überprüfen hat (BGH in NJW 1987, 181, 182, und NJW 1987, 183).

  • FG Düsseldorf, 31.12.2012 - 5 K 2186/10

    Wirksamkeit von Abtretungen bei Bestehen von Einvernehmen über die fehlende …

    Rn. 22 Dass die streitigen Abtretungen materiell unwirksam sind, folgt jedoch in Anlehnung an das Urteil des BFH vom 4.10.1988 (VII R 191/85, BFH/NV 1989, 276).

    Gerade um Wucher ging es aber in dem dem Urteil des BFH vom 4.10.1988 (VII R 191/85, a.a.O.) zugrundeliegenden Sachverhalt.

  • BFH, 21.02.1989 - VII R 7/86

    Erfüllungshalber erfolgte Abtretung eines Steuererstattungsanspruchs - …

    Der Senat braucht somit auf die von der Vorinstanz aufgeworfene Frage, ob der der Abtretung zugrunde liegende Darlehensvertrag wegen der Höhe der vereinbarten Effektivzinsen gemäß § 138 BGB sittenwidrig und nichtig ist, nicht zu entscheiden (vgl. hierzu die - nicht veröffentlichten - Urteile des Senats vom 4. Oktober 1988 VII R 191/85, und vom 9. Januar 1989 VII R 28/86).
  • BFH, 09.01.1989 - VII R 28/86
    Anmerkung: Die Entscheidung entspricht im wesentlichen dem Urteil vom 4.10.1988 VII R 191/85 BFH/NV 1989, 276.
Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
dejure.org Übersicht BFH
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht