Rechtsprechung
| BGH, 09.01.1964 - VII ZB 16/63 |
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Papierfundstellen
- MDR 1964, 317
- VersR 1964, 269
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (3)
- BGH, 15.02.1960 - VII ZB 5/60
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 09.01.1964 - VII ZB 16/63
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gehört es zu den Pflichten jedes Rechtsanwalts, anzuordnen, daß die Notierung wichtiger Fristen im Terminskalender durch einen Erledigungsvermerk in den Handakten gekennzeichnet wird (u.a. Beschlüsse des IV. Zivilsenats LM § 233 SPO Anh. Nr. 10; LM § 232 ZPO C c Nr. 8; Beschluß des II. Zivilsenats VersR 1957, 484; Beschlüsse des VII. Zivilsenats VersR 1960, 406 und 1118 sowie 1961, 360).Er wiegt hier um so schwerer, als der Senat im Beschluß vom 15. Februar 1960 VII ZB 5/60 (VersR 1960, 406) die Wiedereinsetzung aus diesem Grunde in einem Fall versagt hatte, in dem Rechtsanwalt Dr. Bofinger derselbe Organisationsfehler zur Last fiel.
- BGH, 30.09.1963 - VIII ZB 16/63
Auszug aus BGH, 09.01.1964 - VII ZB 16/63
Die zur Veröffentlichung bestimmte Entscheidung des VIII. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 30. September 1963 VIII ZB 16/63 steht dieser Auffassung nicht entgegen. - BGH, 13.05.1963 - VII ZB 3/63
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 09.01.1964 - VII ZB 16/63
Wie der Senat in den angeführten Beschlüssen (vgl. ferner den Beschluß vom 13. Mai 1963 VII ZB 3/63 = VersR 1963, 737; Beschlüsse BGH LM § 233 ZPO Nr. 10; § 232 ZPO Nr. 34; § 212 a ZPO Nr. 2) ausgeführt hat, ist es auch dem vielbeschäftigten Rechtsanwalt zuzumuten, die ihm vorgelegten Akten darauf nachzuprüfen, ob eine baldige Bearbeitung notwendig ist; hierbei kann es ihm nicht entgehen, wenn der Erledigungsvermerk über die Eintragung der Berufungsbegründungsfrist fehlt, obwohl er eine dahingehende Anweisung erteilt hatte.
- BGH, 05.02.2003 - VIII ZB 115/02
Anforderungen an die Organisation des Fristenwesens in einer Anwaltskanzlei
Die Eintragung der Frist im Fristenkalender ist von der damit beauftragten Angestellten durch einen Erledigungsvermerk - zweckmäßigerweise mit Handzeichen und Datumsangabe - an der Fristennotierung auf den Handakten kenntlich zu machen (BGH, Beschluß vom 9. Januar 1964 - VII ZB 16/63, VersR 1964, 269; Beschluß vom 22. September 1971 - V ZB 7/71, NJW 1971, 2269 = VersR 1971, 1125 unter 1 m.w.Nachw.; Beschluß vom 20. August 1998 - VII ZB 4/98, BRAK-Mitt. 1998, 269). - BGH, 22.09.1971 - V ZB 7/71
Rechtsanwalt - Rechtsmittel - Handakte - Erledigungsvermerk - Kontrolle
Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs verlangt zwar vom Anwalt, daß er die Anbringung eines solchen ErledigungsVermerks allgemein anordnet (Beschlüsse vom 15. Februar I960, VII ZB 5/60, YersR 1960, 406, und vom 9. Januar 1964, VII ZB 16/63, LM ZPO § 233 Buchst. Fc Nr. 27) und daß er nach diesem Erledigungsvermerk dann forscht, wenn ihm die Handakten im Zusammenhang mit einer fristgebundenen Prozeßhandlung, insbesondere zu deren Bearbeitung vorgelegt werden oder wenn ihm selbst die Akten bis zum Fristablauf oder einem ihm nahen Zeitpunkt Vorliegen, so daß sich ihm die Notwendigkeit der Fristen prüfung aufdrängt (Beschlüsse vom 30. September 1963, VIII ZB 16/63, LM ZPO § 233 Fc Nr. 25, und vom 9. Januar 1964 aaO). - BGH, 14.07.1966 - IV ZB 172/66
Rechtsmittel
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat jeder Rechtsanwalt, soweit es sich um die Wahrung wichtiger Fristen handelt, zwei Pflichten: Er muß einmal anordnen, daß die Notierung solcher Fristen im Fristenkalender durch einen Erledigungsvermerk in den Handakten vermerkt wird (Senatsbeschluß vom 2. Oktober 1951, IV ZB 60/51, LM, § 233 ZPO, Anhang Nr. 10; Senatsbeschluß vom 10. Januar 1962, IV ZB 408/61, LM, § 232 ZPO, Cc Nr. 8; Beschluß vom 15. Februar 1960, VII ZB 5/60, VersR 1960, 406; Beschluß vom 9. Januar 1964, VII ZB 16/63, LM, § 233 ZPO, Fc Nr. 27).(…Senatsbeschluß vom 2. Oktober 1951 a.a.O.; Senatsurteil vom 13. Juli 1959, IV ZR 57/59, LM, § 212 a ZPO, Nr. 2;… Senatsbeschluß vom 10. Januar 1962 a.a.O.;… Beschluß vom 15. Februar 1960 a.a.O.; Beschluß vom 9. Januar 1964 aaO).
- BGH, 10.03.1992 - VI ZB 4/92
Fristeintragung vor Erledigungsvermerk in Anwaltsakten
Es kann zwar davon ausgegangen werden, daß in der Kanzlei des früheren Prozeßbevollmächtigten der Klägerin, wie dies rechtlich geboten ist (vgl. BGH, Beschlüsse vom 9.1.1964 - VII ZB 16/63 - VersR 1964, 269 und vom 22.9.1971 V ZB 7/71 - VersR 1971, 1125) die Eintragung wichtiger Fristen im Terminkalender durch einen Erledigungsvermerk in den Handakten gekennzeichnet wird. - BGH, 14.10.1987 - VIII ZB 16/87
Anforderungen an die Ausfertigung eines Versäumnisurteils - Notwendigkeit der …
Zu dieser notwendigen Nachprüfung gehört auch die Kontrolle des Bürovermerks in den Handakten über die Eintragung der Frist im Fristenkalender (Senatsbeschluß vom 29. November 1972 - VIII ZB 56/72 = VersR 1973, 186; BGH Urteil vom 1. Juli 1976 - III ZR 88/75 = VersR 1976, 1154; Beschlüsse vom 9. Januar 1964 - VII ZB 16/63 = VersR 1964, 269 und vom 15. Mai 1972 - II ZB 2/72 = VersR 1972, 886). - KG, 10.07.2003 - 8 U 111/03
Anwaltsverschulden bei Versäumung der Berufungsbegründungsfrist: Anforderungen an …
Dazu gehört dann aber auch, dass die Eintragung einer Frist im Fristenkalender von der damit beauftragten Angestellten durch einen Erledigungsvermerk an der Fristennotierung auf den Handakten kenntlich gemacht wird (vgl. BGH, BGH-Report 2003, 697; VersR 1964, 269; VersR 1971, 1125). - OLG Frankfurt, 07.01.1999 - 2 UF 273/98 Unter diesen Umständen mußte dem Prozeßbevollmächtigte nach Auffassung des Senats das Bestehen einer Wiedereinsetzungsfrist auffallen und er dem Rechnung tragen (vgl. BGH VersR 71, 1125; 64, 269).
- BGH, 05.10.1995 - V ZB 21/95
Möglichkeit der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Fristversäumung - …
Er mußte jedoch sicherstellen, daß aus seinen Handakten die Fristennotierung durch einen entsprechenden Erledigungsvermerk feststellbar war (BGH, Beschl. v. 9. Januar 1964, VII ZB 16/63, VersR 1964, 269). - BGH, 15.11.1972 - VIII ZR 209/71
Fristenwesen - Anwalspflicht - Rechtsmittel - Rechtsmittelfrist - Rechtsanwalt - …
Es ist zwar richtig, daß von einem Anwalt im Rahmen der Überwachung seines Büropersonals nicht verlangt werden kann, seine Handakten immer dann, wenn sie ihm aus irgendeinem Grunde vor gelegt werden, auf die Richtigkeit etwaiger Fristberechnungen und die Erledigung einer von ihm getroffenen Anordnung zu überprüfen (vgl. Senatsbeschluß vom 30. September 1963 - VIII ZB 16/63 = LM ZPO § 233 /Pc7 Nr. 25; BGH Beschlüsse vom 9 Januar 1964 - VII ZB 16/63 LM ZPO § 233 /Pc7 Nr. 27 und vom 22. September 1971 - V ZB 7/71 = NJW 71, 2269). - BGH, 11.10.1983 - VI ZB 11/83
Zulässigkeit einer sofortigen Beschwerde - Antrag auf Wiedereinsetzung in den …
Da er allgemein angeordnet hatte, daß nach der Notierung der Fristen im Fristenkalender in den Handakten jeweils ein Erledigungsvermerk anzubringen sei, hat er auch insoweit seinen Sorgfaltspflichten genügt (vgl. BGH, Beschlüsse vom 9. Januar 1964 - VII ZB 16/63 - LM § 233 (Fc) ZPO Nr. 27 und vom 17. Dezember 1973 - VIII ZB 26/73 - VersR 1974, 387, 388). - BGH, 06.07.1983 - IVb ZB 35/83
Unzulässigkeit der Berufung wegen Versäumung der Berufungsbegründungsfrist - …
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