Rechtsprechung
| BGH, 22.05.1975 - VII ZR 204/74 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Zusätzlicher Streitwert aus der auf die Löschung der Vormerkung der Bauwerksicherungshypothek gerichteten Widerklage
- Wolters Kluwer
Haftung des Bauunternehmers für Mängel seines Werkes nach fehlerhafter Planung des Architekten - Erkennen oder Erkennenmüssen der unsachgemäßen Planung durch den Bauunternehmer - Ausschluss der Haftung des Auftragnehmers bei mangelndem Einfluss auf die Auswahl des ...
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Was ist eine "Anordnung" des Auftraggebers i.S.v. § 13 Nr. 3 VOB/B?
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
VOB/B § 4
Bezeichnung der zu verwendenden Baustoffe durch den Architekten
Papierfundstellen
- BauR 1975, 421
Wird zitiert von ... (13) Zitiert selbst (5)
- BGH, 01.03.1973 - VII ZR 82/71
Verwendung durch den Auftraggeber vorgeschriebener Baustoffe
Auszug aus BGH, 22.05.1975 - VII ZR 204/74
Zutreffend sieht das Berufungsgericht Sinn und Zweck des § 13 Nr. 3 VOB (B) darin, die Haftung des Auftragnehmers auszuschließen, wenn er keinen Einfluß auf die Auswahl des Baustoffs hat (vgl. BGH NJW 1973, 754).Auf die - rechtsfehlerhafte (vgl. BGH NJW 1973, 754, 755) - Hilfserwägung des Berufungsgerichts, daß die Klägerin für zufällige Qualitätsfehler auch dann gehaftet hätte, wenn ihr die Verblendklinker vorgeschrieben gewesen wären, kommt es unter diesen Umständen nicht an.
- BGH, 04.03.1971 - VII ZR 204/69
Haftungsverhältnisse: Architekt-Statiker-Bauunternehmer
Auszug aus BGH, 22.05.1975 - VII ZR 204/74
Die Ausführungen des Berufungsgerichts halten sich im Rahmen rechtsfehlerfreier tatrichterlicher Würdigung (vgl. Urteil des Senats vom 4. März 1971 - VII ZR 204/69 - WM 1971, 682, 685). - BGH, 18.01.1973 - VII ZR 88/70
Hinweispflichten des Auftragnehmers bei erkannten Planungsmängeln
Auszug aus BGH, 22.05.1975 - VII ZR 204/74
Das Berufungsgericht geht zu Recht davon aus, daß der Bauunternehmer für Mängel seines Werkes, die ihre Ursache in einer fehlerhaften Planung des Architekten haben, gemäß §§ 4 Nr. 3, 13 Nr. 3 VOB (B) dann haftet, wenn er die Planung als unsachgemäß erkannt und eine schriftliche Mitteilung seiner Bedenken unterlassen hat oder doch hätte erkennen müssen (BGH, Urteil vom 3. Dezember 1964 - VII ZR 61/63 = VersR 1965, 245, 246; NJW 1973, 518). - BGH, 03.12.1964 - VII ZR 61/63
Hinweispflicht des Auftragnehmers auf Mängel der Planung
Auszug aus BGH, 22.05.1975 - VII ZR 204/74
Das Berufungsgericht geht zu Recht davon aus, daß der Bauunternehmer für Mängel seines Werkes, die ihre Ursache in einer fehlerhaften Planung des Architekten haben, gemäß §§ 4 Nr. 3, 13 Nr. 3 VOB (B) dann haftet, wenn er die Planung als unsachgemäß erkannt und eine schriftliche Mitteilung seiner Bedenken unterlassen hat oder doch hätte erkennen müssen (BGH, Urteil vom 3. Dezember 1964 - VII ZR 61/63 = VersR 1965, 245, 246; NJW 1973, 518). - BGH, 09.06.1969 - VII ZR 67/67
Anforderungen an Bestimmung der Ausführungsart
Auszug aus BGH, 22.05.1975 - VII ZR 204/74
Dies setzt aber eine eindeutige, die Befolgung durch den Auftragnehmer heischende Anordnung des Auftraggebers voraus, die dem Auftragnehmer keine Wahl läßt (vgl. BGH, Urteil vom 9. Juni 1969 - VII ZR 67/67 = Schäfer/Finnern Z 2.414 Bl. 219).
- BGH, 17.05.1984 - VII ZR 169/82
Begriff des Fehlers beim Werkvertrag; Vorteilsausgleich bei verzögerter …
Es fehlt an der in § 13 Nr. 3 VOB/B vorausgesetzten bindenden Anweisung, die der Klägerin keine Wahl gelassen und absolute Befolgung erheischt hätte (BGH NJW 1973, 754, 755; 1977, 1966; Senatsurteil vom 22. Mai 1975 - VII ZR 204/74 = BauR 1975, 421, 422). - BGH, 11.10.1990 - VII ZR 228/89
Verschulden bei Mängeln der Ausschreibung
Unterläßt der Auftragnehmer den Hinweis auf Mängel, die er erkannt hat, so ist er immer allein für den Schaden verantwortlich (Senatsurteile vom 18. Januar 1973 - VII ZR 88/70 = NJW 1973, 518 = BauR 1973, 190; vom 10. Juli 1975 - VII ZR 243/73 = BauR 1975, 420; vom 22. Mai 1975 - VII ZR 204/74 = BauR 1975, 421; vom 10. November 1977 - VII ZR 252/75 = BauR 1978, 139, 142; vgl. auch Urteil vom 9. Februar 1978 - VII ZR 122/77 = BauR 1978, 222, 224 = BB 1978, 577 = WM 1978, 750).d) In dem damit vorgegebenen Rahmen kommt den Umständen des Einzelfalls wesentliche Bedeutung zu, zum Beispiel den zu erwartenden Fachkenntnissen des Auftragnehmers einerseits (Senatsurteil vom 22. Mai 1975 - VII ZR 204/74 aaO. …und vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/88 aaO.) und etwa besonders ausgefallenen technischen Anforderungen der geplanten Leistung andererseits.
- BGH, 12.05.2005 - VII ZR 45/04
Voraussetzungen der Übernahme des Risikos einer mangelhaften Leistung durch den …
Eine derartige bindende Anweisung liegt nicht vor, wenn der Auftraggeber einen bestimmten Baustoff nur vorschlägt (BGH…, Urteil vom 17. Mai 1984 - VII ZR 169/82, aaO.) oder mit der Verwendung durch den Auftragnehmer lediglich einverstanden ist (BGH, Urteil vom 22. Mai 1975 - VII ZR 204/74, BauR 1975, 421).
- BGH, 30.06.1977 - VII ZR 325/74
Grenzen des dem Auftragnehmer zugewiesenen Risikobereichs bei Vereinbarung der …
Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats, von der abzuweichen kein Anlaß besteht, hätte es hierzu einer eindeutigen, der Beklagten keine Wahl lassenden Aufforderung der Klägerin bedurft, mit der Beschichtung der Bleche erst lange nach deren Montage zu beginnen (Urteile vom 9. Juni 1969 - VII ZR 67/67 = Schäfer/Finnern, Rechtsprechung der Bau-Ausführung, Z 2.414 Bl. 219 - und vom 22. Mai 1975 - VII ZR 204/74 = BauR 1975, 421, 422).Diese Bestimmung ist wie jede Ausnahmevorschrift grundsätzlich eng auszulegen (Senatsurteil BauR 1975, 421, 422).
- BGH, 23.09.1976 - VII ZR 14/75
Verantwortlichkeit des Unternehmers für die Art der Nachbesserung
Das wäre nicht schon deshalb entbehrlich gewesen" weil sie eine tiefere Auskofferung des Bodens als unwirtschaftlich und ortsunüblich ansah oder das Leistungsverzeichnis von einem Architekten aufgestellt worden ist (Urteil vom 22. Mai 1975 - VII ZR 204/74 BauR 1975, 421). - BGH, 10.07.1975 - VII ZR 243/73
Prüfungs- und Hinweispflicht des Auftragnehmers
Im übrigen hat der Senat erst kürzlich wieder hervorgehoben, daß der Bauunternehmer für Mängel seines Werks, die ihre Ursache in fehlerhafter Planung des Architekten haben, gemäß §§ 4 Nr. 3, 13 Nr. 3 VOB dann haftet, wenn er die Planung als unsachgemäß erkannt und eine schriftliche Mitteilung seiner Bedenken unterlassen hat oder wenn er die Planung als unsachgemäß hätte erkennen müssen (Urteil vom 22. Mai 1975 - VII ZR 204/74 - mit Hinweisen auf die Urteile VersR 1965, 245, 246; NJW 1973, 518). - OLG Frankfurt, 05.02.2008 - 5 U 151/06
VOB-Vertrag: Gewährleistungsanspruch bei Schadenseintritt durch immanente …
Eine nachträgliche Festlegung des Werkunternehmers durch den Bauherrn auf einen Werkstoff oder eine Ausführungsart genügt für eine Risikoverlagerung regelmäßig nur, wenn der Werkunternehmer keinen Einfluss auf die Auswahl hatte (vgl. BGH BauR 1975, 421). - BGH, 22.11.1984 - VII ZR 287/82
Erfordernis der Fristsetzung nach Betriebsaufgabe durch den Auftragnehmer
Das gilt vor allem, wenn der Auftragnehmer seine Pflicht zur Gewährleistung schlechthin bestreitet (Senatsurteile NJW 1983, 1731 und vom 12. Dezember 1968 - VII ZR 18/66 = LM BGB § 459 Nr. 20), oder wenn er die Beseitigung des Mangels in anderer Weise ernsthaft verweigert (Senatsurteil vom 22. Mai 1975 - VII ZR 204/74 insoweit in BauR 1975, 421 nicht abgedruckt). - OLG Düsseldorf, 07.10.2011 - 23 U 151/10
Ausnahmen von Mängelhaftung: Risikoübernahme oder Bedenkenhinweis!
Dieser Tatbestand liegt vor, wenn der Auftragnehmer vom Besteller Vorgaben erhält, die er zwingend zu befolgen hat, die ihm keine Wahl lassen (…BGH, Urt. v. 17.05.1984 - vII ZR 169/82; BGH, Urt. v. 22.05.1975, VII ZR 204/74, BauR 1975, 421). - OLG Düsseldorf, 27.03.2009 - 23 U 83/08 Dieser Tatbestand liegt vor, wenn der Auftragnehmer vom Besteller Vorgaben erhält, die er zwingend zu befolgen hat, die ihm also keine Wahl lassen (…BGH, Urt. v. 17.5.1984 - VII ZR 169/82; BGH, Urt. v. 22.5.1975, VII ZR 204/74, BauR 1975, 421).
- OLG Zweibrücken, 19.11.1991 - 8 U 132/90
VOB-Vertrag: Gewährleistungsansprüche, Kostenvorschuß, Anforderungen an …
- OLG Köln, 07.10.1992 - 13 U 91/92
Ersatz von Aufwendungen bezüglich der Ausführung von Anstricharbeiten an diversen …
- LG Bonn, 08.06.2007 - 1 O 194/04
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".