Rechtsprechung
| BFH, 08.04.2011 - VIII B 116/10 |
Volltextveröffentlichungen (11)
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Betriebsaufspaltung - Verpachtung von Mandantenstamm
- openjur.de
Betriebsaufspaltung; Verpachtung von Mandantenstamm
- Bundesfinanzhof
FGO § 115 Abs 2 Nr 1, EStG § 18, EStG § 15
Betriebsaufspaltung - Verpachtung von Mandantenstamm - rechtsinformationen.bund.de
Betriebsaufspaltung - Verpachtung von Mandantenstamm
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 115 Abs 2 Nr 1 FGO, § 18 EStG 2002, § 15 EStG 2002
Betriebsaufspaltung - Verpachtung von Mandantenstamm - IWW
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
EStG § 18
Gewerbesteuerpflichtigkeit der Verpachtung des Mandantenstamms einer freiberuflichen Einzelpraxis an eine vom Verpächter beherrschte Steuerberatungs-GmbH; Mandantenstamm eines Steuerberaters als Gegenstand eines Pachtvertrags und Teil des Betriebsvermögens - datenbank.nwb.de
Betriebsaufspaltung: Verpachtung von Mandantenstamm eines Steuerberaters
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Der Steuerberater, die Verpachtung seines Mandantenstamms und die Betriebsaufspaltung
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Die Verpachtung des Mandantenstamms einer freiberuflichen Einzelpraxis an eine vom Verpächter beherrschte Steuerberatungs-GmbH unterliegt der Gewerbesteuerpflicht; Der Mandantenstamm eines Steuerberaters kann als eigenständiges Wirtschaftsgut Gegenstand eines ...
- nwb.de (Kurzmitteilung)
Verpachtung des Mandantenstamms einer Steuerberatungspraxis
Verfahrensgang
- FG München, 10.06.2010 - 8 K 460/10
- BFH, 08.04.2011 - VIII B 116/10
Papierfundstellen
- DB 2011, 1255
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (7)
- BVerfG, 15.01.2008 - 1 BvL 2/04
Abfärberegelung
Auszug aus BFH, 08.04.2011 - VIII B 116/10
Rn. 4 b) Mit dieser Entscheidung weicht das FG insbesondere nicht von der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 15. Januar 2008 1 BvL 2/04 (BVerfGE 120, 1, BFH/NV 2008, Beilage 3, 247) ab. - BFH, 13.11.1997 - IV R 67/96
Abfärbewirkung bei Betriebsaufspaltung
Auszug aus BFH, 08.04.2011 - VIII B 116/10
Anerkannt ist ebenfalls, dass die vermietende oder verpachtende Tätigkeit einer freiberuflichen Besitzgesellschaft im Rahmen einer freiberuflichen Betriebsaufspaltung zu Einkünften aus Gewerbebetrieb führt (z.B. BFH-Urteil vom 13. November 1997 IV R 67/96, BFHE 184, 512, BStBl II 1998, 254). - BFH, 27.05.2009 - II R 53/07
Freibetrag nach § 13a ErbStG für Betriebsvermögen eines freiberuflichen …
Auszug aus BFH, 08.04.2011 - VIII B 116/10
Auch das vom Kläger angeführte Urteil des FG Münster (Urteil vom 25. Oktober 2007 3 K 4323/05 Erb), nachfolgend BFH-Urteil vom 27. Mai 2009 II R 53/07 (BFHE 225, 493, BStBl II 2009, 852) betrifft eine andere Frage.
- BFH, 30.03.1994 - I R 52/93
Steuerberater - Mandantenstamm - GmbH - Abschreibungsfähiges Wirtschaftsgut - …
Auszug aus BFH, 08.04.2011 - VIII B 116/10
Das Urteil des FG weicht auch nicht von dem BFH-Urteil vom 30. März 1994 I R 52/93 (BFHE 175, 33, BStBl II 1994, 903) ab. - BFH, 29.04.1993 - IV R 16/92
Nachträgliche Einkünfte aus künstlerischer Tätigkeit, wenn Erbin eines …
Auszug aus BFH, 08.04.2011 - VIII B 116/10
Nach dem BFH-Urteil vom 29. April 1993 IV R 16/92 (BFHE 171, 385, BStBl II 1993, 716) erzielt die Erbin eines Kunstmalers nachträgliche Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit, wenn sie die von ihrem Ehemann gemalten Bilder nach dessen Tod verkauft. - FG Münster, 25.10.2007 - 3 K 4323/05
Anspruch auf Gewährung des Betriebsvermögensfreibetrages gem. § 13a …
Auszug aus BFH, 08.04.2011 - VIII B 116/10
Auch das vom Kläger angeführte Urteil des FG Münster (Urteil vom 25. Oktober 2007 3 K 4323/05 Erb), nachfolgend BFH-Urteil vom 27. Mai 2009 II R 53/07 (BFHE 225, 493, BStBl II 2009, 852) betrifft eine andere Frage. - BFH, 18.12.1996 - I R 129/95
Veräußerung des beweglichen Betriebsvermögens - Mandantenstamm - Verpachtung - …
Auszug aus BFH, 08.04.2011 - VIII B 116/10
In der Rechtsprechung des BFH ist geklärt, dass der Mandantenstamm eines Steuerberaters als eigenständiges Wirtschaftsgut Gegenstand eines Pachtvertrags sein kann und dass es sich dabei um "den wesentlichsten und werthaltigsten" Teil des Betriebsvermögens handelt (vgl. BFH-Urteil vom 18. Dezember 1996 I R 129/95, BFHE 182, 366, BStBl II 1997, 546).
- BFH, 21.11.2017 - VIII R 17/15
Begründung und Beendigung einer Betriebsaufspaltung bei Verpachtung des …
Veräußert ein Steuerberater --wie im Streitfall der Kläger-- sein bewegliches Betriebsvermögen mit Ausnahme des Mandantenstamms, der in der Regel das werthaltigste Wirtschaftsgut seines Betriebsvermögens darstellt, an eine von ihm gegründete GmbH, so kann der Mandantenstamm Gegenstand eines Pachtvertrags zwischen Berater und Beratungs-GmbH sein (BFH-Urteil vom 18. Dezember 1996 I R 128-129/95, BFHE 182, 366, BStBl II 1997, 546; Senatsbeschluss vom 8. April 2011 VIII B 116/10, BFH/NV 2011, 1135).Die entgeltliche Nutzungsüberlassung des Mandantenstamms an die A-GmbH führte zum Entstehen einer sachlichen Verflechtung, da der Mandantenstamm eine, wenn nicht gar die wesentliche Betriebsgrundlage einer Steuerberaterkanzlei ist (s. Senatsbeschluss in BFH/NV 2011, 1135, und die dazu ergangene Vorentscheidung des FG München vom 10. Juni 2010 8 K 460/10, EFG 2011, 47).
Rn. 36 aa) Die Einkünfte des Klägers aus der Vermietung des Mandantenstamms an die A-GmbH sind mangels einer insoweit ausgeübten leitenden und eigenverantwortlichen steuerberatenden Tätigkeit keine Einkünfte gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG, sondern Einkünfte aus Gewerbebetrieb (Senatsbeschluss in BFH/NV 2011, 1135, m.w.N.; s.a. BFH-Urteil vom 18. Juni 1980 I R 77/77, BFHE 131, 388, BStBl II 1981, 39 zur gewerblichen Verpachtung von Wirtschaftsgütern an eine Betriebs-GmbH, obwohl vor der Betriebsaufspaltung aus dem Gesamtunternehmen Einkünfte aus selbständiger Arbeit bezogen wurden).
Diese Grundsätze gelten auch, wenn ein Freiberufler --wie im Streitfall der Kläger-- gewerbliche Einkünfte aus der Nutzungsüberlassung eines Mandantenstamms neben einer daneben fortgeführten freiberuflichen Tätigkeit erzielt (s. zutreffend FG München in EFG 2011, 47; nachgehend Senatsbeschluss in BFH/NV 2011, 1135).
- BFH, 19.12.2012 - IV R 29/09
Ende der Nutzung eines fremden Wirtschaftsguts zur Einkunftserzielung, auf das …
Abweichendes ergibt sich nicht aus dem BFH-Beschluss vom 8. April 2011 VIII B 116/10 (BFH/NV 2011, 1135), denn diese Entscheidung betraf die pachtweise Überlassung eines Mandantenstammes. - BFH, 20.10.2015 - VIII R 33/13
Anwendbarkeit der Grundsätze des formellen Bilanzenzusammenhangs nach Realteilung …
Rn. 29 (1) Der Mandantenstamm ist ein immaterielles Wirtschaftsgut (BFH-Beschluss vom 8. April 2011 VIII B 116/10, BFH/NV 2011, 1135; BFH-Urteile vom 18. Dezember 1996 I R 128-129/95, BFHE 182, 366, BStBl II 1997, 546; vom 24. Februar 1994 IV R 33/93, BFHE 174, 230, BStBl II 1994, 590). - FG Münster, 24.06.2021 - 10 K 2506/18
Klassifizierung der Überlassung eines Mandantenstamms an eine Kapitalgesellschaft …
Zwar stellt ein Mandantenstamm ein von anderen Wirtschaftsgütern des Betriebsvermögens unabhängiges, eigenständiges Wirtschaftsgut dar, das selbständig übertragen oder auch verpachtet werden kann (vgl. BFH-Urteil vom 18.12.1996 - I R 128-129/95, BStBl. II 1997, 546; BFH-Beschluss vom 8.4.2011 - VIII B 116/10, BFH/NV 2011, 1135;… Wacker in Schmidt, EStG, 40. Aufl., 2021, § 18 Rz. 200). - FG Münster, 10.04.2013 - 13 K 521/09
Formeller Bilanzzusammenhang bei Realteilung, Ergänzungsbilanz, …
Hierbei handelt es sich um ein Wirtschaftsgut (BFH-Beschluss vom 08.04.2011 VIII B 116/10, BFH/NV 2011, 1135; BFH-Urteil vom 18.12.1996 I R 128-129/95, BStBl. II 1997, 546, BFHE 182, 366).
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