Rechtsprechung
| BVerwG, 20.06.1968 - VIII C 11.67 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Voraussetzungen für die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen - Anforderungen an die Aufhebung des Bescheides der Prüfungskammer
Kurzfassungen/Presse
- spiegel.de (Pressemeldung)
Verfahrensgang
- VG Düsseldorf, 21.07.1964 - 10 K 1537/62
- BVerwG, 20.06.1968 - VIII C 11.67
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (5)
- BVerfG, 20.12.1960 - 1 BvL 21/60
Kriegsdienstverweigerung I
Auszug aus BVerwG, 20.06.1968 - VIII C 11.67
Eine Gewissensentscheidung ist jede ernste sittliche, d. h. an den Kategorien von "Gut" und "Böse" orientierte Entscheidung, die der einzelne in einer bestimmten Lage als für sich bindend und unbedingt verpflichtend innerlich erfährt, so daß er gegen sie nicht ohne ernste Gewissensnot handeln kann (BVerfGE 12, 45 [55]).Daß auch der Dienst mit der Waffe im Frieden, die Ausbildung mit der Waffe, zu einer echten Gewissensbelastung führen und daher auf Grund von Art. 4 Abs. 3 GG, § 25 WpflG verweigert werden kann, ist vom Bundesverwaltungsgericht in ständiger Rechtsprechung entschieden worden und entspricht auch der Rechtsauffassung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfGE 12, 45 [56]).
- BVerwG, 03.10.1958 - VII C 235.57
Auszug aus BVerwG, 20.06.1968 - VIII C 11.67
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. BVerwGE 7, 242; 23, 98 [BVerwG 17.12.1965 - VII C 58/62]; Urteil vom 28. März 1968 - BVerwG VIII C 35.67 -) besteht das Gewissen in einer im Inneren vorhandenen Überzeugung von Recht und Unrecht und der sich daraus ergebenden Verpflichtung zu einem bestimmten Tun oder Unterlassen. - BVerwG, 17.12.1965 - VII C 84.63
Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer - Ablehnung des Wehrdienstes aus …
Auszug aus BVerwG, 20.06.1968 - VIII C 11.67
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. BVerwGE 7, 242; 23, 98 [BVerwG 17.12.1965 - VII C 58/62]; Urteil vom 28. März 1968 - BVerwG VIII C 35.67 -) besteht das Gewissen in einer im Inneren vorhandenen Überzeugung von Recht und Unrecht und der sich daraus ergebenden Verpflichtung zu einem bestimmten Tun oder Unterlassen. - BVerwG, 17.12.1965 - VII C 58.62
Auszug aus BVerwG, 20.06.1968 - VIII C 11.67
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. BVerwGE 7, 242; 23, 98 [BVerwG 17.12.1965 - VII C 58/62]; Urteil vom 28. März 1968 - BVerwG VIII C 35.67 -) besteht das Gewissen in einer im Inneren vorhandenen Überzeugung von Recht und Unrecht und der sich daraus ergebenden Verpflichtung zu einem bestimmten Tun oder Unterlassen. - BVerwG, 28.03.1968 - VIII C 35.67
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 20.06.1968 - VIII C 11.67
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. BVerwGE 7, 242; 23, 98 [BVerwG 17.12.1965 - VII C 58/62]; Urteil vom 28. März 1968 - BVerwG VIII C 35.67 -) besteht das Gewissen in einer im Inneren vorhandenen Überzeugung von Recht und Unrecht und der sich daraus ergebenden Verpflichtung zu einem bestimmten Tun oder Unterlassen.
- BVerwG, 04.05.1972 - VIII C 76.71 Dann aber fehlt es, wie das Verwaltungsgericht rechtlich zutreffend angenommen hat, auch aus diesem Grunde dem Beigeladenen an den Voraussetzungen der durch das Grundgesetz geschützten Gewissensentscheidung gegen den Kriegsdienst mit der Waffe (BVerfGE 12, 45 [55];Urteile vom 20. Juni 1968 - BVerwG VIII C 11.67 - undvom 27. Januar 1972 - BVerwG VIII C 155.69 -).
- BVerwG, 28.09.1973 - VI B 69.73
Anforderungen an die Durchführung der Kriegsdienstverweigerung
Die Beschwerde trägt vor, das Urteil des Verwaltungsgerichts weiche ab von den Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Mai 1962 - BVerwG VII C 143.60 - (BVerwGE 14, 146), vom 17. Dezember 1965 - BVerwG VII C 84.63 - (NJW 1966, 948), vom vom 11. Februar 1966 - BVerwG VII C 2.63 -, vom 20. Juni 1968 - BVerwG VIII C 9.67 -, - BVerwG VIII C 11.67 - und - BVerwG VIII C 18.67 - sowie vom 24. April 1969 - BVerwG VIII C 37.68 - (Buchholz 448.0 § 25 WPflG Nr. 25), soweit in ihnen ausgesprochen sei, daß rationale Erwägungen zwar für sich allein die Kriegsdienstverweigerung nicht rechtfertigen, aber eine Grundlage für eine anerkennenswerte Gewissensentscheidung sein könnten. - BVerwG, 30.07.1969 - VIII B 104.67
Rechtsmittel
Mit der Auffassung, die labile Wesensart eines jungen Menschen, dessen Haltung noch vom Elternhause bestimmt werde, stehe einer Gewissensentscheidung entgegen, weicht das Verwaltungsgericht von der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts BVerwGE 9, 100 ab (vgl. auch Urteile vom 20. Juni 1968 - BVerwG VIII C 11.67 und BVerwG VIII C 18.67 -), wonach auch Menschen solcher Wesensart ein inneres Bewußtsein von Gut und Böse besitzen können, das für sie unüberhörbar und zwingend spricht.
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