Rechtsprechung
| BGH, 14.04.1976 - VIII ZR 253/74 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Umgestaltung der betrieblichen und gesellschaftsrechtlichen Verhältnisse eines Baustoffwerkes - Erfordernis eines bestimmten Klageantrags - Anforderungen an das Vorliegen eines selbstständigen Gewerbebetriebes
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Datenbank zur Rechtsprechung im Kommunalrecht (Leitsatz)
Pachtvertrag zwischen Gemeinde und Unternehmen: Verpflichtung zu Gestaltung des Unternehmens mit bestimmten steuerlichen Folgen ist nichtig
Papierfundstellen
- BGHZ 66, 199
- NJW 1976, 1500
- MDR 1976, 660
- DB 1976, 1377
- DÖV 1976, 854
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (9)
- BGH, 09.10.1974 - VIII ZR 113/72
Anforderungen an die Auslegung eines Mietvertrages - Nachträgliche Verminderung …
Auszug aus BGH, 14.04.1976 - VIII ZR 253/74
Die Klage auf Erfüllung der Verpflichtung nach Art. 6 des Pachtvertrages ist auch nicht wegen rechtlicher Unmöglichkeit der Leistung, auf die sie gerichtet ist, unzulässig (vgl. BGH Urteile vom 9. Oktober 1974 - VIII ZR 113/72 = WM 1974, 1182 und vom 4. November 1971 - VII ZR 175/69 = WM 1972, 103).Daß der Beklagten auch diese Leistung unmöglich ist, läßt sich jedenfalls nicht feststellen, zumal dafür nicht entscheidend ist, ob die Beklagte gegen ihre Gesellschafter einen Anspruch auf deren erforderliche Mitwirkung hat (vgl. Senatsurteil vom 9. Oktober 1974 - VIII ZR 113/72, a.a.O., m.w.Nachw.).
Das Rechtsschutzinteresse an der Verurteilung der Beklagten ergibt sich in diesem Falle schon aus der hierdurch für die Klägerin eröffneten Möglichkeit, von der Beklagten unter erleichterten Voraussetzungen Schadensersatz gemäß § 283 BGB zu fordern (vgl. § 893 ZPO; Senatsurteil vom 9. Oktober 1974 - VIII ZR 113/72, a.a.O.).
- BGH, 18.02.1959 - V ZR 11/57
Autobahnschäden und Allgemeines Kriegsfolgengesetz
Auszug aus BGH, 14.04.1976 - VIII ZR 253/74
Aus diesem Grunde ist zum Beispiel bei Störungsbeseitigungs- und bei Unterlassungsansprüchen die Verurteilung (und ein entsprechender Klagantrag) zulässig mit dem Gebot, "durch geeignete Maßnahmen" Vorsorge zu treffen, daß benachteiligende Einwirkungen auf das Grundstück des Klägers nicht mehr stattfinden (BGHZ 29, 314, 317) bzw. "geeignete Maßnahmen zu treffen", durch welche vom Betrieb des Beklagten ausgehende, das Nachbargrundstück des Klägers wesentlich beeinträchtigende Einwirkungen durch Geräusche und Erschütterungen in Zukunft verhindert werden (BGH Urteil vom 8. Juli 1964 - V ZR 173/63 = WM 1964, 1102). - BVerwG, 05.06.1959 - VII C 83.57
Auszug aus BGH, 14.04.1976 - VIII ZR 253/74
Es können nicht nur keine zusätzlichen, in den Steuergesetzen nicht enthaltenen Steuertatbestände durch Vereinbarung geschaffen werden (vgl. BVerwG, BStBl 1959 Teil I S. 1002 = BVerwGE 8, 329; DVBl 1960, 106; BFH, BStBl 1962 Teil III S. 241, 243;… Hübschmann/Hepp/Spitaler, Kommentar zur Reichsabgabenordnung 6. Aufl. § 220 Anm. 12;… Becker/Riewald/Koch, Reichsabgabenordnung 9. Aufl. Bd. II § 220 Anm. 3 Abs. 14;… Müthling, Gewerbesteuergesetz, 2. Aufl. § 15 Anm. 2); es ist auch unzulässig, einen Gewerbetreibenden im Wege des Privatrechts zu zwingen, einen Steuertatbestand herbeizuführen oder aufrechtzuerhalten, auf dessen Herbeiführung bzw. Aufrechterhaltung die Gemeinde nach den Steuergesetzen keinen Anspruch hat.
- BGH, 16.06.1959 - VI ZR 81/58
Teilurteil und Rechtsmittel
- BGH, 04.11.1971 - VII ZR 175/69
Abgrenzung zwischen einem einheitlichen Vertrag und mehreren Einzelverträgen - …
Auszug aus BGH, 14.04.1976 - VIII ZR 253/74
Die Klage auf Erfüllung der Verpflichtung nach Art. 6 des Pachtvertrages ist auch nicht wegen rechtlicher Unmöglichkeit der Leistung, auf die sie gerichtet ist, unzulässig (vgl. BGH Urteile vom 9. Oktober 1974 - VIII ZR 113/72 = WM 1974, 1182 und vom 4. November 1971 - VII ZR 175/69 = WM 1972, 103). - BGH, 08.07.1964 - V ZR 173/63
Auszug aus BGH, 14.04.1976 - VIII ZR 253/74
Aus diesem Grunde ist zum Beispiel bei Störungsbeseitigungs- und bei Unterlassungsansprüchen die Verurteilung (und ein entsprechender Klagantrag) zulässig mit dem Gebot, "durch geeignete Maßnahmen" Vorsorge zu treffen, daß benachteiligende Einwirkungen auf das Grundstück des Klägers nicht mehr stattfinden (BGHZ 29, 314, 317) bzw. "geeignete Maßnahmen zu treffen", durch welche vom Betrieb des Beklagten ausgehende, das Nachbargrundstück des Klägers wesentlich beeinträchtigende Einwirkungen durch Geräusche und Erschütterungen in Zukunft verhindert werden (BGH Urteil vom 8. Juli 1964 - V ZR 173/63 = WM 1964, 1102). - BFH, 16.02.1962 - III 31/60 U
Veranlagung des Grundsteuermeßbetrages auf den Zeitpunkt der Feststellung des …
Auszug aus BGH, 14.04.1976 - VIII ZR 253/74
Es können nicht nur keine zusätzlichen, in den Steuergesetzen nicht enthaltenen Steuertatbestände durch Vereinbarung geschaffen werden (vgl. BVerwG, BStBl 1959 Teil I S. 1002 = BVerwGE 8, 329; DVBl 1960, 106; BFH, BStBl 1962 Teil III S. 241, 243;… Hübschmann/Hepp/Spitaler, Kommentar zur Reichsabgabenordnung 6. Aufl. § 220 Anm. 12;… Becker/Riewald/Koch, Reichsabgabenordnung 9. Aufl. Bd. II § 220 Anm. 3 Abs. 14;… Müthling, Gewerbesteuergesetz, 2. Aufl. § 15 Anm. 2); es ist auch unzulässig, einen Gewerbetreibenden im Wege des Privatrechts zu zwingen, einen Steuertatbestand herbeizuführen oder aufrechtzuerhalten, auf dessen Herbeiführung bzw. Aufrechterhaltung die Gemeinde nach den Steuergesetzen keinen Anspruch hat. - BVerwG, 23.11.1959 - VII B 81.59
Auszug aus BGH, 14.04.1976 - VIII ZR 253/74
Es können nicht nur keine zusätzlichen, in den Steuergesetzen nicht enthaltenen Steuertatbestände durch Vereinbarung geschaffen werden (vgl. BVerwG, BStBl 1959 Teil I S. 1002 = BVerwGE 8, 329; DVBl 1960, 106; BFH, BStBl 1962 Teil III S. 241, 243;… Hübschmann/Hepp/Spitaler, Kommentar zur Reichsabgabenordnung 6. Aufl. § 220 Anm. 12;… Becker/Riewald/Koch, Reichsabgabenordnung 9. Aufl. Bd. II § 220 Anm. 3 Abs. 14;… Müthling, Gewerbesteuergesetz, 2. Aufl. § 15 Anm. 2); es ist auch unzulässig, einen Gewerbetreibenden im Wege des Privatrechts zu zwingen, einen Steuertatbestand herbeizuführen oder aufrechtzuerhalten, auf dessen Herbeiführung bzw. Aufrechterhaltung die Gemeinde nach den Steuergesetzen keinen Anspruch hat. - RG, 27.05.1913 - VII 32/13
Besteuerungsrecht der Gemeinden; Verzicht
Auszug aus BGH, 14.04.1976 - VIII ZR 253/74
Eine solche Ausweitung der Steuerpflicht mit privatrechtlichen Mitteln bedeutet mithin eine Umgehung des Gewerbesteuergesetzes und muß deshalb daran scheitern, daß im Gewerbesteuergesetz eine das Recht der Gemeinde auf privatrechtliche Betätigung auf dem Gebiet der Besteuerung insoweit ausschließende Sonderregelung zu sehen ist (vgl. auch RGZ 82, 326, 329 ff zum umgekehrten Fall einer Beschränkung der Steuerpflicht mit privatrechtlichen Mitteln).
- BFH, 11.12.1984 - VIII R 131/76
Eine Verständigung über schwierig zu ermittelnde tatsächliche Umstände ist …
Nach allgemeiner Auffassung sind Vergleiche über Steueransprüche im Hinblick auf die Gesetzmäßigkeit und Gleichmäßigkeit der Besteuerung unzulässig (RFH-Urteile vom 20. Oktober 1925 II A 453/25, RFHE 18, 92; vom 19. Mai 1931 II A 74/31, RStBl 1931, 457; vom 14. Oktober 1936 VI A 723/36, RStBl 1936, 1077; BFH-Urteile vom 27. Januar 1955 IV 281/54 U, BFHE 60, 235, BStBl III 1955, 92; vom 13. Juli 1955 II 38/55 S, BFHE 61, 137, BStBl III 1955, 251; vom 26. Mai 1961 III 326/58 U, BFHE 73, 312, BStBl III 1961, 380; vom 17. Dezember 1963 VII 182/60 U, BFHE 78, 225, 228, BStBl III 1964, 88; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts - BVerwG - vom 5. Juni 1959 VII C 83.57, BVerwGE 8, 329, BStBl I 1959, 1002; vom 12. Juli 1963 VII C 27.62, BStBl I 1963, 794; vom 18. April 1975 VII C 15.73, BVerwGE 48, 166, BStBl II 1975, 679; Urteil des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 14. April 1976 VIII ZR 253/74, BGHZ 66, 199;… einschränkend Maassen, Regelungen mit dem Finanzamt, 1959, S. 64 ff., und insbesondere Schick, Vergleiche und sonstige Vereinbarungen zwischen Staat und Bürger im Steuerrecht, 1967; de lege ferenda Heilmeier, Deutsche Steuer-Zeitung/Ausgabe A - DStZ/A - 1982, 190). - BGH, 08.11.1978 - VIII ZR 199/77
Entscheidung des Berufungsgerichts bei Übergang vom Auskunfts- zum …
Von diesem Grundsatz hat die Rechtsprechung lediglich in engen Grenzen Ausnahmen anerkannt und das Rechtsmittelgericht zum Beispiel für befugt gehalten, eine Stufenklage ganz abzuweisen, wenn der allein in die Berufungsinstanz gelangte Auskunftsanspruch sich als unbegründet erweist und mit dessen Verneinung die durch ihn bedingten weiteren Ansprüche ohne weiteres entfallen (RG JW 1926, 2539; RG HRR 1936, 219; BGHZ 30, 213, 215; BGH Beschl. vom 3. Juli 1959 I ZR 169/55 = LM ZPO § 537 Nr. 8 = NJW 1959, 1827; Senatsurteil vom 14. April 1976 - VIII ZR 253/74 = WM 1976, 535, 537; BAG NJW 1969, 678; gegen diesen "Vorgriff" Schwab NJW 1959, 1824; Bettermann, ZZP 88, 365, 400). - BGH, 29.01.1981 - IVa ZR 80/80
Ehefrau als Bezugsberechtigte
Die Klage war deshalb unter Aufhebung der Urteile der Vorinstanzen in vollem Umfange abzuweisen, also auch insoweit, als das Landgericht darüber noch nicht entschieden hat; der Streitwert für die Rechtsmittelinstanzen erhöht sich durch die Abweisung der weiteren Ansprüche nicht (BGHZ 30, 213, 215; BGH Beschluß vom 3. Juli 1959 - I ZR 169/55 = LM ZPO § 537 Nr. 8; Urteil vom 14. April 1976 - VIII ZR 253/74 - NJW 1976, 1500, 1501). - KG, 22.10.1981 - 22 U 5065/80
Entfallen des Erbersatzanspruchs nach Adoption durch einen Ausländer; Wirksamkeit …
Dem Kläger steht ein Erbersatzanspruch gemäß § 1934a BGB nicht zu; die Klage muß deshalb insgesamt, einschließlich der von dem Landgericht noch nicht entschiedenen weiteren Klagestufen (vgl. BGH NJW 1976, 1500, 1501 mwN), der Abweisung unterliegen.
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