Rechtsprechung
| BGH, 09.02.1977 - VIII ZR 258/75 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Anspruch eines Verlagsunternehmens auf Bezahlung und Abnahme von monatlich zu liefernden Bänden einer Buchreihe - Entsprechende Anwendung von Vorschriften des Abzahlungsgesetzes - Verstoß eines Vertriebssystems gegen die guten Sitten - Aufklärungspflichtverletzung eines ...
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1977, 662
- WM 1977, 394
- DB 1977, 766
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (4)
- BGH, 12.01.1976 - VIII ZR 213/74
Vorliegen des Verkaufs einer Sachgesamtheit - Voraussetzungen für die …
Auszug aus BGH, 09.02.1977 - VIII ZR 258/75
Auf einen vor dem 1. Oktober 1974 abgeschlossenen Vertrag über den Bezug einer Buchreihe, bei dem der Kaufpreis für den einzelnen, in sich selbständigen Band jeweils für sich zu entrichten ist, finden die Bestimmungen des Abzahlungsgesetzes weder unmittelbar noch entsprechend Anwendung (Ergänzung zu BGH Urteil vom 12. Januar 1976 - VIII ZR 213/74 - NJW 1976, 1354 = WM 1976, 215).Wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom 12. Januar 1976 - VIII ZR 213/74 = NJW 1976, 1354 = WM 1976, 215t das gleichfalls eine Bestellung der Buchreihe "Nobelpreisträger für Literatur" betraf, eingehend dargelegt hat, findet auf einen vor dem 1. Oktober 1974 abgeschlossenen Vertrag das Abzahlungsgesetz weder unmittelbar noch entsprechend Anwendung.
- BGH, 12.11.1969 - I ZR 93/67
Verkäufer - Einzelhandelsgeschäft - Schadenhaftung - Mängel
Auszug aus BGH, 09.02.1977 - VIII ZR 258/75
Ob dennoch eine Aufklärungspflicht besteht, ist nach den Umständen des Einzelfalls unter Berücksichtigung von Treu und Glauben zu beurteilen (BGH Urt. v. 12. November 1969 - I ZR 93/67 = NJW 1970, 653, 655). - BGH, 27.02.1974 - V ZR 85/72
Grundsätze der Vertragsauslegung
Auszug aus BGH, 09.02.1977 - VIII ZR 258/75
Das könnte dann, wenn der Vertrag bei ordnungsgemäßer Aufklärung nicht geschlossen worden wäre, dazu fuhren, daß die Rückgängigmachung des Vertrages verlangt werden kann (BGH Urt. v. 27. Februar 1974 - V ZR 85/72 = NJW 1974, 849, 851, 852 m.w.Nachw.). - BGH, 08.03.1966 - V ZR 62/64
Wirksamkeit von Vereinbarungen vor Abschluss eines Grundstücksgeschäfts - …
Auszug aus BGH, 09.02.1977 - VIII ZR 258/75
Nach allgemeiner Meinung in Rechtsprechung und Schrifttum enthält § 123 BGB, der bei Verschweigen von für den Entschluß des Käufers erheblichen Tatsachen unter Umständen eine Anfechtung des Vertrages ermöglicht, eine Sonderregelung gegenüber § 138 BGB (vgl. z.B. BGH Urt. v. 8. März 1966 - V ZR 62/64 = WM 1966, 585, 589 und Hefermehl bei Soergel/Siebert, BGB 10. Aufl. § 138 Rdn. 17 jeweils m.w.Nachw.).
- BGH, 27.11.1985 - VIII ZR 316/84
Anfechtung der Übernahme der Rechte und Pflichten aus dem Kaufvertrag über das …
Ob eine Offenbarungspflicht besteht, ist nach den Umständen des Einzelfalles unter Berücksichtigung von Treu und Glauben zu entscheiden (Senatsurteil vom 9. Februar 1977 - VIII ZR 258/75 = WM 1977, 394, 396). - BGH, 13.07.1983 - VIII ZR 142/82
Pflicht des Verkäufers zur Mitteilung einer Senkung des Herstellerlistenpreises
Eine derartige Pflicht hat die Rechtsprechung aus den konkreten, zwischen den Partnern bestehenden Vertragsbeziehungen dann abgeleitet, wenn das Verschweigen von Tatsachen gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstoßen würde und der Erklärungsgegner die Mitteilung der verschwiegenen Tatsache nach der Verkehrsauffassung erwarten durfte (Senatsurteile vom 1. April 1981 - VIII ZR 51/80 = LM BGB § 276 Fc Nr. 12 = NJW 1981, 2050 [BGH 01.04.1981 - VIII ZR 51/80] = WM 1981, 689; vom 9. Februar 1977 - VIII ZR 258/75 = WM 1977, 394, 396; vom 18. Dezember 1974 - VIII ZR 179/73 = WM 1975, 157, 158; BGHZ 72, 382, 388; 70, 337, 342; 47, 207, 211 [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65]; RGZ 111, 233, 235). - BGH, 14.12.1987 - II ZR 166/87
Sittenwidrigkeit einer Vereinbarung zur Vereitelung schuldrechlicher Rechte …
Unter diesen Umständen kann das Rechtsgeschäft von dem Getäuschten lediglich nach § 123 Abs. 1 BGB angefochten werden (vgl. BGHZ 60, 102, 104/105;… BGH, Urt. v. 8. März 1966 - V ZR 62/64, WM 1966, 585, 589;… Urt. v. 24. April 1972 - II ZR 81/70, WM 1972, 766, 767; Urt. v. 9. Februar 1977 - VIII ZR 258/75, DB 1977, 767 [BGH 09.02.1977 - VIII ZR 258/75];… Staudinger/Dilcher, a.a.O., § 138 Rdnr. 120;… Kramer in MK, 2. Aufl., § 123 Rdnr. 28).
- BAG, 22.01.1981 - 2 AZR 988/78 Selbst dann, wenn ein Rechtsgeschäft durch arglistige Täuschung zustande gekommen ist, sind die Voraussetzungen des § 138 BGB erst dann erfüllt, wenn weitere Umstände zu aer unzulässigen Willensbeeinflussung hinzukommen (vgl. BGH vom 9.2.1977, DB 1977, 766 [767]).
- BGH, 10.03.1982 - VIII ZR 74/81
Abschluss eines Aussteueranschaffungsvertrages - Nichtigkeit eines Vertrages …
Es enthält daher keinen Rechtsfehler, wenn das Berufungsgericht bei der Prüfung der Sittenwidrigkeit auch der irreführenden Formulierung der Geschäftsbedingungen eine erhebliche Bedeutung beimißt (…vgl. BGH Urteil vom 25. Oktober 1979 - III ZR 182/77 aaO; siehe auch Senatsurteil vom 9. Februar 1977 - VIII ZR 258/75 = WM 1977, 394 unter II, 2 c a.E.). - BGH, 10.03.1982 - VIII ZR 222/81
Zustandekommen eines Aussteueranschaffungsvertrags über Bettwäschegarnituren - …
Es enthält dabei keinen Rechtsfehler, wenn das Berufungsgericht bei der Prüfung der Sittenwidrigkeit auch der irreführenden Formulierung der Geschäftsbedingungen eine erhebliche Bedeutung beimißt (…vgl. BGH Urteil vom 25. Oktober 1979 - III ZR 182/77 aaO; siehe auch Senatsurteil vom 9. Februar 1977 - VIII ZR 258/75 = WM 1977, 394 unter II, 2 c a.E.). - BGH, 01.03.1982 - VIII ZR 73/81
Geschäftsbedingungen - Einbeziehung - Formular - Kaufvertrag - AGB - Rückseite …
Es enthält daher keinen Rechtsfehler, wenn das Berufungsgericht bei der Prüfung der Sittenwidrigkeit auch der irre führenden Formulierung der Geschäftsbedingungen eine erhebliche Bedeutung beimißt (…vgl. BGH Urteil vom 25. Oktober 1979 - III ZR 182/77 aaO; siehe auch Senatsurteil vom 9. Februar 1977 - VIII ZR 258/75 = WM 1977, 394 unter II, 2 c a.E.). - BGH, 25.09.1986 - III ZR 12/86
Anwendbarkeit des § 138 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) bei Kollision mit § 123 BGB …
§ 138 BGB könnte hier nur dann herangezogen werden, wenn zu der (angeblichen) unzulässigen Willensbeeinflussung weitere Umstände hinzu kämen, die das Geschäft zu einem sittenwidrigen stempeln würden (BGH Urteil vom 9. Februar 1977 - VIII ZR 258/75 - Betrieb 1977, 766, 767). - BGH, 10.03.1982 - VIII ZR 72/81 Es enthält daher keinen Rechtsfehler, wenn das Berufungsgericht bei der Prüfung der Sittenwidrigkeit auch der irreführenden Formulierung der Geschäftsbedingungen eine erhebliche Bedeutung beimißt (vgl. BGH…, Urteil vom 25. Oktober 1979 - III ZR 182/77 aaO; siehe auch Senatsurteil vom 9. Februar 1977 - VIII ZR 258/75 = WM 1977, 394 unter II, 2 c a.E.).
- BGH, 10.03.1982 - VIII ZR 71/81
Aussteueranschaffungsverträge mit Ansparvereinbarung - Sittenwidrigkeit eines …
Es enthält daher keinen Rechtsfehler, wenn das Berufungsgericht bei der Prüfung der Sittenwidrigkeit auch der irreführenden Formulierung der Geschäftsbedingungen eine erhebliche Bedeutung beimißt (…vgl. BGH Urteil vom 25. Oktober 1979 - III ZR 182/77 aaO; siehe auch Senatsurteil vom 9. Februar 1977 - VIII ZR 258/75 = WM 1977, 394 unter II, 2 c a.E.). - BGH, 10.03.1982 - VIII ZR 48/81
Erlaubnispflichtige Darlehensgewährung - Sittenwidrigkeit eines Rechtsgeschäfts - …
- BGH, 10.03.1982 - VIII ZR 70/81
Aussteueranschaffungsverträge mit Ansparvereinbarung - Sittenwidrigkeit eines …
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